Die Anatomie der Hirnnerven im Kopfbereich

Der Kopf beherbergt nicht nur das Gehirn, sondern auch die wichtigsten Sinnesorgane. Seine komplexe Struktur ermöglicht die Interaktion mit der Umwelt. Ein tiefes Verständnis der Anatomie des Kopfes ist für Mediziner unerlässlich, da es die Grundlage für Diagnose, Behandlung und Therapie in verschiedenen medizinischen Bereichen bildet.

Überblick über das Nervensystem

Das Nervensystem ist ein übergeordnetes Körpersystem, das aus verschiedenen Organen besteht. Es ermöglicht dem Organismus, mit der Umwelt zu kommunizieren und gleichzeitig die im Körperinneren ablaufenden Mechanismen zu steuern. Das Nervensystem gliedert sich in das Zentralnervensystem (ZNS) und das periphere Nervensystem. Das Zentralnervensystem besteht aus dem Gehirn und dem Rückenmark. Die außerhalb von Gehirn und Rückenmark liegenden Nervenzellen gehören zum peripheren Nervensystem. Sie bilden Nervenstränge, die von Gehirn und Rückenmark in die Peripherie des Körpers verlaufen und von dort zurück.

Das Gehirn wird orientierungsweise in 5 größere Abschnitte unterteilt:

  • Großhirn
  • Zwischenhirn
  • Mittelhirn
  • Kleinhirn
  • Nachhirn

Umgeben ist das Gehirn von 3 Hautschichten. Die äußere Hülle (harte Hirnhaut) ist innen mit den Schädelknochen fest verbunden. Zwischen der inneren und der mittleren Haut befindet sich Flüssigkeit, die bei Erschütterungen wie eine Art Stoßdämpfer wirkt und somit zum Schutz des Gehirns beiträgt. Im Inneren des Gehirns befinden sich 4 Hohlräume (Hirnkammern), die mit Gehirnflüssigkeit gefüllt sind. Das Gehirn von Männern ist im Durchschnitt etwas größer und schwerer als das von Frauen, wobei dieser Größenunterschied keine unmittelbaren Rückschlüsse auf geistige Merkmale wie die Intelligenz zulässt.

Die Nervenzellen sind die Bausteine unseres Nervensystems. Sie besitzen einen Zellkörper und Zellfortsätze, die sie mit anderen Nervenzellen oder mit Körperzellen, wie beispielsweise Muskel- oder Drüsenzellen, verbinden. Diese Fortsätze werden als Axone und Dendriten bezeichnet. Axone leiten Signale zu anderen Neuronen oder Zielzellen weiter, während Dendriten die Signale meistens von anderen Neuronen empfangen. Neben den Neuronen enthält das Nervensystem Gliazellen und ein dichtes Netz von Blutgefäßen, das die ausreichende Zufuhr von Sauerstoff und Nährstoffen sicherstellt.

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Die Hirnnerven: Verbindung zwischen Gehirn und Körper

Es gibt 12 Paare von Hirnnerven, die vom Gehirn zu verschiedenen Teilen des Kopfes, des Halses und des Rumpfes verlaufen. Sie werden entsprechend ihres Ursprungs im Gehirn von rostral nach kaudal mit römischen Ziffern nummeriert. Die Hirnnerven können sensorische, motorische oder auch beide Faserqualitäten gleichzeitig führen. Einige Hirnnerven sind an speziellen Sinnen wie dem Sehen, Hören und Schmecken beteiligt, andere wiederum sind wichtig für die Muskelkontrolle des Gesichts.

Die Nervenbahnen im Kopf- und Halsbereich steuern sensorische und motorische Funktionen, die für das Überleben und die Interaktion mit der Umwelt wichtig sind.

Überblick über die 12 Hirnnerven

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die 12 Hirnnerven, ihre Bezeichnung und ihre Qualität:

HirnnervBezeichnungQualität
1.Nervus olfactorius (Riechnerv)sensorisch
2.Nervus opticus (Sehnerv)sensorisch
3.Nervus oculomotorius (Augenmuskelnerv)parasympathisch-motorisch
4.Nervus trochlearis (Augenmuskelnerv)motorisch
5.Nervus trigeminus (Drillingsnerv, Trigeminus)sensibel-motorisch
6.Nervus abducens (Augenmuskelnerv)motorisch
7.Nervus facialis (Gesichtsnerv, Fazialis)sensorisch-parasympathisch-motorisch
8.Nervus vestibulocochlearis (Hör- und Gleichgewichtsnerv)sensorisch
9.Nervus glossopharyngeus (Zungen-Rachen-Nerv)sensorisch-parasympathisch-motorisch
10.Nervus vagus („umherschweifender“ Nerv, Vagus)sensorisch-parasympathisch-motorisch
11.Nervus accessorius (Hals- oder Beinerv)motorisch
12.Nervus hypoglossus (Zungennerv)motorisch

Einzelne Hirnnerven im Detail

Im Folgenden werden die einzelnen Hirnnerven genauer betrachtet:

Nervus olfactorius (1. Hirnnerv)

Der Nervus olfactorius (Riechnerv) ist ein sensorischer Nerv, der für den Geruchssinn verantwortlich ist. Er beginnt mit den Riechzellen in der Riechschleimhaut der Nasenhöhle, zieht durch die Löcher der Siebbeinplatte (Lamina cribrosa) in die Schädelhöhle und dann zum Bulbus olfactorius, wo sich die Axone verteilen. Vom Bulbus olfactorius ziehen die Axone dann zum Riechhirn, einem entwicklungsgeschichtlich sehr alten Teil der Hirnrinde. In der Embryonalzeit ist der Nervus olfactorius ein einheitlicher Nerv, der sich in der weiteren Entwicklung in mehrere Bündel, die Riechfäden (Nervi olfactorii), aufspaltet.

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Schädigungen des Nervus olfactorius können zu Ausfällen beim Geschmacksempfinden führen.

Nervus opticus (2. Hirnnerv)

Der Nervus opticus (Sehnerv) ist ein sensorischer Nerv, der für das Sehen verantwortlich ist. Die Nervenfasern des Sehnervs kommen aus der Netzhaut des Auges und ziehen durch die Augenhöhle zum Sehnervkanal (Canalis opticus). Dort vereinigen sie sich mit den entsprechenden Nervenfasern der Gegenseite zur Sehnervenkreuzung (Chiasma opticum) und führen dann weiter in den Tractus opticus. Von seiner Entwicklung und seinem Aufbau her ist der Sehnerv kein eigentlicher Nerv, sondern ein Teil der weißen Hirnsubstanz - er wird von den Hirnhäuten Arachnoidea und Pia mater umhüllt.

Bei Entzündungen des Nervus opticus verschlechtert sich die Sehkraft. Eine Optikusatrophie ist eine Degeneration der Fasern des Sehnervs durch Druck, den zum Beispiel ein Tumor verursachen kann.

Nervus oculomotorius (3. Hirnnerv)

Der Nervus oculomotorius ist ein motorischer und parasympathischer Nerv, der für die Steuerung der meisten Augenmuskeln und die Pupillenreaktion verantwortlich ist. Er hat seine Wurzelzellen im Mittelhirn nahe der Mittellinie. Vor der Brücke tritt er aus einer Grube zum Türkensattel, an dem er seitlich durch die Wand des Sinus cavernosus (ein erweiterter Venenraum in der harten Hirnhaut), in dem die Venen der Augenhöhle liegen, tritt. Durch die obere Augenhöhlenspalte (Fissura orbitalis superior) gelangt er schließlich aus der Schädel- in die Augenhöhle.

Der Nervus oculomotorius versorgt mit seinem oberen Ast den Muskel, der das Oberlid hebt und den Muskel, der den Augapfel nach oben wendet und ihn dabei leicht nach innen zieht. Mit seinem unteren Ast versorgt der Nervus oculomotorius den Muskel, der an der inneren Seite des Auges ansetzt und für die Einwärtsbewegung des Augapfels notwendig ist. Weitere Augenmuskeln, die vom Nervus oculomotorius versorgt werden, sind zuständig für das Senken des Augapfels und den Zug nach innen und für die Drehung des Augapfels nach außen und oben, womit der Blick nach oben gerichtet werden kann.

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Die parasympathischen Fasern des Nervus oculomotorius verlaufen durch die Radix oculomotoria zum Ganglion ciliare, wo sie umgeschaltet werden und dann weiter zum Corpus ciliare, wo sie den Muskel versorgen, der für die Akkommodation (Anpassung des Auges an Nah- oder Fernsicht) verantwortlich ist und den, der die Pupille verengt.

Nervus trochlearis (4. Hirnnerv)

Der Nervus trochlearis ist ein rein motorischer Nerv, der den Musculus obliquus superior, einen der äußeren Augenmuskeln, innerviert. Er ist der dünnste Hirnnerv und hat seinen Ursprung im Mittelhirn. Er zieht zur Brücke und durch den Sinus cavernosus. Letztlich gelangt er durch die obere Augenhöhlenspalte zu dem Muskel, den er versorgt. Der Nervus trochlearis versorgt den Augenmuskel, mit dem die Drehung des Augapfels nach unten innen möglich wird und der Blick nach unten gesenkt werden kann.

Nervus trigeminus (5. Hirnnerv)

Der Nervus trigeminus (Drillingsnerv) ist der größte Hirnnerv und hat sowohl sensible als auch motorische Funktionen. Er beginnt mit seinen sensiblen Wurzelzellen in der mittleren Schädelgrube, seitlich von der Brücke. Nahe der Felsenbeinpyramide geht der Nerv durch die Dura mater, wo er das Ganglion trigeminale bildet. Hier beginnt fächerförmig die Dreiteilung des Nervus trigeminus:

  • Nervus ophthalmicus (Augenhöhlennerv)
  • Nervus maxillaris (Oberkiefernerv)
  • Nervus mandibularis (Unterkiefernerv)

Der Nervus trigeminus versorgt mit seinen drei Ästen und den von diesen abgehenden zahlreichen Nebenästen das Gesicht, die Schleimhaut von Mund und Nase, die Zähne und die Dura mater. Mit seinem kleineren motorischen Bereich versorgt er die Kaumuskulatur und den Mundöffner.

Trigeminusneuralgie ist eine chronische Schmerzerkrankung, die den Trigeminusnerv betrifft. Sie kann auf eine Kompression der A. cerebellaris superior, Tumore, Aneurysmen oder Infarkte zurückzuführen sein. Herpes Zoster (Gürtelrose) kann ebenfalls den Trigeminusnerv befallen.

Nervus abducens (6. Hirnnerv)

Der Nervus abducens ist ein rein motorischer Nerv, der den Musculus rectus lateralis, einen der äußeren Augenmuskeln, innerviert. Er hat seinen Ursprung im Fazialishügel der Rautengrube. Er tritt zwischen Medulla oblongata und der Brücke aus dem Gehirn aus, durchbricht die Dura mater und zieht dann in die Augenhöhle. Der Nervus abducens versorgt den äußeren geraden Augenmuskel, der den Augapfel von der Mittellinie wegführt.

Nervus facialis (7. Hirnnerv)

Der Nervus facialis (Gesichtsnerv) ist ein gemischter Nerv mit motorischen, sensiblen und parasympathischen Anteilen. Er tritt am Kleinhirnbrückenwinkel aus dem Gehirn aus. Zwischen ihm und dem Nervus vestibulocochlearis (8. Hirnnerv) verläuft der Nervus intermedius, der sich im Felsenbein mit dem Nervus facialis vereint. Der Nervus facialis, der Nervus intermedius und der Nervus vestibulocochlearis (8. Hirnnerv), die zusammen als Facialisgruppe bezeichnet werden, treten gemeinsam durch den inneren Gehörgang in das Felsenbein ein.

Der Nervus facialis besteht aus drei Hauptkomponenten:

  • Sensorische Fasern leiten Geschmacksempfindungen von den vorderen zwei Dritteln der Zunge zum Gehirn.
  • Parasympathische Fasern führen zu den Unterzungen- und Unterkieferspeicheldrüsen sowie den Tränendrüsen.
  • Willkürliche motorische Fasern versorgen alle Muskeln des Gesichts.

Ein Akustikusneurinom (Schwannoma), ein gutartiger Tumor von Schwann-Zellen, kann den N. facialis (VII) betreffen.

Nervus vestibulocochlearis (8. Hirnnerv)

Der Nervus vestibulocochlearis (Hör- und Gleichgewichtsnerv) ist ein rein sensorischer Nerv, der für das Hören und den Gleichgewichtssinn verantwortlich ist. Er tritt zusammen mit dem Nervus facialis aus dem Kleinhirnbrückenwinkel aus und verläuft gemeinsam mit diesem durch den inneren Gehörgang. Der Pars vestibularis führt zu den Sinneszellen der Bogengänge und der Pars cochlearis zu den Sinneszellen des Corti-Organs im Innenohr. Der Nerv wird auch Nervus statoacusticus genannt. Er besteht er aus zwei Anteilen: Pars vestibularis (Gleichgewichtsnerv) und Pars cochlearis (Hörnerv).

Ein Akustikusneurinom betrifft am häufigsten den Nervus vestibulocochlearis (VIII). Die Erkrankung zeigt sich oft mit Hörverlust und Tinnitus.

Nervus glossopharyngeus (9. Hirnnerv)

Der Nervus glossopharyngeus (Zungen-Rachen-Nerv) ist ein gemischter Nerv mit motorischen, sensiblen, parasympathischen und sensorischen Anteilen. Er verlässt das Gehirn hinter der Oliva (eine seitlich von der Medulla oblongata liegende Vorwölbung des verlängerten Rückenmarks im Rautenhirn). Von dort zieht er durch das Foramen jugulare (eine Öffnung an der Schädelbasis zwischen Hinterhaupts- und Felsenbein) zur äußeren Schädelbasis.

Nervus vagus (10. Hirnnerv)

Der Nervus vagus („herumschweifender“ Nerv) ist der längste Hirnnerv und hat motorische, sensible, sensorische und parasympathische Anteile. Er tritt aus der Medulla oblongata aus und zieht zwischen zwei Gefäßen, der Vena jugularis und der Arteria carotis interna, nach unten in die Brusthöhle.

Der Nervus vagus versorgt mit seinen motorischen Anteilen das Gaumensegel, die Atemwege sowie die oberen Speisewege. Mit seinen sensiblen Anteilen versorgt er den äußeren Gehörgang, den Kehlkopf, die Luftröhre, den unteren Rachen, die Speiseröhre, die Lunge, den Magen, das Herz, die Leber, die Niere, die Milz und viele Gefäße. Der Dickdarm wird nur zum Teil vom Nervus vagus versorgt.

Am Nervus vagus unterscheidet man - entsprechend seinem Verlauf im Körper - einen Kopf-, Hals- Brust- und Bauchteil. Von diesen Abschnitten gehen jeweils verschiedene Äste ab, zum Beispiel der Kehlkopfnerv und die Herzäste vom Halsteil sowie mehrere Nerven für Magen, Leber, Milz, Nieren und Darm vom Bauchteil.

Nervus accessorius (11. Hirnnerv)

Der Nervus accessorius (Hals- oder Beinerv) ist ein rein motorischer Nerv, der den Musculus sternocleidomastoideus (Kopfnicker-Muskel) und den Musculus trapezius (Trapezmuskel) innerviert. Er entspringt aus dem Halsmark mit sechs bis sieben Spinalwurzeln (Radices spinales), die sich im Wirbelkanal vereinigen. Durch das große Hinterhauptsloch tritt er in den Schädel ein und vereint sich mit Ästen des Nervus vagus, mit dem zusammen er durch das Drosselloch in der hinteren Schädelgrube wieder austritt. Danach teilt er sich in zwei Äste, die den Kopfnicker- und den Trapezmuskel versorgen.

Nervus hypoglossus (12. Hirnnerv)

Der Nervus hypoglossus (Zungennerv) ist ein rein motorischer Nerv, der die gesamte Zungenmuskulatur innerviert. Die motorischen Fasern des Nervus hypoglossus beginnen mit zehn bis 15 Wurzelfäden in der Medulla oblongata. Diese werden dann zu zwei Bündeln gesammelt, die durch die Dura mater gehen und im sogenannten Canalis hypoglossi aus dem Schädel austreten. Der Nervus hypoglossus entspringt von allen 12 Hirnnerven am weitesten unten am Gehirn.

Blutversorgung des Kopfes

Der Kopf benötigt eine ständige und zuverlässige Blutversorgung. Ein komplexes Netzwerk aus Arterien und Venen sorgt dafür, dass unser Gehirn und unsere Sinnesorgane mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden. Die wichtigsten Blutbahnen, die unseren Kopf versorgen, sind die Halsschlagadern (Arteriae carotides). Diese verzweigen sich in ein feines Netz kleinerer Arterien, die alle Bereiche des Kopfes erreichen. Ähnlich einem Bewässerungssystem versorgen sie das Gewebe mit Sauerstoff und lebenswichtigen Nährstoffen. Die Arteria carotis externa ist eine der Hauptarterien im Kopfbereich. Sie hat mehrere wichtige Abzweigungen, darunter die Arteria lingualis, die Arteria facialis und die Arteria maxillaris.

Ein wichtiger Bestandteil des arteriellen Systems ist der Circulus arteriosus Willisii. Dieser ringförmige Arterienverbund an der Basis des Gehirns dient als eine Art Sicherheitsmechanismus. Falls eine der zuführenden Arterien blockiert ist, kann der Blutfluss über diesen Ring umgeleitet werden.

Das sauerstoffarme Blut wird über die Venen aus dem Kopf abtransportiert. Die wichtigsten Venen im Kopf sind die Jugularvenen und die Sinus durae matris, venöse Blutleiter in der harten Hirnhaut.

Klinische Bedeutung der Kopfanatomie

Die Anatomie des menschlichen Kopfes bildet ein essentielles Fundament in der medizinischen Praxis. Von der Notfallmedizin bis zur Neurochirurgie sind präzise anatomische Kenntnisse für Diagnose, Behandlung und Therapie unerlässlich.

In der Chirurgie, besonders bei Operationen am Kopf, ist die Kenntnis der Anatomie des menschlichen Kopfes essenziell. Bei Schädel-Hirn-Traumata erfordert die Situation schnelles und präzises Handeln, um lebensbedrohliche Blutungen zu stillen und geschädigtes Gewebe zu versorgen. Auch bei rekonstruktiven Eingriffen nach Unfällen oder Tumorentfernungen ist ein tiefes Verständnis der anatomischen Strukturen entscheidend für den Operationserfolg.

Neurologen nutzen ihr Wissen über die Anatomie des menschlichen Kopfes, um neurologische Erkrankungen zu diagnostizieren und zu behandeln. Anhand von anatomischen Landmarken können sie Schädigungen im Nervensystem, sogenannte Läsionen, lokalisieren. So lassen sich beispielsweise Sprachstörungen oder Lähmungen einem bestimmten Hirnareal zuordnen.

In der Radiologie spielt die Anatomie des menschlichen Kopfes ebenfalls eine entscheidende Rolle. Radiologen interpretieren bildgebende Verfahren wie Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) und suchen nach Auffälligkeiten wie Tumoren, Blutungen oder Entzündungen. Die präzise Beschreibung und Lokalisation dieser Auffälligkeiten erfordert detailliertes anatomisches Wissen.

Bei komplexen Erkrankungen im Kopf-Hals-Bereich arbeiten verschiedene Fachrichtungen zusammen, zum Beispiel Hals-Nasen-Ohren-Ärzte, Neurochirurgen und Radiologen. Die Anatomie des menschlichen Kopfes dient als gemeinsame Sprache und Basis für die interdisziplinäre Kommunikation.

Die Behandlung der Trigeminusneuralgie, einer schmerzhaften Erkrankung des Gesichtsnervs, verdeutlicht die praktische Anwendung der Kopfanatomie. Die präzise Kenntnis des Nervenverlaufs ermöglicht Neurochirurgen gezielte Eingriffe zur Schmerzlinderung.

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