Neurologie Gronau Krankenhaus: Leistungsspektrum im Fokus

Das Leistungsspektrum im Bereich der Neurologie im Krankenhaus Gronau ist vielfältig und zielt darauf ab, Patienten eine umfassende und hochwertige Versorgung zu bieten. Dabei spielen sowohl die stationäre als auch die ambulante Versorgung eine wichtige Rolle. Die verschiedenen Fachabteilungen arbeiten interdisziplinär zusammen, um den Patienten eine optimale Behandlung zu gewährleisten.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit und moderne Medizin

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Kliniken ist ein wesentlicher Bestandteil des Leistungsspektrums. Dies zeigt sich beispielsweise im Center for Robotic Medicine Germany (CRMG) in Gronau, wo mehrere Kliniken der St. Antonius-Hospital Gronau GmbH zusammenarbeiten. Neben der Klinik für Urologie sind hier auch die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie sowie die Klinik für Gynäkologie beteiligt.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die stetige Weiterentwicklung und Modernisierung der medizinischen Angebote. So wurde beispielsweise im Evangelischen Krankenhaus Lippstadt (EVK) eine hochmoderne Röntgenanlage (DSA-Anlage) eingebaut, die es den Ärzten ermöglicht, digitale Subtraktionsangiographien durchzuführen. Dies ist besonders bei Schlaganfallpatienten von Bedeutung, da so Blutgerinnsel operativ entfernt werden können.

Nuklearmedizin: Ein wichtiger Baustein der Diagnostik

Das Institut für Nuklearmedizin stellt einen wichtigen Dreh- und Angelpunkt in der interdisziplinären Zusammenarbeit dar. Seit 2017 ist das Institut in einem modernen Neubau am Wilhelm-Anton-Hospital untergebracht und versorgt Patienten sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich. Hier können Stoffwechselvorgänge der Organe bildhaft dargestellt und Unregelmäßigkeiten frühzeitig erkannt werden. Im Wilhelm-Anton-Hospital werden alle nuklearmedizinischen Untersuchungen des Skeletts sowie von Schilddrüse, Herz, Lunge, Niere, Gehirn und Lymphsystem durchgeführt. Das Institut für Nuklearmedizin ist in der Region deshalb essenzieller Bestandteil des onkologischen Zentrums am Wilhelm-Anton-Hospital. Zum Zentrum gehören die Klinik für Innere Medizin mit den Schwerpunkten Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin, Gastroenterologie sowie Pneumologie, die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie, das Institut für Radiologie, die Praxis für Strahlentherapie und die Praxis für Onkologie.

Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS)

Die Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) ist ein wichtiger Aspekt der Patientenversorgung. AMTS umfasst alle Maßnahmen, die dazu dienen, einen optimalen Medikationsprozess zu gewährleisten und Medikationsfehler sowie vermeidbare Risiken für Patienten bei der Arzneimitteltherapie zu verringern.

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Maßnahmen zur Förderung der AMTS

Die Instrumente und Maßnahmen zur Förderung der Arzneimitteltherapiesicherheit werden mit Fokus auf den typischen Ablauf des Medikationsprozesses bei der stationären Patientenversorgung dargestellt. Eine Besonderheit des Medikationsprozesses im stationären Umfeld stellt das Überleitungsmanagement bei Aufnahme und Entlassung dar.

Die im Folgenden gelisteten Instrumente und Maßnahmen adressieren Strukturelemente, z.B. besondere EDV-Ausstattung und Arbeitsmaterialien, sowie Prozessaspekte, wie Arbeitsbeschreibungen für besonders risikobehaftete Prozessschritte bzw. Konzepte zur Sicherung typischer Risikosituationen. Zusätzlich können bewährte Maßnahmen zur Vermeidung von bzw. zum Lernen aus Medikationsfehlern angegeben werden. Das Krankenhaus stellt hier dar, mit welchen Aspekten es sich bereits auseinandergesetzt bzw. welche Maßnahmen es konkret umgesetzt hat.

Die folgenden Aspekte können, gegebenenfalls unter Verwendung von Freitextfeldern, dargestellt werden:

  • Aufnahme ins Krankenhaus, inklusive Anamnese: Dargestellt werden können Instrumente und Maßnahmen zur Ermittlung der bisherigen Medikation (Arzneimittelanamnese), der anschließenden klinischen Bewertung und der Umstellung auf die im Krankenhaus verfügbare Medikation (Hausliste), sowie zur Dokumentation, sowohl der ursprünglichen Medikation der Patientin oder des Patienten als auch der für die Krankenhausbehandlung angepassten Medikation.
  • Medikationsprozess im Krankenhaus: Im vorliegenden Rahmen wird beispielhaft von folgenden Teilprozessen ausgegangen: Arzneimittelanamnese - Verordnung - Patienteninformation - Arzneimittelabgabe - Arzneimittelanwendung - Dokumentation - Therapieüberwachung - Ergebnisbewertung. Dargestellt werden können hierzu Instrumente und Maßnahmen zur sicheren Arzneimittelverordnung, z. B. bezüglich Leserlichkeit, Eindeutigkeit und Vollständigkeit der Dokumentation, aber auch bezüglich Anwendungsgebiet, Wirksamkeit, Nutzen-Risiko-Verhältnis, Verträglichkeit (inklusive potentieller Kontraindikationen, Wechselwirkungen u. Ä.) und Ressourcenabwägungen. Außerdem können Angaben zur Unterstützung einer zuverlässigen Arzneimittelbestellung, -abgabe und -anwendung bzw. -verabreichung gemacht werden.
  • Entlassung: Dargestellt werden können insbesondere die Maßnahmen der Krankenhäuser, die sicherstellen, dass eine strukturierte und sichere Weitergabe von Informationen zur Arzneimitteltherapie an weiterbehandelnde Ärztinnen und Ärzte sowie die angemessene Ausstattung der Patientinnen und Patienten mit Arzneimittelinformationen, Medikationsplan und Medikamenten bzw.

Weitere Aspekte der AMTS

  • Elektronische Unterstützung des Aufnahme- und Anamnese-Prozesses (z. B. Möglichkeit einer elektronischen Verordnung, d. h. strukturierte Eingabe von Wirkstoff (oder Präparatename), Form, Dosis, Dosisfrequenz (z. B.
  • Bereitstellung eines oder mehrerer elektronischer Arzneimittelinformationssysteme (z. B. Anwendung von gebrauchsfertigen Arzneimitteln bzw.
  • Vorhandensein von elektronischen Systemen zur Entscheidungsunterstützung (z.B. Meona®, Rpdoc®, AIDKlinik®, ID Medics® bzw.
  • Spezielle AMTS-Visiten (z. B.
  • Vorhandensein adressatengerechter und themenspezifischer Informationsmaterialien für Patientinnen und Patienten zur ATMS z. B.

Prävention von Gewalt und Missbrauch

Gemäß § 4 Absatz 2 der Qualitätsmanagement-Richtlinie haben Einrichtungen die Prävention von und Intervention bei Gewalt und Missbrauch als Teil des einrichtungsinternen Qualitätsmanagements vorzusehen. Ziel ist es, Missbrauch und Gewalt insbesondere gegenüber vulnerablen Patientengruppen, wie beispielsweise Kindern und Jugendlichen oder hilfsbedürftigen Personen, vorzubeugen, zu erkennen, adäquat darauf zu reagieren und auch innerhalb der Einrichtung zu verhindern. Das jeweilige Vorgehen wird an Einrichtungsgröße, Leistungsspektrum und den Patientinnen und Patienten ausgerichtet, um so passgenaue Lösungen zur Sensibilisierung der Teams sowie weitere geeignete vorbeugende und intervenierende Maßnahmen festzulegen. Dies können u. a.

Gemäß § 4 Absatz 2 in Verbindung mit Teil B Abschnitt I § 1 der Qualitätsmanagement-Richtlinie haben sich Einrichtungen, die Kinder und Jugendliche versorgen, gezielt mit der Prävention von und Intervention bei (sexueller) Gewalt und Missbrauch bei Kindern und Jugendlichen zu befassen (Risiko- und Gefährdungsanalyse) und - der Größe und Organisationsform der Einrichtung entsprechend - konkrete Schritte und Maßnahmen abzuleiten (Schutzkonzept).

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Aus- und Weiterbildung

Die Krankenhäuser in Gronau und Umgebung engagieren sich stark in der Aus- und Weiterbildung von medizinischem Personal. Dies umfasst:

  • Famulaturen/ Praktisches Jahr von Studenten der Humanmedizin in allen Abteilungen des St.
  • Die wiederholte Betreuung von Doktoranden zur Nachwuchsförderung.
  • Das Training Center am European Robotic Institute, welches spezialisierte Schulungen im Bereich der Roboter-assistierten und laparoskopischen Chirurgie anbietet. Ärzte aus aller Welt werden hier auf die besonderen Erfordernisse der da Vinci®-Operationen vorbereitet.
  • Die Fachärzte des Herz-Jesu-Krankenhauses engagieren sich sowohl in der Aus- und Fortbildung von Medizinstudenten und niedergelassenen Ärzten als auch in der Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen.
  • In Kooperation mit anderen Krankenhäusern wird am Standort Herz-Jesu-Krankenhaus eine Zentralschule für Gesundheitsberufe vorgehalten.

Studienzentrum

Das Studienzentrum konzipiert und realisiert klinische Studien nach international gültigen Standards. Die Teilnahme an Nationalen sowie Internationalen Phase III/IV-Studien gehört zum Aufgabenbereich des Studienzentrums. Hierbei handelt es sich um AMG-, wie auch MPG Studien.

Spezialisierte Zentren

Einige Krankenhäuser haben sich auf bestimmte Bereiche spezialisiert und bieten hier besondere Expertise an:

  • Das durch die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) zertifizierte Prostata Centrum Gronau (PCG) am St.
  • Das Center for Robotic Medicine Germany (CRMG) in Gronau, wo mehrere Kliniken der St. Antonius-Hospital Gronau GmbH interdisziplinär zusammenarbeiten.
  • Die Klinik für Neurologie mit Klinischer Neurophysiologie des Herz-Jesu-Krankenhauses verfügt über eine zertifizierte Stroke Unit (Spezialstation zur Behandlung von Schlaganfallpatienten) und ist anerkanntes MS-Zentrum.

Geschichte und Entwicklung

Die Krankenhäuser in Gronau und Umgebung haben eine lange Tradition und haben sich im Laufe der Zeit stetig weiterentwickelt. So wurde beispielsweise das Evangelische Krankenhaus Lippstadt bereits im 19. Jahrhundert gegründet und hat seitdem zahlreiche An- und Umbauten erlebt.

  • Gangolf Dreieichmann, Pfarrer an der Lippstädter Großen Marienkirche, bringt den Stein ins Rollen: Der Geistliche fordert ein Armen- und Krankenhaus.
  • Das Krankenhaus steht - mit acht bis zehn Betten für Kranke, vier Betten für Kinder und vier Betten für Alte. Für die Pflege der Patienten kommen Diakonissen aus Bethel.
  • Ein neues Krankenhaus entsteht an der Wiedenbrücker Landstraße, der heutigen Wiedenbrücker Straße.
  • Schon 15 Jahre später ist das 160-Betten-Haus zu klein. Mit Ausbruch des zweiten Weltkrieges wird das Krankenhaus Lazarett für Schwerverletzte.
  • Das Krankenhaus feiert seinen 100sten Geburtstag. An der Wiedenbrücker Straße entsteht ein Krankenhausneubau, in den die ersten Patienten einziehen.
  • Das neue Jahrtausend ist von An- und Umbauten geprägt: Es gibt eine neue Kinderintensivstation mit Räumen für Frühgeborene, die neue Intensivstation für Erwachsene.
  • Das EVK Lippstadt - inzwischen Mitglied im Valeo-Klinikverbund - baut die Kinderklinik weiter aus und eröffnet das Facharztzentrum.
  • Das neue Facharztzentrum am EVK Lippstadt geht mit ambulanten Operationsräumen, verschiedenen Arztpraxen und einer Apotheke an den Start.
  • Die Patientenzimmer im Krankenhaus werden von Grund auf modernisiert. Die neue Zentralsterilisation wir eröffnet und es gibt einen Spielplatz für die Kinder- und Jugendklinik.
  • Weiterer Meilenstein auf dem Weg zum EVK-Gesundheitscampus: Der Erweiterungsbau des Facharztzentrums ist bezugsfertig. Ein 2-geschössiger Neubau im Park des Krankenhauses mit direkter Anbindung an die Gynäkologie wird fertiggestellt.
  • Die Neugestaltung des Krankenhausparks wird abgeschlossen. Ein „grünes Band“ mit Gehwegen und Beeten, umfasst die Klinikgebäude und das Facharztzentrum. Beginn der Modernisierung der Kreißsäle im Haupthaus.
  • Das EVK erweitert sein Angebot in der Geburtshilfe um einen Hebammenkreißsaal.

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