Neurologische Erkrankungen, insbesondere solche, die genetisch bedingt sind, stellen eine große Herausforderung für die Medizin dar. Viele dieser Krankheiten sind bislang unheilbar, was die Notwendigkeit der Erforschung ihrer Ursachen und der Entwicklung neuer Therapieansätze unterstreicht. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den Nervenfasern und deren Interaktion mit den umgebenden Zellen.
Die Rolle der Schwann-Zellen im peripheren Nervensystem
Im peripheren Nervensystem sind die Nervenfasern von Schwann-Zellen umgeben. Diese Zellen bilden eine Stütz- und Isolationsschicht, die für die schnelle Weiterleitung elektrischer Impulse entlang der Nervenzellen unerlässlich ist. Die Schwann-Zellen legen sich in der vollen Länge um die Nervenfasern und ermöglichen so eine effiziente Signalübertragung.
Störungen der Interaktion zwischen Nerven- und Schwann-Zellen
Bei genetisch bedingten neurologischen Erkrankungen ist die Interaktion zwischen Nerven- und Schwann-Zellen oft gestört. Dies führt zu chronischen Nervenschäden, die sich in verschiedenen Symptomen äußern können. Ein Beispiel hierfür ist die Charcot-Marie-Tooth-Erkrankung (CMT), die häufigste erbliche Neuropathie.
Charcot-Marie-Tooth-Erkrankung: Ein Beispiel für eine genetisch bedingte Neuropathie
Patienten mit CMT leiden oft unter Gangschwierigkeiten und sensiblen Symptomen. Im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung können viele Betroffene auf einen Rollstuhl angewiesen sein. Bisher gibt es keine Therapie, die diese Krankheiten heilen kann.
Der Forschungsansatz von Dr. Robert Fledrich
Dr. Robert Fledrich vom Institut für Anatomie der Medizinischen Fakultät forscht an den Ursachen von genetisch bedingten neurologischen Erkrankungen. Sein Ziel ist es, die Entstehungsmechanismen dieser Krankheiten besser zu verstehen, um so die Basis für neue therapeutische Strategien zu legen. Die Forschergruppe von Dr. Fledrich wird durch das Emmy Noether-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DGF) unterstützt.
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Die These: Außer Kontrolle geratene Reparaturprozesse
Dr. Fledrich verfolgt mit seiner Forschergruppe eine bestimmte These, die die Entstehung der Krankheit erklären könnte: Im Gegensatz zum zentralen Nervensystem besitzt das periphere Nervensystem die Fähigkeit, sich zu regenerieren. Bei Menschen mit Neuropathien scheint dieser Reparatur-Prozess außer Kontrolle geraten zu sein.
Heterogene Schwann-Zellen als Indikator für gestörte Reparaturprozesse
Ein gravierender Unterschied zwischen gesunden Nervenfasern und Nervenfasern von Patienten mit Neuropathien liegt in der Beschaffenheit der Schwann-Zellen. Während gesunde Nervenfasern ein einheitliches Bild abgeben, sind die Schwann-Zellen von Erkrankten sehr heterogen. Dies deutet darauf hin, dass sich die Zellen ständig im Reparatur-Modus befinden, anstatt ihre eigentliche Funktion zu erfüllen.
Untersuchung von Mausmodellen zur Erforschung des Krankheitsverlaufs
Um den Erkrankungsverlauf besser zu verstehen, untersuchen die Forscher gesunde und kranke Schwann-Zell-Populationen in Mausmodellen für verschiedene Neuropathien. Diese Untersuchungen sollen Aufschluss darüber geben, wie die Reparaturprozesse außer Kontrolle geraten und zu chronischen Nervenschäden führen.
Leipzig als Hotspot für Stoffwechsel-Erkrankungen
Dr. Robert Fledrich ist mit seiner Emmy Noether-Forschergruppe nach Leipzig gekommen, weil die Expertise vor Ort für das Projekt einen bedeutenden Mehrwert darstellt. Neben dem Know-how, das er aus Göttingen mitbringt, verschafft Leipzig als Hotspot für Stoffwechsel-Erkrankungen seiner Forschung weiteren Auftrieb. Es gilt als eines der renommiertesten Förderprogramme für Postdoktoranden in Deutschland. Ziel des Programms ist es, besonders qualifizierten Nachwuchswissenschaftlern die Möglichkeit zu geben, durch die eigenverantwortliche Leitung einer Nachwuchsgruppe verbunden mit qualifikationsspezifischen Lehraufgaben die Voraussetzungen für eine Berufung als Hochschullehrer zu erlangen.
Polyneuropathie: Eine häufige Form der Nervenschädigung
Die Polyneuropathie ist eine häufige Nervenerkrankung, bei der mehrere Nerven des peripheren Nervensystems geschädigt sind. Sie tritt vor allem bei Menschen mit Diabetes mellitus auf, deren Blutzuckerspiegel langfristig nicht gut eingestellt und zu hoch ist. Auch bei Alkoholkranken kommt die Nervenschädigung gehäuft vor. Generell erkranken Männer doppelt so oft daran wie Frauen. Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei etwa 65 Jahren.
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Ursachen und Symptome der Polyneuropathie
Die Symptome einer Polyneuropathie hängen davon ab, welche Nerven in welchen Körperbereichen geschädigt sind. Wenn beispielsweise die motorischen Nerven der Beine von der Polyneuropathie betroffen sind, können eine Muskelschwäche oder Muskelzuckungen die Folge sein. Im Frühstadium der Nervenschädigung verspüren viele Kribbeln oder Taubheitsgefühle in den Extremitäten (z. B. Hände, Zehen). In späteren Stadien der Polyneuropathie können gravierende Funktionseinschränkungen von Muskeln oder Organen entstehen. Bei etwa 50 Prozent der Patienten treten Nervenschmerzen bei einer Polyneuropathie auf, sogenannte neuropathische Schmerzen. Der Grund dafür ist, dass wegen die Nervenschäden grundlos Schmerzsignale ans Gehirn gesendet werden. Meistens zeigen sich die Symptome der Polyneuropathie an beiden Armen, Beinen oder Füßen. Ärzte bezeichnen dies als symmetrische Polyneuropathie.
Besondere Symptome der diabetischen Polyneuropathie
Bei der Diabetischen Polyneuropathie tritt zudem oft ein brennender, stechender Schmerz in den Füßen („Burning-Feet-Syndrom“) auf. Die Symptome machen sich insbesondere bei Ruhe und während der Nacht bemerkbar. Außerdem ist durch eine stärkere Nervenschädigung die Reizweiterleitung beeinträchtigt. Betroffene nehmen dann Temperaturunterschiede und Schmerzen kaum noch oder gar nicht mehr wahr. Sie bemerken zum Beispiel kleine Wunden an den Füßen häufig nicht oder erst spät. Die Wunde kann sich infizieren und schlechter oder nicht mehr abheilen.
Behandlungsmöglichkeiten der Polyneuropathie
Was bei einer Polyneuropathie hilft, richtet sich hauptsächlich nach der Ursache der Nervenschädigung. Zudem soll die Therapie der Polyneuropathie auch die begleitenden Beschwerden lindern. Bei einer diabetischen Polyneuropathie ist eine optimale Einstellung des Blutzuckers ein wichtiges Therapieziel. Bei der Alkoholsucht steht dagegen die Alkoholabstinenz im Vordergrund, eventuell mittels einer Entzugstherapie. Bei einer Mangelernährung ist eine Ernährungsumstellung angeraten und bei einer bakteriellen Polyneuropathie eine Antibiotikatherapie.
Medikamentöse Therapie bei Polyneuropathie
Zur medikamentösen Behandlung von Polyneuropathie stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung:
- Antikonvulsiva: Präparate gegen Krampfanfälle, welche die Erregbarkeit der Nerven dämpfen.
- Antidepressiva: Wirken stimmungsaufhellend und schmerzlindernd. Sie sind eine Möglichkeit bei Nervenschmerzen, die auch die Lebensfreude trüben können.
- Alpha-Liponsäure: Medikamente mit diesem Wirkstoff sollen vor allem bei diabetischer Polyneuropathie helfen.
- Lidocain-Pflaster: Treten die Schmerzen hauptsächlich in einem bestimmten Hautbereich auf, hilft oft ein Pflaster mit dem örtlichen Betäubungsmittel Lidocain, die Beschwerden zu mildern.
Weitere Therapiemöglichkeiten
Neben der medikamentösen Therapie gibt es weitere Möglichkeiten, die Beschwerden einer Polyneuropathie zu lindern:
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- Transkutane Nervenstimulation (TENS): Stimuliert die Nerven in einem schmerzhaften Hautbereich durch elektrische Impulse.
- Physikalische Behandlung: Wechsel- und Bewegungsbäder sollen die Durchblutung verbessern und die Beschwerden mildern.
- Psychotherapie: Sie zielt auf die Schmerzwahrnehmung und Schmerzbewältigung ab.
- Physiotherapie: Hier erlernen Sie verschiedene Übungen, die einzelne Muskelgruppen stärken.
- Ergotherapie: Es gibt zahlreiche Übungen, um die Muskeln zu stärken und Nervenprobleme zu lindern.
Hausmittel und Ernährung bei Polyneuropathie
Als Hausmittel bei einer Polyneuropathie können Sie warme oder kühle Umschläge anwenden, um Ihre Beschwerden zu lindern. Außerdem ist bei einer Polyneuropathie auf eine ausreichende Versorgung mit den Vitaminen B12, B1, B3, B6, E und Folsäure achten.
Verlauf und Prognose der Polyneuropathie
Die Frage, ob eine Polyneuropathie heilbar ist, lässt sich nicht allgemein beantworten. Der Verlauf und die Prognose hängen davon ab, welche Erkrankung der Nervenschädigung zugrunde liegt, zu welchem Zeitpunkt sie festgestellt wurde (je früher die Diagnose erfolgte, desto besser ist meist die Prognose) und welches Ausmaß sie schon hat. Mit der richtigen Therapie ist aber zumindest eine Rückbildung der Polyneuropathie-Symptome möglich. In schweren Fällen, wenn aufgrund der Nervenschädigung bereits innere Organe geschwächt sind, kann die Polyneuropathie einen tödlichen Verlauf nehmen.
Mögliche Ursachen für Polyneuropathie
Die Forschung kennt mittlerweile mehr als 200 verschiedene Ursachen für Polyneuropathie. Dazu gehören:
- Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit): Bei einem schlecht eingestellten Blutzuckerspiegel befindet sich zu viel Zucker in der Blutbahn, welche die Nervenzellen angreifen und sie dauerhaft schädigen können.
- Alkoholmissbrauch: Eine langjährige Alkoholkrankheit kann die Nerven schädigen und eine Polyneuropathie verursachen.
- Krebs: Eine Polyneuropathie kann ein erstes Anzeichen für eine Krebserkrankung sein.
- Medikamente: Einige Medikamente können als Nebenwirkung eine Neuropathie verursachen.
- Vererbung: In manchen Fällen ist eine Polyneuropathie auch vererbbar.
Stress als Risikofaktor
Zwar entsteht durch Stress selbst keine Polyneuropathie, er kann aber andere Erkrankungen wie etwa eine Gürtelrose fördern und dadurch eine Nervenschädigung begünstigen.
Diagnose und Behandlung durch Spezialisten
Für die Diagnose einer Polyneuropathie ist ein ausführliches Untersuchungsgespräch zwischen Ihnen und Ihrem Arzt oder der Ärztin sehr wichtig. Es ist einige Erfahrung erforderlich für die Diagnostik und Behandlung einer Polyneuropathie. Ärzte, die sich damit beschäftigen, sind entsprechend Spezialisten für Polyneuropathie, die sich gut mit diesem Krankheitsbild auskennen.
Selbsthilfegruppen als Anlaufstelle
Der Besuch einer Selbsthilfegruppe kann bei einer Polyneuropathie hilfreich sein. Dort treffen Sie andere Menschen mit dem gleichen Krankheitsbild, denen es vielleicht ähnlich geht wie Ihnen. Sie können sich miteinander austauschen und erhalten Rat, Unterstützung und Hilfe.
Invasive Verfahren in der Therapie von Nervenschmerzen
Invasive Verfahren, insbesondere die Neuromodulation, stellen eine Option für Patienten mit neuropathischen Schmerzen dar, bei denen andere Therapieansätze versagt haben. Die Neuromodulation ist eine reversible elektrische Beeinflussung neuraler Strukturen.
Historische Entwicklung der Neuromodulation
Bereits im 1. Jahrhundert nach Christus wurde der Torpedofisch zur Therapie von Schmerzen eingesetzt. Nach der Entwicklung des ersten Herzschrittmachers wurden implantierbare Neurostimulationssysteme entwickelt. Die chronische Stimulation des Rückenmarks und des Gehirns hat sich als effektive Therapieoption bei neuropathischen Schmerzen herauskristallisiert.
Stereotaxie: Ein präzises Verfahren für Gehirnoperationen
Die Stereotaxie ist ein Verfahren, bei dem ein Rahmen am Patientenkopf befestigt wird, dessen Isozentrum die Raumkoordinaten darstellt. Mit einem Computer wird der Bilddatensatz in einen dreidimensionalen stereotaktischen Raum umgewandelt, der sich auf den Rahmen am Patientenkopf bezieht. Damit können jedem Punkt im Gehirn die Raumkoordinaten zugeordnet werden.
Läsionelle Verfahren und Neuromodulation
Seit mehr als 2000 Jahren werden läsionelle Verfahren wie Neurotomien und Amputationen zur Schmerztherapie durchgeführt. Seit knapp 60 Jahren steht die Neuromodulation zur Verfügung. Diese chirurgischen Verfahren können in periphere und zentrale Eingriffe unterteilt werden. Eingriffe im und am Gehirn sind nur speziell dafür ausgebildeten Neurochirurg*innen vorbehalten.
Liquorzirkulationsstörungen und Hydrozephalus
Liquorzirkulationsstörungen oder ein erhöhter Hirndruck können Kopfschmerzen verursachen. In einer akuten Situation wird eine externe Ventrikeldrainage angelegt. Im chronischen Zustand wird ein ventrikuloperitonealer oder ventrikuloatrialer Shunt angelegt.
Occipitalisneuralgie und Trigeminusneuralgie
Die Occipitalisneuralgie ist eine Form von Kopfschmerzen im oberen Nacken und im Hinterkopfbereich. Die Trigeminusneuralgie hat einschießende, blitzartige, lanzinierende Schmerzen. Ursächlich wird ein pathologischer Gefäß-Nerven-Kontakt in der „root entry zone“ des N. trigeminus diskutiert.
Brennende Schmerzen: Ursachen und Therapieansätze
Brennende stechende Schmerzen können Menschen in die Verzweiflung treiben. Oft, aber nicht immer, sind sie neuropathisch bedingt. Um nozizeptive oder neuropathische Schmerzen voneinander abgrenzen zu können, ist eine sorgfältige leitlinienbasierte Diagnostik wichtig. Mittel der ersten Wahl sind die Antikonvulsiva Gabapentin und Pregabalin sowie trizyklische Antidepressiva wie Amitriptylin, Nortriptylin, Clomipramin und Imipramin.
Phantomschmerzen und Chemotherapie-induzierte Neuropathien
Unter Phantomschmerzen versteht man Schmerzen in Gliedmaßen, die nicht mehr vorhanden sind. Chemotherapie-induzierte, akute und chronische Neuropathien verursachen heftige Beschwerden und gewinnen an Bedeutung aufgrund neuer Substanzen in der Tumorbehandlung und der Zunahme maligner Erkrankungen.
Weitere Ursachen für brennende Schmerzen
Brennende Augen werden nicht immer durch einen Erreger verursacht. Häufig spielt eine verminderte Tränenflüssigkeit mit Austrocknung der Augenoberfläche eine Rolle. Brennende Schmerzen hinter dem Brustbein können auch eine weniger bedrohliche Ursache haben, nämlich Magensäure, die unphysiologischerweise vom Magen zurück in die Speiseröhre fließt und die Schleimhaut reizt.
Bandscheibenvorfall: Ursachen, Symptome und Therapie
Jährlich erleiden in Deutschland ca. 180.000 Menschen einen Bandscheibenvorfall. Bei einem Vorfall in den Bandscheiben wird das darin befindliche Gewebe, welches zwischen den Wirbeln liegt, nach außen gedrückt. Oft äußern sich die ersten Beschwerden, wenn das herausgedrückte Gewebe auf die Nervenwurzeln trifft oder gar direkt auf die umliegenden Nerven drückt.
Aufgaben der Bandscheiben und Symptome eines Bandscheibenvorfalls
Zwischen den Wirbeln liegend, halten die Bandscheiben die Wirbelsäule in Bewegung und sind wie eine Art dämpfende Masse, die alles verbinden und die Wirbel auch voreinander schützen. Die Symptome können ganz unterschiedlich ausfallen. Oft bleibt ein Bandscheibenvorfall sogar unbemerkt oder führt erst später zu Schmerzen. Taubheitsgefühle oder Lähmungserscheinungen sind häufige Symptome.
Ursachen und Risikofaktoren für einen Bandscheibenvorfall
Es gibt bestimmte Faktoren, die ein Risiko darstellen, die Bandscheiben zu schädigen. Einige lassen sich vermeiden, andere wiederum nicht. Dazu gehören altersbedingte Faktoren, muskuläre Faktoren, Übergewicht, zu wenig oder falsche Bewegung, genetisch bedingte Faktoren und Schadstoffe.
Diagnose und Therapie eines Bandscheibenvorfalls
Anzeichen von Schmerzen, Taubheitsgefühle, Lähmungserscheinungen und Taubheit sollten Sie auf jeden Fall ärztlich abklären lassen. Das sicherste Verfahren zur Feststellung ist für Ärzt*innen jedoch die Radiologie. Die gute Nachricht: Eine Operation ist meistens nicht erforderlich. In den meisten Fällen handelt es sich um eine sogenannte konservative Therapie. Also eine Behandlung ganz ohne einen operativen Eingriff.
Konservative Behandlung und Operation
Diese beiden konservativen Therapien kommen besonders häufig zum Einsatz und zeigen eine gute Wirkung, sodass oft keine Operation vorgenommen werden muss: Die Schmerztherapie und die Physiotherapie. Eine Operation ist dann notwendig, wenn konservative Therapien nicht geholfen haben, die Schmerzen zu lindern, die Blasen- oder Darmfunktion gestört ist oder es zu Lähmungserscheinungen kommt.
Reha nach Bandscheibenvorfall und Prävention
Ob bei konservativer Behandlung oder nach einer Bandscheiben-Operation - eine orthopädische Reha ist in beiden Fällen sinnvoll. Es gibt verschiedene Möglichkeiten und Maßnahmen, um präventiv vorzubeugen. Stärken Sie Ihre Rückenmuskulatur. Vermeiden Sie längeres Sitzen. Trainieren Sie sich möglichst in allen Situationen eine rückenfreundliche Körperhaltung an.
Spinalkanalstenose: Ursachen, Symptome und Therapie
Innerhalb der Wirbelsäule befindet sich der Wirbelkanal (im Fachjargon: Spinalkanal). Bei einer Verengung (Stenose) des Wirbelkanals spricht man von einer Spinalkanalstenose. Meist ist der Wirbelkanal auf Höhe der Lendenwirbelsäule verengt (lumbale Spinalkanalstenose).
Ursachen und Symptome der Spinalkanalstenose
Die Spinalkanalstenose beschreibt eine anatomische Einengung des Spinalkanals, wodurch der Raum für die darin befindenen Nerven und Gefäße weniger wird. Ursachen für diese Enge (Stenose) können entweder angeboren oder erworben sein. Die Beschwerden einer Spinalkanalstenose variieren in ihrer Ausprägung. Meist leiden die Betroffenen schon seit Jahren unter Rückenschmerzen, die sich schleichend verschlimmert haben und unter Belastung in die Beine ausstrahlen.
Diagnose und Therapie der Spinalkanalstenose
Wegweisend für die Diagnose der Spinalkanalstenose sind die geschilderten Beschwerden. Wichtigstes Untersuchungsverfahren ist vor allem die Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT). Die Behandlung der Spinalkanalstenose hängt vom Schweregrad der klinischen Symptome ab. Bei moderaten Beschwerden erfolgt immer zunächst eine konservative Behandlung (ohne Operation). In sehr schwerwiegenden Fällen ist eine Operation der Spinalkanalstenose erforderlich.
Lecithin: Ein wichtiger Baustein für das Nervensystem
Lecithin ist ein natürlicher Bestandteil unserer Nahrung und ein wichtiger Baustein in unserem Nervensystem. Für den menschlichen Körper ist Lecithin bedeutsam, denn es ist ein wichtiger Bestandteil von Zellen und relevant für unser Nervensystem. Eine besondere Rolle scheint es für eine gut funktionierende Weitergabe von Nerven-Signalen zu spielen. Denn Lecithin trägt dazu bei, dass Nervenfasern isoliert werden. Die elektrischen Nervenimpulse können hierdurch schnell und effektiv weitergeleitet werden. Eben diese Signalweitergabe scheint bei einer seltenen Erkrankung, der „Charcot-Marie-Tooth“-Krankheit (CMT) eine besondere Rolle zu spielen.
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