Die Rhizarthrose, eine Arthrose des Daumensattelgelenks, kann den Alltag erheblich beeinträchtigen. Schmerzen und Kraftverlust beim Greifen und Drehen sind typische Symptome. Wenn konservative Behandlungsmethoden nicht mehr ausreichen, kann eine Operation in Erwägung gezogen werden, um die Beschwerden zu lindern und die Handfunktion wiederherzustellen. Allerdings können auch nach einer Rhizarthrose-Operation Nervenschmerzen auftreten. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen, Behandlungsmöglichkeiten und gibt wichtige Informationen für Betroffene.
Was ist Rhizarthrose?
Mit dem Begriff Rhizarthrose wird eine Arthrose des Daumensattelgelenks beschrieben. „Rhiz“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Wurzel“, „arthros“ bezieht sich auf das Gelenk. Das Daumensattelgelenk sitzt direkt an der Daumenbasis, in unmittelbarer Nähe des Handgelenks. Es verbindet das Vieleckbein - einen wichtigen Handwurzelknochen - mit dem ersten Mittelhandknochen. Die Rhizarthrose zählt zu den häufigsten Verschleißerkrankungen im Handbereich. Sie geht mit starken Schmerzen einher, die vor allem bei Dreh- und Greifbewegungen auftreten - also beispielsweise beim Drehen eines Schlüssels im Schloss. Im Extremfall sind die Betroffenen zu diesen Bewegungen gar nicht mehr fähig. In der Regel sind beide Daumengelenke von der Rhizarthrose betroffen.
Das Daumensattelgelenk ist ein stark beanspruchtes Gelenk, das somit einer gebrauchs- und altersbedingten Abnutzung unterliegt. Typisch sind Schmerzen in der Daumenballenregion, insbesondere beim festen Umgreifen und Halten von Gegenständen oder beim sog. Spitzgriff zwischen Daumen und Zeigefinger. Tätigkeiten wie das Aufschrauben von Gläsern oder das Auswringen fallen zunehmend schwer. Bei der klinischen Untersuchung zeigt sich ein typischer Schmerz bei direktem Druck über dem Gelenk oder bei Drehbewegungen des Daumens. Röntgenbilder können in früheren Stadien kaum auffällig sein, zeigen dann im Verlauf ggf.
Ursachen und Risikofaktoren der Rhizarthrose
Für die Arthrose des Daumensattelgelenks existiert meist keine genau benennbare Ursache. Die Rhizarthrose zählt also zu den primären Arthrosen und ist nicht Folge einer anderen Erkrankung oder einer traumatischen Einwirkung. Vor allem Frauen nach den Wechseljahren im 5. bis 6. Lebensjahrzehnt leiden unter Rhizarthrose. Da die Erkrankung häufig nach den Wechseljahren auftritt, vermuten Mediziner, dass der Verschleiß durch hormonelle Faktoren begünstigt wird. Des Weiteren kann die Rhizarthrose infolge von Verletzungen der Bänder oder Knochenbrüchen am Daumen entstehen - nämlich dann, wenn eine schlecht abgeheilte Verletzung zu einer übermäßigen Abnutzung des Daumensattelgelenks führt.
Das Daumensattelgelenk zeichnet sich gegenüber den Fingern durch eine gute Beweglichkeit zwischen der Handwurzel und dem ersten Mittelhandknochen aus: er kann so den Fingern zum Greifen gegenübergestellt werden. Das hierzu notwendige Gelenk (Daumensattelgelenk) ist in allen Richtungen des Raums beweglich. Seine Form erinnert an die eines Sattels mit zwei einander gegenübergestellten sattelförmigen Gelenkflächen. Bei der schweren Sattelgelenksarthrose sind die Gelenkflächen verschmälert und unregelmäßig. Der Mittelhandknochen ist teilweise aus dem Gelenk herausgewandert. Die Sattelgelenksarthrose (“Rhizarthrose”) ist eine der häufigsten Verschleißerkrankungen der Hand. Sie tritt im mittleren und höheren Lebensalter auf. Ihre Entstehung und Entwicklung ist anlagebedingt; eine spezielle Ursache für die Arthroseentstehung ist nicht bekannt. Der Verlauf kann auch durch vorbeugende Maßnahmen nicht entscheidend beeinflusst werden.
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Konservative Behandlungsmöglichkeiten
Zu Beginn der Beschwerden kann neben der symptomatischen Schmerztherapie mit entzündungshemmenden Salbenverbänden oder Tabletten insbesondere das Tragen einer Daumenschiene eine Linderung und Entlastung bringen. Kortisoninjektionen führen zu vorübergehender Beschwerdelinderung, wirken sich aber bei wiederholter Anwendung schwächend auf den Bandapparat und Gelenkknorpel aus. Ähnliches gilt für die sog. Radiosynorthese bei der ein schwach radioaktives Präparat die Gelenkentzündung hemmt. Vor der operativen Therapie sollten die konservativen Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft werden. Bei noch fehlendem Hinweis auf eine Arthrose im Röntgenbild können bandstabilisierende Operationen oder die Entfernung der Gelenkschleimhaut im Rahmen einer Gelenkspiegelung zur Beschwerdelinderung beitragen. Auch eine Knochenachsenkorrektur (sog. Umstellungsosteotomie) kann durch die Verschiebung der Belastungszone im Gelenkbereich zur Linderung der Beschwerden führen. Bei den genannten Methoden ist eher von einem mehrjährigen Verzögern der Arthrosebeschwerden auszugehen als von einem dauerhaften Behandlungserfolg.
Im frühen Stadium der Rhizarthrose können Schmerzmittel aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) die knorpelzerstörende Gelenkentzündung eindämmen. Bei akuten Schmerzen gibt es die Möglichkeit, die Daumenschmerzen mit einem Lokalanästhetikum zu behandeln, um den Schmerz auszuschalten. Für ein langanhaltendes Ergebnis kann der Lokalanästhesie auch das entzündungshemmende Hormon Kortison beigefügt werden. Kortison ist jedoch nur zur gelegentlichen Anwendung geeignet. Bei abnehmender Griffstärke und Schmerzen kann eine Daumenschiene (Orthese) das Daumengrundgelenk unterstützen. Sie verleiht dem Handgelenk und dem Daumen Stabilität und Griffkraft.
Operative Therapie bei Rhizarthrose
Ist der Alltag durch Schmerzen und Kraftverlust bleibend eingeschränkt, sollte man sich durch einen Handchirurgen über die möglichen operativen Therapien beraten lassen. Bei den genannten Methoden ist eher von einem mehrjährigen Verzögern der Arthrosebeschwerden auszugehen als von einem dauerhaften Behandlungserfolg. Allgemeine Operationsrisiken sind eine Entzündung der Wunde, Nachblutungen und Verletzungen von Umgebungsstrukturen im Operationsgebiet (Sehnen, Gefäße, Nerven).
Wenn konservative Methoden nicht die erwünschte Wirkung zeigen, kommt ein operativer Eingriff infrage, um Schmerzen zu lindern und den Daumen wieder funktionsfähig zu machen. Vor allem die sogenannte Trapezium-Resektion mit Suspensionsplastik - auch Sattelgelenkarthroplastik genannt - ist seit Jahrzehnten erprobt. Der Chirurg entfernt zunächst das Vieleckbein, um anschließend einen Sehnenstreifen einer benachbarten Sehne einzusetzen. Diese dient quasi als Aufhängung des Daumengelenks und sorgt für eine ausreichende Beweglichkeit. Wird auf die Aufhängung an einem Sehnenstreifen verzichtet, handelt es sich um eine reine Trapezium-Resektion. Durch eine Versteifung des Daumensattelgelenks (Arthrodese) werden Schmerzen gestoppt, der Daumen ist jedoch nicht mehr so beweglich. Dieses OP-Verfahren kommt daher nur in Einzelfällen zum Einsatz. Ähnliches gilt für die Arthroplastik mit Knorpeltransplantation, bei der das Vieleckbein durch körpereigenen Knorpel (aus den Rippen) ersetzt wird. Inzwischen ist der Einsatz einer Endoprothese - das heißt eines künstlichen Gelenks - üblicher.
Standardverfahren: Trapezektomie
Ein Standardverfahren bei fortgeschrittener Arthrose ist die Entfernung des großen Vieleckbeins, die Trapezektomie. Um die Schmerzen effektiv zu lindern wird bei der Trapezektomie die von der Arthrose verschlissenen Gelenkfläche gemeinsam mit dem großen Vieleckbein vollständig entfernt. Um die Länge des Daumens zu erhalten muss der erste Mittelhandknochen in korrekter Position fixiert werden. Nach dem Eingriff muss der operierte Daumen für etwa 5 Wochen ruhiggestellt werden. Nach einem kleinen Hautschnitt in Verlängerung des Daumens wird das Gelenk dargestellt und unter sorgfältiger Schonung von Nerven und Gefäßen wird die Gelenkkapsel eröffnet. In aller Regel wird nun die Kapsel wieder verschlossen bzw. wie oben dargestellt zusätzlich eine Sehnen-Aufhängung durchgeführt. Nach der Operation wird der betroffene Daumen für etwa 5 Wochen in einer Gipsschiene ruhiggestellt. Anschließend sind selbstständige und physiotherapeutisch unterstützte Bewegungsübungen sowie die schrittweise Belastungszunahme möglich. Die Trapezektomie ist seit Jahrzehnten eine sehr erfolgreiche Methode, um Patienten mit einer Rhizarthrose zur Schmerzlinderung und einem Wiedererlangen der Handfunktion zu verhelfen. Neben allgemeinen Operationskomplikationen gibt es wenige spezifische Risiken. Dazu zählt z.B. eine verbleibende oder zunehmende Verkürzung des Daumens, die oft erst Jahre nach dem chirurgischen Eingriff auftritt.
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Weitere operative Möglichkeiten
An operativen Behandlungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung:
- Die arthroskopische Gelenktoilette
- Einsetzen eines künstlichen Sattelgelenks (“Endoprothese“)
- Die Entfernung des das Sattelgelenk bildenden ersten Handwurzelknochens (“Arthroplastik“)
- Versteifung des Sattelgelenks
Bei der sogenannten arthroskopischen Gelenktoilette wird mit sehr kleinem Instrumentarium das Gelenk gespiegelt und wenn nötig entzündete Innenhaut und beschädigte Knorpelanteile entfernt. Der Erfolg dieser Maßnahme ist vorübergehend. In manchen Fällen kann so eine größere operative Maßnahme hinausgezögert werden.
Der Einsatz eines künstlichen Daumensattelgelenks (“Endoprothese”) kann in relativ kurzer Zeit zur Besserung der Schmerzen führen. Seit ca. zehn Jahren gibt es im Aufbau deutliche verbesserte Prothesen, die aus drei Modulen bestehen und somit eine bessere Beweglichkeit haben. Auch die Haltbarkeit (Standzeit) dieser modularen Prothesen erweist sich als sehr gut, es zeigen sich deutlich weniger Lockerungen und Luxationen der Prothese als bei älteren Modellen. Ein großer Vorteil der Prothese ist der Erhalt der Länge des Daumens verbunden mit einer deutlich schnelleren Genesung, damit auch mit einer frühzeitigen Gebrauchsfähigkeit der Hand im Alltag und Beruf. Auf Grund des modularen Aufbaues der Prothese verbleibt als Korrektiv bei Problemen mit der Prothese die Resektionsarthroplastik (s.u.).
Mit der Entfernung des ersten Handwurzelknochens (“Os trapezium”) kann eine Besserung der Schmerzen unter Erhalt der Beweglichkeit erzielt werden („Resektionsarthroplastik”). Aus einer solchen Resektionsarthroplastik resultiert in den meisten Fällen eine deutliche Schmerzlinderung, gegenüber einem gesunden Daumensattelgelenk eine Kraftminderung, die Beweglichkeit wird jedoch wieder verbessert. Nachteilig ist der lange Zeitraum, bis nach der Operation wieder ein kraftvolles Zufassen möglich ist. Der Erfolg ist hier nachhaltig. Eine Verschlechterung in der Zukunft ist nicht zu befürchten. Folgeoperationen sind in wenigen Fällen nur dann erforderlich, wenn der Eingriff nicht zu einer ausreichenden Schmerzbefreiung geführt hat. Die Resektionsarthroplastik stellt zur Zeit noch das operative Standardverfahren zur Behandlung der schmerzhaften Sattelgelenksarthrose dar. Auch nach gelungener Arthroplastik vergeht ein längerer Zeitraum bis zu schmerzfreien Belastbarkeit. Meist muss man mit einer Zeitspanne von drei bis sechs Monaten rechnen. In einzelnen Fällen können trotz technisch einwandfreier Operation Beschwerden ohne erkennbare Ursache fortbestehen.
Die Versteifung („Arthrodese“) des Sattelgelenks führt zu einer Schmerzlinderung ohne Stabilitätsminderung, jedoch auch zu einem vollständigen Verlust der Beweglichkeit.
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Nervenschmerzen nach Rhizarthrose-OP: Ursachen
Nervenschmerzen nach einer Rhizarthrose-OP können verschiedene Ursachen haben:
- Direkte Nervenverletzung: Während der Operation kann es in seltenen Fällen zu einer direkten Verletzung eines Nervs kommen.
- Nervenkompression: Narbengewebe, Schwellungen oder ein Hämatom können auf einen Nerv drücken und ihn komprimieren.
- Entzündung: Eine Entzündung im Operationsgebiet kann die Nerven reizen und Schmerzen verursachen.
- CRPS (Complex Regional Pain Syndrome): In seltenen Fällen kann es zu einem komplexen regionalen Schmerzsyndrom kommen, das mit starken Nervenschmerzen einhergeht.
- Vernarbungen: Verklebungen und Vernarbungen im Operationsgebiet können Nerven irritieren und zu Schmerzen führen.
Symptome von Nervenschmerzen
Nervenschmerzen äußern sich oft anders als "normale" Schmerzen. Typische Symptome sind:
- Brennende, stechende oder schneidende Schmerzen
- Elektrisierende Schmerzen
- Überempfindlichkeit gegenüber Berührungen (Allodynie)
- Verstärkte Schmerzempfindlichkeit (Hyperalgesie)
- Kribbeln oder Taubheitsgefühl
Diagnose von Nervenschmerzen
Um die Ursache der Nervenschmerzen zu ermitteln, wird der Arzt eine gründliche Untersuchung durchführen. Dazu gehören:
- Anamnese: Der Arzt wird nach der Art der Schmerzen, dem Zeitpunkt des Auftretens und anderen Symptomen fragen.
- Körperliche Untersuchung: Der Arzt wird die Hand und den Daumen untersuchen, um die Schmerzquelle zu lokalisieren und die Sensibilität zu prüfen.
- Neurologische Untersuchung: Der Arzt wird die Nervenfunktion testen, um festzustellen, ob ein Nerv geschädigt ist.
- Bildgebende Verfahren: In einigen Fällen können Röntgenaufnahmen, MRT oder Nervenleitgeschwindigkeitsmessungen erforderlich sein, um die Ursache der Schmerzen zu identifizieren.
Behandlung von Nervenschmerzen
Die Behandlung von Nervenschmerzen nach einer Rhizarthrose-OP richtet sich nach der Ursache und der Schwere der Schmerzen. Mögliche Behandlungsoptionen sind:
- Schmerzmittel:
- Nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR): Können bei leichten bis mittelschweren Schmerzen helfen.
- Opioide: Werden bei starken Schmerzen eingesetzt, sollten aber nur kurzfristig eingenommen werden.
- Antidepressiva und Antikonvulsiva: Diese Medikamente werden auch zur Behandlung von Nervenschmerzen eingesetzt, da sie die Schmerzleitung beeinflussen können.
- Physiotherapie und Ergotherapie: Können helfen, die Beweglichkeit zu verbessern, Narbengewebe zu lösen und die Muskulatur zu stärken.
- Nervenblockaden: Lokalanästhetika werden in die Nähe des betroffenen Nervs injiziert, um die Schmerzleitung zu blockieren.
- Kortikosteroid-Injektionen: Können Entzündungen reduzieren und die Schmerzen lindern.
- TENS (Transkutane Elektrische Nervenstimulation): Ein Gerät sendet elektrische Impulse durch die Haut, um die Schmerzleitung zu beeinflussen.
- Operation: In seltenen Fällen kann eine Operation erforderlich sein, um einen komprimierten Nerv zu entlasten oder Narbengewebe zu entfernen.
- Alternative Therapien: Akupunktur, Yoga und andere alternative Therapien können bei einigen Patienten helfen, die Schmerzen zu lindern.
Nachbehandlung nach Rhizarthrose-OP
Unmittelbar nach dem Eingriff wird die Hand mithilfe einer Spezialschiene ruhiggestellt. Regelmäßige Lymphdrainagen sind sinnvoll, um den Lymphfluss anzuregen und die innere Wundheilung zu fördern. Nach fünf Wochen ist keine Schiene mehr erforderlich. Nun beginnt die Physiotherapie und Ergotherapie, mit dem Ziel, die Beweglichkeit zu fördern, Kontrakturen zu reduzieren und eine gezielte Kräftigung der Hand-Fingermuskulatur durchzuführen. Die Hand soll in ihren Greifformen und Funktionalität an die bisherigen Belastungen herangeführt werden. Die Nachbehandlung erfolgt in der Regel ambulant, kann aber unter bestimmten Voraussetzung in einer stationären Rehabilitationseinrichtung erfolgen.
Die Behandlung für die unterschiedlichen Formen der Resektionsarthroplastiken kann ambulant oder stationär erfolgen. Über einen sog. Schmerzkatheter können erfahrungsgemäß die postoperativen Schmerzen sehr erfolgreich vermieden werden. Häufig wird eine Ruhigstellung in einer Gipsschiene für 3-5 Wochen durchgeführt, in deren Anschluß eine Krankengymnastik und ab der 6. Die Zufriedenheit nach der Operation ist insgesamt hoch, da neben der Schmerzlinderung mit der Zeit auch eine Verbesserung der Gebrauchfähigkeit der Hand wiederkehrt. Dieser Prozeß nimmt jedoch mindestens 8 Wochen in Anspruch. Auch längere Nachbehandlungen über Monate können vorkommen.
Was tun bei anhaltenden Schmerzen nach der OP?
Einige Patienten berichten über anhaltende Schmerzen nach der Operation. Ein Betroffener schildert beispielsweise, dass seine Hand nach einer Operation (Entfernung Knochen und Ersatz mit Sehne nach Epping) Ende März immer noch schmerzt. Auch lässt sich das Daumen-Endgelenk nicht bewegen. Besonders schmerzhaft ist ein Punkt, auf der Innenseite des Handgelenks. Ebenfalls schmerzhaft ist Velofahren und zum Beispiel eine Flasche oder Dose halten. Wenn der Daumen hochgehoben werden soll, ist nur eine Sehne sichtbar. Die andere lässt sich auch mit Ergo nicht stärken. Die letzte Kontrolle beim Chirurgen war im Juni. Er meinte, dass es sich ev. tief unten vernarbt oder verklebt hat.
In solchen Fällen ist es wichtig, folgende Schritte zu unternehmen:
- Erneute Vorstellung beim Operateur: Eine erneute Untersuchung durch den Operateur ist wichtig, um mögliche Ursachen wie Vernarbungen, Verklebungen oder eine Nervenkompression auszuschließen.
- Einholung einer Zweitmeinung: Eine Zweitmeinung von einem anderen Handchirurgen kann helfen, die Situation neu zu bewerten und alternative Behandlungsansätze zu finden.
- Intensive Physiotherapie/Ergotherapie: Eine intensive und gezielte Physiotherapie oder Ergotherapie kann helfen, Vernarbungen zu lösen, die Beweglichkeit zu verbessern und die Muskulatur zu stärken.
- Schmerztherapie: Eine adäquate Schmerztherapie ist wichtig, um die Schmerzen zu kontrollieren und die Lebensqualität zu verbessern.
- Geduld: Die Heilung nach einer Rhizarthrose-OP kann langwierig sein. Es ist wichtig, geduldig zu sein und die Nachbehandlung konsequent durchzuführen.
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