Die Neurochirurgie in Heidelberg genießt national und international einen exzellenten Ruf. Fest verankert im Neurozentrum der Kopfklinik und den benachbarten Fachkliniken der Universitätsmedizin, bietet die Neurochirurgie Heidelberg ihren Patienten eine neurochirurgische Therapie auf höchstem medizinischem Niveau. Pro Jahr werden hier etwa 12.000 Patienten behandelt und mehr als 3.500 Operationen durchgeführt. Neben dieser großen Erfahrung greifen die Spezialisten dabei auf ein einzigartiges Spektrum an modernster OP-Technologie zurück. Das neurochirurgische Zentrum Heidelberg genießt das große Vertrauen von vielen deutschen wie auch internationalen Patienten. Es werden alle mikro-neurochirurgischen Operationsverfahren angeboten.
Ambulante Versorgung und Besuchsregelungen
Die Neurochirurgie Heidelberg legt großen Wert auf eine patientenorientierte ambulante Versorgung.
Ambulanz: In der Ambulanz ist es Patient:innen gestattet, maximal eine Begleitperson mitzubringen.
Tageskliniken: Der Zugang zum Behandlungsraum der Tageskliniken ist ausschließlich Patient:innen vorbehalten; Begleitpersonen sind hier nicht zugelassen. Für Gespräche im Sprechzimmer der Tageskliniken kann eine Begleitperson hinzugezogen werden, falls der Patient bzw. die Patientin im Vorgespräch vor Therapiegabe eine Hilfsperson benötigt (z.B. zur Unterstützung bei der Entscheidungsfindung).
Zum Schutz aller Besucher wird empfohlen, im NCT Heidelberg eine Mund-Nasen-Maske zu tragen.
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Schwerpunkte der Neurochirurgie Heidelberg
Die Neurochirurgie Heidelberg deckt das gesamte Spektrum der neurochirurgischen Behandlung von Erkrankungen des peripheren und zentralen Nervensystems ab. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Behandlung von Tumoren. Die Onkologische Neurochirurgie unter der Leitung von Prof. Dr. Sandro Krieg zählt zu den größten Zentren in Europa.
Zu den behandelten Krankheitsbildern gehören:
- Primäre Hirntumore: Hypophysentumore, Gliome, Astrozytome, Hirnmetastasen.
- Tumoren der Schädelbasis: Clivuschordome, Meningeome der Schädelbasis. Bei der Behandlung von Tumoren der frontalen und lateralen Schädelbasis / Clivuschordomen wird gemeinsam mit den Kollegen der HNO und Mund-Zahn-Kiefer-Chirurgie operiert.
- Tumoren an der Hirnhaut: Meningeome.
- Tumoren des Rückenmarks
- Tumoren an der Wirbelsäule: Chordome, Chondrosarkome.
- Hirn- und Rückenmarkstumore bei Kindern: Bei Kindern werden die Behandlungen stets durch ein spezialisiertes Team von Kinder-Neurochirurgen gemeinsam abgestimmt mit dem auf Hirn- und Rückenmarkstumoren spezialisierten Team der Kinderklinik durchgeführt.
- Gefäßmissbildungen: Aneurysmen, arterio-venöse Malformationen (AVM), Kavernome. Aneurysmen werden, je nach Lage, entweder mit speziellen Clips vom ursprünglichen Blutgefäß abgeklemmt (clipping) oder mikrochirurgisch entfernt. Die Entscheidung über die Wahl der Therapie wird individuell vom medizinischen Sachverhalt abhängig entschieden.
- Spinale Fehlbildungen: Syringomyelie, Spina bifida aperta, Spina bifida occulta, Dysraphien, Dermalsinus, Tethered Cord. Je nach individueller Fehlbildung und Symptomatik werden die Operationsziele geplant: z. B. Verschluss von Defekten der schützenden Rückenmarkshäute, Lösen von Verwachsungen mit der Wirbelsäule (etwa zur Vorbereitung einer Skoliose-Operation) oder Vermeidung der Bildung eines Hydrocephalus („Wasserkopf“) durch die Wiederherstellung einer ungestörten Zirkulation des Hirnwassers.
- Erkrankungen und Verletzungen der Wirbelsäule: Bandscheibenvorfall, Spinalkanalstenose, Wirbelgleiten, Traumata der Wirbelsäule.
- Bewegungsstörungen: Dystonie, Morbus Parkinson, essentieller Tremor.
- Krankheiten des N. trigeminus [V.]
- Subarachnoidalblutung, von der A.
- Fraktur des 2.
- Krankheiten des N. facialis [VII.]
- Subarachnoidalblutung, von der A.
- Sonstige Affektionen des N. opticus [II.]
- Läsion des N.
- Aneurysma und Dissektion der A.
- Fraktur des 1.
- Fraktur des 7.
- Subarachnoidalblutung, von der A.
- Fraktur des 6.
- Fraktur des 5.
- Sonstige Läsionen des N.
Modernste OP-Technologien und Verfahren
Die Neurochirurgie Heidelberg setzt auf modernste Technologien und Verfahren, um eine optimale Behandlung der Patienten zu gewährleisten.
- Computergestützte Operationsinstrumente (Neuronavigationssysteme) und moderne OP-Mikroskope (Mikrochirurgie) als Standard: Somit kann der Tumor auf Bruchteile von Millimetern genau erreicht und beseitigt werden. Ein Großteil der Operationen wird unter Verwendung leistungsfähiger OP-Mikroskope in mikrochirurgischer Technik ausgeführt. Computergestützte Neuronavigation, intraoperatives MRT und Doppler-Ultraschall sowie elektrophysiologisches Neuromonitoring sind Standardverfahren bei Eingriffen in funktionell kritischen Hirn- und Nervenregionen.
- Anfärbung des Tumorgewebes mit fluoreszierenden Substanzen: Der Neurochirurg kann das Tumorgewebe genau vom gesunden Gewebe unterscheiden.
- Endoskopische Operation: ohne Öffnung des Schädels, z.B. Operation durch die Nase. Priv.-Doz. Dr. Berk Orakcioglu ist Experte in minimal-invasiven Eingriffen und setzt auf endoskopische Verfahren. Minimal-invasive Operationsverfahren kommen auch bei Erkrankungen und Verletzungen der Wirbelsäule zum Einsatz (in 90% bei Bandscheibenvorfällen).
- Wachkraniotomie: Bei Tumoren im Bereich der Sprachzentren kann die Operation beim zeitweise wachen, dabei schmerzfreien Patienten erfolgen, um die Sprachfunktion während der Tumorentfernung zu überwachen und zu erhalten. Vor und während der Operation werden die Patienten sorgfältig von geschulten Psychologen vorbereitet und während der Operation betreut.
- Tiefe Hirnstimulation (THS): Bei Bewegungsstörungen wird eine feine Elektrode in einem minimal-invasiven Operationsverfahren millimetergenau in die betroffenen Gehirnareale implantiert. Somit kann durch schwache elektrische Impulse, ähnlich einem Herzschrittmacher, einer Normalisierung der Bewegungen erreicht werden. Bei Patienten aus dem Ausland ist vorab zu prüfen, ob der Patient für die häufigen Nachkontrollen in Heidelberg verfügbar sein kann.
- Minimal-invasive Operationsverfahren: Operation mit Neuronavigation und CT-gesteuerter Überwachung des OP-Verlaufs. Bei Bedarf Implantation von Stangen-Schrauben-Systemen zur Stabilisierung. Eine Kombination verschiedener Eingriffstechniken wird individuell auf den Patienten abgestimmt und so können auch sehr komplexe Erkrankungsbilder mit gutem Erfolg behandelt werden.
- Transkranielle Magnetstimulation (TMS) oder spezielle MRT-Untersuchungen mit Faserbahndarstellung: Diese Diagnostikverfahren werden routinemäßig bei Patienten mit intrakraniellen Tumoren durchgeführt.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit
Die Neurochirurgie Heidelberg arbeitet eng mit anderen Fachdisziplinen zusammen, um eine umfassende und optimale Versorgung der Patienten zu gewährleisten. Zu den Kooperationspartnern gehören:
- Abteilung für Neuroradiologie
- Abteilung für Neuropathologie - Gewebediagnostik auf höchstem internationalem Niveau
- Abteilung für Neuroonkologie
- Abteilung für Pädiatrische Onkologie / Sektion: Kindliche Hirntumoren
- Abteilung für Radioonkologie (Cyberknife, IMRT, MR-Linac, etc.)
- Heidelberger Ionenstrahltherapiezentrum Protonen-/Schwerionenbestrahlung (z.B.
Behandlung von internationalen Patienten
Die Neurochirurgie Heidelberg ist international anerkannt und behandelt Patienten aus aller Welt. Internationale Patienten werden auf Wunsch von Prof. Krieg oder einem seiner erfahrensten Stellvertreter, Spezialist für die jeweilige Erkrankung, operiert. Bei der persönlichen Vorstellung erhalten alle Patienten umfangreiche Informationen und können alle Fragen rund um die Therapie stellen.
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Wie können internationale Patienten eine Behandlung anfragen?
Bitte senden Sie über das internationale Telemedizinportal:
- Das ausgefüllte Kontaktformular mit wichtigen Angaben zum Patienten.
- Einen aktuellen Arztbericht (in Deutsch, Englisch oder Russisch), inkl. Beschwerden.
- MRT- / CT-Bilder (diese sollten nicht älter als 3 Monate sein).
- Den schriftlichen Befund des begutachtenden Radiologen im Heimatland.
Das International Office leitet die Anfrage unmittelbar nach Erhalt der vollständigen Informationen an einen erfahrenen neurochirurgischen Experten.
Forschung und Lehre
Die Neurochirurgie Heidelberg ist in Forschung und Lehre aktiv und trägt zur Weiterentwicklung des Fachs bei. Die rege klinische und experimentelle Forschungsaktivität sowie die enge fachliche Vernetzung mit national und international hochrangigen Forschungszentren sind ideale Voraussetzungen für eine erstklassige Qualität der Lehre und Forschung - und der Grund für eine jährlich wachsende Zahl von Medizinstudierenden und Gast-Forschern aus aller Welt.
Priv.-Doz. Dr. Berk Orakcioglu engagiert sich für die Weiterentwicklung seines Fachs im praktischen ebenso wie im akademischen Bereich sowie als Lehrbeauftragter der Neurochirurgischen Klinik im Rahmen des HeiCuMed Studenten-Ausbildungskonzepts. Er lehrt u. a. in Kursen der deutschen Wirbelsäulengesellschaft (DWG). Er besitzt die Weiterbildungsbefugnis für das Fach Neurochirurgie.
St. Josefskrankenhaus Heidelberg: Ergänzende Versorgung
Neben der Universitätsklinik bietet auch das St. Josefskrankenhaus in Heidelberg eine wichtige Anlaufstelle für Patienten. Es verfügt über die einzige Notaufnahme in Heidelberg neben der Uniklinik und spielt daher eine wichtige Rolle in der Notfallversorgung und in der Versorgung von Arbeitsunfällen in Heidelberg und der Region. Die neue Zentrale Notaufnahme befindet sich nun als Herzstück inmitten der Radiologie, dem Herzkatheterlabor, der Schock- und Eingriffsräume, der Endoskopie und der Funktionsdiagnostik. Das St. Josefskrankenhaus intensiviert das Behandlungsangebot für Patient:innen in der Akut- und Dringlichkeitsversorgung durch Erweiterung der Unfall- und Wiederherstellungschirurgie. Neben den etablierten Fachgebieten rückt zukünftig die Not- und Dringlichkeitsversorgung verstärkt in den Fokus der Patientenbehandlung.
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Das St. Josefskrankenhaus ist gut angebunden und sowohl mit öffentlichen Verkehrsmitteln als auch mit dem Auto gut zu erreichen.
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