Die Behandlung von Neuralgien, insbesondere der Pudendusneuralgie, erfordert spezialisierte Kenntnisse und eine umfassende Diagnostik. Im Saarland stehen verschiedene Experten und Kliniken zur Verfügung, die moderne Therapieansätze anbieten, um Betroffenen zu helfen. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten von Neuralgien, insbesondere im Kontext der regionalen Versorgung im Saarland.
Einführung in die Neuralgie und die Pudendusneuralgie
Neuralgie bedeutet Nervenschmerzen. Der Begriff Pudendusneuralgie setzt sich zusammen aus Pudendus und Neuralgie. Pudendus bezieht sich auf den Pudendusnerv. Bei der Pudendusneuralgie wird eine Irritation durch Druck oder Verletzung des Pudendusnervs angenommen, die Schmerzen und Funktionsstörungen auslösen kann. Immer mehr PatientInnen kommen zu einer Behandlung, nachdem sie die Diagnose Pudendusneuralgie erhalten. Nicht wenige haben außerdem durch eigene Recherchen die Vermutung, sie könnten daran leiden, wenn Urologe, Gynäkologe oder Proktologen keinen organischen Befund festgestellt haben. Sind die Beschwerden stark, wie bei vielen Betroffenen, und helfen keine Schmerzmittel (wie ebenfalls bei vielen) ist die Lebensqualität stark eingeschränkt.
Ursachen der Pudendusneuralgie
Der Pudendusnerv entspringt im Kreuzbein, also im unteren Rücken und im Gesäß, einem Nervengeflecht (genannt Plexus). Bei der Pudendusneuralgie wird eine Irritation durch Druck oder Verletzung des Pudendusnervs angenommen, die Schmerzen und Funktionsstörungen auslösen kann. Nervenverletzungen des Pudendusnervs dürften relativ selten sein. In der Literatur werden Verletzungen nach Bestrahlungen des Beckens (etwa im Rahmen einer Tumorbehandlung) oder durch Geburtsverletzungen erwähnt. Außerdem sind dauerhafte Läsionen (Verletzungen) durch Beckenfrakturen (Brüche) oder chirurgische Eingriffe erwähnt. Solche Ereignisse oder Bezüge lassen sich jedoch nur bei den wenigsten Patienten herstellen.
Viel häufiger sind wahrscheinlich Irritationen durch mechanischen Druck auf den Nerv und seine Äste und zwar durch verhärtete Muskeln, die den Nerv auf seinem Weg durch den Körper einengen können. Kompressionssyndrome oder Entrapment-Syndrome kennt man bereits von anderen Muskeln, zum Beispiel eine Kompression des Ischiasnervs durch einen verspannten Piriformis-Muskel. Ein chronisch verspannter Piriformis-Muskel könnte auch eine Kompression des Pudendus-Nervs auslösen, da er unterhalb des Piriformis verläuft. Verspannungen im Piriformis können auch durch Sport, zum Beispiel durch schnelle Richtungswechsel bei Tennis, Handball und anderen Ballspielen, entstehen. Lange Meditationen oder ständiges Sitzen im Schneidersitz können Verspannungen im Piriformis auslösen (oder dem Obturatorius internus) Außerdem soll langes Sitzen Triggerpunkte im Piriformis aktivieren.
Nach dem Verlauf des Muskels wäre es außerdem denkbar, dass eine Verspannung des Oburatorius internus, die Druck auf den Alcockkanal ausübt und die Faszie des Oburatorius internus verfestigt, sodass Druck und Minderdurchblutung im Bereich des Nervs entstehen könnte. Starkes Pressen bei der chronischen Obstipation soll ebenfalls eine Kompression verursachen können. Diese Faktoren sollen durch mechanische Druck- und Zugbelastungen eine Kompression oder eine Überdehnung des Nervs verursachen und die Beschwerden auslösen. Außerdem soll durch die Schädigung des Gewebes eine lokale Entzündung ausgelöst werden, die ein Ödem mit sich bringt, das den Nerv dann im Alcock-Kanal beengt.
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Bei Irritationen des Pudendusnervs sollte man unterscheiden zwischen Ursachen, die mit einer Nervenverletzung einhergehen, und muskelbasierten Ursachen. Denn wenn ein harter Muskelstrang Druck auf den Nerv ausübt, kann ihn dieser Druck irritieren und Schmerzreize auslösen. Außerdem kann natürlich der Muskelstrang selbst Schmerzen auslösen, weil er Triggerpunkte (kleine verhärtete Knötchen im verspannten Muskel) enthält.
Als seltene Ursache gelten: Beckenfrakturen, Tumore, Radiotherapie, diese Ursachen wurden in der Regel bei unseren Patienten vor ihrem Besuch bei uns ausgeschlossen. Weiter werden besprochen, tiefe Hämatome durch Injektionen, Schädigungen des Nervs durch Herpes zoster, Geburtsverletzungen (z.B. bei Dammverletzungen).
Symptome der Pudendusneuralgie
Die Beschwerden bei Pudendusneuralgie sind nicht einheitlich. Auch in der medizinischen Fachliteratur werden die Beschwerden recht unterschiedlich beschrieben, sodass klar wird, wie schwierig die Diagnose ist. Benninghoff und Drenckhahn schreiben, dass eine Läsion des Nervs eine Funktionsuntüchtigkeit der Schließmuskeln von Blase und Anus verursachen könne sowie Störungen der Geschlechtsfunktion. Probleme bei den Sphinktermuskeln (Wind- und Stuhlinkontinenz, Harn- und Belastungsinkontinenz) werden genannt. Die Autoren im Prometheus berichten über folgende Beschwerden: Funktionsverlust des Beckenbodens einschließlich der Schließmuskeln von Blase und Darm (Harn und Stuhlinkontinenz) sowie einer Störung der Geschlechtsfunktionen, z. B. Impotenz beim Mann. Laut Travell und Simons können Schmerzen im Damm, sexuelle Funktionsstörungen und Dyspareunie der Frau; Potenzstörungen und Schmerzen in der Leiste entstehen. Bis auf die Leistenschmerzen sind dieser Meinung auch andere Autoren, wobei die beschriebenen Schmerzqualitäten unterschiedlich dargestellt werden.
Die Autoren berichten, dass Frauen doppelt so häufig von „Pudendusneuropathie“ betroffen sein sollen. Die Symptome werden beschrieben mit Parästhesien, Schmerzen (manchmal einfahrend, wie elektrisch), die bei Druck, etwa beim Sitzen zunehmen, Brennen, Fremdkörpergefühl im Rektum, Schmerzen, die bis in die Organe ziehen können. Andere schreiben, dass es Druckläsionen des Pudendusnerves gebe, diese jedoch akut auftretende Taubheit am Damm und im Genital auslösen (habe ich selbst bei langen Radtouren und schlecht angepassten Sätteln erlebt), sowie evtl. Blasen- und Mastdarmentleerungsstörungen, Ejakulationsprobleme. Durch das Einnähen des Nervs an das Lig. Sacrospinale im Rahmen einer Kolpopexie (bei der das Scheidenende fixiert wird) soll es weiterhin zum Pudendus-Schmerzsyndrom kommen.
Diagnose der Pudendusneuralgie
Durch neurologische Untersuchungsmethoden (Messung der Latenzzeit, Elektromyogramm soll eine Diagnose gestellt werden, alle Autoren beschreiben diese jedoch als schwierig. In der Regel wird eine Infiltration mit Kortikoiden und Lokalanästhetika unter radioskopischer Kontrolle durchgeführt. Diese Punktionen werden an sog. Kompressionsstellen im Verlauf des Nervs, meistens im Bereich des Alcock-Kanals durchgeführt. Wenn dadurch die Beschwerden vorübergehend verschwinden, gilt das als beweisend für die Diagnose Pudendusneuralgie. Die Autoren berichten von 60 Prozent der Patientengruppe (112 Patienten gesamt), bei denen die Infiltration eine Besserung ergeben habe. Dadurch sei eine Indikation für eine chirurgische Dekompression (Neurolyse) gegeben.
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Therapieansätze bei Pudendusneuralgie
Konservative Behandlungsmethoden
- Beginnen Sie mit den Übungen aus dem Grundprogramm des Buchs „Unter der Gürtellinie“ oder des entsprechenden Onlinekurses und machen Sie diese konsequent täglich, vier Wochen lang. Das dauert pro Tag etwa 25 Minuten.
- Lassen Sie sich körpertherapeutisch untersuchen, um abzuklären, ob auch Verspannungen die Ursache für Ihre Beschwerden sein können.
- Lesen Sie das Buch „Unter der Gürtellinie“, um dahinter zu kommen, ob Sie Fehlhaltungen oder Gewohnheiten haben, die Ihre Beschwerden auslösen oder verstärken, und gehen Sie diese mithilfe der Tipps dazu im Buch an. Bleiben Sie in Bewegung, so gut es geht. Geeignete Möglichkeiten sind z. B.
Zum Thema Radfahren kann man feststellen, dass viele mit einem unpassenden Sattel die Erfahrung haben, dass danach eine Taubheit oder andere Missempfindungen im Bereich des Damms entstehen. Diese lassen jedoch nach, sobald man den Druck wegnimmt. Bei chronischen Beschwerden ist es angeraten, auszuprobieren, ob ein passender Sattel das Problem behebt: Man kann sich im Fachgeschäft einen Sattel anmessen lassen, sodass der passende herausgesucht werden kann. Das kostet weniger als 100 Euro und bringt sehr viel. Wenn man gerne Rad fährt, kann man einfach ausprobieren, wie lange es möglich ist zu fahren, ohne weitere Beschwerden zu bekommen.
Yoga kann helfen, wieder zu lernen, sich zu entspannen und die Gedanken unter Kontrolle zu bringen, damit sie aus dem Teufelskreislauf Beschwerden - Gedanken - Anspannung herauskommen. Die Bewegung dabei ist ebenfalls positiv. Beobachten Sie, welche Übungen Ihnen guttun, und lassen Sie weg, was negative Folgen hat. Nicht jede und jeder Patient reagiert gleich. Viele haben jedoch beim Sitzen eine Verschlechterung. Wenn Ihre Beschwerden im Sitzen schlimmer werden, sorgen Sie für eine weiche Unterlage (Kissen), auch ein Sitzring kann vorübergehend benutzt werden. Letzterer ist aber keine Dauerlösung, da sich dabei die Rückseite der Oberschenkel chronisch anspannen kann, was wiederum dem Becken zu schaffen machen kann. Wenn nur Liegen hilft, legen Sie sich hin, aber schauen Sie, dass Sie insgesamt in Bewegung bleiben können. Zum Beispiel durch Körperübungen. Rollen Sie Ihre Oberschenkel mit einer Faszienrolle aus (zwei mal in der Woche jeweils einige Minuten langsam und in alle Richtungen) und machen Sie die Übungen aus dem Grundprogramm, um Ihre Beine zu entlasten.
Wenn Sie Medikamente bekommen haben und feststellen, dass Sie Ihnen helfen, Ihre Beschwerden besser in den Griff zu bekommen, sollten Sie sie nehmen. Von wiederholten Antibiotika-Einsatz ohne eine nachweisbare Infektion ist abzuraten. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, wenn Sie den Eindruck haben, dass die verordneten Medikament Ihnen nicht helfen. Bei chronischer Verstopfung kann das Pressen und der damit verbundene Druck den Pudendusnerv reizen. Maßnahmen dagegen sind genügend Bewegung, Wasser und Ballaststoffe. Bei anhaltender Verstopfung auch Medikamente checken: Antidepressiva, Neuroleptika, Antiepileptika, Mittel gegen Bluthochdruck, Lipidsenker, Diuretika, Sedativa, Opiate können chronische Verstopfung auslösen. Dann sollten Sie ggf. die Dosis anpassen und probieren, ob es besser wird. Ansonst empfehlen wir Flohsamen oder andere Ballaststoffe zuführen. Auch eine Gabe von 400 mg Magnesium pro Tag kann gegen Verstopfung helfen. Und schließlich bei Pudendudsneuralgie: Bleiben Sie dran.
Invasive Behandlungsmethoden
Bei der chirurgischen Dekompression werden über den Damm, die Vagina oder durch den Glutaeus (meistens)operiert. Aufgrund der Erfahrung einer „sprunghaften Zunahme der Schmerzen“ nach der OP wird von den Autoren ein lang wirkendes Schmerzmittel in den Nerv eingebracht. Insgesamt sollen 65 - 80 Prozent der Patienten, die auf die vorher durchgeführte Infiltration positiv reagiert haben, von der OP profitiert haben. In mehr als dreißig Prozent war keine Verbesserung eingetreten. Die Verbesserung soll sehr langsam eintreten (innerhalb eines Jahres). Andere Autoren berichten von schlechteren Ergebnissen. Allerdings wurden hier nur Patienten operiert bei denen die o.g. Pudendusblockade keinen Erfolg zeigte. In seiner Dissertation berichtet der Autor von 31 Operierten, von denen bei 22 eine Katamnese durchgeführt werden konnte.
Spezialisten und Kliniken im Saarland
Die Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) bietet umfassende Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen des Nervensystems. Ziel ist es, eine optimale medizinische Versorgung und eine angenehme Atmosphäre während Ihres Aufenthalts zu bieten. Die Klinik ist rund um die Uhr für Sie da. Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h.c. S. Groppa, MBA leitet die Klinik.
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Umfassende Versorgung in der Klinik für Neurologie
Mit etwa 65 Betten bietet die Klinik für Neurologie am UKS in verschiedenen Abteilungen und Ambulanzen (Schlaganfallstation, Bewegungsstörungen - M. Parkinson, Neuroimmunologie - Multiple Sklerose, Neuromuskuläres Zentrum) das gesamte Spektrum der Diagnostik und Behandlung von neurologischen Erkrankungen an. Dazu gehören Schlaganfall, neurodegenerative Erkrankungen wie Morbus Parkinson und Alzheimer-Demenz, entzündliche Erkrankungen wie Multiple Sklerose und Hirnhautentzündungen, Epilepsien und andere Anfallserkrankungen sowie Erkrankungen des Rückenmarks, der peripheren Nerven und der Muskeln.
Modernste Diagnostik und Therapie
Diagnostik und Therapie erfolgen auf universitärem Niveau und mithilfe fortschrittlichster Technik. Die Klinik bietet alle relevanten Methoden an, dazu gehören auch innovative Verfahren. Das Spektrum reicht von krankengymnastischen und physikalischen Therapien bis hin zur Neurostimulation bei Bewegungsstörungen.
Universitäre Versorgung und spezialisierte Betreuung
Als universitäre Einrichtung behandelt die Klinik für Neurologie ihre Patientinnen und Patienten auf einer modernen und komfortablen Normalstation, einer zertifizierten Stroke Unit (Schlaganfallstation) und der einzigen neurologischen Intensivstation im Saarland. Darüber hinaus bietet die Klinik eine ausführliche medizinische Beratung und eine langjährige Betreuung durch hochspezialisierte Hochschulambulanzen.
Wissenschaftliche Expertise
Als akademisches Zentrum vermittelt die Klinik die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse aus der Neurologie und arbeitet zusammen mit anderen Fachabteilungen des Klinikums, um die aktuellsten Behandlungen vor Ort in Homburg anzubieten und die Therapieoptionen der Zukunft zu entwickeln.
Innovative Parkinsonversorgung und Anwendung der tiefen Hirnstimulation
Das Innovationsfonds-Projekt INSPIRE des ParkinsonNetz Rheinland-Pfalz, RheinMain+ und Saarland setzt sich für eine Interdisziplinäre und Intersektorale telemedizinische Evaluation, Koordination und Behandlung von Patienten mit Morbus Parkinson ein. Das Projekt steht für die optimierte, effektive und bedarfsgerechte Versorgung von Patienten mit Morbus Parkinson. Im Fokus des Projekts steht die Kombination der neuen Versorgungsform (nVF) durch telemedizinische Versorgung mit dem Einsatz von Advanced Practice Nurses (APN), um die Lebensqualität von Menschen mit Morbus Parkinson langfristig zu steigern.
Mobie Stroke Unit (MSU)
Die Mobile Stroke Unit (MSU) bringt modernste Diagnostik und Behandlung direkt zum Patienten - für wertvolle Minuten im Notfall. Ein neues Modellprojekt im Saarland bringt modernste Medizintechnik zu den Bewohnern - für schonendere und bequemere Untersuchungen vor Ort.
Anreise zum Universitätsklinikum des Saarlandes
Mit dem eigenen PKW
- Aus Richtung Mannheim bzw. Saarbrücken kommend: Autobahn A6 Ausfahrt Homburg, Richtung Homburg abbiegen, der Beschilderung Kliniken/Universitätskliniken folgen.
- Aus Richtung Trier bzw. Koblenz kommend: Autobahn A8 bis Autobahnkreuz Neunkirchen, dort wechseln auf die Autobahn A6 in Richtung Mannheim bis zur nächsten Ausfahrt Homburg, dann der Beschilderung Kliniken/Universitätskliniken folgen.
- Aus Richtung Karlsruhe/Pirmasens kommend: Bundesstraße 10, anschließend ab Pirmasens Autobahn A 8 bis zur Ausfahrt Einöd, über die Bundesstraße 423 nach Homburg und dann der Beschilderung Kliniken/Universitätskliniken folgen.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln (ÖPNV)
- Anreise mit der Bahn: InterCityExpress ab Frankfurt, Mannheim, Saarbrücken oder Paris sowie Regionalbahn Kaiserslautern - Trier und Regionalexpress Mannheim - Koblenz) bis Homburg Hauptbahnhof.
- Vom Hauptbahnhof zum Klinikum: Mit dem Taxi (Fahrzeit ca. 10 Minuten) oder den Stadtbuslinien 511 und 512 (Bussteig G) und der Buslinie 505 (Bexbach - Höchen - Uniklinik, Bussteig C). Das Universitätsklinikum ist werktags tagsüber fünf Mal stündlich an den Homburger Hauptbahnhof und das Stadtzentrum angeschlossen. Das Universitätsklinikum ist auch mit der Linie 315 (Uniklinikum - Beeden - Limbach - Zentralfriedhof/Furpach - Neunkirchen) zu erreichen. Alle Linien verkehren auch regelmäßig an Wochenenden und Feiertagen.
Parken auf dem Campus
Das Klinikum verfügt über eine Reihe von kostenpflichtigen Parkplätzen auf dem Campus - wir empfehlen aber das Parkhaus an der Hauptzufahrt zum Klinikum. Hier finden Sie ausreichend Parkmöglichkeiten und von hier startet auch unser kostenloser Klinikumsbus (Mo-Fr von 7:00 bis 16:00 Uhr) im 15 Minuten-Takt, mit dem Sie alle Kliniken auf dem Campus bequem erreichen können.
Kostenloser Klinikbus am UKS
Innerhalb des Klinikums können Sie den kostenlosen Klinikbus benutzen. Der Bus fährt von 7:00 bis 16:00 Uhr im 15-Minuten-Takt. Der Bus fährt in 15 Minuten einen Rundkurs durch das gesamte Gelände und hält dabei an 12 Haltestellen.
Infozentrum - Ihr Ansprechpartner bei Fragen rund ums Klinikum
Im Info-Zentrum erhalten Sie Auskunft und Informationsmaterial rund ums Klinikum - die Mitarbeiter des Info-Zentrums stehen Ihnen für Fragen zur Verfügung und halten Übersichtspläne vom Gelände und Abfahrtzeiten der im Gelände verkehrenden Busse bereit.
Weitere neurologische Einrichtungen im Saarland
Neben dem UKS gibt es weitere neurologische Einrichtungen im Saarland, die eine umfassende Versorgung anbieten. Dazu gehören:
- Klinikum Merzig: Bietet eine neurologische Klinik mit Akutbehandlung und früher Rehabilitation des Schlaganfalls auf einer Schlaganfallspezialstation (Stroke Unit). Moderne Behandlungsstrategien bei sämtlichen neurologischen Krankheitsbildern, insbesondere Multiple Sklerose, Morbus Parkinson, Morbus Alzheimer, Anfallsleiden u.v.a. werden angeboten. Das Klinikum bietet auch die sogenannte Parkinson-Komplexbehandlung an.
- Praxis Dr. med. Asem Razouk: Bietet neurologische Untersuchungen und Behandlungen für Privatpatienten in Homburg an.
- Weitere Fachärzte: Es gibt eine Vielzahl von Fachärzten für Neurologie im Saarland, die sich auf verschiedene Schwerpunkte spezialisiert haben.
Neurologische Diagnostik und Behandlungsspektrum
Neurologische Erkrankungen umfassen ein breites Spektrum an Krankheitsbildern, die das Gehirn, das Rückenmark, die peripheren Nerven und die Muskeln betreffen. Die neurologische Diagnostik spielt eine entscheidende Rolle bei der Identifizierung und Behandlung dieser Erkrankungen.
Diagnostische Verfahren
- EEG (Elektroenzephalogramm): Beim EEG (Elektroenzephalogramm) werden Elektroden auf der Kopfhaut angebracht, um die elektrischen Potentialschwankungen an der Oberfläche des Gehirns, die so genannten Hirnströme, aufzuzeichnen. Die Messung wird in Ruhe, mit offenen und geschlossenen Augen, bei verstärkter Atmung und eventuell unter dem Einfluss von Flackerlicht durchgeführt. Die Untersuchung ist schmerzfrei und hat keine Nebenwirkungen. Sie dauert ungefähr 20 Minuten.
- Evozierte Potentiale (SSEP, VEP, AEP): Verschiedene Verfahren dienen der Diagnostik von zerebralen oder peripher-nervalen Prozessen. Das Prinzip besteht darin, elektrische Reize an verschiedenen Orten des Nervensystems zu setzen und an anderen Stelle die Reaktion darauf zu registrieren und auszuwerten.
- Elektromyographie (EMG): Bei der Elektromyographie handelt es sich um eine sog. Nadel-Elektromyographie. Hierbei wird mit einer sterilen, sehr dünnen Nadel in einen oder mehrere Muskeln gestochen, woraus sich Hinweise ergeben, ob es sich z.B. um einen frischen sog.
- Doppler- und Duplexsonographie: Untersucht werden die Gefäße des Gehirns unter Verwendung eines gepulsten Dopplers (PW-Verfahren). Bei transtemporalem Zugang beginnt die Untersuchung im Bereich des oberen Ohrmuschelansatzes oder durch Benutzung eines Schallfenster im Bereich der Schläfe bzw. oberhalb des Ohrmuschelpols.
Behandlungsspektrum
Das Behandlungsspektrum neurologischer Erkrankungen ist vielfältig und umfasst:
- Akutbehandlung des Schlaganfalls: Ziel der Therapie muss sein, die rasche Wiedereröffnung der verstopften Gefäße zu erreichen. Innerhalb der ersten 4 Stunden nach Beginn eines Schlaganfalls ist dies mit einer medikamentösen Therapie (sog. Thrombolyse) möglich.
- Behandlung von Multipler Sklerose: Moderne Behandlungsstrategien bei sämtlichen neurologischen Krankheitsbildern, insbesondere Multiple Sklerose.
- Behandlung von Morbus Parkinson: Innovative Parkinsonversorgung und Anwendung der tiefen Hirnstimulation.
- Behandlung von Epilepsie: Diagnose und Verlaufskontrolle von Epilepsien.
- Schmerztherapie: Diagnostik und Behandlung von akuten und chronischen Schmerzzuständen (z.B.
Schmerztherapie im Saarland
Chronische Schmerzen stellen eine besondere Herausforderung dar und erfordern eine spezielle Versorgung. Im Saarland gibt es verschiedene Einrichtungen und Spezialisten, die sich auf die Behandlung chronischer Schmerzen spezialisiert haben.
Multimodale Schmerztherapie
In den meisten Fällen chronischer Schmerzen ist eine multimodale Schmerztherapie unabdingbar, d.h. Schmerztherapie (z. B. Psychotherapie (z.B. koordiniert und zu einem erfolgversprechenden Gesamtkonzept zusammengeführt werden.
NADA-Ohrakupunktur
Die NADA- Ohrakupunktur kann bei Schmerzpatienten unterstützend wirken, indem sie das vegetative Nervensystem beruhigt, Stress reduziert und so die Schmerzwahrnehmung positiv beeinflusst. Die Akupunktur findet in einer Gruppe statt. Es werden in beide Ohren bis zu 5 feine Nadeln gestochen. Die Nadeln bleiben in der Regel 30 bis 40 Minuten im Ohr. Anschließend ziehen sie sich die Nadeln. Statt Nadeln können Ohrpunkte auch mit Magnetkügelchen behandelt werden.