Die Frage nach dem Absterben von Nerven und dessen spiritueller Bedeutung ist vielschichtig. Um dieses Thema umfassend zu beleuchten, ist es wichtig, sowohl die medizinischen als auch die spirituellen Aspekte zu berücksichtigen.
Negative Emotionen und ihre Auswirkungen
Negative Emotionen wie Wut, Hass, Ärger und Aggression sind seit Anbeginn der Menschheit präsent. Sie entstehen im limbischen System, einem evolutionär alten Bereich unseres Gehirns. Die Amygdala, eine Ansammlung von Nervenzellkörpern in Schläfenhöhe, spielt dabei eine zentrale Rolle. Sie ist mit der Großhirnrinde verbunden und für eine breite Palette von Emotionen verantwortlich. Insbesondere gilt sie als Schaltzentrale für Angst und Wut und verarbeitet in diesem Kontext Reizinformationen von Augen und Ohren.
Wenn die Amygdala aktiviert wird, setzt sie die hemmende Großhirnrinde außer Kraft und sendet über den Hypothalamus Warnsignale an den gesamten Körper. Obwohl der Hypothalamus auch Warnsignale an die Großhirnrinde zurücksendet, geschieht dies langsamer als die Reaktion des limbischen Systems. Dies führt zu unkontrollierter Wut, bevor wir wieder mehr Kontrolle erlangen.
Wut manifestiert sich auch in unserer Mimik: Augenbrauen ziehen sich zusammen, Augen kneifen, der Unterkiefer schiebt sich vor und wir zeigen unsere Zähne. Studien zeigen, dass wir ärgerliche Gesichter schneller wahrnehmen als freundliche - ein Warnsignal unseres Körpers.
Wut entsteht im Laufe des Lebenszyklus auf verschiedene Weise. Bei Kindern ist die Trotzphase wichtig für die Entwicklung der Persönlichkeit, während Erwachsene durch Ungerechtigkeit, Respektlosigkeit, Angriffe auf die Persönlichkeit, Ausnutzung, Enttäuschung, unangemessene Kritik, Verletzung des Selbstwertgefühls oder Überforderung und Belästigungen ausgelöst werden können. In Kombination mit Rachegedanken kann Wut in Aggression münden, einer permanenten Impulsivität.
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Demenz: Abbau von Nervenzellen und Persönlichkeitsveränderungen
Mit zunehmendem Alter lässt die geistige Leistungsfähigkeit nach. Nicht jeder ältere Mensch erkrankt jedoch an Demenz. Von Demenz spricht man, wenn der Gedächtnisverlust so stark ist, dass er das alltägliche Leben beeinträchtigt. Neben dem Abbau der Gehirnfunktionen können auch Persönlichkeitsveränderungen und plötzliche Gemütsschwankungen auftreten.
Es gibt über 50 Demenzformen mit unterschiedlichen Ursachen, wobei die Alzheimer-Demenz die häufigste ist. In den meisten Fällen wird die Hirnleistungsstörung durch Krankheiten des Gehirns verursacht, bei denen Nervenzellen (Neuronen) allmählich verloren gehen. Sind solche hirnorganischen Ursachen der Grund, spricht man von primärer Demenz. Eine sekundäre Demenz liegt vor, wenn die Demenz Folge einer anderen Grunderkrankung ist.
Eine primäre Demenz ist bisher nicht heilbar, während eine sekundäre Demenz teilweise geheilt werden kann, wenn die Grunderkrankung rechtzeitig behandelt wird. Medikamente und nicht-medikamentöse Maßnahmen können helfen, die Symptome zu lindern und das Fortschreiten der Erkrankung zu bremsen.
Eine Demenz verändert nicht nur den Patienten, sondern kann auch für die Angehörigen sehr belastend sein, insbesondere wenn der Erkrankte Veränderungen im Erleben und Verhalten zeigt und vertrauten Personen gegenüber abweisend und aggressiv reagiert. Daher ist es wichtig, die Familie in die Therapie einzubeziehen und umfassend über das Krankheitsbild und dessen Auswirkungen zu informieren. Pflegende Angehörige sollten sich rechtzeitig Hilfe und Unterstützung holen.
Diagnostik und Symptome verschiedener Demenzformen
Es gibt verschiedene Demenzformen mit unterschiedlichen Ursachen und Symptomen. Betroffene sollten einen Arzt aufsuchen, wenn sie zunehmend vergesslich werden oder sich ihre Denkleistung stark verringert. Eine frühzeitige Diagnose dient dazu, andere Ursachen auszuschließen und ist entscheidend für den Behandlungserfolg.
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Häufige Demenzformen und ihre Merkmale:
- Alzheimer-Demenz: Die häufigste Ursache aller Demenzen (ca. 60%). Es kommt zu Veränderungen im Großhirn und einem Verlust an Hirngewebe. Im Anfangsstadium funktioniert die Kommunikation zwischen den Nervenzellen nicht mehr richtig, später sterben ganze Nervenzellen ab.
- Vaskuläre Demenz: Betrifft etwa 10-15% aller Demenzen. Ursache sind Durchblutungsstörungen im Gehirn und eine damit verbundene Schädigung der Gefäße. Gefährdet sind Menschen mit Arteriosklerose, Bluthochdruck, Schlaganfall und Diabetes mellitus.
- Lewy-Körperchen-Demenz: Neben den Alzheimer-Plaques und Neurofibrillen sind weitere Eiweißablagerungen, sogenannte Lewy-Körperchen, in den Nervenzellen der Großhirnrinde nachweisbar. Halluzinationen und Parkinson-Symptome können auftreten.
- Fronto-temporale Demenz: Betrifft eher jüngere Patienten (um das 50. Lebensjahr). Ursache ist eine Schrumpfung des Stirnlappens beziehungsweise der Schläfenlappen. Im Vordergrund stehen Wesensänderungen und eine Störung der Verarbeitung von Emotionen.
Weitere Ursachen für Demenz sind neurologische Erkrankungen, Stoffwechselerkrankungen, Schilddrüsenunterfunktion, Hirntumore, entzündliche Erkrankungen des Nervensystems, Infektionen des Gehirns oder Schädel-Hirn-Verletzungen. Auch Vergiftungen und Vitaminmangelzustände können in seltenen Fällen eine Demenz auslösen.
Behandlung von Demenz
Demenzerkrankungen sind derzeit noch nicht heilbar. Die Behandlung konzentriert sich darauf, die Lebensqualität der Patienten und ihrer Angehörigen zu verbessern. Medikamentöse und nicht-medikamentöse Therapien gelten als gleichwertige Behandlungsmaßnahmen.
- Medikamente: Zur Linderung von Begleitsymptomen wie Unruhe, Halluzinationen, Depressivität oder Schlafstörungen können Antidepressiva und Antipsychotika eingesetzt werden.
- Nicht-medikamentöse Maßnahmen: Psychosoziale Interventionen, Psychotherapie, alltagsnahe kognitive Stimulation, Ergotherapie und gezielte körperliche Aktivitäten können die Lebensqualität, Fähigkeiten und positive Gefühle der Demenzkranken fördern und gleichzeitig die Pflegenden entlasten. Angehörigentrainings sind ebenfalls sinnvoll, um Belastungsfolgen zu vermeiden.
Einäscherung: Spirituelle Aspekte und kulturelle Unterschiede
Die Einäscherung, auch Kremation genannt, ist ein Thema, das viele Menschen emotional berührt. Dabei wird der Körper des Verstorbenen in einem Krematoriumsofen bei 800°C bis 1.200°C verbrannt, bis nur noch Knochenasche übrig bleibt. Um die Einäscherung ranken sich viele Mythen und Vorstellungen, die oft auf kulturellen und religiösen Überlieferungen basieren.
Angst vor der Einäscherung und Mythen
Manche Menschen glauben, dass der Verstorbene während der Verbrennung leidet oder dass die Seele keine Ruhe findet, wenn der Körper verbrannt wird. Ein verbreiteter Mythos ist, dass der Verstorbene die Einäscherung bewusst miterlebt und starke Schmerzen empfindet. Diese Vorstellung beruht auf dem Gedanken, dass das Schmerzempfinden auch nach dem Tod weiter besteht. Ein weiterer Mythos besagt, dass die Einäscherung die Seele des Verstorbenen schädigt oder daran hindert, den nächsten spirituellen Zustand zu erreichen.
Vereinbarkeit mit Religion
In verschiedenen Kulturen und Religionen gibt es unterschiedliche Ansichten zur Einäscherung. Manche glauben, dass die Seele nach dem Tod weiter existiert und die Einäscherung keine Auswirkungen auf ihren spirituellen Weg hat. Andere wiederum sehen die Einäscherung als eine respektlose Handlung gegenüber dem Verstorbenen und lehnen sie aus religiösen Gründen ab. Teilweise wird die Vernichtung des Körpers durch die Verbrennung auch als eine Befreiung der Seele für ihren weiteren Weg angesehen.
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- Christentum: Die Einäscherung wird heute meist akzeptiert, obwohl sie in der Vergangenheit von der katholischen Kirche abgelehnt wurde. Grund ist der Glaube an die leibliche Auferstehung, die im Falle der Kremierung nicht mehr symbolisiert werden kann.
- Hinduismus: Die Einäscherung ist eine gängige Bestattungspraxis, da sie als eine Möglichkeit betrachtet wird, die Seele von den Fesseln des Körpers zu befreien und den Weg zur Wiedergeburt zu ebnen.
- Buddhismus: Die Einäscherung ist ebenfalls beliebt, wobei der Fokus darauf liegt, dass der Verstorbene von irdischen Bindungen befreit wird und auf dem Weg zur Erleuchtung voranschreitet.
- Judentum: Im orthodoxen Judentum wird die Einäscherung kategorisch abgelehnt, während sie bei der Reformbewegung akzeptiert wird.
- Islam: Die Einäscherung wird als »haram«, unrein, angesehen. Der menschliche Körper soll im Leben wie im Tod größten Respekt erfahren, eine Verbrennung ist also auch nach dem Tod gleichzusetzen mit einer Verstümmelung.
Einäscherung in verschiedenen Kulturen
Die Verbrennung hat in vielen Kulturen eine lange Geschichte. Erd- und Feuerbestattung wurden je nach Region und Religion seit der Frühgeschichte praktiziert.
- Europa: Die Urnenfelderkultur (ca. 1300 v. Chr.) praktizierte die Verbrennung auf einem Scheiterhaufen, die Asche und Knochenreste wurden anschließend in einer Urne vergraben. Auch die alten Römer kannten die Feuerbestattung aus Platzersparnis-Gründen.
- Asien: In Indien ist die Einäscherung ein fester Bestandteil der hinduistischen Bestattungsriten. Bali ist berühmt für seine lauten und bunten Abschiedszeremonien, die als Massenkremationen organisiert werden. In Japan ist die Einäscherung nach buddhistischer Tradition die dominierende Bestattungsform.
Was sagt die Wissenschaft zur Seele und der Einäscherung?
Die Frage, ob die Seele während der Einäscherung präsent ist und was mit ihr geschieht, ist eine Frage, die die Wissenschaft nicht eindeutig beantworten kann. Die Natur der Seele ist ein tiefgründiges und kontroverses Thema, das oft von philosophischen und religiösen Überlegungen geprägt ist. Einige Wissenschaftler argumentieren, dass die Seele ein Konzept ist, das sich nicht wissenschaftlich erfassen oder messen lässt, da es außerhalb des Bereichs der beobachtbaren Phänomene liegt.
Empfindungen und Wahrnehmungen eines Verstorbenen während der Kremation
Es gibt keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass ein Verstorbener während der Einäscherung noch Empfindungen oder Wahrnehmungen hat. Der Tod markiert das Ende sämtlicher körperlicher und geistiger Funktionen. Der Verstorbene ist nicht mehr in der Lage, etwas zu fühlen, zu denken oder wahrzunehmen, da sein Gehirn über keinerlei Energie zur Verarbeitung von Sinneseindrücken mehr verfügt.
Bedeutung und Auswirkungen für die Angehörigen
Die Frage, ob ein Verstorbener während der Einäscherung noch etwas spürt, kann für die Angehörigen eine große Rolle spielen. Viele Menschen möchten sicherstellen, dass der Abschied von ihrem geliebten Menschen in Würde und Respekt erfolgt. Es ist wichtig, dass die Einäscherung mit Pietät und Respekt durchgeführt wird, um den Angehörigen Trost und Frieden zu geben.
Reerdigung: Eine sanfte Alternative zur Kremation
Die Reerdigung ist eine naturverbundene Alternative zur Einäscherung. Sie bietet die Möglichkeit, den Verstorbenen auf eine behutsame Weise zu bestatten, die im Einklang mit der Natur steht. Anders als bei der Einäscherung wird der Körper nicht energieintensiv verbrannt, sondern mit einem natürlichen Transformationsprozess in den Kreislauf der Natur zurückgeführt. Mikroorganismen verwandeln die organische Materie vollständig in fruchtbare Erde um.
Psychosomatische Aspekte: Wenn die Seele den Körper beeinflusst
Psychosomatik befasst sich mit dem Zusammenspiel von Körper, Psyche und Krankheit. Stress, Trauer oder ungelöste Konflikte können sich körperlich äußern und zu Schwindel, Schmerzen, Herzrasen oder Verdauungsstörungen führen. Körperliche Symptome und psychische Belastungen bedingen und verstärken sich gegenseitig.
Häufige Beschwerden durch seelische Belastungen
- Magen-Darm-Beschwerden
- Rückenschmerzen
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Herzrasen
Diagnostik und Therapie
Die Diagnostik erfordert viel Erfahrung und Einfühlungsvermögen. Experten betrachten die körperlichen Vorbefunde und führen eine psychologische Diagnostik durch. Leichte psychosomatische Symptome verschwinden oft von allein. Normale Alltagsaktivität, Sport, Hobbys und soziale Kontakte wirken entgegen. Gegebenenfalls können Medikamente, Entspannungsverfahren und psychotherapeutische Unterstützung helfen.
Eine Psychotherapie kann helfen, die Auslöser der Symptome sowie beteiligte Konflikte aufzuarbeiten und Wege zu entwickeln, sie zu bewältigen. Entspannungsübungen wie Autogenes Training oder die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson können unterstützen. Biofeedback kann helfen, unbewusste Funktionen des Körpers gezielt zu beeinflussen.
Prävention
Stress sollte rechtzeitig abgebaut werden. Die Prävention kann auch die sogenannte Katastrophisierung verhindern. Erwarten die Betroffenen die Symptome, kann genau das diese verstärken.
Das "Messie"-Syndrom: Wenn das Chaos die Seele spiegelt
Das "Messie"-Syndrom ist gekennzeichnet durch das Anhäufen von Dingen und Desorganisation. Das äußere Chaos ist meist Ausdruck einer psychischen Erkrankung. Die Betroffenen leiden darunter, dass ihre Gedanken immer wieder um die Bewältigung der einfachsten täglich anfallenden Arbeiten kreisen, und sie erleben oft eine Hoffnungslosigkeit, dieses Problem jemals in den Griff zu bekommen.
Ursachen und Krankheitsbilder
Die Ursachen des Messie-Syndroms liegen in der Diskrepanz zwischen äußerer und innerer Welt der Betroffenen. Psychoanalytiker sprechen von einer narzisstischen Störung oder einer oralen Schädigung: Die Betroffenen versuchen unbewusst, die Löcher in der Seele mit Äußerlichkeiten zu stopfen. Frühkindliche traumatische Verlusterlebnisse, Bindungsstörungen und kritische Lebensereignisse können eine Einschränkung des emotionalen Erlebens hervorrufen.
Das Messie-Syndrom kann mit verschiedenen Krankheitsbildern einhergehen:
- Zwangsstörung: Das Sammeln von Objekten, die nur einen subjektiven Wert haben, kann Ausdruck einer Zwangsstörung sein.
- Sucht: Die Suchtkranken haben einen ausgeprägten Kontrollverlust. Ihr Sammeln ist unstrukturiert, chaotisch, ohne System und kann bis zur Vermüllung gehen.
- Depression: Der Mangel an Zuwendung und auch die eigene Gefühlsarmut verlangen nach einem Ausgleich. Die materiell greifbaren Objekte treten an die Stelle sozialer Nähe und steigern kurzfristig das Selbstwertgefühl.
- Altersverwahrlosung: Die Verwahrlosung und „Vermüllung“ im Alter ist häufig Ausdruck altersbedingter Krankheiten oder sozialer Isolation.
- Psychosen: Ein Patient kann sich beispielsweise - vereinnahmt von Wahnvorstellungen - in seiner zugemüllten Wohnung gegen den Rest der Welt abschotten.
- ADHS: Wissenschaftler gehen inzwischen häufig davon aus, dass auch das Messie-Syndrom bei Erwachsenen auf eine Stoffwechselstörung zurückgeführt werden kann.
Therapie
Der erste Schritt zur Überwindung des äußeren Chaos ist die Einsicht, etwas ändern zu wollen. Hilfreich ist ein integrativer Beratungs- und/oder Psychotherapieansatz, der sowohl Elemente der Verhaltenstherapie wie auch der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie miteinbezieht. Vor allem, wenn Depression, Sucht, Zwang oder eine Psychose vorliegen, sollte der Betroffene psychotherapeutisch/psychiatrisch behandelt werden.
Der "Tod durch Vorstellungskraft": Psychogenes Sterben
Der Zürcher Psychotherapeut und Physiker Gary Bruno Schmid hat über das Phänomen des psychogenen Sterbens, über den "Tod durch Vorstellungskraft", ein Buch veröffentlicht. Er sammelt Fälle von Menschen, die ohne erkennbare körperliche Ursache sterben.
Die Macht der Seele über das Leben
Für zehn Prozent aller Todesfälle finden Pathologen keine Erklärung. Selbst Sektionen ergeben keinen Todesgrund. Ein Tod aus der Seele scheint wahrscheinlich. Freud nannte das "Sich sterben lassen".
Eine Studie ergab, dass unter Witwern, die älter als 54 Jahre waren, in den ersten sechs Monaten nach dem Tod der Ehefrau die Sterblichkeit um 40 Prozent höher war als in der Normalbevölkerung desselben Alters.
Voodoo und Verwünschungen
Anthropologen und Ethnologen wissen, dass gesunde Menschen sterben, wenn sie nur fest daran glauben, ihr Tod sei nahe - etwa weil sie gegen ein Tabu verstoßen haben. Der Völkerkundler N.S.Yawger berichtete von Südseeinseln, auf denen gesunde Eingeborene innerhalb weniger Wochen sterben, wenn ihnen gesagt wird, dass ein Voodoo-Priester von ihnen ein Bildnis geformt und mit einem spitzen Zweig durchbohrt hat.
Biochemisches Feuerwerk
Vermutlich ist es ein biochemisches Feuerwerk, welches das Dahinscheiden einleitet. Starke innere Bilder stimulieren physiologische Prozesse, die dann den Körper sterben lassen. Seelische Veränderungen können die Zellen des Nerven- und Immunsystems dazu anregen, ihre hochwirksamen Botenstoffe auszuschütten. Beim psychogenen Tod scheinen diese den Organismus so stark durcheinander zu bringen, dass er ablebt.
Verlust als Auslöser
Eine Gemeinsamkeit all dieser mysteriösen Todesfälle ist Verlust - von Menschen, von Bindungen, von Heimat, Arbeit oder auch von Werten. Der psychogene Tod tritt ein, wenn man sich von allen schützenden Mächten verlassen fühlt.
Neuralgie: Wenn die Nerven schmerzen
Bei der Neuralgie ist das stetige harmonische Fließen in den Nervenbahnen unterbrochen, oft ist sogar eine Schädigung der Nervenfasern vorhanden. Es gibt innere Anteile (meist Angstanteile), welche die Nerven so sehr belastet, dass diese schmerzen und sogar geschädigt sein können.
Ursachen und spirituelle Bedeutung
- Gesichtsneuralgie (Trigeminusneuralgie): Man legt sein Gesicht "auf Eis", um Emotionen zu verbergen.
- Neuralgie im Bein oder Fuß: Ein nerviges Thema tritt bei Gedanken an die eigene Zukunft auf.
- Neuralgie im Hand- oder Armbereich: Ein Thema im Zusammentreffen mit anderen Menschen raubt den letzten Nerv.
- Intercostalneuralgie (Brustkorb): Ängste erdrücken und lassen das Leben zu einem unauffälligen Brei werden.
Spirituelle Krise: Der Weg durch die Dunkelheit
Eine spirituelle Krise verläuft selten linear. Es lassen sich jedoch bestimmte Phasen erkennen:
- Bruch: Ein Lebensentwurf, ein Glaubenssystem, ein Selbstbild zerfällt.
- Leere: Du spürst keine Verbindung, keine Freude, keine Gewissheit.
- Wendepunkt: Du hörst auf, gegen das Dunkle anzukämpfen. Schmerz verwandelt sich in Präsenz.
- Erwachen: Die Sinne sind klarer, das Herz stiller, der Geist ruhiger.
- Verkörperung: Es geht nicht mehr darum, „erleuchtet zu sein“, sondern menschlich und präsent.
Sulfur und Sepia: Homöopathische Betrachtung von Persönlichkeitsstrukturen
In der Homöopathie werden Persönlichkeitsstrukturen und deren Auswirkungen auf den Körper betrachtet. Sulfur und Sepia sind zwei bekannte Mittel, die bestimmte Charakteristika aufzeigen.
Sulfur: Egoismus und innere Unsicherheit
Ein grundlegendes Merkmal von Sulfur ist seine Ich-Bezogenheit und sein Egoismus. Sulfur-Menschen leben „ihre Beziehungen durch Machtkampf und finden Stärke in der Distanz”. Sie bauen einen Wall auf, der sich durch Unabhängigkeit, Mut und Stärke zeigt. Sie reagieren heftig auf Infragestellung und Kritik. Körperlich ist Sulfur ein Mittel für diverse Hautstörungen.
Sepia: Verleugnung des wahren Wesens und emotionale Gleichgültigkeit
Wenn Sepia ihr wahres Wesen erst einmal lange genug verleugnet hat, beginnt sie, ihren Mut zu verlieren. Sie verleugnet ihre Gefühle und findet ein Zuhause in der Sphäre des Intellekts. Sie ist ungesellig und wirkt eher abwehrend. Die Ursache liegt in der mangelnden Anerkennung ihrer Rolle als Hausfrau und ihres großen Engagements. Sepia wird auch als das „weibliche Nux vomica” angesehen.
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