Louise L. Hay war eine einflussreiche Autorin und Verfechterin der Selbstheilung durch positive Gedanken. Ihre Bücher, die in über 23 Sprachen übersetzt wurden, basieren auf der These, dass Krankheiten oft das Ergebnis negativer Denkmuster sind. Sie selbst heilte nach eigenen Angaben ihren Gebärmutterhalskrebs im Jahr 1976 durch Affirmationen.
Wer war Louise L. Hay?
Louise L. Hay (1926-2017) war eine amerikanische Autorin und Rednerin, die für ihre Selbsthilfe- und New-Age-Bewegung bekannt ist. Ihre Philosophie konzentrierte sich auf die Kraft positiver Affirmationen und die Verbindung zwischen Geist und Körper für die Heilung.
Hay glaubte, dass negative Gedanken und ungelöste emotionale Probleme zu körperlichen Krankheiten führen können. Sie entwickelte eine Methode zur Identifizierung und Auflösung dieser negativen Denkmuster durch Affirmationen, Visualisierungen und andere Techniken.
Die Philosophie von Louise Hay
Die Kernaussage von Louise Hay ist, dass unsere Gedanken unsere Realität erschaffen. Negative und limitierende Gedanken führen zu Krankheiten und Problemen, während positive und liebevolle Gedanken Heilung und Wohlbefinden fördern.
Hay betont die Bedeutung der Selbstliebe und -akzeptanz als Grundlage für ein erfülltes und gesundes Leben. Sie ermutigt Menschen, ihre negativen Denkmuster zu erkennen und durch positive Affirmationen zu ersetzen.
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Affirmationen als Werkzeug zur Heilung
Affirmationen sind positive Aussagen, die regelmäßig wiederholt werden, um negative Denkmuster zu verändern und positive Überzeugungen zu verankern. Louise Hay empfahl, Affirmationen laut oder in Gedanken zu wiederholen, um das Unterbewusstsein zu beeinflussen und positive Veränderungen im Leben zu bewirken.
Beispiele für Affirmationen von Louise Hay:
- "Jeder Mensch, dem ich begegne, ist mein Freund."
- "Das Leben liebt mich und ich liebe das Leben."
- "Die ganze Welt ist mir freundlich gesinnt."
- "Leicht und mühelos lasse ich das Alte gehen und heiße das Neue in meinem Leben willkommen. Ich bin in Sicherheit."
- "Ich liebe meinen Körper."
- "Ich liebe mich selbst."
- "In meinem Kopf ist nur Platz für positive, Lebenskraft verstärkende Gedanken."
- "Ich unternehme jetzt einen Schritt, der mein Leben verändert, indem ich meine Gedanken verändere."
Louise Hay's Ansatz zur Krankheitsdeutung
Louise Hay entwickelte eine Liste mit möglichen psychischen Ursachen für verschiedene körperliche Beschwerden. Diese Liste soll als Anregung dienen, um eigene negative Denkmuster zu erkennen und zu verändern.
Einige Beispiele aus Louise Hays Liste:
- Akne: Sich selbst nicht annehmen. Sich selbst nicht mögen. Affirmation: Ich bin eine göttliche Ausdrucksform des Lebens. Ich liebe und akzeptiere mich in diesem Augenblick und an der Stelle, an der ich bin.
- Angst: Kein Vertrauen in den Fluss und Fortgang des Lebens. Affirmation: Ich liebe und akzeptiere mich und vertraue den Fluss des Lebens. Ich bin in Sicherheit.
- Atemwegserkrankung: Angst, das Leben ganz einzunehmen. Affirmation: Ich bin in Sicherheit. Ich liebe mein Leben.
- Augenprobleme: Du magst nicht, was du in deinem Leben siehst. Affirmation: Ich erschaffe jetzt das Leben, das ich gerne betrachte.
- Bauchschmerzen: Angst. Bringt den weiteren Fortgang zum Stillstand. Affirmation: Ich traue dem Prozess des Lebens. Ich bin in Sicherheit.
- Blasenentzündung: Ängstlichkeit. Hält fest an alten Vorstellungen. Angst, loszulassen. Stocksauer. Affirmation: Leicht und mühelos lasse ich das Alte gehen und heiße das Neue in meinem Leben willkommen.
- (Hoher) Blutdruck: Lange bestehendes, ungelöstes emotionales Problem. Affirmation: Freudig lasse ich die Vergangenheit hinter mir. Ich bin im Frieden.
- Brustprobleme: Weigerung, das Selbst zu nähren. Stellt alle anderen an die erste Stelle. Affirmation: Ich bin wichtig. Ich zähle. Ich sorge für mich und nähre mich mit Liebe und Freude. Ich lasse anderen die Freiheit zu sein, wer sie sind. Wir sind alle in Sicherheit und Freiheit.
- Depression: Wut, die zu spüren du kein Recht zu haben glaubst. Hoffnungslosigkeit Affirmation: Ich erhebe mich über die Ängste und Begrenzungen anderer Leute. Ich erschaffe mein Leben selbst.
- Diabetes: Sehnsucht nach dem, was gewesen sein könnte. Großes Bedürfnis nach Kontrolle. Tiefer Kummer. Das Leben hat nichts Süßes mehr. Affirmation: Dieser Augenblick ist von Freude erfüllt. Ich beschließe jetzt, die Süße dieses Tages zu erfahren.
- Durchfall: Angst. Ablehnung. Entgleisung. Affirmation: Aufnahme, Verdauung und Ausscheidung sind in vollkommener Ordnung. Ich bin im Frieden mit dem Leben.
- Erkältung: Zu viel auf einmal. Verwirrung, Unordnung im Denken. Kleine Verletzungen. Überzeugungen wie: „Ich bekomme jeden Winter 3 Erkältungen.“ Affirmation: Ich gestatte meinem Denken sich zu entspannen und Frieden zu finden. Klarheit und Harmonie erfüllen und umgeben mich. Alles ist gut.
- Fußpilz: Enttäuschung, nicht akzeptiert zu werden. Unfähig, leichten Schrittes voranzugehen. Affirmation: Ich liebe und akzeptiere mich. Ich gebe mir die Erlaubnis voranzuschreiten. Es ist gut, weiterzugehen.
- Fußprobleme: Angst vor der Zukunft und vor dem Voranschreiten im Leben. Affirmation: Ich bewege mich mit Freude und Leichtigkeit vorwärts.
- Gebärmutter: steht für das Zuhause der Kreativität. Affirmation: Ich bin in meinem Körper zu Hause.
- Gehirn: steht für den Computer, das Schaltpult. Affirmation: Ich bediene meinen menschlichen Geist mit Liebe.
- Grippe: Reaktion auf Massennegativität und -glauben. Furcht. Glaube an Statistiken. Affirmation: Ich werde nicht von Gruppenmeinungen oder dem Kalender beeinflusst. Ich bin frei von allen Stauungen und frei von Grippe.
- Haarausfall: Angst. Spannung. Versuch, alles unter Kontrolle zu halten. Traut nicht dem Prozess des Lebens. Affirmation: Ich bin in Sicherheit. Ich liebe und akzeptiere mich. Ich vertraue dem Leben.
- Halsschmerzen: Hält Zornesworte zurück. Fühlt sich unfähig, sein Selbst zu äußern. Affirmation: Ich lasse alle Einschränkungen los und bin frei, ich selbst zu sein.
- Hautprobleme: Furchtsamkeit, Angst. Alter, vergrabener Mist. Ich werde bedroht. Affirmation: Liebevoll beschütze ich mich mit Gedanken der Freude und des Friedens. Die Vergangenheit ist vergeben und vergessen. Ich bin frei in diesem Augenblick.
- Herzprobleme: Lange bestehende emotionale Probleme. Mangel an Freude. Verhärtung des Herzens. Glauben an Stress und Spannung. Affirmation: Freude, Freude, Freude! Liebevoll lasse ich Freude durch Herz und Sinn, Leib und Erleben fließen.
- Husten: Verlangen, die Welt anzubellen. „Seht mich an, hört mir zu!“ Affirmation: Ich werde auf positivste Weise bemerkt und geschätzt. Ich werde geliebt.
- Hüftprobleme: Angst, bezüglich größerer Entscheidungen vorwärts zu gehen. Affirmation: Ich bin vollkommen im Gleichgewicht. Ich gehe in meinem Leben und in jedem Alter mit Leichtigkeit und Freude voran.
- Hühneraugen: Verhärtete Denkbereiche, hartnäckiges Festhalten am Schmerz der Vergangenheit. Affirmation: Frei von der Vergangenheit schreite ich voran. Ich bin in Sicherheit, ich bin frei.
- Knieprobleme: Stures Ego, Stolz. Unbeugsamkeit. Angst. Mangelnde Flexibilität. Unnachgiebigkeit. Affirmation: Vergebungsbereitschaft. Verständnis. Mitgefühl. Ich beuge mich dem Fluss mit Leichtigkeit. Alles ist gut.
- Kopfschmerzen: Invalidisiert sich selbst. Kritiksucht gegen sich selbst. Angst. Affirmation: Ich liebe und akzeptiere mich. Ich betrachte mich und was ich tue mit Augen der Liebe. Ich bin in Sicherheit.
- Lungenprobleme: Depression. Trauer. Angst, Leben aufzunehmen. Fühlt sich nicht wert, ganz zu leben. Affirmation: Ich vermag die Fülle des Lebens in mich aufzunehmen. In Liebe lebe ich die Fülle des Lebens.
- Magenprobleme: Große Furcht. Angst vor dem Neuen. Unfähigkeit, Neues zu verdauen. Affirmation: Das Leben stimmt mit mir überein. Ich nehme jeden Augenblick jeden Tages das Neue in mich auf. Alles ist gut.
- Menstruationsprobleme: Ablehnung der eigenen Weiblichkeit. Schuldgefühle, Angst. Glaube, dass die Geschlechtsorgane sündhaft und schmutzig seien. Affirmation: Ich akzeptiere meine ganze Kraft als Frau und alle Vorgänge in meinem Körper als normal und natürlich. Ich liebe und akzeptiere mich.
- Migräne: Abneigung, innerlich getrieben zu sein. Widerstand gegen den Fluss des Lebens. Sexuelle Ängste. Affirmation: Ich entspanne mich im Strom des Lebens und lasse das Leben leicht und bequem für alles sorgen, was ich brauche. Das Leben ist für mich.
- Nackenprobleme: Weigerung, andere Seiten einer Angelegenheit zu betrachten. Sturheit, Unbeweglichkeit, Hartnäckigkeit. Affirmation: Mit Flexibilität und Leichtigkeit betrachte ich alle Seiten einer Sache. Es gibt unendlich viele verschiedene Möglichkeiten, etwas zu tun und zu sehen. Ich bin in Sicherheit.
- Nebenhöhlenprobleme: Gereiztheit über eine nahe stehende Person. Affirmation: Frieden und Harmonie erfüllen und umgeben mich jederzeit. Alles ist gut.
- Nerven: stehen für Kommunikation. Empfängliche Berichterstatter. Affirmation: Ich kommuniziere mit Leichtigkeit und Freude.
- Ohrenschmerzen: Wut. Will nicht hören. Zu viel Durcheinander. Eltern streiten. Affirmation: Harmonie umgibt mich. Ich lausche mit Liebe dem Angenehmen und Guten. Ich bin ein Mittelpunkt der Liebe.
- Prostataprobleme: Mentale Ängste schwächen die Männlichkeit. Aufgeben. Sexueller Druck und Schuldgefühle. Glaube an das Altern. Affirmation: Ich liebe und akzeptiere mich. Ich akzeptiere meine eigene Kraft. Ich bin im Geiste immer jung.
- Reisekrankheit: Angst. Angst, sich nicht mehr unter Kontrolle zu haben. Affirmation: Ich habe meine Gedanken immer unter Kontrolle. Ich bin in Sicherheit. Ich liebe und akzeptiere mich.
- Rücken: steht für die Unterstützung im Leben. Affirmation: Ich weiß, dass das Leben immer hinter mir steht.
- Schlaflosigkeit: Angst. Traut nicht dem Prozess des Lebens. Schuldgefühle. Affirmation: Liebevoll lasse ich den Tag hinter mir und gleite in friedlichen Schlaf mit dem Wissen, dass der morgige Tag für sich selbst sorgen wird.
- Schultern: stehen für unsere Fähigkeit, unsere Erfahrungen im Leben freudig zu tragen. Wir machen uns mit unserer Einstellung das Leben zur Last. Affirmation: Ich fasse den Beschluss, dass alle meine Erlebnisse voll Freude und Liebe sein dürfen.
- Sodbrennen: Angst, Angst, Angst. Erdrückende Angst. Affirmation: Ich atme frei und tief. Ich bin sicher. Ich vertraue dem Prozess des Lebens.
- Süchte: Vor sich selbst davonlaufen. Angst. Sich nicht zu lieben wissen. Affirmation: Ich entdecke jetzt, wie wunderbar ich bin. Ich beschließe, mich zu lieben und Freude zu genießen.
- Übelkeit: Angst. Ablehnung einer Idee oder Erfahrung. Affirmation: Ich bin in Sicherheit. Ich vertraue darauf, dass mir der Prozess des Lebens nur Gutes bringt.
- Übergewicht: Angst, Schutzbedürfnis. Läuft vor seinen Gefühlen davon, Unsicherheit, Selbstablehnung. Suchterfüllung. Affirmation: Ich bin im Frieden mit meinen Gefühlen und Empfindungen. Ich bin in Sicherheit, wo ich bin. Ich schaffe mir meine Sicherheit selbst. Ich liebe und akzeptiere mich.
- Verdauungsprobleme: Furcht, Schrecken, Ängstlichkeit auf Bauch-Ebene. Festhaltend und stöhnend. Affirmation: Ich kann alle neuen Erfahrungen leicht und freudig in mich aufnehmen und verdauen.
- Wirbelsäule: Flexible Stütze des Lebens. Affirmation: Das Leben unterstützt mich.
- Zahnprobleme: Lange bestehende Unentschlossenheit. Unfähigkeit, Ideen zu analysieren und zu Entscheidungen zu gelangen. Affirmation: Ich treffe meine Entscheidungen auf der Grundlage des Wahrheitsprinzips, und ich bin ruhig in dem Wissen, dass nur das Richtige in meinem Leben stattfindet.
- Zysten, Myome: Eine Wiederholung des alten Schmerz-Musters. Verletzungen aus der Kleinkinderzeit. Ein falsches Gewächs. Affirmation: Die alten Muster meines Denkens sind so mächtig, weil ich ihnen Macht gebe.
Ursachenforschung und Selbstverantwortung
Hay betonte, dass jeder Mensch für seine eigenen Erfahrungen verantwortlich ist, einschließlich seiner Krankheiten. Sie ermutigte Menschen, die Verantwortung für ihre Gedanken und Gefühle zu übernehmen und positive Veränderungen in ihrem Leben zu bewirken.
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Es geht darum zu erkennen, dass negative Denkmuster und ungelöste Konflikte sich im Körper manifestieren können. Durch die Auseinandersetzung mit diesen Themen und die Veränderung der eigenen Denkweise können Heilungsprozesse in Gang gesetzt werden.
Kritik und wissenschaftliche Einordnung
Die Ideen von Louise Hay sind nicht unumstritten. Wissenschaftliche Beweise für die Wirksamkeit von Affirmationen und positiven Gedanken bei der Heilung von Krankheiten sind begrenzt.
Es ist wichtig zu beachten, dass die Philosophie von Louise Hay nicht als Ersatz für eine konventionelle medizinische Behandlung betrachtet werden sollte. Sie kann jedoch als ergänzende Methode zur Förderung des Wohlbefindens und zur Unterstützung des Heilungsprozesses eingesetzt werden.
Gürtelrose (Herpes Zoster)
Die Gürtelrose ist eine Viruserkrankung, die durch das Varizella-Zoster-Virus verursacht wird, demselben Virus, das auch Windpocken auslöst. Nach einer Windpockeninfektion verbleibt das Virus inaktiv in den Nervenzellen und kann sich später im Leben als Gürtelrose reaktivieren.
Psychosomatische Aspekte der Gürtelrose
Einige Experten glauben, dass psychische Belastungen und Stress das Immunsystem schwächen und somit das Risiko einer Reaktivierung des Varizella-Zoster-Virus erhöhen können.
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Mögliche psychosomatische Ursachen der Gürtelrose:
- Innere Anspannung und Abgrenzungsprobleme: Die Haut als Grenze zur Außenwelt kann bei einer Gürtelrose signalisieren, dass eine Situation "unter die Haut geht" und ein "brennendes Verlangen" besteht, aus der Haut zu fahren.
- Aggressive Entladung nach aufgestauten Grenzkonflikten: Das Aufbrechen der Haut kann als Veräußerungsprozess interpretiert werden, bei dem etwas, das früher nicht zur Blüte kam, nun auf der somatischen Ebene "blüht".
- Übertriebener Leistungs-Ehrgeiz: Der Körper signalisiert durch den Ausbruch der Gürtelrose, dass eine Grenze überschritten wurde und es Zeit ist, sich zu erholen.
- Partnerschaftliche Probleme: Eine Gürtelrose um den Brustkorb kann bedeuten "Bleib mir vom Leib!", was auf eine Klärung der Beziehung hinweist.
Psychologische Faktoren und Verlauf der Gürtelrose
Studien haben gezeigt, dass psychologische Faktoren wie Stress, Schlafmangel, mangelnde Lebensfreude und Depressionen den Verlauf der Gürtelrose beeinflussen können. Eine Depression kann das Risiko einer Gürtelrose erhöhen, insbesondere bei jüngeren Patienten.
Tai Chi Chih als unterstützende Maßnahme
Tai Chi Chih, eine Form der Bewegungstherapie, kann Patienten mit Gürtelrose helfen, psychosomatische Effekte zu lindern, den allgemeinen Gesundheitszustand zu verbessern und die Aktivität der Abwehrzellen zu erhöhen.
Post-Zoster-Neuralgie (PZN)
Bei etwa 10 Prozent der Patienten mit Gürtelrose bleiben dauerhafte, schmerzhafte Nervenschäden zurück, die als Post-Zoster-Neuralgie bezeichnet werden. Die andauernden Schmerzen können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen und das Risiko für Depressionen, Selbstmordgedanken und Ängste erhöhen.
Patienten, die von der Schwere ihrer Erkrankung überzeugt sind oder ihre Lebensqualität als negativ empfinden, haben ein höheres Risiko für die Entwicklung einer Post-Zoster-Neuralgie. Auch psychosomatische Symptome während des akuten Ausbruchs können auf ein erhöhtes Risiko hinweisen.
Empfehlungen für die Behandlung
Ärzte und Wissenschaftler empfehlen, seelische Aspekte bei der Behandlung von Gürtelrose zu berücksichtigen und zu behandeln. Die Stärkung der körperlichen und psychischen Abwehr kann den Verlauf der Erkrankung positiv beeinflussen.
Lise Bourbeau und die Metaphysik von Krankheiten
Lise Bourbeau, eine Schülerin von Louise Hay, entwickelte eine eigene Methode zur Entschlüsselung der metaphysischen Ursachen von Krankheiten. Sie betont, dass der Körper durch Unwohlsein oder Krankheit signalisiert, dass wir in einer Weise denken, die uns selbst schadet.
Bourbeau sieht Krankheiten als Geschenk, um unser Wesen wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Sie ist der Ansicht, dass der Körper das äußere Abbild unseres Innenlebens ist und ein kranker Körper versucht, etwas auszugleichen.
Das "Ich" und die Ursachen von Krankheiten
Bourbeau betont die Bedeutung des "Ichs" (Egos) bei der Entstehung von Krankheiten. Wenn das Ego unser Leben bestimmt, können wir nicht so sein, wie wir sein wollen, und blockieren dadurch den Körperteil, durch den unsere Wünsche zum Ausdruck gelangen sollten.
Sie schlägt vor, Probleme genau zu untersuchen, auch wenn die Krankheit rein körperlich zu sein scheint. Es ist wichtig, sich nicht vom Ego beeinflussen zu lassen, das die Verantwortung für die Krankheit äußeren Faktoren zuschreiben will.
Autoimmunerkrankungen
Autoimmunerkrankungen entstehen, wenn das Immunsystem fälschlicherweise körpereigene Zellen angreift. Die Ursachen sind noch nicht vollständig geklärt, aber psychosomatische Faktoren können eine Rolle spielen.
Psychosomatische Aspekte von Autoimmunerkrankungen
Experten weisen darauf hin, dass Patienten mit Autoimmunerkrankungen oft einen schweren inneren Konflikt haben. Ein langjähriger, kindlicher Konflikt, der aus der Familie mitgebracht wurde, kann ebenfalls eine Rolle spielen.
Weitere Merkmale von Patienten mit Autoimmunerkrankungen:
- Erhöhtes Maß an Angst
- Depressionen
- Schwierigkeiten, Gefühle auszudrücken
- Verlust in Stresssituationen
- Verzerrte Wahrnehmung der Realität
- Mangelnde Toleranz und Kompromissbereitschaft
- Negative Reaktion auf Ratschläge
- Wunsch, die Welt radikal zu verändern
Beispiele für Autoimmunerkrankungen und ihre möglichen psychosomatischen Ursachen
- Poliomyositis: Systemische Autoimmunzerstörung von Muskelzellen. Mangelnder Wunsch, alles Neue zu akzeptieren. Fehlende Motivation und Wille, weiterzugehen.
- Multiple Sklerose: Zerstörung der Struktur des zentralen Nervensystems. Innere Konflikte vor dem Hintergrund erhöhter Wut, Grausamkeit, mangelnder Flexibilität des Denkens und der Toleranz.
- Systemischer Lupus erythematodes: Autoimmunerkrankung des Bindegewebes. Unterdrückung von Ärger und Aggression gegenüber der Welt und anderen Menschen. Selbstbeschuldigung.
- Schilddrüsenentzündung: Autoimmunschaden an der Schilddrüse. Übernahme zu vieler Verpflichtungen und Verantwortung für andere. Ausrichtung auf Aggressionen und Selbstvorwürfe.
- Autoimmunzirrhose: Respektlosigkeit gegenüber eigenen Bedürfnissen und Wünschen. Mangel an Selbstliebe, harte Haltung.
Behandlung von Autoimmunerkrankungen
Neben der medikamentösen Therapie ist die Hilfe eines qualifizierten Psychotherapeuten wichtig. Es gilt, den Lebensbereich zu finden, in dem sich ein bestimmter, verschärfter innerer Konflikt entwickelt hat. Die Lösung dieses Konflikts und ein angemessenes Selbstwertgefühl können dazu beitragen, eine stabile und langanhaltende Remission zu erreichen.
Es ist wichtig, aufzuhören, sich selbst die Schuld zu geben und alles zu beschuldigen. Es ist wichtig, nicht zwischen zwei Gesichtspunkten gerissen zu sein, um Entscheidungen treffen zu können und einer gewählten Flugbahn zu folgen. Sie müssen Ihre Gedanken im Auge behalten, versuchen, Ihre Gedanken sauber zu halten, und richten Sie keine negativen Dinge auf sich oder andere.