Das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) Neurologie Göppingen, ein Teil der Christophsbad Klinikgruppe, bietet seit dem 1. April 2022 eine umfassende ambulante Behandlung für die Bevölkerung in Göppingen und der Region. Unter dem Dach der Christophsbad Klinikgruppe arbeiten Experten der Fachbereiche Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie nach aktuellsten wissenschaftlichen Standards zusammen.
Das MVZ Christophsbad GmbH: Ein starkes Netzwerk
Das MVZ Christophsbad GmbH ist ein bereichsübergreifendes medizinisches Versorgungszentrum mit den Schwerpunkten Neurologie, Psychiatrie und HNO. Es stärkt die ambulante Behandlung der Bevölkerung in Göppingen und in der Region maßgeblich und ist Teil der Christophsbad Klinikgruppe.
Die Christophsbad Klinikgruppe wurde 1852 gegründet und umfasst neben dem Fachkrankenhaus Christophsbad Göppingen auch die Rehaklinik Bad Boll, zwei Standorte des Christophsheims Göppingen sowie das Zentrum für psychische Gesundheit MentaCare Stuttgart. Die Gruppe beschäftigt rund 1.700 Mitarbeitende, davon etwa 200 am Standort Bad Boll.
Ein großer Vorteil des MVZ ist die enge Vernetzung mit dem Klinikum bei schwierigen Krankheitsbildern. Diese Vernetzung mit anderen Fachdisziplinen ist essenziell, da Neurologie und Psychiatrie Querschnittsdisziplinen sind. So gibt es Schnittmengen etwa mit der Orthopädie bei Wirbelsäulenbeschwerden, mit Gynäkologen bei Frauen mit Multipler Sklerose und anderen neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen während der Schwangerschaft, mit der Kardiologie der Alb-Fils-Kliniken und mit niedergelassenen Kardiologen, da Psychopharmaka Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System haben können.
Fachbereiche und Spezialisierungen
Das MVZ bietet ein breites Spektrum an Leistungen in verschiedenen Fachbereichen:
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Neurologie
Im Fachbereich Neurologie steht Ihnen in Göppingen ein Team unter der Leitung von Prof. Dr. Albert Ludolph zur Verfügung. Hier können vielfältige neurologische Erkrankungen abgeklärt und behandelt werden, sofern kein stationärer Aufenthalt notwendig ist.
Diagnostische Möglichkeiten in der Neurologie:
- Elektroneurographie: Messung der Leitgeschwindigkeit der Nervenbahnen von Kopf, Rumpf oder Gliedmaßen zur Untersuchung der Funktionsfähigkeit der muskelversorgenden Nervenbahnen oder der Nerven, die an der Gefühlsvermittlung beteiligt sind.
- Elektromyographie: Diagnostik der elektrischen Versorgung der Muskulatur.
- Elektroenzephalographie (EEG): Ableitung der vom Gehirn ausgehenden elektrischen Aktivität von der Kopfhaut. Das EEG hat ein breites Anwendungsfeld und dient auch der Verlaufsbeobachtung verschiedener Therapien in der Psychiatrie. Gerade bei älteren Menschen führen auch Durchblutungsstörungen zu EEG-Veränderungen.
- Evozierte Potenziale: Neurologische Untersuchungsmethoden zur Überprüfung der Leitfähigkeit und Funktionsfähigkeit von Nervenbahnen, etwa bei Patienten mit Multipler Sklerose.
- Somatosensorische Potenziale (SSEP): Nachweis von Schädigungen beziehungsweise der Intaktheit der sensiblen Leitungsbahnen zwischen den freien Nervenenden in der Peripherie und dem Gehirn.
- Visuell evozierte Potenziale: Ableitung nach visueller Reizung von der Kopfoberfläche zur Beurteilung der Funktion der Sehnerven und der Sehverarbeitung.
- Akustisch evozierte Potenziale: Ableitung elektrischer Phänomene, die durch Schallreize entstehen, von der Kopfhaut oder im Gehörgang. Relevant sind hier vor allem die frühen Hirnstammpotenziale.
- Ultraschalluntersuchungen der Halsgefäße (Karotisarterien): Aufdeckung von Gefäßverengungen, die zu einer Minderversorgung des Gehirns führen können. Sie spielen auch bei der Abklärung von Demenzen eine Rolle.
- Laboruntersuchungen: Durchführung bestimmter Laboruntersuchungen, beispielsweise zur Kontrolle des Medikamentenspiegels.
Spezialsprechstunden in der Neurologie:
Unter der Leitung von Prof. Dr. Albert C. Ludolph werden Spezialsprechstunden angeboten, unter anderem für:
- Neurodegenerative Erkrankungen: Hierunter wird eine Vielzahl von Erkrankungen zusammengefasst, die durch den schrittweisen Untergang von Nervenzellen des zentralen Nervensystems gekennzeichnet sind. Hauptrisikofaktor ist dabei neben anderen ein hohes Lebensalter. Zu den häufigeren neurodegenerativen Krankheiten zählen u.a.
- ALS-Spezialambulanz: Ambulante Betreuung und Unterstützung von Patienten und ihren Angehörigen im chronischen Krankheitsverlauf nach initial gründlicher diagnostischer Abklärung.
- Spezialsprechstunde für neuromuskuläre Erkrankungen: Betreuung von Patienten mit u.a.
Psychiatrie und Psychotherapie
Im Fachbereich Psychiatrie steht Ihnen in Göppingen ein Team unter der Leitung von Prof. Dr. zur Verfügung. Aktuell können in der psychiatrischen Abteilung jedoch leider keine Neupatient*innen aufgenommen werden.
In der Psychotherapeutischen Praxis werden Erwachsene ab dem 18. Lebensjahr behandelt, die mit professioneller Unterstützung an ihren psychischen Problemen arbeiten möchten. Es werden Patienten aller Kassen (privat und gesetzlich) behandelt.
Psychiatrische Leistungen:
- Psychiatrische Untersuchung durch exploratives Gespräch
- Diagnostische Einschätzung, Beratung und Behandlung
- Arzneimitteltherapie (Neueinstellung, Überwachung und Optimierung bestehender Arzneimittel Therapien)
- Psychiatrische Gespräche
- Diagnostikverfahren (u.a.
Traumaambulanz
In der Traumaambulanz steht Ihnen in Göppingen ein Team unter der Leitung von Frau Dr. zur Verfügung, bestehend aus Psychologen, psychologischen Psychotherapeuten und medizinischen Fachangestellten.
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HNO
Im Bereich HNO steht das MVZ in Göppingen als Ansprechpartner für Diagnosen und ambulante Behandlungen zur Verfügung.
Das Team
Das MVZ besteht aus einem Team aus Ärzten, Psychotherapeuten, Praxisleitern und Medizinischen Fachangestellten. Mehrere ambulant tätige Ärzte arbeiten kooperativ unter der Geschäftsleitung von Prof. Zrinka Sosic-Vasic und der Ärztlichen Leitung von Dr. André Bönsch. Dr. André Bönsch ist Facharzt für Neurologie, Psychiatrie, Psychotherapie und Suchtmedizin.
Anfahrt und Erreichbarkeit
Das MVZ Neurologie Göppingen befindet sich in der Marktstraße 16 im Zentrum von Göppingen. Vom Bahnhof Göppingen gelangen Sie fußläufig über den Bahnhofssteg in Richtung Südstadt direkt zum MVZ. Sie betreten das Gebäude über die Außentreppe und den Eingang im Erdgeschoss. Ziehen Sie öffentliche Verkehrsmittel vor, ist der ZOB Göppingen fußläufig in etwa 4 Minuten erreichbar.
Wichtige Informationen für Ihren Termin
Bitte bringen Sie zu Ihrem vereinbarten Termin Ihre gültige Versichertenkarte sowie - sofern vorhanden - einen Überweisungsschein mit. Um eine umfassende medizinische Betreuung zu gewährleisten, werden außerdem alle relevanten Vorbefunde benötigt, wie z. B.
Voraussetzung für die Behandlung ist, dass Ihre Versichertenkarte für das aktuelle Quartal bereits eingelesen wurde.
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Das Christophsbad Göppingen: Begleitung entlang der Lebenslinie
Das Christophsbad Göppingen begleitet Menschen entlang der Lebenslinie, von der Prävention über die Akutbehandlung bis zur Nachsorge. Die Einrichtung umfasst neun Kliniken und Bereiche, inklusive sechs Tageskliniken, Instituts- und Ermächtigungsambulanzen sowie ambulante therapeutische Standorte.
Neurologie im Christophsbad Göppingen
Die Neurologie im Christophsbad Göppingen befasst sich mit der Diagnose und Therapie aller Erkrankungen des Nervensystems. Die Klinik verfügt über 65 Betten zur vollstationären Behandlung, davon 10 Betten auf der regionalen Schlaganfall-Einheit („Stroke Unit“) und 8 Betten auf der neurologischen Intensivstation.
Auf der Schlaganfall-Station (Stroke Unit) werden jährlich etwa 1.000 Patienten mit akutem Schlaganfall behandelt. Die Neurologische Intensivmedizin befasst sich mit der Behandlung von akuten Krankheitsbildern, die unmittelbare Vitalfunktionseinschränkungen zur Folge haben. Neben der Akutabteilung hat die Klinik eine Abteilung für Frührehabilitation (sogenannte „Phase B“) mit 25 Betten.
Das Schlaflabor, welches der Klinik angegliedert ist, hat 8 Diagnose- und Behandlungsplätze. Im Vordergrund steht die Beurteilung des Nachtschlafs bei Patienten, die unter Ein- und Durchschlafstörungen leiden sowie Patienten mit einem Schlafapnoe-Syndrom. Das Schlaflabor ist durch die Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) zertifiziert.
Therapieangebote im Christophsbad
Das Christophsbad bietet ein breites Spektrum an Therapieangeboten:
- Physiotherapie: Beeinflussung der Motorik, der Bewegungskontrolle und der inneren Organe.
- Logopädie: Behandlung und Beratung von Patienten mit Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen.
- Ergotherapie: Behandlung von Patienten mit gestörten sensorischen, motorischen, psychischen und kognitiven Funktionen.
- Schmerzbehandlung: Bei Bandscheiben-Erkrankungen, Neuralgien, Anwendung zentral schmerzhemmender Medikamente, Infiltrationen, Botulinumtherapie, beispielsweise bei Spastik.
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