In unserer schnelllebigen und anspruchsvollen Welt ist es von entscheidender Bedeutung, über starke Nerven und ausreichend Energie zu verfügen. Viele Menschen fühlen sich regelmäßig gestresst, was sich negativ auf ihre Lebensqualität auswirken kann. Dieser Artikel beleuchtet, wie Sie Ihre Nerven stärken und Ihr Energieniveau steigern können, um den Herausforderungen des Alltags besser gewachsen zu sein.
Was bedeutet Nervenstärke?
Jemand, der starke Nerven hat, lässt sich nicht so leicht aus der Fassung bringen und reagiert auch in stressigen oder unvorhergesehenen Situationen ruhig und besonnen. Dies ist eine Eigenschaft, die viele Menschen gerne hätten. Umgekehrt bedeutet "Meine Nerven liegen blank", dass eine Situation uns zu sehr unter Druck setzt. Es ist wichtig zu verstehen, dass sowohl starke als auch schwache Nerven keine medizinische Diagnose darstellen, sondern eher beschreiben, wie gut jemand mit anstrengenden Ereignissen oder Lebensphasen umgehen kann.
Ursachen für schwache Nerven
Schwache Nerven können verschiedene Ursachen haben. Manche Menschen sind nur vorübergehend dünnhäutiger, etwa in Zeiten besonderer Belastung wie vor Prüfungen, nach Trennungen oder dem Verlust einer geliebten Person. Persönliche Sorgen, fordernde Aufgaben und schulische oder berufliche Herausforderungen können ebenfalls eine Rolle spielen. Oftmals haben Betroffene hohe Erwartungen an sich selbst oder spüren starken Druck von außen, was die Problematik noch verschärft.
Wenn Nervosität und Gereiztheit auch in objektiv guten Zeiten ein ständiger Begleiter sind, liegen die Ursachen meist tiefer. Mangelnde soziale Unterstützung, fehlendes Vertrauen in sich und andere sowie eine negative Grundeinstellung können ebenfalls zu schwachen Nerven beitragen.
Symptome schwacher Nerven
Werden unsere Sinne überlastet, weil ihnen stets neue, anstrengende Eindrücke vermittelt werden und das Gehirn ständig andere Situationen handhaben muss, kann dies zu Dauerstress für Körper und Psyche führen. Betroffene neigen dazu, schnell zu weinen oder aggressiv zu werden. Sie geraten leicht aus der Fassung und werden von einem andauernden Gefühl der Überforderung begleitet.
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Weitere Symptome schwacher Nerven können sein:
- Kraftlosigkeit
- Innere Unruhe
- Erhöhter Blutdruck
- Nacken-, Kopf- und Kieferschmerzen
- Geschwächtes Immunsystem (häufigere Erkältungen)
Sollten die Auswirkungen deines schwachen Nervenkostüms Ausmaße annehmen, in welchen du gesundheitliche Probleme verspürst oder die deinen Alltag belasten, wende dich vertrauensvoll an deinen Hausarzt. Da viele dieser Beschwerden auch andere Ursachen haben können, muss er eine Erkrankung ausschließen.
10 Tipps für starke Nerven im Alltag
- Regelmäßige Bewegung: Körperliche Aktivität wirkt sich positiv auf das Nervensystem und das allgemeine Wohlbefinden aus. Sportarten wie Yoga oder Pilates haben eine besonders entspannende Wirkung. Wer dabei noch an der frischen Luft ist, der tut sich gleich doppelt gut.
- Meditation: Um schwachen Nerven vorzubeugen, empfiehlt es sich, regelmäßig zu meditieren.
- Ausreichend Schlaf: Zu wenig Schlaf führt dazu, dass unser Körper weniger stressresistent ist. Wir sind leichter reizbar und können uns schlechter konzentrieren.
- Atemübungen: Kurze Atemübungen sind ein bewährtes Mittel gegen Stress und lassen sich ganz einfach in den Alltag integrieren. Versuchen Sie für zwei Minuten ganz gezielt tief in den Bauch hinein zu atmen.
- Eigene Stärken bewusst machen: Unsicherheit, Ängste und kreisende Gedanken strapazieren unsere Nerven. Umso wichtiger ist es, sich immer wieder auch seine Stärken und seine eigenen Ressourcen bewusst zu machen.
- Effiziente Energienutzung: Wer seine Nerven stark beansprucht, der sollten seine Energie möglichst effizient nutzen. Lieber fünf kleinere, anstatt drei große Mahlzeiten zu sich nehmen.
- Ausreichend Flüssigkeit: Bei einem Flüssigkeitsmangel können wir uns schlechter konzentrieren und haben weniger Energie. In Zeiten, in denen starke Nerven gefragt sind, ist es deshalb besonders wichtig, ausreichend zu trinken (mindestens 1,5 Liter am Tag).
- Digitale Auszeit: Die ständige Verfügbarkeit strapaziert unsere Nerven. Legen Sie regelmäßige Pausen von Smartphone und Co. ein.
- Lachen: Beim Lachen werden Endorphine, auch Glückshormone genannt, ausgeschüttet. Unser Körper unterscheidet dabei nicht, ob es ein „richtiges“ oder ein künstliches Lachen ist.
- Handgelenke kühlen: Lassen Sie sich für zwei bis drei Minuten lauwarmes Wasser über die Handgelenke laufen.
Nervennahrung: Die richtige Ernährung für starke Nerven
Der Darm wird häufig auch „das zweite Gehirn des Menschen“ genannt. Mit Ihrer Ernährung können Sie Ihr Nervensystem stärker beeinflussen, als Sie vielleicht gedacht haben. Hier sind einige Lebensmittel, die Ihre Nerven stärken können:
- Haferflocken: Sie enthalten komplexe Kohlenhydrate, die uns langfristig mit Energie versorgen und lange satt machen. Ihr hoher Magnesiumgehalt unterstützt die Funktion der Nerven und wirkt der Freisetzung von Stresshormonen entgegen.
- Nüsse und Kerne: Sie sind reich an Vitamin B und Magnesium, welche wichtig für unsere Gehirnfunktion und unser Nervensystem sind. Walnüsse enthalten darüber hinaus viele der wertvollen Omega-3-Fettsäuren. Mandeln und Cashews sind ein guter Tryptophan-Lieferant.
- Dunkle Schokolade: Kakaopulver ist reich an Tryptophan, eine Aminosäure, die unseren Körper dabei unterstützt, das Glückshormon Serotonin zu produzieren, welches stresshemmend wirkt.
- Paprika: Paprika ist besonders reich an Vitamin C. Das leckere Gemüse enthält sogar doppelt so viel Vitamin C, wie eine Zitrone.
- Spinat: Spinat ist reich an Magnesium, sowie an Vitamin B6 und Kalium.
- Bananen: Bananen enthalten genauso wie dunkle Schokolade die Aminosäure Tryptophan, die unser Körper für die Bildung des Glückshormons Serotonin benötigt. Sie sind also eine gute Alternative zur Schokolade. In Bananen stecken weitere Nährstoffe wie Vitamin B6, Magnesium, Kalium und Phosphor.
- Avocados: Avocados sind reich an B-Vitaminen, Magnesium und Kalium.
- Hülsenfrüchte: Hülsenfrüchte wie Bohnen, Kichererbsen oder Linsen sind ergiebige Vitamin B1- und Magnesium-Lieferanten.
- Eier: Bis auf Vitamin C sind in Eiern alle wichtigen Vitamine enthalten. Das Frühstücksei ist vor allem ein guter Lieferant für Vitamin B12 sowie Vitamin D.
- Fisch: Fischarten wie Lachs und Thunfisch sind reich an Omega-3-Fettsäuren. Außerdem trägt das in Fisch enthaltene Vitamin B2 zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress und zur normalen Funktion des Nervensystems bei.
B-Vitamine: Die Nerven-Vitamine
Die B-Vitamine spielen eine zentrale Rolle für die Gesundheit unserer Nerven. Sie sind unerlässlich für die Funktion, Regeneration und das Wachstum der Nerven. Die 8 Vitamine des B‑Komplexes sind unerlässlich für die Funktion, Regeneration und das Wachstum der Nerven. Wir benötigen sie für deren Energieversorgung sowie für die unseres Gehirns und der Muskeln.
- Vitamin B1 (Thiamin): Wichtig für den Energiestoffwechsel und die Konzentration.
- Vitamin B6: Beteiligt an der Bildung der Nervenbotenstoffe Dopamin, Serotonin und Noradrenalin.
- Vitamin B12: Wichtig für die Synthese von Myelin, einer Schutzschicht um unsere Nervenzellen.
Da unser Körper die B-Vitamine nur begrenzt speichern kann, ist eine regelmäßige Zufuhr über die Nahrung wichtig. Bei erhöhtem Bedarf kann auch die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln sinnvoll sein.
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Pflanzenextrakte für Nerven und Psyche
Neben einer ausgewogenen Ernährung und einem gesunden Lebensstil können auch bestimmte Pflanzenextrakte zur Stärkung der Nerven und Psyche beitragen. Einige Beispiele sind:
- Ashwagandha: Zählt zu den am besten untersuchten Adaptogenen und wird traditionell zur Stärkung der Widerstandskraft genutzt.
- Safran: Liefert Carotinoide wie Crocin und Safranal.
- Grüner Tee: Dient als Quelle für EGCG, ein vielfach untersuchtes Polyphenol.
- Rosmarin: Enthält Rosmarinsäure, bekannt aus der Antioxidantienforschung.
- Granatapfel: Ist reich an Punicalagin, ein Gerbstoff mit Zellschutzpotenzial.
- Blaubeeren: Liefern Anthocyane, antioxidativ wirksame Pflanzenstoffe.
Weitere Tipps für mehr Gelassenheit und weniger Stress
- Nehmen Sie sich eine Auszeit: Um die Nerven zu stärken hilft es natürlich auch sich einfach mal bewusst eine Auszeit zu nehmen - ohne Rechtfertigung oder schlechtem Gewissen.
- Soziales Netzwerk pflegen: Wer ein sicheres soziales Netz hat, das ihn auch in schwierigen Lebensphasen auffängt, der kann mit diesen besser umgehen.
- Eigene Grenzen ziehen: Bürden Sie sich selbst nicht zu viel auf und sagen Sie es auch anderen, wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihnen eine Aufgabe über den Kopf wächst.
- Positive Grundeinstellung entwickeln: Es ist eine positive Grundeinstellung notwendig, um nicht nur das Problem, sondern auch mögliche Auswege daraus zu sehen.
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