Nerven MRT in Würzburg: Fortschrittliche Diagnostik und Behandlung neurologischer Erkrankungen

Neurologische Erkrankungen können in jedem Lebensalter auftreten und sowohl primär als auch als Begleiterscheinung anderer Erkrankungen in Erscheinung treten. In Würzburg stehen spezialisierte Einrichtungen und Praxen zur Verfügung, die sich der Diagnose und Behandlung dieser Erkrankungen widmen. Ein wichtiger Baustein dabei ist die Magnetresonanztomographie (MRT), die in Würzburg auf höchstem Niveau angeboten wird.

Neurologische Facharztpraxen in Würzburg

In Würzburg gibt es neurologische Facharztpraxen, die sich um das gesamte Spektrum neurologischer Erkrankungen kümmern. Diese Praxen sind in der Regel als Terminpraxen organisiert, um eine optimale Betreuung der Patienten zu gewährleisten. Es wird empfohlen, etwa 10 bis 15 Minuten vor dem vereinbarten Termin in der Praxis zu sein, um ausreichend Zeit für die Anmeldung und Vorbereitung der Untersuchung zu haben.

Diagnostisches Spektrum

Die neurologischen Facharztpraxen in Würzburg bieten ein breites Spektrum an diagnostischen Möglichkeiten, um neurologische Erkrankungen präzise zu erkennen. Dazu gehören:

  • Ultraschall der hirnversorgenden Hals- und Kopfgefäße: Zum Nachweis von Verengungen, arteriosklerotischen Ablagerungen, Gefäßwandeinrissen oder entzündlichen Veränderungen der Gefäßwände.
  • Ultraschall der peripheren Nerven: Zur Beurteilung von Nervenstrukturen außerhalb des Gehirns und Rückenmarks.
  • Evozierte Potenziale: Messung der Leitfähigkeit verschiedener Nervenbahnen.

Bei Verdacht auf Anfallserkrankungen oder Schlafstörungen können Hirnströme abgeleitet und analysiert werden. Bei Verdacht auf muskuläre Erkrankungen kann dieses diagnostische Verfahren angeboten werden. Die Muskelpotentiale lassen sich nicht nur mittels Nadelstich in die betreffenden Muskelgruppen ableiten, sondern auch über oberflächliche Klebeelektroden, wodurch ein schmerzhaftes Einstechen in die Muskulatur erspart bleibt.

Hochmoderne MRT-Technologie in Würzburg

Seit einiger Zeit steht am Klinikum Würzburg Mitte, Standort Juliusspital, ein neuer Magnetresonanztomograph (MRT) der Spitzenklasse für medizinische Untersuchungen zur Verfügung. Dieses Gerät ermöglicht eine präzisere Diagnostik dank höher aufgelöster und kontrastreicherer Bilder, insbesondere in kleinen, detailreichen Körperregionen.

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Vorteile des neuen MRT-Geräts

  • Verbesserte Bildqualität: Die moderne Technik und optimierte Untersuchungsabläufe ermöglichen deutlich höher aufgelöste und kontrastreichere Bilder.
  • Kürzere Untersuchungsdauer: Patienten profitieren von einer kürzeren Untersuchungsdauer und weniger Einschränkungen während der Untersuchung.
  • Untersuchungen mit freier Atmung: Auch Untersuchungen im Brust- und Bauchraum sind nun mit freier Atmung möglich, was besonders für Patienten mit Schmerzen, Angst oder Desorientierung von Vorteil ist.
  • Neue Untersuchungsprotokolle: Es sind viele neue Untersuchungsprotokolle hinzugekommen, zum Beispiel in der Diagnostik von Herz und Hirn sowie für Tumore der weiblichen Brust und der Prostata.

Institut für Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie

Das Institut für Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie in Würzburg setzt modernste Technik für Diagnostik und Gefäßbehandlung ein. Langjährig erfahrene Experten planen die Untersuchungen, führen sie durch und werten sie aus.

Schwerpunkte in der Diagnostik

  • Gefäßerkrankungen
  • Hirntumore
  • Entzündliche Erkrankungen des zentralen Nervensystems (z. B. Multiple Sklerose)
  • Neurodegenerative und Demenz-Erkrankungen (z. B. Morbus Parkinson oder Alzheimer-Erkrankung)
  • Pädiatrische Neuroradiologie
  • Erkrankungen des peripheren Nervensystems (MR-Neurographie)
  • HNO-Erkrankungen einschließlich Felsenbein, Mittel- und Innenohr
  • Psychiatrische Erkrankungen

Geräteausstattung

Das Institut verfügt über zwei 3 Tesla und einen 1,5 Tesla Kernspintomographen in der Kopfklinik. An drei Tagen werden zudem junge Patientinnen und Patienten an einem 1,5 Tesla MRT in der Kinderklinik untersucht. Die hohe Magnetfeldstärke von 3 Tesla ist besonders geeignet für hochauflösende und funktionelle MRT-Untersuchungen des Gehirns. Die niedrigere Feldstärke von 1,5 Tesla ist ebenso verfügbar und wichtig, um auch Patientinnen und Patienten mit medizinischen Implantaten sicher untersuchen zu können.

Untersuchungsspektrum

  • Gehirn
  • Kopf-Hals-Region
  • Gefäße
  • Wirbelsäule und Rückenmark
  • Nervenplexus und periphere Nerven (MR-Neurographie)

Neuroradiologische Diagnostik

Die Neuroradiologie setzt bildgebende Methoden wie Computertomographie, Magnet-Resonanz-Tomographie, Sonographie, Angiographie oder Myelographie zur Diagnostik von Erkrankungen des zentralen Nervensystems - also von Gehirn und Rückenmark - sowie der peripheren - also außerhalb von Gehirn und Rückenmark liegenden - Nerven ein.

Diese Methoden dienen unter anderem der Diagnostik von:

  • Schlaganfällen, Hirnblutungen und Gefäßerkrankungen von Gehirn und Rückenmark
  • Gefäßmissbildungen und gefäßreichen Tumoren
  • Hirntumoren und Wirbelsäulentumoren
  • Entzündlichen ZNS-Erkrankungen wie Multipler Sklerose
  • Nerven- und Muskelerkrankungen
  • Erkrankungen im Kopf-Hals-Bereich
  • Wirbelsäulenerkrankungen

Kinderneuroradiologie

Ein Spezialgebiet ist die Diagnostik von Erkrankungen und Fehlbildungen des zentralen Nervensystems bei Kindern. Hier besteht eine enge Zusammenarbeit mit Kinderradiologie, Kinderneurochirurgie und Kinderklinik.

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MR-Neurographie

Zur Untersuchung peripherer Nerven wird die MR-Neurographie eingesetzt, ein hochmodernes Verfahren.

Weitere Spezialisierungen

  • Präzisionsbildfusion zur Bestrahlungsplanung und Neuronavigation
  • Funktionelle MRT mit Sprachmapping und Darstellung der Faserbahnen des Gehirns
  • Stoffwechseluntersuchungen mit Spektroskopie
  • Hochaufgelöste und dynamische MR-Angiographien
  • Diagnostik bei Ertaubung und Innenohrerkrankungen
  • Gezielte Feindiagnostik bei Krampfleiden, Schädelbasisprozessen, Fehlbildungen, entzündlichen ZNS-Erkrankungen, Demenzen und anderen neurodegenerativen Erkrankungen, zentralen und peripheren Schmerzsyndromen, bei kinderneuroradiologischen Indikationen, aber auch nach Schädel-Hirn-Verletzungen

Neuroradiologische Therapie

Die Interventionelle Neuroradiologie nutzt bildgebende Untersuchungen zur minimal-invasiven Behandlung bei einer Reihe von Erkrankungen. Sie bietet schonende Eingriffe in enger Zusammenarbeit und Ergänzung mit Neurochirurgie und Neurologie unter anderem bei:

  • Gefäßmissbildungen und gefäßreichen Tumoren am Kopf und in der Wirbelsäule
  • Verschlüssen der Hals- und Kopfgefäße
  • Hirnblutungen
  • Schmerzbehandlung im Bereich der Wirbelsäule

Computertomographie (CT)

Mit dem neuartigen Photon-Count Computertomographen setzt das Institut ein Gerät ein, das sich gegenüber konventionellen Computertomographen durch eine wesentlich geringere Exposition von Röntgenstrahlen bei gleichzeitig höherer Auflösung auszeichnet. CT-Untersuchungen liefern sehr viel detailliertere Ergebnisse in Form von Schnittbildern oder dreidimensionalen Darstellungen. Sie werden in der Neuroradiologie unter anderem eingesetzt bei der Diagnostik von:

  • Hirnblutungen
  • Schlaganfällen
  • Schädel- und Hirnverletzungen sowie Verletzungen des angrenzenden Halteapparats
  • Degenerativen Veränderungen der Wirbelsäule einschließlich Bandscheibenvorfällen

Angiographie (digitale Subtraktionsangiographie, DSA)

Die angiographischen Verfahren werden für minimal-invasive Gefäßbehandlungen und für diagnostische Gefäßuntersuchungen eingesetzt. Es stehen zwei Angiographie-OP-Anlagen zur Verfügung, die parallel betrieben werden können. An diesen Anlagen werden sämtliche Katheter- und Mikrokathetereingriffe durchgeführt. Durch die moderne Zwei-Ebenen-Technologie kann der Neuroradiologe minimal-invasive Behandlungen gleichzeitig aus zwei Richtungen, also räumlich, verfolgen.

Forschung in der Neuroradiologie

Ein interdisziplinäres Team aus der Universitätsmedizin Würzburg hat mithilfe von Deep Learning Algorithmen ein neuronales Netz trainiert, das Spinalganglien in MRT-Bildern automatisch segmentiert. Die Studie ist insbesondere für die Schmerzforschung von Bedeutung. Die Neuronen der DRGs empfangen Reize über ihre peripheren Fortsätze und leiten sie über zentrale Axone an das Rückenmark weiter.

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Um das KI-Modell zu trainieren, wurden die Spinalganglien auf den MRT-Aufnahmen vorher manuell annotiert. Ein wichtiger diagnostischer Aspekt ist die Signalintensität der Spinalganglien - also wie hell oder dunkel sie in bestimmten MRT-Sequenzen erscheinen. Bei der Multisystemerkrankung Morbus Fabry zum Beispiel zeigen die DRGs in flüssigkeitssensitiven, sogenannten T2-gewichteten Aufnahmen eine erhöhte Signalintensität - ein Muster, das der KI-Algorithmus zuverlässig erkannte.

Weitere diagnostische Verfahren

Neben den bildgebenden Verfahren werden in Würzburg auch andere diagnostische Methoden eingesetzt, um neurologische Erkrankungen zu erkennen:

  • Elektroenzephalographie (EEG): Ableitung der Hirnströme zur Erkennung von Anfallserkrankungen oder Schlafstörungen.
  • Neurographie und Myographie: Untersuchung der Funktion der peripheren Nerven und Muskeln.
  • Duplexsonographie: Ultraschalluntersuchung der Blutgefäße, insbesondere der Halsschlagadern und der großen Blutleiter im Schädelinneren.
  • Liquorpunktion: Entnahme von Nervenwasser bei Verdacht auf Erkrankungen des Nervenwassersystems.

Kooperationen

Die Neuroradiologie in Würzburg arbeitet eng mit anderen Fachdisziplinen zusammen, darunter Neurochirurgie, Neurologie, HNO- und Augenklinik sowie Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie.

Anfahrt und Erreichbarkeit

Die neurologischen Praxen und Kliniken in Würzburg sind gut erreichbar. Die Praxis in der Innenstadt liegt zwischen Stift Haug und Juliusspital, an der Ecke von Barbarossaplatz und Theaterstraße, am Rand der Fußgängerzone. Die zentralen Haltestellen Juliuspromenade und Barbarossaplatz sind jeweils nur wenige Meter entfernt und auch für Gehbehinderte gut erreichbar.

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