Die Nervenkompression im Rippenbogen, oft als Interkostalneuralgie bezeichnet, ist ein Zustand, der durch Schmerzen im Bereich der Zwischenrippennerven gekennzeichnet ist. Diese Nerven verlaufen zwischen den Rippen und versorgen die Haut, Muskeln und Strukturen im Brustbereich. Die Erkrankung kann erhebliche Schmerzen verursachen und den Alltag der Betroffenen stark beeinträchtigen. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten der Nervenkompression im Rippenbogen, um ein umfassendes Verständnis dieser oft übersehenen Schmerzerfahrung zu ermöglichen.
Einführung in die Interkostalneuralgie
Die Interkostalneuralgie ist ein medizinischer Begriff, der Schmerzen im Bereich der Zwischenrippennerven beschreibt. Diese Nerven verlaufen zwischen den Rippen und versorgen die Haut, Muskeln und Strukturen in diesem Bereich. Sie sind Teil des Nervensystems und spielen eine wichtige Rolle bei der Übertragung von Signalen zwischen dem Gehirn und dem Brustkorb.
Ursachen der Nervenkompression im Rippenbogen
Die Ursachen für Interkostalneuralgien können vielfältig sein, da unterschiedliche Faktoren zur Entstehung der Beschwerden beitragen können. Eine der häufigsten Ursachen ist die Nervenkompression, bei der die Zwischenrippennerven durch degenerative Veränderungen der Wirbelsäule, wie Bandscheibenvorfälle oder Arthritis, gereizt oder eingeklemmt werden. Ein weiterer häufiger Auslöser ist die postherpetische Neuralgie, die als Folge einer Gürtelrose-Infektion (Herpes Zoster) auftreten kann. Die Viren, die für Gürtelrose verantwortlich sind, können Nerven schädigen und entzündliche Prozesse hervorrufen. In seltenen Fällen können Infektionen, wie beispielsweise eine Herpes-Infektion, die Nerven entzünden und Schmerzen auslösen.
Eine Vielzahl von Knochen- und Weichteilveränderungen kann die Gefäße und Nerven unter Druck setzen. Häufig entsteht die Engstelle in der natürlichen sogenannten Skalenuslücke zwischen den Skalenusmuskeln am seitlichen Hals (Skalenussyndrom). Risikofaktoren für das TOS sind schlechte Körperhaltung, das Tragen schwerer Lasten auf der Schulter, Schleudertrauma, Gewichtheben sowie Sportarten mit wiederholten Arm- und Schulterbewegungen (z.B. Schwimmen, Golf, Volleyball) ungünstige Schlafpositionen, aber auch Anspannung durch Depressionen und Stress. Weitere Ursachen sind Veränderungen am Schlüsselbein, beispielsweise nach einem Bruch. Das Thoracic-Outlet-Syndrom kann auch Folge einer sogenannten atavistischen Halsrippe sein. Diese eigentlich harmlose Anomalie, ein Relikt der Evolution, ist bei etwa jedem hundertsten Menschen am siebten Halswirbel zu finden und verursacht meist keine Beschwerden. Manchmal engt sie aber auch Nerven und/oder Blutgefäße ein und führt zu einem TOS.
- Nervenkompression: Degenerative Veränderungen der Wirbelsäule (Bandscheibenvorfälle, Arthritis).
- Postherpetische Neuralgie: Folge einer Gürtelrose-Infektion (Herpes Zoster).
- Infektionen: Entzündung der Nerven durch Herpes-Infektionen.
- Muskuläre Dysbalancen: Verspannungen und Blockaden im Bereich der Brustwirbelsäule und Rippen.
- Trauma: Verletzungen im Brust- und Rückenbereich.
- Haltungsschäden: Chronische Fehlhaltungen und Bewegungsmuster.
- Übergewicht: Erhöhte Belastung der Wirbelsäule.
- Chronischer Stress: Förderung von Muskelverspannungen und Beeinträchtigung des Nervensystems.
- Genetische Faktoren: Erhöhte Anfälligkeit für bestimmte Erkrankungen.
Symptome der Nervenkompression im Rippenbogen
Bei der Interkostalneuralgie können verschiedene Schmerzarten auftreten, die sich in ihrer Intensität und Wahrnehmung unterscheiden. Ein typisches Merkmal ist der stechende Schmerz, den Betroffene häufig als intensiv und brennend beschreiben. Dieser Schmerz tritt meist in kurzen, aber heftigen Schüben auf. Ebenso häufig wird ein brennender Schmerz erlebt, der sich entlang eines oder mehrerer Zwischenrippennerven ausbreitet. Darüber hinaus berichten viele Patienten über scharfe Schmerzen, die sich plötzlich entwickeln und sich bei bestimmten Aktivitäten wie Husten oder Niesen verschlimmern können. Neben den akuten Schmerzempfindungen gibt es auch dumpfe Schmerzen, die zwar weniger intensiv, aber dennoch anhaltend und störend sind. Ergänzend dazu erleben einige Betroffene Kribbeln oder Taubheit in der Haut, die den Verlauf der betroffenen Zwischenrippennerven begleiten. Die Schmerzarten können von Person zu Person variieren, und die Intensität der Schmerzen kann stark schwanken.
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Typische Symptome einer Intercostalneuralgie zeigen sich auf vielfältige Weise, wobei Schmerzen das zentrale Merkmal darstellen. Diese Schmerzen können in ihrer Intensität variieren - von mild bis sehr stark - und werden häufig als scharf, stechend oder brennend beschrieben. Sie verlaufen entlang eines oder mehrerer Zwischenrippennerven und machen sich oft in dem Bereich zwischen den Rippen bemerkbar, wo die betroffenen Nerven liegen. Ein weiteres charakteristisches Merkmal ist die Verschlimmerung durch Bewegung. Aktivitäten wie tiefes Einatmen, Husten, Niesen, Lachen oder das Berühren des betroffenen Bereichs können die Beschwerden erheblich verstärken. Zusätzlich kann es durch die Schmerzen zu Muskelverspannungen im Brust- und Rückenbereich kommen. Dies geschieht oft, weil der Körper versucht, sich durch eine Schonhaltung vor weiteren Schmerzen zu schützen. Es ist wichtig zu beachten, dass die Intensität und der Verlauf der Symptome von Person zu Person variieren können.
- Stechende Schmerzen: Intensiv und brennend, oft in kurzen, heftigen Schüben.
- Brennende Schmerzen: Entlang eines oder mehrerer Zwischenrippennerven.
- Scharfe Schmerzen: Plötzlich auftretend, verschlimmert durch Husten oder Niesen.
- Dumpfe Schmerzen: Weniger intensiv, aber anhaltend und störend.
- Kribbeln oder Taubheit: In der Haut entlang der betroffenen Nerven.
- Verschlimmerung durch Bewegung: Tiefes Einatmen, Husten, Niesen, Lachen oder Berührung.
- Muskelverspannungen: Im Brust- und Rückenbereich.
Diagnose der Nervenkompression im Rippenbogen
Bereits die Anamnese in Kombination mit der klinischen Untersuchung erlaubt die Diagnose eines aortoiliakalen Stenose- oder Verschlussprozesses. Typisch ist eine Claudicatio intermittens, die die Gesäß- und Oberschenkelmuskulatur betrifft. Die klinische Untersuchung zeigt uni- oder bilateral einen abgeschwächten oder nicht mehr palpablen Puls der A. femoralis. Allerdings kann bei korpulenten Patienten oder bereits vorhandenen Narben inguinal oder auch bei starker Wandverkalkung oder schmalem Kaliber der A. femoralis die Palpation erschwert und kaum quantitativ verwertbar sein. Die Kombination aus Pulsverlust der A. femoralis, sexueller Dysfunktion und Claudicatio intermittens ist nach deren Erstbeschreiber als Leriche-Syndrom (Leriche 1940) bekannt und tritt klassisch bei einem Verschluss der Aorta und der Beckenarterien auf. Die Auskultation des Abdomens und auch der A. femoralis ergibt nicht selten Stenosegeräusche. Das „Blue-toe“-Syndrom beschreibt die ungewöhnliche Manifestation einer atherosklerotischen aortoiliakalen Läsion durch embolisch bedingte Ischämie mit Blauverfärbung und Schmerzen im Zehenbereich (Karmody et al. 1976). Aneurysmen der Beckenarterien sind, abhängig von deren Größe und bei entsprechendem Körperbau und Ernährungsstatus des Patienten, als pulsierender Tumor im Mittel- und Unterbauch infraumbilikal palpabel. Neben dem Pulsstatus sind die dopplersonographische Druckmessung mit Bestimmung des Knöchel-Arm-Index und die Laufbandergometrie unter normierten Bedingungen obligate Methoden zur Objektivierung der Befunde bei einer Verschlusserkrankung. Durch diese Methoden ist eine pathophysiologische quantitative Beurteilung der Schwere des Krankheitsprozesses möglich. Sie dienen gleichzeitig einer objektiven Verlaufskontrolle und der Differentialdiagnostik zum Anteil der Perfusionsstörung. Im seltenen Fall ist eine intraarterielle Druckmessung über die A. Die CTA weist gegenüber der MRA den Vorteil auf, die Morphologie der Gefäßwand, vor allem aber Wandverkalkungen zu zeigen, die die MRA prinzipiell nicht zur Darstellung bringt. Die Indikation zur konventionellen gefäßchirurgischen Therapie bei Stenose- und Verschlussprozessen basiert auf den Empfehlungen des TASC-II-Dokumentes und dessen Modifikationen (Norgren et al. 2007). Danach ist die konventionelle Therapie primär für die Typ-D-Läsionen und für Typ-C-Läsionen bei Patienten mit hinreichend geringem Operationsrisiko indiziert. Für die Empfehlung zur konventionellen oder endovaskulären Therapie sind die Komorbidität des Patienten, seine auf vollständiger Information und Aufklärung über beide Therapieoptionen beruhende Präferenz und die Langzeit-Erfolgsraten des Teams mit der jeweiligen Methode ausschlaggebend. Für Typ-A- bis Typ-C-Läsionen ist erst nach erfolgloser endovaskulärer Therapie eine konventionell gefäßchirurgische Revaskularisation indiziert.
Zur Diagnose des TOS können verschiedene Untersuchungen durchgeführt werden. Um bedrängten Nerven wieder mehr Platz zu verschaffen, wird oft Physiotherapie eingesetzt. Mit gezielter Dehnung und Kräftigung soll ein muskuläres Ungleichgewicht ausgleichen und die Haltung verbessert werden. Unterstützend können Kinesio-Tapes wirksam sein. Auch Cortison-Spritzen in betroffene Halsmuskeln (Skalenus-Muskeln) werden eingesetzt. Ist eine Venen-Thrombose die Ursache, kann das Blutgerinnsel manchmal mit blutverdünnenden Medikamenten wieder aufgelöst werden. Gegen die Schwellung hilft Hochlagerung des betroffenen Armes. Bei ausgeprägten Symptomen von Nervenkompressionen und bei gefährlichen Gefäßeinengungen kann eine Entfernung der umgebenden Strukturen erforderlich sein, die für die Einengung verantwortlich sind, z.B. bestimmte Muskeln, zusätzliche verdickte Bänder, oder auch die erste Rippe.
- Anamnese und körperliche Untersuchung: Erhebung der Krankengeschichte und Beurteilung der Symptome.
- Neurologische Untersuchung: Prüfung der Nervenfunktion und Sensibilität.
- Bildgebende Verfahren:
- Röntgen: Darstellung von Knochenstrukturen und Ausschluss anderer Ursachen.
- MRT (Magnetresonanztomographie): Detaillierte Darstellung von Weichteilen, Nerven und Bandscheiben.
- CT (Computertomographie): Beurteilung von Knochen und Weichteilen.
- Elektrophysiologische Untersuchungen (EMG/NLG): Messung der Nervenleitgeschwindigkeit zur Bestätigung der Diagnose und Lokalisation der Nervenkompression.
- Provokationstests: Auslösen der Schmerzen durch bestimmte Bewegungen oder Positionen.
Behandlungsmöglichkeiten der Nervenkompression im Rippenbogen
Die Behandlung von Interkostalneuralgie zielt darauf ab, Schmerzen zu lindern, die zugrunde liegende Ursache zu behandeln und die Lebensqualität des Betroffenen zu verbessern.
Um bedrängten Nerven wieder mehr Platz zu verschaffen, wird oft Physiotherapie eingesetzt. Mit gezielter Dehnung und Kräftigung soll ein muskuläres Ungleichgewicht ausgleichen und die Haltung verbessert werden. Unterstützend können Kinesio-Tapes wirksam sein. Auch Cortison-Spritzen in betroffene Halsmuskeln (Skalenus-Muskeln) werden eingesetzt. Ist eine Venen-Thrombose die Ursache, kann das Blutgerinnsel manchmal mit blutverdünnenden Medikamenten wieder aufgelöst werden. Gegen die Schwellung hilft Hochlagerung des betroffenen Armes. Bei ausgeprägten Symptomen von Nervenkompressionen und bei gefährlichen Gefäßeinengungen kann eine Entfernung der umgebenden Strukturen erforderlich sein, die für die Einengung verantwortlich sind, z.B. bestimmte Muskeln, zusätzliche verdickte Bänder, oder auch die erste Rippe.
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Konservative Behandlung
- Schmerzlinderung:
- Analgetika: Schmerzmittel wie Paracetamol oder NSAR (nicht-steroidale Antirheumatika).
- Opioide: In schweren Fällen zur kurzfristigen Schmerzlinderung.
- Lokalanästhetika: Injektionen zur lokalen Betäubung der Nerven.
- Capsaicin-Creme: Zur lokalen Schmerzlinderung.
- Physiotherapie:
- Dehnübungen: Verbesserung der Beweglichkeit der Brustwirbelsäule und Rippen.
- Kräftigungsübungen: Stärkung der Rumpfmuskulatur zur Stabilisierung der Wirbelsäule.
- Manuelle Therapie: Lösung von Blockaden und Verspannungen.
- Haltungsschulung: Korrektur von Fehlhaltungen.
- Weitere konservative Maßnahmen:
- Wärme- oder Kälteanwendungen: Zur Muskelentspannung und Schmerzlinderung.
- Akupunktur: Zur Schmerzlinderung und Muskelentspannung.
- TENS (Transkutane Elektrische Nervenstimulation): Stimulation der Nerven zur Schmerzlinderung.
- Kinesio-Taping: Unterstützung der Muskulatur und Verbesserung der Haltung.
Invasive Behandlung
- Nervenblockaden: Injektion von Lokalanästhetika und Kortikosteroiden zur gezielten Blockade der Nerven.
- Radiofrequenztherapie: Verödung der Nerven zur langfristigen Schmerzlinderung.
- Operation: In seltenen Fällen zur Dekompression der Nerven, z.B. bei Bandscheibenvorfällen oder Tumoren.
Selbsthilfe und Prävention
- Regelmäßige Bewegung: Förderung der Beweglichkeit der Wirbelsäule und Stärkung der Muskulatur.
- Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung: Vermeidung von Fehlhaltungen und Überlastungen.
- Stressmanagement: Entspannungstechniken zur Reduzierung von Muskelverspannungen.
- Gesunde Ernährung: Unterstützung der Nervenfunktion und Reduzierung von Entzündungen.
- Vermeidung von Risikofaktoren: Reduzierung von Übergewicht und Vermeidung von Verletzungen.
Spezifische Übungen zur Behandlung der Interkostalneuralgie
- Triggerung der Brustwirbelsäulenmuskulatur: Positionierung an der Wand oder liegend auf einem Rücken-Trigger, um verspannte Stellen zu bearbeiten und zu mobilisieren.
- Triggerung des Zwerchfells: Liegend auf dem Bauch, um das Zwerchfell zu entspannen und die Atmung zu verbessern.
- Atemübung: Tiefes Ein- und Ausatmen, um die Brust zu weiten und Anspannungen zu lösen.
Das Thoracic-Outlet-Syndrom (TOS)
Das Thoracic-Outlet-Syndrom (TOS) ist eine übergreifende Bezeichnung für unterschiedliche Beschwerdebilder, bei denen es im Bereich des Thorax (Brustkorb) zur Einengung von Nerven oder Gefäßen kommt (im Bereich zwischen der 1. Rippe und dem Schlüsselbein). Die Erkrankung wird auch Schultergürtel-Kompressionssyndrom genannt. Die Hauptsymptome sind Schmerzen im Arm, ein Schwere- oder Spannungsgefühl, Missempfindungen im Arm und in der Hand (Kribbeln, Taubheit, Ameisenlaufen), verminderte Berührungsempfindlichkeit oder Lähmungen. Die Hand oder der Arm können blass und kalt sein, oder Muskeln können sich zurückbilden, was sich als Kraftverlust in der Hand bemerkbar machen kann.
Der Plexus brachialis (Nervengeflecht, das die Nerven des Armes enthält), arterielle oder venöse Gefäße (Arteria/Vena subclavia) werden im Bereich des Schultergürtels eingeengt. Dadurch kommt es zu Durchblutungsstörungen oder Störungen der Reizweitergabe der Nervenfasern, was dann Symptome verursacht. Es gibt viele verschiedene Mechanismen, die dazu führen können, z. B.: anatomische Variationen wie das Vorhandensein einer zusätzlichen Halsrippe oder abweichende Muskelansätze, zusätzliche Bänder, Vernarbungen z. B. nach einer Verletzung oder Bestrahlungstherapie, bestimmte Bewegungsmuster, die oft wiederholt werden (Überkopfarbeiten, Schwimmen, Werfen, Rad- und Autofahren, Lasten- und Rucksacktragen), Haltungsschäden, ausgeprägte Muskulatur (Body Building).
Diagnose des TOS
In der körperlichen Untersuchung können sich Hinweise auf eine Durchblutungsstörung zeigen. Wird die Arterie im Schultergürtelbereich abgeklemmt, lässt sich evtl. der Puls am Handgelenk nur abgeschwächt tasten. Ist die Vene betroffen, kann sich der entsprechende Arm bläulich verfärben oder anschwellen, weil das venöse Blut nicht abfließen kann. Auch die Blutdruckmessung kann möglicherweise unterschiedliche Messwerte an den Armen ergeben. Hinweisend können auch verschiedene Provokationstests sein, bei dem z. B. die Arme in einer bestimmten Position angehoben und bewegt werden, und/oder der Kopf dazu gedreht wird. Durch diese Tests können die Beschwerden eventuell gezielt ausgelöst werden. Beim Klopfen im Halsbereich bzw. auf die Oberseite des Schlüsselbeins können Schmerzen auftreten (Hoffmann-Tinel-Zeichen).
Ergänzend können andere Untersuchungen und bildgebende Verfahren durchgeführt werden, um die Diagnose zu bekräftigen, oder mögliche andere Ursachen auszuschließen bzw. festzustellen: Röntgen der Halswirbelsäule und des Brustkorbs (Anatomische Veränderungen von Schlüsselbein, Rippen? Abnutzungserscheinungen an Wirbelkörpern?), Gefäßuntersuchungen (Gefäßultraschall (Farbduplex-Sonographie), digitale Subtraktions-Angiografie (DSA), CT/ MRT), Elektroneurografie (Messung der Nervenleitgeschwindigkeit).
Behandlung des TOS
Eine konservative Therapie (nicht-operativ) mit Training und speziellen Übungen unter Anleitung von Physiotherapeutinnen wird bei leichten bis mittelschweren Fällen empfohlen und ist in etwa 30-90 % der Fälle erfolgreich. Dazu zählen die Beseitigung von Haltungsfehlern, Dehnübungen, Massage und Wärmeanwendungen. Die Behandlung kann um Schmerzmittel und muskelentspannende Medikamente ergänzt werden. Ein chirurgischer Eingriff ist ebenfalls möglich. Falls eine zusätzliche Halsrippe festgestellt wird, die als ursächlich für die Beschwerden angesehen wird, kann diese entfernt werden. Ist dies nicht der Fall, wird meist die 1. Rippe vollständig entfernt, um so mehr Platz für Nerven und Gefäße zu schaffen. Vor allem bei Patientinnen mit hohen Anforderungen an die Armfunktion (z. B.
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