Das prämenstruelle Syndrom (PMS) ist ein komplexes Krankheitsbild, das viele Frauen betrifft. Es umfasst eine Vielzahl von körperlichen und psychischen Symptomen, die in den Tagen oder Wochen vor der Menstruation auftreten. Viele Frauen mit Kinderwunsch warten gespannt auf erste Anzeichen einer Schwangerschaft, wie zum Beispiel Übelkeit, Erbrechen oder empfindliche Brustwarzen. Dieser Artikel beleuchtet die Zusammenhänge zwischen PMS, den frühen Anzeichen einer Schwangerschaft und den möglichen Auswirkungen auf die Einnistung.
Was ist das Prämenstruelle Syndrom (PMS)?
Als prämenstruelles Syndrom (PMS) wird eine Vielzahl unterschiedlicher Symptome sowie Beschwerden zusammengefasst, die einige Tage bis zwei Wochen vor Einsetzen der Periode regelmäßig wiederkehren. Jede vierte Frau in Deutschland ist von dem prämenstruellen Syndrom (PMS) betroffen. Die Symptome infolge eines PMS können sehr vielfältig ausfallen sowie unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Grundsätzlich lassen sich die Beschwerden in zwei Gruppen unterteilen: körperliche sowie psychische Symptome.
Körperliche Symptome
Zu den am häufigsten auftretenden körperlichen Symptomen zählen:
- Spannungsgefühl in der Brust
- Gewichtszunahme
- Hautveränderungen
- Müdigkeit
- Vermehrte Wassereinlagerungen
- Kopf-, Rücken- oder Unterbauchschmerzen
- Übelkeit und Kreislaufprobleme
Psychische Symptome
Psychische Symptome äußern sich in der Regel in:
- Stimmungsschwankungen
- Reizbarkeit
- Angstzustände
- Depressive Schübe
Für etwa 30 bis 50 % aller Betroffenen - vor allem für Frauen zwischen 30 und 40 Jahren - werden die Symptome des prämenstruellen Syndroms zur Belastung. Sowohl die körperlichen als auch die psychischen prämenstruellen Beschwerden treten in der zweiten Hälfte des Zykluses auf, d.h. Wer die Vermutung hat, selbst unter PMS zu leiden, für den kann ein PMS-Tagebuch eine hervorragende Möglichkeit darstellen, um die doch häufig unspezifischen Beschwerden zu deuten.
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Ursachen des PMS
Die Ursachen des prämenstruellen Syndroms sind trotz intensiver und langjähriger Forschung nicht eindeutig geklärt. Als Ursache wird ein Zusammenhang mit einer Schwächung des Gelbkörpers (Störung der Progesteronbildung) vermutet bzw. eine Dysbalance zwischen der Progesteron- und Östrogenkonzentration. Die vielfältigen Symptome lassen es jedoch unwahrscheinlich erscheinen, dass sich die PMS auf eine Ursache zurückführen lässt und stattdessen mehrere Faktoren zusammenspielen. Aufgrund der different auftretenden Symptome wird die Diagnose für ein PMS häufig erst sehr spät gestellt.
Im Rahmen der Untersuchung wird eine Blut- sowie eine Hormonanalyse durchgeführt. So kann das prämenstruelle Syndrom von der prämenstruellen dysphorischen Störung (PMDS) abgegrenzt werden. Eine häufige Ursache für einen unerfüllten Kinderwunsch stellt ein Gelbkörpermangel dar - und ist aufgrund der vermuteten Ursache des PMS das größte Problem im Rahmen der Diagnose. Dabei kommt das Gelbkörperhormon (Progesteron) in zu geringer Konzentration im Körper vor. Das Hormon wird nach dem Eisprung in den Eierstöcken gebildet und sorgt für eine stärkere Durchblutung der Gebärmutter. Vor allem im Rahmen eines Kinderwunsches hat ein Progesteronmangel Auswirkungen auf den erfolgreichen Eintritt einer Schwangerschaft. Kommt Progesteron in einer zu geringen konzentration vor, kann sich die befruchtete Eizelle nicht richtig einnisten. In schwereren Fällen kann eine Hormonbehandlung helfen, um den Hormonhaushalt auszugleichen.
Frühe Schwangerschaftsanzeichen
Die ersten 7 Tage der Schwangerschaft können von Frau zu Frau variieren, und es besteht sogar die Möglichkeit, dass Sie überhaupt keine Symptome verspüren. Wenn der Gynäkologe den Verlauf einer Schwangerschaft verfolgt, wird diese normalerweise ab dem Tag der letzten Regelblutung gemessen und auf 40 Wochen addiert. Zu diesem Zeitpunkt ist eine Frau jedoch noch nicht wirklich schwanger. Um zu sehen, was in den ersten 7 Schwangerschaftstagen passiert, müssen wir uns den Beginn des gesamten Prozesses vergegenwärtigen.
Die Zelle, die aus der Vereinigung von Ei- und Samenzelle hervorgeht, wird Zygote genannt. Der Transport der Zygote in die Gebärmutter wird unterstützt durch die Bewegungen des Eileiters, die sich als Krämpfe bemerkbar machen. Auf ihrem Weg beginnt die Zygote, sich umzuwandeln und in viele Zellen zu teilen, so dass sie, wenn sie die Gebärmutter erreicht aus etwa 250 Zellen besteht. Dieser Zellhaufen teilt sich wiederum in zwei Gruppen: eine innere, aus welcher der Embryo hervorgeht, und eine äußere, aus der sich die Plazenta herausbildet.
Hormonelle Veränderungen
Zunächst schüttet der Körper Hormone aus, u. a. das Hormon HCG (humanes Choriongonadotropin), um die Gebärmutterwand, die so genannte Gebärmutterschleimhaut, auf die Einnistung des künftigen Babys vorzubereiten. HCG ist auch das Hormon, einen positiven Schwangerschaftstest auslöst, aber es kann in diesem frühen Stadium noch nicht nachgewiesen werden.
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Typische Symptome
- Ausbleiben der Periode: Das deutlichste Anzeichen einer Schwangerschaft im ersten Monat ist das Ausbleiben der Periode, und zwar deutlich nach den ersten 7 Tagen der Schwangerschaft. Wenn Ihre Periode 7 Tage überfällig ist und Sie Krämpfe verspüren, sollten Sie zur Bestätigung einen Schwangerschaftstest machen.
- Einnistungsblutung: Eins der ersten Schwangerschaftssymptome ist eine leichte Einnistungsblutung. Hierbei handelt es sich nicht um eine Blutung wie bei der Menstruation, sondern um eine leichte Blutung. Durch diese leichte Blutung erhält der Scheidenausfluss eine rosa Färbung. Aufgrund der hormonalen Veränderungen ist er außerdem etwas dickflüssiger und weißlicher als gewohnt.
- Krämpfe: Ein weiteres häufiges Symptom sind Krämpfe, die durch die Bewegung der Eileiter verursacht werden.
- Blähungen: Ein weiteres Symptom einer frühen Schwangerschaft ist aufgeblähter Bauch. Er wird durch eine Verlangsamung der Darmpassage verursacht; während der Schwangerschaft arbeitet unser Darm langsamer, weshalb es zu Verstopfung kommen kann.
- Kopfschmerzen: Viele Frauen klagen über Kopfschmerzen, aber auch Migräne und Spannungskopfschmerzen hängen mit den hormonellen Veränderungen zusammen.
- Häufiges Wasserlassen: Es kann auch sein, dass Sie häufiger urinieren müssen, weil die Blutmenge in Ihrem Körper während der Schwangerschaft zunimmt und Ihre Nieren gezwungen sind, härter zu arbeiten.
- Nasenbluten: Der erhöhte Hormonspiegel und die steigende Blutproduktion können auch dazu führen, dass die Nasenschleimhäute leichter bluten, vor allem dann, wenn Sie außerdem an allergischem Schnupfen leiden.
- Müdigkeit: Auch Müdigkeit ist ein häufiges Symptom in den ersten Monaten der Schwangerschaft. Es wird angenommen, dass sie auf den schnellen Anstieg des Progesteronspiegels zurückzuführen ist.
Diese Symptome sind nicht sehr spezifisch und können neben einer Schwangerschaft auch andere Ursachen haben.
Schwangerschaftstests
Der Schwangerschaftstest misst die Menge des Hormons HCG (humanes Choriongonadotropin) im Urin. Dieses Hormon ist nur dann vorhanden, wenn die Frau schwanger ist, und normalerweise ist es erst drei Wochen nach der Einnistung nachweisbar.
Vorbereitung auf die Schwangerschaft
In der ersten Schwangerschaftswoche weiß eine Frau normalerweise noch nicht, dass sie schwanger ist, aber wenn Sie eine Schwangerschaft anstreben, sollten Sie Ihren Körper auf die Aufnahme des Babys vorbereiten, damit die Reise zur Mutterschaft so angenehm wie möglich verläuft. Es ist ratsam, ein gesundes Gewicht zu halten und sich gesund zu ernähren. Achten Sie auf eine eiweißreiche Ernährung und essen Sie täglich Obst, Gemüse und Vollkornprodukte. Meiden Sie schädliche Gewohnheiten wie Rauchen oder Alkoholkonsum und reduzieren Sie Ihren Koffeinkonsum auf höchstens 1-2 Tassen pro Tag. Empfehlenswert ist außerdem die Einnahme eines speziellen Vitaminkomplexes, da schwangere Frauen eine höhere Zufuhr an Kalzium und Folsäure benötigen.
PMS oder Schwangerschaft?
Viel weiter im Ergebnis können die ungeliebten PMS (prämenstruellen Symptome) und erste Schwangerschaftsanzeichen kaum sein, bedeuten sie doch entweder schwanger zu sein oder aber nicht.
Unter dem Begriff „PMS“ versteht man die regelmäßig auftretenden psychischen oder körperlichen Beschwerden vor der nächsten Regelblutung, die bis zu 14 Tage vorher beginnen können. Mit Beginn der Blutung lassen diese Beschwerden jedoch nach. Rund 85 % aller Frauen kennen einige der monatlichen Symptome des Prämenstruellen Syndroms.
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Tatsächlich kann es vom Beschwerdebild schwierig sein, die Symptome des PMS und den ersten Schwangerschaftsanzeichen zu unterscheiden. Frauen, die unter dem PMS leiden, klagen häufig über ziehende Schmerzen im Unterleib, empfindliche Brüste, plötzliche Gewichtszunahme, Stimmungsschwankungen oder Kopfschmerzen. Aber auch Übelkeit, Heißhungerattacken oder die gegenteilige Appetitlosigkeit werden oft beschrieben. Diese Beschwerdebilder können allerdings genauso als Symptome einer Frühschwangerschaft gewertet werden.
Unterscheidungsmerkmale
Es gibt jedoch gewisse Anzeichen, die eher einer Frühschwangerschaft zugeschrieben werden, als dem PMS. Meist sind die Symptome einer Schwangerschaft ausgeprägter oder variieren etwas zu den sonst monatlich auftretenden Anzeichen. Eine leichte Blutung, die häufig als Zwischenblutung gedeutet wird, kann sich zwischen dem 7. und 10. Tag nach der Befruchtung der Eizelle als Einnistungsblutung herausstellen. Bei ungefähr jeder 4. Frau tritt diese helle, leichte Blutung ein. Ein vermehrter Ausfluss, eine plötzliche anhaltende Müdigkeit und extreme Erschöpfung können ebenfalls erste Anzeichen einer Schwangerschaft sein. Einen ziemlich guten Hinweis für eine vorliegende Schwangerschaft kann schon vor dem Ausbleiben der Regelblutung jedoch eine dauerhaft, leicht gestiegene Basaltemperatur geben. Eine erhöhte Basaltemperatur wird als Symptom recht eindeutig einer Schwangerschaft zugeordnet, mit dem PMS wird sie eher nicht in Verbindung gebracht.
Eine ausbleibende Regelblutung wird von den meisten Frauen schon als sicheres Anzeichen einer Schwangerschaft gewertet. Verbunden mit weiteren Schwangerschaftsanzeichen ist dem auch häufig so. Bedenken Sie bitte, dass eine Schwangerschaft jedoch erst mit Sicherheit durch einen Schwangerschaftstest und dem Besuch beim Frauenarzt bestätigt werden muss.
Was passiert, wenn PMS-Symptome nachlassen?
Einige Frauen berichten, dass ihre typischen PMS-Beschwerden in dem Monat, in dem sie schwanger wurden, plötzlich ausblieben. Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass die hormonellen Veränderungen im Falle einer Schwangerschaft von den üblichen PMS-Mustern abweichen. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass dies nicht bei allen Frauen der Fall ist und das Ausbleiben von PMS-Symptomen allein kein sicheres Zeichen für eine Schwangerschaft ist.
Der weibliche Zyklus und seine Hormone
In den fruchtbaren Jahren der Frau bewirken Hormone monatlich wiederkehrende zyklische Veränderungen im Körper. Ein Zyklus, er dauert im allgemeinen zwischen 24 und 34 Tage, beginnt am ersten Tag der Monatsblutung (=1. Zyklustag) und endet am Tag vor der nächsten Blutung. beschrieben. Der Zyklus lässt sich in zwei Phasen einteilen, in die Phase vom ersten Tag der Periode bis zum Eisprung und in die zweite Phase nach dem Eisprung bis zum Eintreten der nächsten Monatsblutung. In der ersten Phase reift die Eizelle heran, in der zweiten Phase wird die Gebärmutter auf das Einnisten eines Embryos vorbereitet.
Hormonelle Steuerung
wird in einem feinen Regelkreis gesteuert, an dem Hormone des Zwischenhirns (Hypothalamus), der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) und der Eierstöcke beteiligt sind. Hormone sind Botenstoffe, die in Körperdrüsen gebildet und ins Blut ausgeschüttet werden. Über die Blutbahn zirkulieren sie dann im Körper und gelangen an ihre jeweiligen Wirkorte.
Für die Geschlechtsreife und für die Fortpflanzungsvorgänge spielen folgende Hormone eine sehr wichtige Rolle:
- Das follikelstimulierende Hormon (FSH) bewirkt die Eireifung.
- Das luteinisierende Hormon (LH) löst den Eisprung aus.
- Die heranreifenden Eibläschen (Follikel) produzieren das weibliche Geschlechtshormon Östrogen. Das wichtigste Östrogen ist das Estradiol. Östrogene sorgen dafür, dass sich die Gebärmutterschleimhaut aufbaut.
- gebildet. Progesteron erhält die Gebärmutterschleimhaut.
Die Hormone müssen fein abgestimmt zusammenspielen, damit eine Eizelle heranreifen, befruchtet werden und sich schließlich in der Gebärmutter einnisten kann. Äußere Einflüsse wie zu viel Stress, übermäßige körperliche Anstrengung und auch eine sehr ungesunde Ernährung können das sensible Gleichgewicht der Sexualhormone stören und die Fruchtbarkeit mindern. Mutet sich eine Frau körperlich oder seelisch zu viel zu, kann ihr Körper mit Unfruchtbarkeit reagieren. Er schützt sich dann quasi vor einer Schwangerschaft. Umgekehrt gilt: Wer dafür sorgt, dass er sich körperlich und seelisch wohl fühlt, kann dadurch seine Fruchtbarkeit verbessern.
Zyklische Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut
Nach der Menstruation ist die Schleimhaut in der Gebärmutter dünn. Unter dem Einfluss des Hormons Östrogen wächst in der ersten Zyklusphase eine gut durchblutete, nährstoffreiche Schleimhautschicht heran. Während der zweiten Zyklusphase sorgt dann das Hormon Progesteron für eine Auflockerung der Schleimhaut. Dadurch wird die Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung eines Embryos vorbereitet, es entsteht quasi ein "Nest". Bleibt die Eizelle unbefruchtet oder nistet sich eine befruchtete Eizelle nicht in der Gebärmutterschleimhaut ein, lösen sich die oberen Schichten ab. Die Menstruation setzt ein und schwemmt die abgelösten Schichten zusammen mit Blut aus der Gebärmutter hinaus. Im nächsten Zyklus baut sich die Schleimhaut wieder neu auf.
Der Schleim
Die Drüsen des Gebärmutterhalses bilden einen Schleim, der als zäher Pfropf an den meisten Tagen im Zyklus den Muttermund verschließt. Spermien können den Schleimpfropf nicht durchdringen. Zum Eisprung hin verflüssigt sich der Schleim und wird nun für Spermien passierbar. Dieser nun fruchtbare Schleim bietet Samenzellen eine günstige Umgebung, in der sie einige Tage lebensfähig bleiben können. Auch der Muttermund öffnet sich eine wenig, so dass Spermien durch Gebärmutterhals und -höhle in die Eileiter gelangen können.
Der Eisprung
In jedem Zyklus reifen unter dem Einfluss des FSH genannten Eibläschen stimulierenden Hormons der Hirnanhangdrüse einige Eibläschen (Primärfollikel) heran. Im allgemeinen entwickelt sich jedoch nur ein sprungbereites Eibläschen pro Zyklus. Das reife Eibläschen wird 20 bis 28 mm groß und ist mit einer Flüssigkeit gefüllt. Im Inneren des Eibläschens befindet sich die Eizelle. Ist die Eizelle genügend herangereift, bewirkt das luteinisierende Hormon (LH) die endgültige Ausreifung und löst den Eisprung aus: Das Eibläschen platzt auf und gibt die Eizelle frei. Der Eileiter legt sein trichterförmiges Ende über die Eizelle und sorgt dafür, dass sie in den Eileiter hineingespült wird. Im Eileiter kann die Eizelle von einer Samenzelle befruchtet werden.
Der Gelbkörper
Der zurückgebliebene Follikel entwickelt sich zu einem rundlichen, gelben Körper, dem Gelbkörper. Dieser beginnt mit der Bildung des Hormons Progesteron. Eine Wirkung des Progesterons ist eine Veränderung der internen Thermoregulation, was ein bis zwei Tage nach dem Eisprung zu einem Anstieg der durchschnittlichen Körpertemperatur um ca. 0,2 °C führt. Das Hormon unterstützt die Einnistung einer befruchteten Eizelle in der Gebärmutter und erhält die Schwangerschaft in der Anfangszeit. Bleibt eine Schwangerschaft aus, wird der Gelbkörper nach einer relativ konstanten Dauer von etwa 14 Tagen seine Funktion einstellen und vom Körper wieder abgebaut. Es kommt zur Menstruationsblutung.
Spüren Frauen die Vorgänge in ihrem Körper?
Manche Frauen bemerken die inneren zyklischen Vorgänge kaum. Nur die Monatsblutung macht sie darauf aufmerksam, dass ein neuer Zyklus begonnen hat. Jede Frau empfindet die Menstruation anders. Besonders während der ersten Tage leiden manche Frauen unter einem Ziehen im Rücken oder unter Bauchschmerzen. Andere wiederum fühlen sich an "den Tagen" sogar besonders fit. Einige Frauen können einen bevorstehenden Eisprung spüren, und zwar als dumpfen oder ziehenden Schmerz in der linken oder rechten Seite des Unterleibs ein bis zwei Tage vor dem Ereignis. Man nennt dies auch Mittelschmerz. Neben körperlichen Anzeichen kennen viele Frauen auch Stimmungsschwankungen innerhalb des Zyklus. Häufig befindet sich die Frau während der ersten Zyklusphase in einem körperlichen und seelischen Hoch, das an den Tagen vor der Menstruation eher abfällt. Viele fühlen sich dann weniger leistungsfähig, sind reizbarer und angespannter als an den übrigen Tagen.
Fruchtbarkeit und Geschlechtsverkehr
altersabhängig maximal 20-30 %. Die Wahrscheinlichkeit einer Konzeption ist in den zwei Tagen vor und am Tag des Eisprungs am höchsten. Optimal für eine erfolgreiche Befruchtung der Eizelle ist ein Geschlechtsverkehr etwa 36-48 Stunden vor dem Eisprung. Dies liegt daran, dass Spermien im Genitaltrakt mit einer Lebensdauer von ca. 3-4 Tagen verbleiben, die Eizelle aber nur ein kurzes Zeitfenster von 4-6 Stunden für die Befruchtung hat.
Die American Society for Reproductive Medicine empfiehlt bei Kinderwunsch in den 6 Tagen bis zum zu erwartenden Eisprung jeden Tag bis jeden zweiten Tag Geschlechtsverkehr.
Wechseljahre
Es ist nicht so, dass ab einem bestimmten Alter die Eierstockfunktion drastisch und kurzfristig eingeschränkt wird. Es handelt sich vielmehr um ein Kontinuum, welches mit etwa dreißig Lebensjahren beginnt. Die stetige Abnahme der Zahl der Eibläschen in den Eierstöcken führt zu einer Erhöhung des Grundtonus der FSH-Sekretion. Dies kann sich dann in einer verfrüht einsetzenden Reifung von Eibläschen niederschlagen, welche normalerweise erst in der späten Gelbkörperphase des vorangehenden Zyklus beginnt. Klinisch äußert sich diese sogenannte Lutealphaseninsuffizienz anfangs in einer Zyklusverkürzung, im fortgeschrittenen Stadium in einer Zyklusverlängerung.
Hormonspiegeluntersuchungen
Die Ursache eines ausbleibenden Eintritts einer Schwangerschaft können Eireifungsstörungen unterschiedlichen Hintergrundes sein. und eine Schilddrüsenfunktionsstörung, daneben seltene weitere Störungen. Zur Überprüfung des Zyklusgeschehens eignen sich Hormonspiegeluntersuchungen. Das Ausmaß der Untersuchungen variiert je nachdem, ob eine relevante Zyklusstörung vorliegt oder nicht. Liegt ein regelmäßiger Zyklus zwischen 21 und 35 Tagen vor, ist eine Hormonstörung unwahrscheinlich.
kann zwischen dem 2. und 5. erfolgen. und einen FSH-Spiegel um 4-6 mIE/ml. Ausdruck einer schon eingeschränkten Follikelreserve sind erhöhte Estradiolwerte auch bei noch im Referenzbereich gemessenem FSH. Bei fortgeschrittener Einschränkung der Eierstockfunktion sinken die Estradiolspiegel bei steigenden FSH-Werten. Eine Faustregel für die Estradiolspiegel in den ersten 8 bis 10 Zyklustagen lautet: pro Zyklustag ca. 10 pg Estadiol:3. Zyklustag ca. 30 pg/ml5. Zyklustag ca. 50 pg/ml7. Zyklustag ca. 70-80 pg/ml9. Zyklustag ca. 90-110 pg/ml13./14. Zyklustag (präovulatorisch): ca. gemessen wird. Die eingeschränkte ovarielle Reserve im Anfangsstadium und die subklinische Hypothyreose sind klinisch nicht auffällig, verursachen keine Zyklusauffälligkeiten, sind jedoch relevant für die Fertilität.
Auch bei regelmäßigem Zyklus kann bei einer KInderwunschpatientin zur Planung einer Kinderwunschbehandlung und Beurteilung der Eierstockreserve die Bestimmung von Estradiol, FSH und TSH erfolgen. vor, werden auch Testosteron, Androstendion, DHEAS und Prolaktin bestimmt. Die Bestimmmung weiterer Androgene kann helfen, zwischen einer Hyperandrogenämie adrenalen und ovariellen Ursprungs zu unterscheiden. Cortisol kann bestimmt werden, wenn aus den Androgenbestimmungen der Verdacht auf eine adrenale Hyperandrogenämie erkennbar ist. Die Bestimmung von LH muss nur bei einer Amenorrhoe erfolgen. Gelegentlich wird ein Anti-Müller-Hormon (AMH) bestimmt.
erreicht, so dass erst zu diesem Zeitpunkt die Kontrolle von Estradiol und Progesteron aus einer Blutprobe zur Beurteilung der Funktion des Gelbkörpers möglich ist. Der Nachweis von Progesteron oberhalb einer Grenze von 5 ng/ml setzt einen stattgehabten Eisprung voraus. anzunehmen. Es sei an dieser Stelle angemerkt, dass eine Schwäche des Gelbkörpers, die sogenannte Corpus-luteum-Insuffizienz, eher selten ist und vor allem klinisch durch Auffälligkeiten des Zyklusverlaufes mit Zwischenblutungen oder prämenstruellen Schmierblutungen diagnostiziert wird.
eintritt, wenn sich vor dem 50. Geburtstag zwei Jahre keine Menstruation mehr eingestellt hat, nach dem 50. Geburtstag reicht ein Ausbleiben der Menstruation über ein Jahr. lassen eine schon eingetretene Unfruchtbarkeit vermuten, wenn mindestens zwei Wochen zuvor hormonelle Verhütungsmittel abgesetzt wurden.
Behandlung von PMS
Die Beschwerden des prämenstruellen Syndroms treten infolge des ständigen Durchlaufens des Menstruationszyklus immer wieder auf. Unkontrollierbare Stimmungsschwankungen, körperliches Unwohlsein und mitunter starke Schmerzen begleiten dann den Alltag, werden zur zusätzlichen Belastung und mindern die Lebensqualität. Da ist es nur verständlich, dass betroffene Frauen sich zumindest eine Milderung der Symptome wünschen. Für viele Frauen ist der direkte Weg zum Arzt jedoch unangenehm, da sie Angst davor haben, ihre Beschwerden könnten nicht ernstgenommen werden. „Ein Arztbesuch ist nicht immer sofort zwingend notwendig. Viele Maßnahmen können Sie auch selbst treffen, ohne direkt Medikamente in Anspruch nehmen zu müssen. Dazu gehören etwa die Umstellung der Ernährung, sportliche Aktivitäten oder Entspannungsübungen“, beruhigt Dr.
Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?
Frauen auf. Merkmale von PMDS können entweder besonders depressive Stimmungslagen oder ein aggressives und impulsives Handeln sein. Durch diesen unangenehmen Kontrollverlust über die eigenen Emotionen kommt es häufig zu Auseinandersetzungen mit Freunden, Familienangehörigen oder Arbeitskollegen, sodass der Alltag regelrecht zur Qual wird. Als Begleiterscheinung kommen häufig Konzentrationsstörungen hinzu. Adäquate Hilfe erhalten Patientinnen von den entsprechenden Experten. Das sind entweder Psychiater, die sich auf endokrinologische Störungen spezialisiert haben oder gynäkologische Endokrinologen. Im Fall von üblichen PMS-Symptomen sind Hausärzte und Gynäkologen die ersten Ansprechpartner. Mit ihrer Diagnose stellen sie fest, ob es sich tatsächlich um PMS handelt oder, ob andere Krankheiten mit ähnlichen Symptomen (z. B. Depressionen und Schilddrüsenerkrankungen) die Ursache sind.
Die Pille gegen PMS-Beschwerden?
Die eigentlich zur Verhütung vorgesehene Antibabypille wird von Gynäkologen häufig auch zur Unterdrückung starker PMS-Symptome verschrieben. Sie enthält künstliche Östrogene und Gestagene, welche die Ausschüttung des follikelstimulierenden Hormons (FSH) und damit den natürlichen Eisprung verhindern. Dr. Gent merkt hierzu an: „Als Pille der ersten Wahl empfiehlt sich ein Präparat mit dem Gestagen Drospirenon. Dieses Gestagen leitet sich vom Aldosteron ab und beugt unter anderem Wassereinlagerungen vor. Bei Frauen ab 35 Jahren, die außerdem häufig rauchen ist jedoch Vorsicht geboten, da das Thromboserisiko erhöht werden kann. Eine Alternative sind Präparate, die das Gelbkörperhormon Dienogest enthalten. Eine Wirkungsgarantie gibt es hierfür allerdings nicht. Zudem können durch die Einnahme der Pille Nebenwirkungen wie Übelkeit, Zwischenblutungen oder Brustschmerzen auftreten. Ebenfalls zu beachten gilt, dass die Pille bei Frauen mit Kinderwunsch natürlich keine Option darstellt, da sie eine Schwangerschaft verhindert.
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