Muskelkrämpfe Therapie Extrakt: Ursachen, Behandlung und Prävention

Muskelkrämpfe sind ein weit verbreitetes Phänomen, das viele Menschen betrifft. Sie können in verschiedenen Muskeln auftreten, wobei Wadenkrämpfe besonders häufig vorkommen. Obwohl sie in den meisten Fällen harmlos sind, können sie sehr schmerzhaft und störend sein, insbesondere wenn sie regelmäßig auftreten. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen, Behandlungsmöglichkeiten und Präventionsstrategien für Muskelkrämpfe, wobei ein besonderer Fokus auf natürliche Heilmittel und Extrakte gelegt wird.

Was sind Muskelkrämpfe?

Muskelschmerzen können den Alltag erheblich beeinträchtigen. Unter Muskelschmerzen versteht man Beschwerden, die in einem oder mehreren Muskeln auftreten können. Muskelkrämpfe sind plötzliche, unwillkürliche Anspannungen der Muskulatur, die oft mit intensiven Schmerzen verbunden sind. Sie entstehen, wenn sich die Muskulatur unkontrolliert zusammenzieht und sich nicht mehr von selbst entspannt. Während Muskelkrämpfe grundsätzlich jeden Muskel im Körper betreffen können, sind Waden und Füße aufgrund ihrer großen Belastung besonders anfällig.

Symptome von Muskelkrämpfen

Muskelschmerzen äußern sich durch verschiedene Symptome, die je nach Ursache und Schweregrad variieren können. Typisch sind unterschiedliche Schmerzempfindungen, die Hinweise auf den Ursprung der Beschwerden liefern. Stechende Schmerzen treten oft plötzlich auf, beispielsweise bei Muskelrissen oder Muskelfaserrissen. Ziehende Schmerzen sind dagegen oft das Resultat von Zerrungen, Verspannungen oder Überbelastungen und breiten sich entlang der betroffenen Muskulatur aus. Neben dem Schmerz selbst gibt es eine Reihe von Begleiterscheinungen. Viele Menschen klagen über eine Muskelsteife, die besonders morgens nach dem Aufstehen oder nach längeren Ruhephasen spürbar ist. In manchen Fällen treten zusätzlich Muskelkrämpfe auf, die sich durch plötzliche und schmerzhafte Muskelkontraktionen äußern - sie führen am häufigsten zu Muskelschmerzen in den Beinen.

Ursachen von Muskelkrämpfen

Muskelschmerzen können viele Ursachen haben, die sich grob in drei Kategorien einteilen lassen: körperliche Belastung, medizinische Gründe und äußere Einflüsse. Die Ursachen für Wadenkrämpfe sind noch weitestgehend unerforscht. Man geht jedoch davon aus, dass diese sowohl bei einer überforderten als auch bei einer unterforderten Muskulatur auftreten können. Auch im fortgeschrittenen Alter, wenn sich die Muskeln verkürzen, können Krämpfe verstärkt auftreten.

Häufige Ursachen sind:

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  • Körperliche Belastung: Eine häufige Ursache nach sportlichen Aktivitäten oder schwerer körperlicher Arbeit. Überanstrengung kann zu Muskelkrämpfen führen.
  • Dehydration: Flüssigkeitsmangel kann ebenfalls Krämpfe auslösen. Die trockene Luft im Flugzeug führt leicht zu Dehydrierung.
  • Mineralstoffmangel: Mängel an Magnesium, Kalium oder Kalzium verursachen oft Muskelverspannungen und Schmerzen. Elektrolytungleichgewicht kann ebenfalls eine Rolle spielen.
  • Erkrankungen: In manchen Fällen können Muskelkrämpfe auf ernst zu nehmende Erkrankungen wie Multiple Sklerose oder eine Schilddrüsenunterfunktion hindeuten. Nehmen Sie diese also keineswegs auf die leichte Schulter und lassen Sie die Ursachen von Ihrem Arzt abklären.
  • Weitere Faktoren: Wachstumsphasen bei Kindern, ungünstige Schlafpositionen und bestimmte Medikamente können ebenfalls Muskelkrämpfe begünstigen.

Die Rolle von Magnesium, Kalium und Calcium

Muskelkontraktion und -entspannung werden von Reizweiterleitungen der Nervenbahnen sowie vom intra- und extrazellulären Gleichgewicht der Elektrolyte gesteuert. Wichtige beteiligte Mineralstoffe zur Aufrechterhaltung einer normalen Muskel- und Nervenfunktion sind Kalium, Calcium und Magnesium. Magnesium trägt zudem zum Elektrolytgleichgewicht bei. Calcium und Kalium tragen zu einer normalen Funktion von Nerven und Muskulatur bei. Dadurch leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Vorbeugung von Muskelkrämpfen.

Magnesium spielt eine zentrale Rolle für die Gesundheit der Muskeln und kann diese unterstützen. Das essenzielle Mineral ist an vielen Prozessen im Körper beteiligt, insbesondere an der Muskel- und Nervenfunktion. Eine Unterversorgung mit Magnesium kann die Reizweiterleitung in den Muskeln stören und zu Beschwerden wie Muskelkrämpfen, Verspannungen oder Schmerzen führen. Besonders anfällig für solche Beschwerden sind Personen mit erhöhtem Magnesiumbedarf, zum Beispiel Sportlerinnen und Sportler. Die Einnahme von Magnesium als Nahrungsergänzungsmittel kann die Muskelentspannung fördern und Krämpfen entgegenwirken. Studien zeigen, dass Magnesiumspiegel, die im optimalen Bereich liegen, dazu beitragen können, muskuläre Überreizungen zu reduzieren und die Erholung der Muskeln zu verbessern.

B-Vitamine spielen eine entscheidende Rolle im Energiestoffwechsel und tragen außerdem zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei. Dadurch leisten sie einen wichtigen Beitrag zur sportlichen Leistung und Ausdauer. Eisen unterstützt unter anderem den Energiestoffwechsel in der Muskulatur, trägt zum Erhalt der normalen Muskelfunktion und der Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei. Dadurch leistet es einen wichtigen Beitrag zur Vorbeugung von Muskelkrämpfen.

Therapie und Behandlung von Muskelkrämpfen

Um Muskelschmerzen zu lindern, gibt es eine Vielzahl von Maßnahmen, die je nach Ursache und Art der Schmerzen in Frage kommen.

Sofortmaßnahmen bei akuten Krämpfen

  • Dehnen: Strecke das Bein vorsichtig und ziehe die Zehen langsam in Richtung Schienbein - das lockert die verkrampfte Muskulatur. Wenn der Muskel krampft, hilft als Sofortmaßnahme, ihn zu dehnen oder seinen Gegenspieler anzuspannen. Schmerzt etwa die Wade, muss der Fuß zum Körper angezogen werden.
  • Massage: Sanfte Massagen helfen, die Durchblutung zu steigern, Verklebungen im Gewebe zu lösen und Spannungen zu reduzieren. Eine Massage tut unseren Muskeln aber grundsätzlich gut und kann auch akute Krämpfe lindern.
  • Wärme oder Kälte: Eine Wärmflasche entspannt, ein kalter Waschlappen kann den Schmerz lindern - je nachdem, was dir guttut. Wärmepflaster oder warme Bäder können Schmerzen lindern. Kälte ist das Mittel der Wahl bei akuten Verletzungen oder Schwellungen. Eispackungen oder Kühlkompressen reduzieren die Durchblutung und damit Schmerzen und Entzündungen. Es ist jedoch wichtig, das kühlende Medium nicht direkt auf die Haut zu legen.
  • Ruhe und Entspannung: Bei akuten Schmerzen ist es sinnvoll, den betroffenen Muskel zu entlasten.

Natürliche Heilmittel und Extrakte

  • Magnesium: Ist ein Magnesiummangel der Auslöser für Ihre Muskelkrämpfe, sollten Sie Magnesium in Form von Nahrungsergänzungsmitteln zu sich nehmen. Organische Magnesiumverbindungen wie Magnesiumcitrat oder -malat werden im Körper besser aufgenommen.
  • Rosskastanienextrakt: Auch eine Massage mit Rosskastanien-Wirkstoffen kann offenbar die Durchblutung verbessern und die Muskeln entspannen. Zur Anwendung können Sie zum Beispiel 4 bis 5 Tropfen Rosskastanienextrakt mit einem Esslöffel Mandelöl vermischen. Anschließend in den betroffenen Muskel einmassieren. Dieses Hausmittel wird auch vor dem Zubettgehen empfohlen, um nächtlichen Wadenkrämpfen vorzubeugen.
  • Rosmarin- oder Johanniskrautöl: Die Wade mit Rosmarin- oder Johanniskrautöl massieren - das ist ein beliebtes Hausmittel bei Wadenkrämpfen und kann tatsächlich wohltuend und lindernd wirken. Das Öl soll zusammen mit der Massage die verkrampfe Muskulatur lockern und die Durchblutung fördern.
  • Senf-Umschläge: Auch Senf-Umschläge können bei Wadenkrämpfen wohltuend wirken. Allerdings ist die Herstellung des Umschlags doch etwas aufwändig: Vermischen Sie 4 EL Senfmehl mit warmem Wasser zu einem streichfähigen Brei und verteilen Sie diesen auf einem Leinentuch. Legen Sie den Umschlag für 3 bis 6 Minuten auf den betroffenen Muskel - bis die Haut sich leicht rötet. Wichtig: Belassen Sie den Senf-Umschlag auf keinen Fall länger als 10 Minuten auf der Haut und entfernen Sie ihn sofort, wenn die Haut sehr brennt!
  • Bittersalzbad: In Bittersalz steckt Magnesium. Da Magnesium Krämpfe lindern kann, wird daher als Hausmittel oftmals ein 20- bis 30-minütiges Bittersalzbad empfohlen: Dazu 2 bis 3 Tassen Bittersalz ins Badewasser geben.
  • Heilpflanzenmix: Nutze die Kraft von Alraune, Eisenkraut, Kupfersulfat, Magneisum, Calciumphosphat, Spiraea-Mädesüß und Koloquinte; Pharmazeutisch Kontrolliert & Made In GermanyEinfaches Einsprühen in den Mund. Durch den Pumpzerstäuber kann Deine Mundschleimhaut die Essenzen ideal aufnehmen.
  • Weitere pflanzliche Wirkstoffe: Pflanzliche Wirkstoffe, wie sie in Produkten mit Rosskastanien-Extrakt, Seekiefer-Extrakt oder rotem Weinlaub enthalten sind, bieten eine natürliche Unterstützung.

Medikamentöse Behandlung

In einigen Fällen kann eine medikamentöse Behandlung erforderlich sein, insbesondere wenn die Krämpfe auf eine Grunderkrankung zurückzuführen sind. Chinin ist ein Mittel, das sicher gegen die Krämpfe wirkt, einen Extrakt des Chinarindenbaums. Dieser ist jedoch ein gutes Beispiel dafür, dass auch pflanzliche Mittel Nebenwirkungen haben können: Das Chininsulfat kann das Blut verändern und zu tödlichen Herz-Rhythmus-Störungen führen. Deshalb sollte Chinin nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden.

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Produkte zur Linderung von Muskelkrämpfen

  • Magnesium Verla Dragees und Biolectra Kapseln: Die Magnesium Verla Dragees sind ebenso empfehlenswert wie die Biolectra Kapseln. Bereits eine Kapsel Biolectra Magnesium versorgt Sie mit 300 bis 400 Milligramm Magnesium - so viel, wie ein erwachsener Mensch am Tag benötigt. Auch die Magnesium Verla Dragees versorgen Sie mit dem lebenswichtigen Mineralstoff Magnesium. Die Dragees in der typischen blau-gelben Verpackung haben sich bereits seit mehr als 50 Jahren erfolgreich bewährt und werden immer dann eingesetzt, wenn nicht genügend Magnesium über die Nahrung aufgenommen wird.
  • Doppelherz Magnesium Tabletten: Versorgen Sie Ihre Muskeln und Nerven mit Magnesium; gleichzeitig enthalten die Kapseln aber auch die wertvollen Vitamine B1, B6, B12 und Folsäure. Vitamin B1 beispielsweise ist unerlässlich für eine normale Herzfunktion. Auch diese Kapseln liefern Ihnen 400 Milligramm des lebenswichtigen Mineralstoffs Magnesium, den Ihr Körper selbst nicht bilden kann.
  • Diasporal Lutschtabletten: Mit reinem Magnesiumcitrat angereichert, sind diese nicht nur körperfreundlich, sondern auch besonders schnell aktiv.
  • Finalgon Wärmecreme und ABC Wärmepflaster: In der Online Apotheke können Sie aber auch wärmespendende Cremes und Salben bestellen. Bei einem Krampf können diese recht hilfreich sein, massieren Sie etwa die Finalgon Wärmecreme direkt auf die betroffene Körperstelle. Nicht nur bei Rückenschmerzen und Verspannungen kann die Finalgon Wärmesalbe eingesetzt werden. Häufig ist die komplette Rückenmuskulatur verspannt. Ist dies der Fall, können Sie sich aber auch das ABC Wärmepflaster anschaffen. Dieses nutzt den natürlichen Wirkstoff der Chilischote und ist für seine durchblutungsfördernden Eigenschaften bekannt.

Prävention von Muskelkrämpfen

Wadenkrämpfe können schmerzhaft und störend sein - vor allem, wenn sie regelmäßig auftreten. Die gute Nachricht: Mit ein paar gezielten Maßnahmen lassen sie sich oft wirksam vermeiden.

  • Ausreichende Flüssigkeitszufuhr: Sorgen Sie stets dafür, dass Ihr Körper ausreichend mit Flüssigkeit versorgt wird.
  • Ausgewogene Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichender Flüssigkeitszufuhr und wichtigen Mineralstoffen wie Magnesium, Kalium und Kalzium hilft, Muskelverspannungen zu verhindern.
  • Regelmäßige Bewegung und Dehnen: Bewegung und Dehnen sind essenziell, um den Kreislauf zu fördern und die Muskulatur geschmeidig zu halten. Besonders Sportarten wie Schwimmen oder Radfahren wirken sich positiv auf die Venen aus. Sanftes Dehnen der betroffenen Muskeln kann Verspannungen lösen und die Flexibilität verbessern. Wichtig ist, die Bewegungen langsam und ohne Druck auszuführen, um den Muskel nicht weiter zu belasten.
  • Vermeidung von Magnesiumräubern: Achten Sie also stets auf eine ausgewogene Ernährung und auf eine gesunde Zubereitung Ihrer Speisen. Alkohol zählt dazu ebenso wie Kaffee und Zucker.
  • Regelmäßig aufstehen und umhergehen: Regelmäßig aufstehen und umhergehen. Bequeme Kleidung und ggf.
  • Seekiefer-Extrakt: Die Wirkung beruht offenbar auf mehreren Ebenen: Seekiefer-Extrakt verbessert die Mikrozirkulation, reduziert entzündliche Prozesse, schützt die Gefäße und unterstützt die allgemeine Gefäßgesundheit.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Geht der Krampf nicht weg oder tritt immer wieder auf, kann mehr dahinterstecken. In den meisten Fällen ist ein Wadenkrampf nach dem Flug nur ein temporäres Muskelproblem. Doch sie können auch auf zugrunde liegende Probleme wie Durchblutungsstörungen, Nervenschäden oder Mineralstoffmängel hinweisen. Liegt jedoch ein Nährstoffmangel vor oder ist das Nervensystem gestört, können auch bestimmte Erkrankungen oder Medikamente dafür verantwortlich sein. In diesen Fällen ist besondere Aufmerksamkeit gefragt.

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