Ursachen für Taubheitsgefühle im Nasenspray: Ein umfassender Überblick

Einleitung:Taubheitsgefühle im Nasenspray sind ein weit verbreitetes Phänomen, das verschiedene Ursachen haben kann. Dieser Artikel untersucht die verschiedenen Faktoren, die zu Taubheitsgefühlen im Nasenspray beitragen, von den Inhaltsstoffen des Sprays bis hin zu den zugrunde liegenden Erkrankungen.

Esketamin-Nasenspray und seine Rolle bei Depressionen

Esketamin-Nasenspray, auch bekannt als Spravato, wird seit etwa 5 Jahren zur Behandlung von Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer Depression eingesetzt. Es kann eine wertvolle Ergänzung zur Behandlung sein, insbesondere in Kombination mit oralen Antidepressiva, wenn frühere Behandlungen nicht erfolgreich waren.

Biologische Therapien zur Behandlung von Depressionen

Neben Esketamin-Nasenspray gibt es mehrere andere biologische Therapien zur Behandlung von Depressionen, darunter:

  • Pharmakotherapie: Die Verwendung von Medikamenten zur Behandlung psychischer Erkrankungen, wobei der Schwerpunkt auf einer individuellen Nutzen-Risiko-Abwägung bei der Auswahl und Dosierung von Medikamenten liegt.
  • Lichttherapie: Die Behandlung mit hellem Licht, um die innere Uhr zu regulieren und die Serotoninproduktion zu steigern.
  • Bioelektrische Impedanzanalyse (BIA): Eine Methode zur Beurteilung des allgemeinen Gesundheitszustands durch Bestimmung der Körperzusammensetzung.
  • Orthomolekulare Medizin: Die Verwendung von Mikronährstoffen wie Vitaminen, Mineralien und essentiellen Fettsäuren zur Unterstützung der körperlichen und psychischen Gesundheit.
  • Diagnostik des Darmmikrobioms: Die Untersuchung der Darmflora zur Beurteilung der Auswirkungen auf die körperliche und geistige Gesundheit.
  • Polysomnographie: Eine Untersuchung zur Diagnose von Schlafstörungen wie schlafbezogenen Atmungsstörungen und Bewegungsstörungen.

Kribbeln und Taubheitsgefühle: Empfindungsstörungen verstehen

Kribbeln und Taubheitsgefühle sind Empfindungsstörungen, die durch über- oder unteraktive Nerven verursacht werden. Während sie oft harmlos sind, können anhaltende Beschwerden auf ernstere Ursachen hinweisen, wie z. B.:

  • Nervenschädigungen (z. B. Karpaltunnelsyndrom, Polyneuropathien)
  • Durchblutungsstörungen
  • Vitamin-B12-Mangel
  • Multiple Sklerose
  • Schlaganfall

Kribbeln wird in der Regel durch überaktive Nervenenden in der Haut verursacht (Parästhesie), während Taubheitsgefühle meist durch unteraktive Nerven verursacht werden (Hypästhesie).

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Ursachen von Taubheitsgefühlen und Kribbeln nach Körperregion

Taubheitsgefühle und/oder Kribbeln können in verschiedenen Körperbereichen auftreten und werden in der Regel durch Störungen in den Nervenbahnen oder Blutgefäßen verursacht. Zu den häufigsten Ursachen gehören:

  • Karpaltunnelsyndrom: Eine Verengung, die den Armnerv an der Handwurzel abdrückt und zu Kribbeln in Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger führt.
  • Polyneuropathien: Erkrankungen der peripheren Nerven, die durch Diabetes mellitus, Alkoholmissbrauch, Vergiftungen oder Infektionen entstehen können.
  • Im Gesicht: Sensibilitätsstörungen werden meist durch eine Schädigung des Gesichtsnervs, Erfrierungen oder Verbrennungen hervorgerufen. In seltenen Fällen kann ein Tumor am Gehör- oder Gleichgewichtsnerv die Ursache sein.
  • Raynaud-Syndrom: Durchblutungsstörungen, die durch Kälte oder Stress ausgelöst werden und Missempfindungen in Fingern oder Zehen verursachen.
  • Restless-Legs-Syndrom: Ein Syndrom, das durch ein oft schmerzhaftes Kribbeln, Ziehen oder Brennen in den Beinen gekennzeichnet ist, vor allem abends und nachts.

Es ist wichtig, Missempfindungen, die ohne erkennbare Ursache auftreten oder länger anhalten, ärztlich abklären zu lassen, da sie auf ernstere Ursachen hinweisen können.

Kortison-Nasenspray: Nutzen und Risiken

Kortison-Nasensprays können bei allergischem Schnupfen und chronischer Nasennebenhöhlenentzündung helfen, aber es ist wichtig, die möglichen Nebenwirkungen zu berücksichtigen. Kortison wirkt entzündungshemmend und kann die Nasenschleimhaut abschwellen lassen. Die Verträglichkeit hängt von der Dosierung und der Behandlungsdauer ab. Zu den möglichen Nebenwirkungen gehören:

  • Gewichtszunahme
  • Bluthochdruck
  • Erhöhte Blutungsneigung
  • Zu hohe Blutzuckerwerte
  • Depressionen
  • Grauer oder grüner Star
  • Dünner werdende Haut
  • Erhöhte Anfälligkeit für Infekte
  • Knochenschwund
  • Magenschleimhautentzündung
  • Muskelschwäche
  • Schlaflosigkeit
  • Unterfunktion der Nebennierenrinde
  • (Bei Frauen) Ausbleibende Monatsblutung
  • (Bei Männern) Potenzstörungen
  • (Bei Kindern) Wachstumsstörungen

Es ist wichtig, nur so viel Kortison wie nötig und so kurz wie möglich einzusetzen, um das Risiko für Nebenwirkungen gering zu halten.

Tubenbelüftungsstörungen und Paukenerguss

Tubenbelüftungsstörungen können zu einem Paukenerguss führen, einer Flüssigkeitsansammlung im Mittelohr, die eine Hörminderung verursacht. Ursachen sind zumeist Schleimhautschwellungen oder Schleimhautwucherungen im Zusammenhang mit Schnupfen oder anderen Infekten oder Entzündungen. Bei länger andauernden Tubenbelüftungsstörungen verändert sich die Mittelohrschleimhaut und sondert Schleim ins Mittelohr ab. Die Behandlung kann Nasentropfen, Inhalationen oder in hartnäckigen Fällen eine Paukendrainage umfassen.

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Postnasal-Drip-Syndrom (PNDS)

Das Postnasal-Drip-Syndrom (PNDS) ist ein Symptom, das durch eine Überproduktion von Schleim im Bereich der Nase und Nasennebenhöhlen gekennzeichnet ist, der in den hinteren Rachenraum fließt. Es kann durch verschiedene Grunderkrankungen verursacht werden, darunter Rhinosinusitis, Allergien, Autoimmunerkrankungen, medikamenten-assoziierte oder hormonell bedingte Erkrankungen. Die Behandlung kann topische Kortison-Nasensprays, Antihistaminika oder in schweren Fällen eine Operation umfassen.

Kribbeln im Gesicht: Mögliche Ursachen

Kribbeln im Gesicht kann verschiedene Ursachen haben, darunter:

  • Schnupfen: Bei beginnendem Erkältungsschnupfen sowie bei allergischem Schnupfen können neben Nasenlaufen, Niesreiz und behinderter Nasenatmung auch Jucken und Kribbeln im Kopf beziehungsweise in der Nase auftreten.
  • Migräne: Bei einigen Betroffenen kann sich Migräne durch ein Taubheitsgefühl oder Kribbeln im Gesicht bemerkbar machen.
  • Kontaktallergie: Eine Rötung, Brennen, Kribbeln und/oder Taubheitsgefühl auf größeren Schleimhautbereichen des Mundes oder im ganzen Mund kann auf eine Kontaktallergie hindeuten.
  • Lippenherpes (Herpes simplex): Eine Herpesinfektion im Bereich der Lippen äußert sich in einem bläschenartigen Ausschlag, der sich zuvor durch ein Kribbeln oder Brennen der Lippen bemerkbar macht.
  • Panikattacke: Bei manchen Betroffenen äußert sich eine Panikattacke unter anderem mit einem Kribbeln um den Mund herum.

Anhaltendes Kribbeln im Gesicht sollte ärztlich abgeklärt werden, insbesondere wenn es mit Lähmungen einhergeht.

Weitere Ursachen für Taubheitsgefühle und Kribbeln

Neben den bereits genannten Ursachen können auch folgende Faktoren zu Taubheitsgefühlen und Kribbeln beitragen:

  • Durchblutungsstörungen: Sie können eine kurzzeitige Unterbrechung der Blutzufuhr verursachen, wenn man längere Zeit auf dem Arm oder der Hand liegt.
  • Eingeklemmter Nerv: Durch Druck auf einen Nerv kann die Verbindung zwischen Gehirn und Nerv kurzzeitig unterbrochen werden, was zu Kribbeln und Taubheit führt.
  • Ungünstige Liegeposition: Sie kann den Schlaf beeinträchtigen und zu Fehlbelastungen und beeinträchtigter Reizweiterleitung führen.
  • Vitaminmangel: Ein Mangel an Vitamin B1, B9 oder B12 sowie ein Eisen- oder Magnesiummangel können Missempfindungen in Armen oder Beinen verursachen.
  • Erkrankungen der Wirbelsäule, Migräne, Rheuma oder Multiple Sklerose: Diese Erkrankungen können ebenfalls zu Taubheitsgefühlen und Kribbeln führen.

Was man selbst tun kann

In den meisten Fällen entstehen Taubheitsgefühle aufgrund von kurzzeitigen Durchblutungsstörungen oder eines eingeklemmten Nervs. Folgende Tipps können im Akutfall angewendet werden und dienen der Vorbeugung:

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  • Ausschütteln der Arme: Um die Durchblutung wieder anzukurbeln, sollten die Arme ausgeschüttelt werden.
  • Sitz- oder Liegeposition anpassen
  • Greifbewegungen: Sie können dabei helfen, Blut in die Fingerspitzen zu pumpen, indem man die Finger spreizt und sie dann zur Faust ballt.
  • Kühlen: Kaltes Wasser regt die Durchblutung an.
  • Bewegung im Alltag: Vorbeugend kann regelmäßige Bewegung dabei helfen, Fehlhaltungen und dadurch entstandene Durchblutungsstörungen zu behandeln.
  • Lösen der Verspannungen
  • Wärme entspannt die Muskeln

Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) und ihre Auswirkungen auf die Ohren

Eine Nasennebenhöhlenentzündung kann sich auch auf die Ohren auswirken und zu dem Gefühl führen, dass die Ohren zu sind oder Watte im Ohr haben. Dies liegt daran, dass die Verstopfung der Nase die Eustachische Röhre beeinträchtigen kann, die das Ohr mit dem Nasenrachenraum verbindet. Die Behandlung kann Nasenduschen und abschwellende Medikamente umfassen.

Funktionelle endoskopische Nasennebenhöhlenoperation (FESS)

Die funktionelle endoskopische Nasennebenhöhlenoperation (FESS) ist ein minimalinvasives Operationsverfahren zur Behandlung chronischer Nasennebenhöhlenentzündungen. Ziel des Eingriffs ist eine dauerhafte Verbesserung der Belüftung und des Sekretabtransportes im Nasen- und Nasennebenhöhlenbereich.

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