Nervenflache Haut: Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten

Das Raynaud-Phänomen, gutartige Weichteiltumore und Hautveränderungen durch Stress oder andere Erkrankungen können Ursachen für Nerven flache Haut sein. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten im Zusammenhang mit Nerven flache Haut, um ein umfassendes Verständnis für Betroffene und Interessierte zu schaffen.

Das Raynaud-Phänomen

Das Raynaud-Phänomen, auch Raynaud-Syndrom genannt, ist eine Gefäßerkrankung, die durch anfallsartige Durchblutungsstörungen vor allem an den Fingern und Zehen gekennzeichnet ist. Dabei kommt es zu einer scharf begrenzten Weißfärbung eines oder mehrerer Finger beziehungsweise Zehen. Seltener sind ganze Hände, Füße, die Nase oder sogar die Knie betroffen. Die Daumen und die großen Zehen sind seltener betroffen als die übrigen Finger und Zehen.

Ursachen und Auslöser

Das Raynaud-Phänomen kann primär oder sekundär auftreten:

  • Primäres Raynaud-Phänomen: Tritt ohne Grunderkrankung auf und betrifft meist Menschen zwischen dem 15. und 40. Lebensjahr. Frauen sind viermal häufiger betroffen als Männer. Die Entstehung des primären Raynaud-Phänomens ist noch nicht vollständig geklärt, es wird jedoch eine familiäre Häufung beobachtet. Normalerweise gibt es eine fein abgestimmte Kontrolle für die Spannung der glatten Muskulatur, die die Blutgefäße umschließt.
  • Sekundäres Raynaud-Phänomen: Wird durch eine andere Erkrankung verursacht, wie z.B. Autoimmunerkrankungen (rheumatoide Arthritis, Kollagenosen, Vaskulitiden), neurologische oder neurovaskuläre Erkrankungen, Erkrankungen des Blutes oder äußere Einwirkungen (ständige Erschütterungen, z.B. beim Umgang mit einem Presslufthammer). Auch Nebenwirkungen von Medikamenten (Betablocker, Migränemittel) oder Drogen können ein sekundäres Raynaud-Phänomen auslösen. Wer beruflich mit Vinylchlorid hantiert hat, kann ebenfalls ein Raynaud-Phänomen entwickeln.

Betroffene beschreiben Kälte oder Feuchtigkeit sowie Stress als Auslöser für das Raynaud-Syndrom. Dabei ist mit Kälte weniger die absolute Temperatur gemeint, sondern vielmehr der relative Temperaturunterschied. So ist der kühlere Winter oft weniger problematisch als wechselnde Temperaturen im Frühling und im Herbst oder der Wechsel von der Raumtemperatur nach draußen.

Symptome und Verlauf

Die Patienten beschreiben das Aussehen der Finger beziehungsweise Zehen zu Beginn des Anfalls als „wie abgestorben“, die Haut färbt sich weiß. Im weiteren Verlauf kann eine blau-lila Färbung auftreten, weil der Blutfluss verlangsamt ist. Das Ende des Anfalls zeigt sich durch einen hellroten Farbton, weil das Gewebe nun verstärkt durchblutet wird. In der Regel empfinden Betroffene während des Anfalls Schmerzen. Stehen die Schmerzen im Vordergrund, so ist es wahrscheinlicher, dass es sich um ein sekundäres Raynaud-Phänomen handelt.

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Die Dauer eines Anfalls kann wenige Minuten bis hin zu Stunden betragen. Auch die Häufigkeit ist unterschiedlich - von ein bis zwei Attacken pro Jahr bis hin zu mehreren Anfällen täglich. Zwischen den einzelnen Attacken gibt es oft keinerlei Auffälligkeiten, manche Betroffene schwitzen jedoch verstärkt an betroffenen Extremitäten. Wenn ein Finger nach kurzer Zeit nicht wieder rosig ist, sollte auch bei bekanntem Raynaud-Phänomen nochmals dringlich eine ärztliche Untersuchung erfolgen.

Diagnose

Deuten die Symptome auf ein Raynaud-Phänomen hin, muss zunächst geklärt werden, ob eine weitere, möglicherweise rheumatische Erkrankung dahintersteckt - oder ob es sich um ein primäres Raynaud-Syndrom handelt. Dazu gehört eine gründliche Eigen- und Familienanamnese, die gezielte Frage nach Hautveränderungen, Muskel- oder Gelenkbeschwerden sowie nach Symptomen, die auf Autoimmunkrankheiten hinweisen können. Weitere Fragen zielen auf Risikofaktoren für eine arterielle Gefäßerkrankung sowie neurologische oder neurovaskuläre Erkrankungen ab sowie auf Medikamente, Rauchen oder Drogenmissbrauch. Zur Anamnese gehören auch Fragen nach beruflichen oder privaten Tätigkeiten.

Ziel der körperlichen Untersuchung ist es, Zeichen einer zugrunde liegenden beziehungsweise assoziierten Erkrankung im Sinne des sekundären Raynaud-Phänomen zu entdecken. Deshalb sollten Blutdruck und Puls an beiden Armen sowie der Body-Mass-Index ermittelt werden. Abhängig von der Wahrscheinlichkeit eines sekundären Raynaud-Phänomens kann eine vollständige internistisch-rheumatologische Untersuchung sinnvoll sein. Darüber hinaus ist bei Verdacht auf eine sekundäre Erkrankung ein dermatologischer Check der gesamten Haut einschließlich der sichtbaren Schleimhäute sowie eine zumindest orientierende neurologische Untersuchung angezeigt. Im praktischen Alltag hat sich die Inspektion der Hände als besonders hilfreich erwiesen, da sich hier am deutlichsten Hinweise für möglicherweise zugrundeliegende Autoimmunkrankheiten finden. Tritt die Symptomatik bei bestimmten Haltungen auf, etwa beim Drehen/Neigen des Kopfs oder beim Tragen von Lasten, sollten Probleme am Schultergürtel als Ursache ausgeschlossen werden.

Beim primären Raynaud-Phänomen sind die Ergebnisse sämtlicher laborchemischer Untersuchungen per Definition unauffällig. Bei Verdacht auf eine sekundäre Erkrankung können neben dem großen Blutbild eine ganze Reihe von Markern und Werten im Blut bestimmt werden sowie eine Untersuchung des Urins erfolgen.

Die mikroskopische Analyse der Haargefäße (Kapillaren) im Nagelfalz unterhalb des Nagels ist eine wertvolle Untersuchungsmethode, um Hinweise auf eine Kollagenose als Ursache eines sekundären Raynaud-Phänomens zu finden. Beim primären Raynaud-Phänomen tritt zwar häufig ein gestörter Blutfluss auf. Doch wesentliche Abweichungen von der üblichen Haarnadelform sind selten und die Dichte der Haargefäße ist normal. Bei einer Kollagenose liegen oft vergrößerte, erweiterte und deformierte Kapillarschlingen vor, und es sind weniger Blutgefäße vorhanden. Die Kapillarmikroskopie kann das Auftreten einer Kollagenose gut vorhersagen, bevor sich Symptome zeigen. Unter Umständen ist es ratsam, die Blutgefäße mittels Ultraschall oder mit Kontrastmittel angiografisch zu untersuchen.

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Autoimmunkrankheiten sind eine häufige Ursache eines sekundären Raynaud-Phänomens. Bis zu 90 Prozent der Patientinnen und Patienten mit einer systemischen Sklerose haben ein Raynaud-Phänomen als erstes Symptom oder bekommen es im Verlauf der Erkrankung. Bei etwa einem Drittel der Betroffenen bleibt das Raynaud-Phänomen für viele Jahre die einzige Krankheitsmanifestation. Die Häufigkeit des Raynaud-Phänomens bei systemischem Lupus erythematodes beträgt 20 bis 60 Prozent, bei Dermatomyositis etwa 30 Prozent. Sollten die Kapillarmikroskopie auffällig und die Antinukleären Antikörper (ANA) deutlich erhöht sein, entwickeln drei von vier Betroffenen in den nächsten Jahrzehnten eine Autoimmunerkrankung. Ist beides unauffällig, liegt das Risiko deutlich unter fünf Prozent.

Einen besonderen Stellenwert haben chronische Erschütterungen als Ursache eines Raynaud-Phänomens. Bislang galten vor allem niedrigfrequente Vibrationen wie Presslufthammer, Schlagbohrmaschinen oder Kettensägen als besondere Risikofaktoren. Doch offenbar sind auch hochfrequente Vibrationen problematisch, wie sie bei chirurgischen oder zahnärztlichen Instrumenten entstehen. Medikamente als Auslöser werden in aller Regel unterschätzt - das gilt vor allem für den häufigen Einsatz von Betablockern und Migränetherapeutika.

Therapie

Die Therapie besteht nach Möglichkeit in der Vermeidung der auslösenden Ursache und einem größtmöglichen Schutz vor Kälte. Geeignete Hilfsmittel sind dabei warme, nicht einengende Handschuhe, Muffs, Taschenöfen und kleine Wärmekissen für Handschuhe und Schuhe. Solche Wärmehilfen erhält man zum Beispiel in Jagd- oder Campinggeschäften. Aber auch der ganze Körper sollte vor dem Auskühlen geschützt werden. Sehr wirksam sind warme Handbäder in Rapssamen, in ein Säckchen eingenähte und in der Mikrowelle erhitzte Kirschkerne, das Kneten warmen Paraffins im Rahmen der krankengymnastischen oder ergotherapeutischen Betreuung sowie autogenes Training, Biofeedback und andere Entspannungstechniken.

Vor beziehungsweise nach einer unvermeidlichen Kälteexposition sollten die Hände gut aufgewärmt werden (nicht mit Wasser). Wichtig ist auch ein regelmäßiges Gefäßtraining (Gymnastik, Wechselbäder), Sport, Massieren der Finger und eine gute Hautpflege (einfetten!). Nikotin ist streng untersagt - auch Passivrauchen. Stress kann ebenfalls Gefäßverengungen begünstigen. Wer am Arbeitsplatz stetig Kälte und Nässe ausgesetzt ist, sollte über einen Jobwechsel nachdenken. Warme Getränke und wärmende Speisen können von innen helfen.

Erst wenn diese allgemeinen und nebenwirkungsfreien Maßnahmen nicht ausreichend sind und Nekrosen (offene Finger) oder nicht heilende Wunden drohen oder entstehen, kommen Medikamente zum Einsatz. Das Problem bei Medikamenten ist die Tatsache, dass die zur Verfügung stehenden Mittel in der Regel Nebenwirkungen haben. Zu den Präparaten gehören in erster Linie die Kalziumantagonisten, etwa die Wirkstoffe Verapamil oder Nifedipin. Vor allem Nifedipin verursacht häufig Kopfschmerzen, außerdem treten Wassereinlagerungen, Hautrötung, Schwindel, Blutdruckerniedrigung oder Verdauungsprobleme auf. Alternativ kommen ACE-Hemmer und Prostaglandin-Analoga zum Einsatz. Verengen sich große Blutgefäße, kommt eine Operation oder Weitung der Gefäße per Katheter infrage sowie eine Blockade der Nerven, die für die Gefäßkrämpfe mitverantwortlich sind. Bei sehr starker Ausprägung mit drohendem Verlust der Finger stehen ergänzend zur Therapie der Grunderkrankung Medikamente (Infusionen, Tabletten) zur Verfügung, die die Durchblutung erhöhen und die Bildung neuer Geschwüre verhindern können. Infusionen, etwa mit Iloprost, wirken schnell, machen aber häufig einen stationären Aufenthalt erforderlich. Sogenannte Endothelin-Antagonisten wie Bosentan stehen als Tabletten zur Verfügung, eine engmaschige ambulante Kontrolle ist jedoch nötig. Auch Sildenafil erweitert die Blutgefäße, hat jedoch keine Zulassung für die Anwendung beim Raynaud-Phänomen.

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Gutartige Weichteiltumore

Gutartige Weichteiltumore wie Lipome, Fibrome oder Atherome können ebenfalls Ursachen für Nerven flache Haut sein, insbesondere wenn sie auf Nervenbahnen drücken oder diese beeinträchtigen.

Arten von Weichteiltumoren

  • Lipome: Geschwulste aus Fettgewebe, die meist direkt unter der Haut liegen und als runde oder ovale Knoten zu ertasten sind. Sie lassen sich leicht verschieben und fühlen sich gummiartig, aber dennoch prall an. Ein Lipom wächst im Fettgewebe und entsteht häufig an den Beinen und am Bauch.
  • Fibrome: Wucherungen des Bindegewebes. Mediziner unterscheiden weiches Fibrom (Fibroma molle), auch Stielwarze genannt (hautfarbige, kleine Hautausstülpungen, häufig gestielt), und hartes Fibrom (derbe Knötchen, meist nur wenige Millimeter groß, etwas dunklere, hellbraune Flecken auf der Haut). Ein Fibrom, auch Stielwarze genannt, hat seinen Ursprung im Bindegewebe und tritt vor allem in der Hals- und Achselregion auf.
  • Atherome: Wölben sich halbkugelartig vor und entwickeln sich in den Haarwurzeln, meist aufgrund einer verstopften Drüse. Im Volksmund werden sie als Grützbeutel bezeichnet. Atherome können mehrere Zentimeter groß werden und bei der Haarpflege stören. Zudem entzünden sie sich in manchen Fällen. Atherome entwickeln sich an den Haarwurzeln, vor allem am Kopf.

Wann sind Weichteiltumore problematisch?

Sollte ein Weichteiltumor schnell wachsen, Schmerzen verursachen, weil er Druck auf benachbarte Regionen, etwa Nerven, ausübt, oder Ihren Bewegungsablauf beeinträchtigen, beispielsweise im Bereich von Gelenken, dann sollten Sie einen Arzt zu Rate ziehen. An manchen Regionen, vor allem im Gesicht oder gar am Augenlid, aber beispielsweise auch im Dekolleté, sind diese Tumore gelegentlich auch optisch sehr störend.

Diagnose und Behandlung

Erfahrene Dermatologen können die gutartigen Weichteiltumore in der Regel schnell einordnen, nachdem sie diese angeschaut und ertastet haben. Auffällige Fibrome werden zudem mit dem Dermatoskop untersucht, einer stark vergrößernden, beleuchteten Lupe. Um auszuschließen, dass es sich um einen der seltenen bösartigen Tumore handelt, wird bei auffälligen, großen Tumoren eine Ultraschall-Untersuchung und gegebenenfalls eine Magnetresonanztomographie (MRT) durchgeführt.

Wenn gutartige Weichteiltumore Beschwerden hervorrufen oder kosmetisch beeinträchtigen, können sie entfernt werden. Auch wenn der Tumor schnell wächst, wird er oft vorsichtshalber entfernt, auch wenn bösartige Weichteilsarkome nur selten vorkommen. Der notwendige Eingriff ist in der Regel kurz, was von der Größe und der Lage des gutartigen Tumors abhängt. In vielen Fällen dauert die Operation nur wenige Minuten. In der Regel wird die betroffene Region nur örtlich betäubt, eine Narkose ist nur selten erforderlich. In den meisten Fällen wird der Weichteiltumor über einen Hautschnitt entfernt. Bei tieferliegenden gutartigen Weichteiltumoren erfolgt der Eingriff minimal-invasiv, also in der Schlüssellochtechnik. Anschließend werden die Wunden sorgfältig genäht.

Hautveränderungen durch Stress

Stress kann sich auf vielfältige Weise auf die Haut auswirken und zu verschiedenen Hautproblemen führen, die das Erscheinungsbild der Haut verändern können.

Wie Stress die Haut beeinflusst

Das Stresshormon Cortisol schwächt die Widerstandsfähigkeit der Haut, was in der Folge zu Ausschlag führen kann. Aber auch erneute Schübe von bestehenden Krankheiten wie Neurodermitis oder Schuppenflechte werden häufig durch besonders stressige Phasen hervorgerufen. Ein Hautausschlag, der durch Stress entsteht, kann sich durch gerötete Haut, Pusteln, Schuppen oder Bläschen äußern. Manchmal zeigen sich auch mehrere rote Flecken im Gesicht und am Hals. Betroffene klagen oft zusätzlich über Juckreiz, Brennen oder Schmerzen.

Meistens leiden Betroffene an negativem Stress, der zum Beispiel durch eine zu hohe Belastung in der Arbeit, aber auch durch Konflikte in der Familie oder der Partnerschaft entstehen kann. Dass Hautausschlag allein durch Stress entsteht, ist selten, aber durchaus möglich. Es können sich bei starkem Stress beispielsweise Pickel im Gesicht bilden. Meistens besteht bei den Betroffenen aber schon eine Erkrankung, die durch vermehrten Stress hervorgerufen beziehungsweise verstärkt wird.

Hauterkrankungen, die durch Stress verstärkt werden können

  • Neurodermitis (atopische Dermatitis): Stress kann vermehrt Schübe hervorrufen und die Symptome verschlimmern. Ein Hautausschlag bei Neurodermitis äußert sich durch gerötete Hautstellen, die stark jucken können. Während eines akuten Schubs bilden sich unter Umständen kleine Bläschen und die Haut nässt.
  • Schuppenflechte (Psoriasis): Vermehrter Stress kann bei Schuppenflechte einen erneuten Schub hervorrufen oder bereits vorhandene Beschwerden verstärken. Der Grund dafür ist, dass Stress oftmals die Immunabwehr und die Widerstandsfähigkeit der Haut schwächt.
  • Urtikaria (Nesselsucht): Wird Nesselsucht durch Stress ausgelöst, sprechen Mediziner von einer stressinduzierten Urtikaria. Bei Nesselsucht schütten die Mastzellen im Körper vermehrt Histamin aus. Der Botenstoff sorgt unter anderem dafür, dass sich die Blutgefäße weiten. Durch eine vermehrte Ansammlung von Flüssigkeit unter der Haut kommt es zu den für die Nesselsucht typischen Quaddeln und Angioödemen.
  • Gürtelrose (Herpes zoster): Das Immunsystem ist durch starken Stress geschwächt. Befinden sich Windpocken-Viren (von einer durchgemachten Infektion) im Körper, können sich diese später im Leben - wenn das Immunsystem schwach ist - reaktivieren.
  • Lippenherpes: Bricht vor allem aus, wenn das Immunsystem geschwächt ist. Grund dafür kann sein: Stress, Infekte oder körperliche Anstrengung.
  • Akne vulgaris: Akne vulgaris wird nicht allein durch Stress ausgelöst, kann aber mit psychischem Stress und einem hohen Leidensdruck einhergehen.
  • Röschenflechte (Pityriasis rosea): Eine Röschenflechte ist eine selbstbegrenzende Erkrankung. Sie verschwindet nach wenigen Wochen ohne weiteres Zutun von allein. Bei Bedarf kann der Arzt aber Medikamente verschreiben, die den Juckreiz lindern.

Was tun gegen Stress und Hautausschlag?

Ist Stress der Auslöser für Hautausschlag, ist es notwendig, die Ursachen dafür zu identifizieren und so weit wie möglich zu beseitigen. Wenn der Stress wegfällt, sollte auch der Hautausschlag innerhalb kurzer Zeit wieder verschwinden. Außerdem ist es möglich, die akuten Symptome der zugrunde liegenden Erkrankung zu behandeln.

Weitere Maßnahmen zur Stressreduktion:

  • Genug Schlaf (7-9 Stunden pro Nacht)
  • Gesunde Ernährung (wenig Zucker, gesättigte Fette, verarbeitetes Fleisch)
  • Entspannungstechniken (Progressive Muskelrelaxation, autogenes Training, Meditation oder Yoga)
  • Psychologische Beratung bei starker psychischer Belastung

Weitere Ursachen für Hautveränderungen

Neben den bereits genannten Ursachen gibt es noch weitere Faktoren, die zu Hautveränderungen führen können:

  • Neurofibromatose: Ein neurokutanes Syndrom, das durch Mutationen bestimmter Gene verursacht wird. Kennzeichnend sind fleischige Wucherungen von verändertem Nervengewebe (Neurofibrome) unter der Haut und in anderen Körperteilen.
  • Hautfarbe: Die genetisch bedingte Hautfarbe kann sich durch Sonneneinstrahlung oder Erkrankungen verändern. Farbveränderungen der Haut können ein Hinweis für eine Erkrankung sein.
  • Polyneuropathie: Ein Sammelbegriff für Erkrankungen, die periphere Nerven betreffen. Diese sind für die Wahrnehmung von Temperatur und Schmerzen, die Beweglichkeit der Muskulatur und automatische Steuerung von Organen verantwortlich.

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