Die Parkinsonkrankheit ist eine fortschreitende Erkrankung des Gehirns, die durch das Absterben von speziellen Nervenzellen verursacht wird. Kennzeichen der Erkrankung sind Bewegungsstörungen wie Verlangsamung von Bewegungen, Steifigkeit der Muskeln, Zittern oder spezifische Veränderungen des Gangbildes. Die Erkrankung äußert sich in Störungen des Bewegungsablaufes. Das heißt, die Patienten haben einen verlangsamten Bewegungsablauf, es fällt ihnen schwerer, feinmotorische Bewegungen durchzuführen. Das merken sie zum Beispiel beim Essen, beim Anziehen, beim Knöpfen. Die Muskulatur wird steifer, was sich auch zum Teil in Form von Schmerzen bemerkbar machen kann.
Parkinson: Eine Übersicht
Parkinson, auch Morbus Parkinson, Parkinson-Syndrom oder Parkinson-Krankheit genannt, ist eine Erkrankung des Nervensystems. Dabei sind vor allem die Beweglichkeit und der Bewegungsablauf gestört. Kennzeichnend für Parkinson ist ein stetiger Verlust von Nervenzellen im Gehirn, die Dopamin enthalten.
Dopamin ist ein Botenstoff, der dafür sorgt, dass bestimmte Informationen von Nervenzelle zu Nervenzelle gelangen. Bei einem Dopaminmangel ist dieser Prozess gestört. Die Folge sind typische Parkinson-Symptome wie versteifte Muskeln, verlangsamte Bewegungen und ein Zittern im Ruhezustand. Morbus Parkinson ist nicht heilbar, jedoch lassen sich die Beschwerden oft gut behandeln und lindern. Betroffene können nach der Diagnose mitunter lange ein selbstständiges Leben führen.
Schätzungen zufolge leben etwa 1 bis 2 von 1.000 Menschen mit der Diagnose Parkinson. Die Krankheit beginnt meist nach dem 50. Lebensjahr, wobei sie mit zunehmendem Alter häufiger diagnostiziert wird: Etwa 20 von 1.000 Menschen ab dem 70. Lebensjahr sind betroffen.
Symptome der Parkinsonkrankheit
Die Parkinsonkrankheit äußert sich in Störungen des Bewegungsablaufes. Das heißt, die Patienten haben einen verlangsamten Bewegungsablauf, es fällt ihnen schwerer, feinmotorische Bewegungen durchzuführen. Das merken sie zum Beispiel beim Essen, beim Anziehen, beim Knöpfen. Die Muskulatur wird steifer, was sich auch zum Teil in Form von Schmerzen bemerkbar machen kann.
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In der Regel verläuft Parkinson schleichend, weshalb sich Symptome oft erst nach Jahren oder Jahrzehnten zeigen. Zu Beginn treten Beschwerden oftmals einseitig auf, bis sie sich im Verlauf auch auf die andere Seite ausdehnen können. Zu den Hauptsymptomen bei Parkinson zählen:
- Bewegungsarmut (Akinese) und Bewegungsverlangsamung (Bradykinese)
- Muskelsteifheit (Rigor)
- Ruhezittern (Tremor)
- Instabilität der Körperhaltung und Gangunsicherheit
Aufgrund des Zitterns wurde Parkinson früher auch als Schüttellähmung bezeichnet. Grundsätzlich können die Beschwerden unterschiedlich stark ausgeprägt sein.
Frühstadium
Die Parkinson-Symptome im Frühstadium sind oft wenig charakteristisch. Erste Anzeichen ähneln oft denen einer rheumatischen Erkrankung. Patient*innen leiden beispielsweise unter schmerzhaften, einseitigen Muskelverspannungen im Bereich der Schulter und Arme. Weitere unspezifische Frühsymptome bei Parkinson sind:
- Müdigkeit
- Schlafstörungen
- Verstopfung
- Innere Unruhe
- Depressive Verstimmung
- Plötzliche Schweißausbrüche
Im Verlauf kommt es dann zu ersten auffälligen Bewegungsstörungen. Menschen mit Morbus Parkinson fällt es mit der Zeit schwerer, feinmotorische Tätigkeiten wie Schreiben oder das Zuknöpfen einer Hose auszuführen.
Zudem sind bei Parkinson im weiteren Verlauf diese Symptome typisch:
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- Gangstörungen: Menschen mit Parkinson können sich oft nur mit kleinen Schritten fortbewegen, wobei die Arme weniger als üblich mitschwingen.
- Erstarrte Gesichtsmimik: Die Mimik erstarrt zunehmend (Maskengesicht), zusätzlich zittern die Hände im Ruhezustand vermehrt und die Stimme wird leiser.
- Unleserliche Handschrift: Betroffene schreiben kleiner und unleserlicher.
Fortgeschrittenes Stadium
Je weiter Morbus Parkinson fortschreitet, desto ausgeprägter werden die Beschwerden. Es kommt nicht nur zu den typisch verlangsamten Bewegungen - auch die Muskeln versteifen sich zunehmend, sodass schnelle Bewegungen nicht mehr möglich sind. Menschen mit Parkinson fällt es schwer, abrupt abzubremsen oder schnell loszugehen. Ihre Füße scheinen nahezu am Boden festzukleben. Auch die Körperhaltung wird zunehmend instabil, weshalb Betroffene leichter hinfallen. Das charakteristische Zittern im Ruhezustand ist deutlich an den Händen zu erkennen.
Spätstadium
Im Spätstadium von Morbus Parkinson können Patient*innen immer schlechter gehen und stehen. Im weiteren Verlauf sind sie auf einen Rollstuhl angewiesen. In vereinzelten Fällen kann sich im Spätstadium eine akinetische Krise entwickeln, die durch eine vollständige Bewegungsunfähigkeit gekennzeichnet ist. Betroffene verspüren eine plötzliche Verschlechterung der Beschwerden, die sich manchmal auch innerhalb weniger Tage entwickeln kann. Sie können dann oft weder schlucken noch sprechen. Die akinetische Krise kann zum einen auftreten, wenn etwa Parkinson-Medikamente plötzlich reduziert oder ganz abgesetzt werden. Zum anderen können auch andere schwere Erkrankungen, Flüssigkeitsmangel oder operative Eingriffe ursächlich sein. Eine akinetische Krise ist ein lebensgefährlicher Notfall, der umgehend in einer Klinik behandelt werden muss.
Begleitende Symptome
Zusätzlich kann es bei fortgeschrittenem Parkinson zu weiteren begleitenden Symptomen kommen:
- Seltenere Schluckbewegungen und Schluckstörungen
- Zunehmender Speichelfluss
- Träge Darmtätigkeit mit Verstopfung
- Blasenschwäche
- Erhöhte Talgproduktion der Haut (Salbengesicht)
- Probleme beim Sprechen
- Sehstörungen
- Augenzittern und Augenbewegungsstörungen
- Erektionsstörungen
- Geruchsstörungen
- Schlafstörungen
- Halluzinationen
Zudem kann die Krankheit auch mit psychischen Auswirkungen einhergehen. Betroffene entwickeln oftmals depressive Verstimmungen, Depressionen, Antriebslosigkeit oder werden zunehmend ängstlich.
Parkinson und Demenz
Im Laufe von Parkinson können Gedächtnisstörungen auftreten, die auf eine beginnende Demenz hinweisen. Etwa 40 Prozent der Patient*innen mit Parkinson entwickeln im Laufe der Zeit eine Demenz: Ihre Aufmerksamkeit ist zunehmend gestört, das Denkvermögen verlangsamt und das räumliche Sehen beeinträchtigt. Darüber hinaus sind Persönlichkeitsveränderungen bei einer Parkinson-Demenz typisch. Möglich sind vor allem eine zunehmende Sturheit und Dickköpfigkeit.
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Ursachen von Nasenbluten
Nasenbluten (Epistaxis) kann verschiedene Ursachen haben. Hier sind einige der häufigsten:
- Trockene Nasenschleimhaut: Trockene Luft, insbesondere im Winter oder in klimatisierten Räumen, kann die Nasenschleimhaut austrocknen und anfälliger für Blutungen machen.
- Verletzungen: Heftiges Schnäuzen oder mechanische Reizungen können die feinen Blutgefäße in der Nase verletzen.
- Entzündungen: Erkältungskrankheiten oder Entzündungen der Nasennebenhöhlen (Rhinosinusitis) können die Schleimhaut reizen und zu Blutungen führen.
- Medikamente: Bestimmte Medikamente, wie z.B. Blutgerinnungshemmer (z.B. Phenprocoumon) oder abschwellende Nasensprays, können Nasenbluten begünstigen.
- Gefäßerkrankungen: Seltenere Ursachen sind Gefäßerkrankungen wie Morbus Osler, eine erbliche Erkrankung, die zu Gefäßerweiterungen und Blutungen führen kann.
- Hormonelle Veränderungen: Während der Schwangerschaft oder aufgrund von Hormonumstellungen kann die Nasenschleimhaut stärker durchblutet sein und leichter bluten.
- Weitere Ursachen: In seltenen Fällen können auch Tumore, Blutgerinnungsstörungen (z.B. Hämophilie) oder andere Erkrankungen Nasenbluten verursachen.
Nasenbluten und Parkinson: Gibt es einen Zusammenhang?
Es gibt keine direkte Verbindung zwischen der Parkinsonkrankheit und Nasenbluten. Nasenbluten ist keine typische Begleiterscheinung oder ein Symptom von Parkinson. Allerdings können indirekte Faktoren, die mit Parkinson oder dessen Behandlung zusammenhängen, das Risiko für Nasenbluten erhöhen.
Mögliche indirekte Zusammenhänge
- Medikamente: Einige Medikamente, die zur Behandlung von Parkinson eingesetzt werden, können Nebenwirkungen haben, die das Risiko für Nasenbluten erhöhen. Beispielsweise können bestimmte Medikamente die Blutgerinnung beeinflussen oder die Schleimhäute austrocknen.
- Sturzgefahr: Parkinsonpatienten haben ein erhöhtes Sturzrisiko. Stürze können zu Verletzungen im Gesichtsbereich führen, die Nasenbluten verursachen.
- Trockene Schleimhäute: Parkinson kann die Speichelproduktion verringern, was zu trockenen Schleimhäuten im Mund- und Nasenbereich führen kann. Trockene Schleimhäute sind anfälliger für Blutungen.
- Morbus Osler: Es gibt Hinweise darauf, dass Riechstörungen, die ein frühes Anzeichen von Parkinson sein können, auch im Zusammenhang mit Morbus Osler stehen könnten. Morbus Osler ist eine erbliche Gefäßerkrankung, die zu Nasenbluten und Teleangiektasien (kleine Gefäßerweiterungen) führt. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass dies seltene Fälle sind und weitere Forschung erforderlich ist.
Morbus Osler als mögliche Ursache für Nasenbluten
Morbus Osler ist eine erbliche Gefäßkrankheit, die zur Erweiterung der betroffenen Blutgefäße führt. In Deutschland leiden rund 35.000 Menschen an der Erbkrankheit Morbus Osler, auch hereditäre hämorrhagische Teleangiektasie (HHT) genannt. Das bedeutet so viel wie "erbliche blutende Gefäßerweiterungen". Tatsächlich ist die Erkrankung gekennzeichnet durch krankhafte Erweiterungen von Blutgefäßen. Diese sogenannten Teleangiektasien können prinzipiell überall im Körper auftreten, finden sich aber vor allem in der Nase, im Gesicht und den Schleimhäuten des Magen-Darm-Traktes. Die Gefäßerweiterungen wirken wie ein Kurzschluss zwischen Venen und Arterien, indem sie die feinen Haargefäße (Kapillaren) umgehen. Da sie sehr verletzlich sind, kann es leicht zu Einrissen und schweren Blutungen kommen.
Morbus Osler ist eine genetische Erkrankung, die autosomal-dominant vererbt wird. Das bedeutet vereinfacht, dass jeder Mensch, der das Merkmal trägt, erkrankt - auch wenn eine gesunde Kopie im Erbgut vorhanden ist. Ein allein betroffenes Elternteil mit einer gesunden und einer kranken Erbanlage vererbt die Genmutation statistisch also auf die Hälfte seiner Kinder. Weisen beide Elternteile eine solche Mutation auf, steigt die Wahrscheinlichkeit für das Kind auf 75 Prozent. Die für die häufigsten Typen von Morbus Osler verantwortlichen Mutationen befinden sich auf Chromosom 9 oder Chromosom 12. Liegt die Mutation auf Chromosom 9, führt sie zu einer HHT vom Typ 1, bei der die Erkrankung häufiger auch das Gehirn und die Lungen betrifft. Bei einer Mutation auf Chromosom 12 entsteht eine HHT Typ 2, die Gefäßveränderungen in der Leber verursacht.
Die allermeisten Betroffenen leiden von der Pubertät an immer wieder unter kaum zu stillendem Nasenbluten. Auch eine Blutarmut (Anämie) mit Müdigkeit und Blässe kann auf Morbus Osler hinweisen. Typisch sind zudem punktförmige Gefäßerweiterungen im Bereich von Mund und Nase. Ursache dafür sind winzige Blutgerinnsel oder Bakterien, die aus betroffenen Lungengefäßen ins Gehirn geschwemmt werden und dort kleine Schlaganfälle oder Abszesse auslösen. Mit zunehmendem Alter nehmen die Gefäßveränderungen an der Lunge und damit die Blutungsrisiken zu.
Die Diagnosestellung bei Morbus Osler erfolgt nach den sogenannten Curaçao-Kriterien. Sind zwei der vier Kriterien erfüllt, besteht der Verdacht auf Morbus Osler, ab drei Kriterien gilt die Krankheit als gesichert. Das Nasenbluten kann so starke Ausmaße annehmen, dass es zu einer ausgeprägten Blutarmut (Anämie) kommen kann, die Bluttransfusionen erforderlich macht. Vorbeugend können Nasensalben verwendet werden, im Blutungsfall kann eine Nasentamponade helfen. Die Gefäßerweiterungen können durch eine Laserbehandlung verödet werden. Eine Heilung auf Dauer ist bislang noch nicht möglich. Um die Blutungsneigung zu vermindern, können auch Tranexamsäure-Tabletten verordnet werden.
Auch im Magen-Darm-Trakt können die Gefäßerweiterungen Ursache für häufig wiederkehrende Blutungen sein. Zur Abklärung kann eine Magen-Darm-Spiegelung durchgeführt werden. Größere Gefäßerweiterungen in anderen Organen wie Lunge, Leber oder Gehirn bleiben oft lange unbemerkt und können durch plötzliche Blutungen oder Organversagen lebensbedrohlich werden. Gefäßkurzschlüsse (Shunts) in der Lunge leiten sauerstoffarmes Blut an den Lungenbläschen vorbei direkt zurück zum Herzen, sodass dem Körper zu wenig Sauerstoff zur Verfügung steht. Atemnot, Leistungsabfall und eine verminderte Sauerstoffsättigung im Blut sind mögliche Folgen. Entlastung bringt die operative Entfernung der knotigen Gefäßerweiterungen in der Lunge. Treten die Gefäßfehlbildungen in der Leber auf, kann das zu einer Überlastung des Herzens führen. Betroffene bemerken zunächst meist Abgeschlagenheit und mangelnde körperliche Belastbarkeit. Als therapeutischer Ansatz steht zunächst die medikamentöse Verbesserung der Herzfunktion im Vordergrund. Seit dem Jahr 2008 wird der für diese Indikation nicht zugelassene Antikörperwirkstoff Bevacizumab zur Behandlung von Morbus Osler im Rahmen individueller Heilversuche eingesetzt. Das Medikament ist eigentlich zur Behandlung von Darmkrebs, Brustkrebs und einigen Lungenkrebsarten zugelassen und blockiert den Wachstumsfaktor VEGF, der für die Gefäßneubildung, die Versorgung und das Wachstum des Tumorgewebes notwendig ist. Da der Wirkstoff für die Behandlung von Morbus Osler nicht zugelassen ist, erfolgt diese als sogenannter Off-Label-Use. Bevacizumab wird gut vertragen - und die eher seltenen Nebenwirkungen wie Neigung zu hohem Blutdruck und Übelkeit sind gut beherrschbar. Das Medikament wird intravenös verabreicht - in der Regel sechsmal im Abstand von zwei Wochen. Die Wirkung hält durchschnittlich etwa 9 bis 18 Monate an.
Was tun bei Nasenbluten? Erste Hilfe und Vorbeugung
Wenn Nasenbluten auftritt, ist es wichtig, Ruhe zu bewahren und richtig zu handeln. Hier sind einige Tipps zur Ersten Hilfe:
- Aufrechte Haltung: Setzen Sie sich aufrecht hin und beugen Sie den Kopf leicht nach vorne. Dies verhindert, dass Blut in den Rachen läuft und möglicherweise verschluckt wird.
- Nase zudrücken: Drücken Sie die Nasenflügel für etwa 5-10 Minuten fest zusammen, idealerweise im Bereich des Locus Kiesselbachii (einem Gebiet mit vielen kleinen Blutgefäßen im vorderen Teil der Nase). Atmen Sie währenddessen durch den Mund.
- Kühle Kompresse: Legen Sie eine kühle Kompresse in den Nacken, um die Blutgefäße zu verengen.
- Ruhe bewahren: Vermeiden Sie Aufregung und körperliche Anstrengung, da dies den Blutdruck erhöhen und die Blutung verstärken kann.
Vorbeugende Maßnahmen
- Luftfeuchtigkeit erhöhen: Sorgen Sie für eine ausreichende Luftfeuchtigkeit in Ihren Wohnräumen, insbesondere während der Heizperiode. Luftbefeuchter können helfen, die Nasenschleimhaut feucht zu halten.
- Nasensalben und -öle: Verwenden Sie regelmäßig Nasensalben oder -öle, um die Nasenschleimhaut zu pflegen und vor dem Austrocknen zu schützen.
- Vermeiden Sie Reizungen: Vermeiden Sie heftiges Schnäuzen und versuchen Sie, Ihre Nase schonend zu reinigen.
- Ausreichend trinken: Trinken Sie ausreichend Wasser, um Ihren Körper und Ihre Schleimhäute hydriert zu halten.
- Ernährung: Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Vitaminen und Mineralstoffen, um die Gesundheit Ihrer Schleimhäute zu unterstützen.
- Vorsicht bei Medikamenten: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Ihre Medikamente, insbesondere wenn Sie blutgerinnungshemmende Mittel einnehmen. Möglicherweise kann die Dosis angepasst oder auf ein anderes Medikament umgestellt werden.
Wann zum Arzt?
In den meisten Fällen ist Nasenbluten harmlos und lässt sich mit einfachen Maßnahmen selbst stillen. Es gibt jedoch Situationen, in denen Sie einen Arzt aufsuchen sollten:
- Starkes Nasenbluten: Wenn das Nasenbluten sehr stark ist und sich nicht innerhalb von 15-20 Minuten stillen lässt.
- Wiederholtes Nasenbluten: Wenn Sie häufig unter Nasenbluten leiden.
- Begleitende Symptome: Wenn Sie zusätzlich zu Nasenbluten unter anderen Symptomen wie Schwindel, Schwäche oder Kopfschmerzen leiden.
- Nach Verletzungen: Wenn das Nasenbluten nach einer Verletzung im Gesichtsbereich auftritt.
- Blutgerinnungsstörungen: Wenn Sie an einer Blutgerinnungsstörung leiden oder blutgerinnungshemmende Medikamente einnehmen.
Behandlungsmöglichkeiten bei Parkinson
Die Behandlung der Parkinsonkrankheit steht im Wesentlichen auf drei Säulen:
- Medikamentöse Behandlung: Die medikamentöse Behandlung zielt auf den Ersatz des fehlenden Stoffes Dopamin im Gehirn mit verschiedenen Medikamenten. Das können entweder Tabletten sein. Man kann es aber auch in Form einer Pumpentherapie in bestimmten Stadien der Erkrankung durchführen.
- Operative Behandlung: Die operative Therapie in Form der so genannten Hirnschrittmachertherapie oder Tiefe Hirnstimulation zielt darauf, die Netzwerke im Gehirn, die bei der Parkinsonkrankheit gestört sind, die motorischen Netzwerke, durch gezielte Eingriffe wieder zu verbessern. Hier ist es wichtig, dass das in spezialisierten Zentren stattfindet, weil es zu einer interdisziplinären Zusammenarbeit von verschiedenen Spezialisten, Neurologen, Neurochirurgen, Neurophysiologen, Neuropsychologen usw. kommen muss und es gibt nur wenige Zentren, die das leisten können.
- Bewegungstherapie, Krankengymnastik und Physiotherapie: Dabei werden alltägliche Tätigkeiten und Übungen trainiert.
Medikamentöse Therapie
Medikamente, die im Rahmen der Therapie bei Parkinson verabreicht werden, sollen dem Mangel an Dopamin im Gehirn gegensteuern. Dadurch reduzieren sich in der Regel die Beschwerden, bereits vorliegende Schädigungen im Gehirn lassen sich jedoch nicht rückgängig machen. Auch das Fortschreiten des Parkinson-Syndroms kann dadurch nicht aufgehalten werden.
Wie die medikamentöse Therapie im Einzelnen aussieht, hängt unter anderem vom Alter und von eventuellen Begleitstörungen ab. Zur Verfügung stehen folgende Medikamente:
- Levodopa (L-Dopa): Vorstufe des Botenstoffs Dopamin
- MAO B-Hemmer und COMT-Hemmer: verhindern den Abbau von Dopamin
- Dopamin-Agonisten: ahmen die Wirkung von Dopamin nach
- NMDA-Agonisten: hemmen Botenstoffe wie Glutamat im Hirn, die bei Parkinson vermehrt aktiv sind
- Anticholinergika: beeinflussen den Botenstoff Acetylcholin, der bei Parkinson im Übermaß vorhanden ist
Die Wirkstoffe werden oftmals mittels einer Medikamentenpumpe direkt in den Dünndarm oder die Haut verabreicht. Dieses kleine Gerät wird entweder am Körper getragen oder Oberbauch oder Oberarm implantiert. Eine engmaschige ärztliche Kontrolle ist essenziell, um zu überprüfen, ob die Dosis der Medikamente ausreichend ist. Im Verlauf muss diese oftmals angepasst werden. Auch mögliche Nebenwirkungen wie Übelkeit, Schwindel oder Halluzinationen werden dabei ärztlich abgefragt.
Tiefe Hirnstimulation
Bei manchen Patient*innen reicht die medikamentöse Behandlung nicht aus, um die Beschwerden wie unwillkürliche Bewegungen (Dyskinesien) zu lindern. Diese erhalten dann meist eine sogenannte tiefe Hirnstimulation (THS). Dabei erzeugen Elektroden, die in einem bestimmten Bereich im Gehirn implantiert werden, elektrische Impulse. Diese regen vorübergehend gewisse Gehirnregionen an, ohne Gewebe zu schädigen. Dadurch lassen sich beim Parkinson-Syndrom oft Symptome lindern. Die THS kann jedoch den fortschreitenden Erkrankungsprozess nicht aufhalten.
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