Eingeklemmter Nerv: Ursachen, Symptome, Behandlung und die Rolle des Neurologen

Ein eingeklemmter Nerv kann eine äußerst schmerzhafte und beeinträchtigende Erfahrung sein. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten eines eingeklemmten Nervs, wobei auch die wichtige Rolle eines Neurologen in diesem Prozess hervorgehoben wird.

Was ist ein eingeklemmter Nerv?

Unter einem eingeklemmten Nerv versteht man eine Kompression oder Einengung von Nervengewebe. Dabei kann es sich um einen sogenannten peripheren Nerv oder um eine Nervenwurzel handeln. Periphere Nerven sind Nerven, die außerhalb von Gehirn und Rückenmark liegen und das Gewebe im Körper versorgen. Nervenwurzeln gehören zum Rückenmark und sind von den Wirbeln knöchern geschützt. Medizinisch gesehen ist das aber fast nie der Fall. Eher zutreffend ist der Begriff eingeklemmter Nerv bei Druckschäden an Nerven. Häufig betreffen sie den Karpaltunnel am Handgelenk. Durch ihn verlaufen die Beugesehnen der Finger und der Mittelnerv. Auch bei Bandscheibenvorfällen mit Nervenschädigungen spricht man vielfach von einem eingeklemmten Nerv.

Ursachen eines eingeklemmten Nervs

Die Gründe für einen eingeklemmten Nerv können vielfältig sein. Des Weiteren ist eine Hauptursache mechanischer Druck auf den Nerv, wodurch sich dieser entzündet. Die Kompression einer Nervenwurzel kann durch einen Bandscheibenvorfall ausgelöst werden.

Hier sind einige häufige Ursachen:

  • Mechanischer Druck: Dies geschieht vor allem bei einem Bandscheibenvorfall, Tumoren oder dem Karpaltunnelsyndrom. Beim sogenannten Karpaltunnelsyndrom wird mechanischer Druck auf den mittleren Handnerv (Nervus medianus) ausgeübt, wodurch eine Entzündung entstehen kann.
  • Überlastung: Die Überlastung ist mit eine der häufigsten Ursachen dafür, dass ein Nerv einklemmt bzw. komprimiert wird.
  • Fehlbelastungen: Meistens werden die Fehlbelastungen von den Betroffenen gar nicht bemerkt und nur in einer entsprechenden Diagnostik herausgefunden, wenn der Verdacht auf eine Fehlbelastung vorhanden ist. Im Bereich der Füße können somit Plattfüße, Spreizfüße, Senkfüße und Hohlfüße zu den beschriebenen Fehlbelastungen in der alltäglichen Bewegung führen und lange Zeit keine Beschwerden auslösen.
  • Muskuläre Verspannungen: Neben den Muskeln verlaufen zahlreiche Nerven bzw. die verhärteten Muskeln werden auch von innervierenden Nerven durchzogen. Dies hat zur Folge, dass eine plötzlich auftretende Verhärtung zu einem deutlichen Druck auf den Nerven führt und diesen schmerzhaft beeinträchtigt.
  • Sportliche Aktivitäten: Ganz häufig kommt es demnach auch zu einer Nerveneinklemmung bei sportlichen Aktivitäten, wenn auf eine adäquate Aufwärmung zuvor verzichtet wurde.
  • Entzündungen: Als Neuritis bezeichnen Mediziner eine häufig mit Schmerzen verbundene Entzündung der Nerven. Es können sowohl die peripheren (außerhalb des zentralen Nervensystems liegende) Nerven als auch die Hirnnerven betroffen sein. Werden Nerven gereizt oder entzünden sie sich, können verschiedene Beschwerden auftreten. Diese sind auch abhängig davon, welcher Nerv betroffen ist. Ausfällen von Körperfunktionen reicht.

Symptome eines eingeklemmten Nervs

Das häufigste Symptom eines eingeklemmten Nervs ist der plötzlich einschießende Schmerz. Er startet an der Stelle, an der der Nerv komprimiert wird, strahlt aber in der Regel dann auch in die umliegenden Bereiche. So kann z.B. der Schmerzcharakter wird als schneidend und scharf ziehend beschrieben. Er kann auch brennend sein. Der betroffene Nerv ist in seiner Funktion eingeschränkt. In Abhängigkeit des Versorgungsgebietes des Nerven kann es zu Schmerzen, Gefühlsstörungen oder Einschränkungen der Muskelfunktion kommen.

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Weitere typische Symptome sind:

  • Schmerzen: Diese können stechend, brennend oder ziehend sein. Bei einer akuten Einengung der Nervenwurzel oder eines ­peripheren Nerven kann ein heftiger Schmerz, der sich stechend, elektrisierend oder brennend anfühlen kann, wahrgenommen werden.
  • Missempfindungen: Dazu können Missempfindungen wie Kribbeln, Ameisenlaufen oder Taubheit auftreten.
  • Taubheitsgefühle: Das Gefühl, als wäre ein Arm oder Bein „eingeschlafen“.
  • Muskelschwäche: Des Weiteren kann es auch den Patienten mit einem eingeklemmten Nerv schwer fallen, bestimmte Bewegungen auszuführen.
  • Bewegungseinschränkungen: Dies kann zu Bewegungsbeeinträchtigungen führen, die vor allem im Alltag einschränkend sind.
  • Ausstrahlende Schmerzen: Nackenschmerzen aufgrund von eingeklemmten Nerven können in die Schulter und in den Arm ausstrahlen. Dabei zieht der Schmerz vom unteren Rücken über das Gesäß bis in den Fuß.

Wo tritt ein eingeklemmter Nerv besonders häufig auf?

Im Bereich des Rückens kommen eingeklemmte Nerven besonders häufig vor. Grund ist die herausragende und bedeutende Rolle der Wirbelsäule bei alltäglichen Bewegungen. Zahlreiche Muskeln, die sich um die Wirbelsäule ausspannen sorgen dafür, dass die Wirbelsäule adäquat bewegt werden kann. Besonders der tiefe Rücken, der ja auch als Lendenwirbelsäule bezeichnet wird, ist von den eingeklemmten Nerven besonders häufig betroffen.

Die Halswirbelsäule ist die zweite Region, die besonders häufig von eingeklemmten Nerven betroffen ist. Der Grund liegt darin, weil der Kopf, der den Beginn der Halswirbelsäule darstellt, sehr beweglich ist und die Halswirbelsäule schnelle und auch ruckartige Bewegungen garantieren muss.

Auch die Schulter und die Schulterblätter sind sehr stark in die alltägliche Bewegung mit eingebunden.

Die Rippen bilden den Brustkorb, der ebenfalls bei vielen Bewegungen mit beansprucht wird. Beim Atmen oder Husten werden die Muskeln zwischen den Rippen besonders stark belastet, was dann dazu führen kann, dass es bei einem lange andauernden Husten zu kleinen Verhärtungen der Muskeln zwischen den Rippen kommen kann und Nerven, die sich zwischen den Rippen ausspannen, komprimiert werden können.

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Auch an der Hüfte kann sich ein Nerv einklemmen. Hier wird der Nervus cuataneus fermoralis lateralis unter dem Leistenband eingeklemmt. Vergleichbar mit einem Karpaltunnelsyndrom wird hier von einer Meralgia paraesthetica gesprochen.

Diagnose eines eingeklemmten Nervs

Wenn Sie unter Missempfindungen, Taubheitsgefühlen und Nervenschmerzen leiden, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Eine erste Behandlung der Beschwerden sowie auch die Diagnostik kann auch durch Hausärzte begonnen werden. Ein guter Orthopäde ist der erste Ansprechpartner bei einem eingeklemmten Nerv, insbesondere wenn dieser durch muskuläre Verspannungen, Fehlhaltungen oder Wirbelsäulenprobleme ausgelöst wird. Falls neurologische Symptome wie Taubheit, Kribbeln oder Muskelschwäche auftreten, ist zusätzlich ein Neurologe gefragt, um die Nervenfunktion zu testen (z. B. mittels Elektromyografie). In speziellen Fällen, wie bei Bandscheibenvorfällen, kann ein Neurochirurg hinzugezogen werden. Einen eingeklemmten Nerv sollte eine Neurologin oder ein Neurologe untersuchen. Sie können den Schweregrad bestimmen und entsprechende Therapieverfahren vorschlagen.

Die Diagnose, ob sich ein Nerv eingeklemmt hat, wird oftmals klinisch gestellt. Die Patienten berichten oft über einen plötzlich einschießenden Schmerz meistens im Bereich des Rückens. Nach der Patientenbefragung wird dann der Patient untersucht. Hierfür wird der als schmerzhaft angegebene Bereich vom Behandler untersucht und betastet. Der Zustand der Muskeln wird hierbei genauso beurteilt wie auch die Beweglichkeit und die Auslösbarkeit der Schmerzen. Eine Verhärtung der Muskeln im schmerzhaften Bereich gibt einen Hinweis darauf, ob sich ein Nerv verklemmt hat.

Der Ultraschall macht vor allem weichere Strukturen direkt unter der Haut deutlich. Es wird eingesetzt, um innere Organe, Muskeln, Sehnen und Bänder darzustellen. Bei einem verklemmten Nerven würde man den Nerv zwar nicht erkennen können, allerdings könnte man die verhärteten Muskeln, die auf einen Nerven drücken, meistens sehen und darstellen können.

Ein Röntgenbild kommt vor allem bei der Diagnostik zum Einsatz, wenn es darum geht zu untersuchen, ob Knochen verletzt sind. Beim Ausschluß einer Fraktur ist somit das Röntgenbild Diagnostik der ersten Wahl. Neben Knochen kann ein Röntgenbild auch größere Flüssigkeiten darstellen sowie auch Sehnen, wenn diese einen erhöhten Kalkanteil aufweisen.

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Das strahlungsfreie MRT ist die beste Methode, um Nerven darzustellen. Daneben können auch Knochen, Sehnen, Blutgefäße und Weichteilstruktur sehr gut durch MRTs abgebildet werden. Vor allem, wenn man sich nicht sicher ist, woher Schmerzen kommen, sollte ein MRT zur Anwendung kommen. Wenn weiterhin auch neben den Schmerzen neurologische Auffälligkeiten den Patienten quälen sollte immer auch ein MRT angefertigt werden. In dieser Aufnahme würde man gut erkennen, ob und wenn ja welche Nerven betroffen sind und komprimiert werden.

Zunächst beginnt der behandelnde Arzt mit einer ausführlichen Befragung (Anamnese) des Patienten. Der Mediziner möchte hier vor allem wissen, wann und wo genau die Beschwerden auftreten, wie lange diese schon bestehen (hier ist zum Beispiel ein zuvor erstelltes „Schmerztagebuch“ hilfreich) und ob es Vorerkrankung bei dem Betroffenen selbst oder in der Familie gab. Sobald diese Fragen geklärt sind, beginnt die neurologische Untersuchung. Dabei werden verschiedene Überprüfungstests durchgeführt.

Im Rahmen der neurologischen Untersuchungen werden verschiedene Überprüfungstests durchgeführt.

  • Sinneswahrnehmungen: Dazu zählen beispielsweise Tast-, Hör-, Seh-, Riech- und Geschmackstests.
  • Mimik und Augenbewegung: Der Patient soll bestimmte Bewegungen ausführen.
  • Motorische Fähigkeiten: Der Mediziner prüft die Motorik, Koordination und Reflexe. Beispiel: Er schlägt mit einem kleinen Reflexhammer vorsichtig auf eine Sehne, woraufhin eine Reaktion in Form einer Muskelkontraktion folgen sollte.
  • Sonstige Körperfunktionen: Hier untersucht der Arzt den Herzschlag, die Atmung, Schweißproduktion und Verdauung.

Bei Verdacht auf eine Nervenentzündung mit Nervenschmerzen besteht des Weiteren die Option, das Blut auf Erreger einer Infektion zu untersuchen. In eher seltenen Fällen wird Liquor (Gehirn- beziehungsweise Rückenmarksflüssigkeit) über eine Lumbalpunktion im Lendenbereich entnommen und im Labor überprüft. Bildgebende Verfahren wie eine Magnetresonanztomographie (MRT) können Entzündungsherde im zentralen Nervensystem zeigen. Die Messung der Nervenleitgeschwindigkeit via Elektroneurographie gehört ebenfalls zu den Untersuchungsmöglichkeiten eines Neurologen.

Behandlung eines eingeklemmten Nervs

Ist die Diagnose eines eingeklemmten Nerven gestellt, sollten zunächst einmal überlastende Bewegungen pausiert werden. Gleichzeitig sollte aber auch keine absolute Ruhe eingehalten werden, denn die verhärteten Muskeln können nur so wieder gelockert werden, in dem man sich bewegt. Oftmals kennen die Patienten den genauen Ort des eingeklemmten Nerven durch die Schmerzen sehr gut und können diesen Bereich auch durch die verhärteten Muskeln ertasten.

Wenn der Arzt eine Nervenentzündung beziehungsweise Nervenschmerzen diagnostiziert, wird er mit Ihnen die Möglichkeiten der Behandlung besprechen. Um sich ausreichend auskurieren zu können, stellt der Mediziner üblicherweise eine Krankschreibung aus. Die Frage, wie lange man bei Nervenentzündungen daheimbleiben sollte, lässt sich jedoch pauschal nicht beantworten, da die Zeit abhängig von der Ursache und der Stärke der Beschwerden ist.

Die Behandlung, wenn Sie sich einen Nerv eingeklemmt haben, kann so vielfältig sein wie die Ursachen. Daher ist es wichtig, dass wir in unseren Praxen in Düsseldorf und Ratingen mit Ihnen persönlich sprechen und die betroffenen Stellen eingehend untersuchen. Wissen wir mehr über das Auftreten der Symptome, können wir besser einschätzen, warum Sie sich den Nerv eingeklemmt haben. Ob die Schmerzen in Rücken, Nacken oder Schultern auftreten: Meist sind sie harmlos und klingen innerhalb einer Woche wieder ab.

Hier sind einige gängige Behandlungsmethoden:

  • Schmerzlinderung: Dies geschieht durch Massagen oder auch durch Wärme, die man in Form einer Wärmflasche für 10 Minuten 1-3 mal täglich auf den Bereich legen sollte. Des Weiteren gibt es auch entzündungshemmende Salben und Gele, die man für einige Tage ebenfalls auf den Bereich auftragen und einziehen lassen kann. Zu nennen wären Docgel oder Diclogel, was zum Einsatz kommen kann. Auch gibt es einige pflanzliche oder homöopathische Salben, die hierbei zum Einsatz kommen können. Sind die Schmerzen weiterhin stark, kann auch ein entzündungshemmendes Medikament in Tablettenform verabreicht werden. Auch hier kommen Medikamente wie Diclofenac oder Ibuprofen zum Einsatz. Die Dosierung sollte zunächst 400- 600 mg 1-3 mal am Tag (Ibuprofen) oder 50- 75 mg 1-3- mal am Tag (Diclofenac) nicht überschreiten. Helfen auch diese Maßnahmen nicht, kann die Applikation einer Spritze in Erwägung gezogen werden.
  • Physiotherapie: Neben den medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten sollte auch eine physiotherapeutische Beübung in Erwägung gezogen werden. Vor allem, wenn es immer wieder zu eingeklemmten Nerven irgendwo im Körper kommt, scheint eine zugrundeliegende, chronische Fehlbelastung wahrscheinlich zu sein. In diesem Fall sollten unter krankengymnastischer Anleitung Muskeln auftrainiert werden. Eine schonende Physiotherapie kann helfen, die Symptome zu lindern und eine OP zu verhindern.
  • Spritzen: Während sich die meistens Hausärzte aus der Applikation von Spritzen zurückgezogen haben, verabreichen Unfallchirurgen und Orthopäden Spritzen noch sehr häufig. Hat man früher noch entzündungshemmende Medikamente, wie Diclofenac gespritzt, ist man heute damit sehr vorsichtig geworden. Heute würde man z.B. ein Tramal-Kortison Gemisch spritzen, um neben der Schmerzlinderung auch gleichzeitig eine Entzündungshemmung zu erreichen. Die Spritze wird nach vorangegangener Desinfektion der Haut gegeben. Die Patienten merken einige Stunden später eine Besserung der Beschwerden. Manchmal kann es sein, dass nach der Spritze die Beschwerden wieder zunehmen und stärker werden. In diesem Fall kann auch überlegt werden, die Spritzenapplikation nochmals zu wiederholen. Eine Spritze kann bei einem eingeklemmten Nerv eine effektive Behandlungsmethode sein, insbesondere wenn starke Schmerzen oder Entzündungen vorliegen.
  • Operation: Im Falle einer verletzungs- oder druckbedingten Nervenentzündung, beispielsweise nach einem Unfall oder bei einem Karpaltunnelsyndrom, kann der Mediziner einen chirurgischen Eingriff in Betracht ziehen. Bei einer Operation beseitigt der Arzt die Verengung beziehungsweise die reizende Stelle und schafft Platz für den Nerv, damit dieser nicht weiter belastet wird. Ist der Bandscheibenvorfall bereits schwerer, kann eine OP beispielsweise durch minimalinvasive Verfahren erfolgen.
  • Alternative Heilmethoden: Ergänzend zur schulmedizinischen Behandlung und nach Absprache mit dem Arzt, können auch alternative Heilmethoden wie homöopathische Mittel angewendet werden.

Konservative Behandlungsmethoden

  • Zielgerichtete Schmerztherapie: z. B. Infiltrationen, Wärme, Elektrotherapie
  • Physiotherapie & manuelle Mobilisation: Entlastung verspannter Muskelgruppen, Bewegungsaufbau
  • Haltungs- & Bewegungsschulung: Korrektur von Fehlbelastungen, Stabilisation der Schulterregion
  • Neurodynamische Übungen (Nervengleitübungen): gezielte Bewegung zur Förderung der Nervenmobilität
  • Alltagsanpassung & ergonomische Beratung: z. B. Arbeitsplatzoptimierung oder Sportmodifikation

Medikamente

  • Entzündungshemmung: Kortisonhaltige Präparate reduzieren die Schwellung und Druck auf den Nerv. Eine gezielte Kortisonspritze kann den geklemmten Nerven schnell die Entzündung nehmen.
  • Periradikuläre Injektion: Kortison und Lokalanästhetikum werden in den Periduralraum der Wirbelsäule gespritzt (z. B.
  • Bei akuten, starken Schmerzen, die andere Behandlungsformen (z. B.
  • Wenn entzündliche Reaktionen (z. B.
  • Zu nennen wären Diclofenac oder Ibuprofen als Salbe. Nurofen kann man auch als Schmerzpflaster auf den betroffenen Bereich für 24 Stunden kleben. Auch wärmende Salben, wie z.B.
  • Es gibt verschiedene Wirkstoffe in Tablettenform. Es gibt Dicolfenac (z.B. Voltaren Resinat), die in Tagesdosierungen von 75 - 150 mg genommen werden können.

Übungen bei eingeklemmtem Nerv

  • Armkreisen im Stand: Verbessert die Beweglichkeit, fördert die Durchblutung unter dem Schulterdach und lockert verspannte Muskulatur.
  • Wandengleiten mit dem Unterarm: Fördert die Gleitfähigkeit des Nervs, öffnet den Raum unter dem Schulterdach und verbessert die Schulterkoordination.
  • Schulterpendel im Stand (nach Codman): Entlastet das Schultergelenk, reduziert Muskelspannung und fördert die Gelenkflüssigkeit - besonders hilfreich bei akuten Beschwerden.

Was kann man selbst tun?

  • Bewegung: Auch wenn die Schmerzen durch Bewegung ausgelöst werden, sollte man nicht den Fehler machen und sich komplett ruhigstellen.
  • Dehnübungen: Dehnende Übungen sollten ebenfalls regelmäßig zur Anwendung kommen. So sollten langsame und federnde Rumpfbeugen mehrere Minuten für 1-3 mal am Tag durchgeführt werden.
  • Wärme: Bei eingeklemmten Nerven scheint eine Behandlung mit Wärme erfolgsversprechender zu sein als die Behandlung mit Kälte. Der Hintergrund ist wohl der, dass die verhärteten Muskeln, die auf den Nerv drücken, durch die Wärme gelockert werden und durch eine Gefäßweitstellung im Muskel mehr Blut hineinfließen kann.
  • Kinesiotapes: Kinesiotapes sind selbstklebende Bänder unterschiedlicher Länge, Größe und Stärke, die man auf verschiedene Areale kleben kann. Bei einem eingeklemmten Nerv kann man ebenfalls ein oder mehrere Kinesiotapes über den schmerzhaften Bereich kleben. Man sollte das Band einige Tage auf der Stelle kleben lassen und merkt dann oftmals schon nach wenigen Tagen, dass es zu einer deutlichen Besserung der Beschwerden kommt.
  • Alltagstipps & Ergonomie: Achten Sie auf eine ergonomische Sitzposition: Bildschirm auf Augenhöhe, Unterarme im 90-Grad-Winkel aufstützen, Rücken anlehnen. Vermeiden Sie ständiges Vorlehnen oder einseitiges Hochziehen der Schultern. Schultergurt vermeiden. Taschen oder Rucksäcke mit nur einem Gurt können Druck auf die Nervenbahnen ausüben. Tragen Sie Lasten immer möglichst beidseitig - oder wechseln Sie regelmäßig die Seite. Kein ständiges Smartphone-Klemmen. Das Einklemmen des Telefons zwischen Ohr und Schulter führt zu Muskelverspannungen im Nacken-Schulter-Bereich. Nutzen Sie lieber Headsets oder Lautsprecherfunktionen. Schulterschonende Schlafposition. Seitenschläfer sollten auf ein ausreichend hohes Kissen achten, um die Halswirbelsäule in neutraler Position zu halten. Rückenlage ist oft die schonendste Variante.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Ob die Schmerzen in Rücken, Nacken oder Schultern auftreten: Meist sind sie harmlos und klingen innerhalb einer Woche wieder ab. Durch Abtasten, Prüfen der Bewegungsfähigkeit und Röntgenaufnahmen entscheiden wir, welche Behandlung für Sie infrage kommt und sinnvoll ist. In der Regel wird die Behandlung eines eingeklemmten Nervs ambulant und ohne Narkose oder lokale Betäubung in unserer Praxis durchgeführt. Falls eine Physiotherapie notwendig ist, verweisen wir Sie gerne an Spezialisten, um Ihnen die bestmögliche Behandlung zu ermöglichen.

Nicht jeder ziehende Schmerz im Schulter- oder Nackenbereich ist gleich ein medizinischer Notfall - dennoch gibt es klare Warnsignale, bei denen eine ärztliche Abklärung dringend angeraten ist.

Warnzeichen, die Sie ernst nehmen sollten:

  • Taubheitsgefühle oder Kribbeln, die länger als 48 Stunden anhalten
  • Zunehmende Muskelschwäche, z. B. beim Anheben des Arms
  • Nächtliche Schmerzen, die die Schlafqualität deutlich beeinträchtigen
  • Fehlstellungen oder Bewegungseinschränkungen, die sich trotz Entlastung nicht bessern
  • Schmerzen nach einem Unfall, z. B.

Kann man einem eingeklemmten Nerv vorbeugen?

Natürlich lässt sich eine Nervenentzündung nicht mit Sicherheit verhindern. Es ist jedoch möglich, die Gefahr von Nervenschmerzen durch eine gesunde Lebensweise zu reduzieren. Hierzu gehört unter anderem, den täglichen Alkoholkonsum einzuschränken. Solange Erwachsene eine bestimmte Menge an Alkohol nicht überschreiten, gilt dieser Konsum als risikoarm. Ihre Nerven freuen sich zudem besonders über eine Ernährung mit vielen Vitaminen. Rohkost, Obst sowie Milchprodukte und wenig Fleisch gelten als besonders gut, um einen Vitaminmangel vorzubeugen. Achten Sie zudem darauf, Stress - ob im Job oder in der Freizeit - zu vermeiden und gönnen Sie Ihren Nerven ausreichend Erholung, Ruhe und Schlaf. Entspannungstechniken wie progressive Muskelentspannung, autogenes Training oder Yoga helfen Ihnen dabei. Regelmäßiger Sport dient ebenfalls dazu, Stress abzubauen. Ja, vermeiden Sie Haltungen oder wiederholende Tätigkeiten, bei denen es zu solchen Druckschäden kommen kann.

Die Rolle des Neurologen

Bei einem solchen Anliegen ist der Allgemeinarzt eine gute erste Anlaufstelle. Er kann Sie dann - etwa bei Verdacht auf eine entzündliche Nervenschädigung - an einen Neurologen verweisen. Der Neurologe ist ein Spezialist für Erkrankungen des Nervensystems. Er kann die Ursache des eingeklemmten Nervs diagnostizieren und eine geeignete Behandlung einleiten.

Die Symptome eines eingeklemmten Nervs lassen sich in der Regel leicht erkennen. Haben Sie Fragen zu einer neurologischen Erkrankung?

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