Neurochirurgie Homburg Team: Umfassende Versorgung auf höchstem Niveau

Die Klinik für Neurochirurgie am Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg deckt unter der Leitung von Prof. Dr. med. Joachim Oertel das gesamte neurochirurgische Spektrum im Kindes- und Erwachsenenalter ab und ist damit eine der wenigen Kliniken in Europa, die diese umfassende Versorgung anbieten. Die moderne Neurochirurgie ist hochspezialisiert und vielfältig, weshalb ein großes Ärzteteam zusammenarbeitet, um die komplexen und schweren Erkrankungen der Patienten optimal zu behandeln.

Das Team

Die Klinik verfügt über ein breites Spektrum an hochqualifiziertem Personal, darunter:

  • Chefsekretariat / Privatambulanz: Steven Seger, Ann-Kathrin Pees-Schlachter, Matthias Nunold
  • Auszubildende Kauffrau für Büromanagement: Alyssa Wilms
  • Stellvertretender Klinikdirektor: Prof. Dr. med. Gerrit Fischer
  • Oberarzt QM-Beauftragter des Neuroonkologischen Zentrums: Matthias Hülser
  • Leitung Neurochirurgische Intensivstation: Dr. med Saskia Kantak, Prof. Dr. med. Ralf Ketter
  • Oberärzte: PD Dr. med. Dörthe Keiner, Dr. Univ. St. Petersburg Magomed Lepshokov, Dr. med. Dorothea München, Dr. med. Kerim Hakan Sitoci-Ficici, PD Dr. med. Jacek Szczygielski, Dr. med. Fritz Teping
  • Assistenzärzte: Joris Alisauskas, Almud Bansberg, Muataz Anwar Omar Bokhatwa, Cecilia Bordone, Jason Richard Degiannis, Alexei Mishin, Nathan Gabriel Monfroy, Ruben Emilio Mota, Claude Lionel Ngassam Djeumen, Afrasiab Rabbani, Dr. med. Karen Radtke, Dr. med. Hannah Spielmann, Mohammad Ali Sukkar
  • Leitung der Forschungsabteilung Zellkultur und Molekulargenetik: Prof. Dr. rer. nat. Steffi Urbschat
  • Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Fadel Al-Awamleh
  • Studienassistentin: Susanne Mathieu
  • Stationäres Patientenmanagement: Kim Kania, Tina Weyer
  • Pflegedienstleitung Neurozentrum: Martin Klotz, B.A. Nursing Management
  • Archiv: Wilhelmine Daub, Bärbel Gard
  • Elektrophysiologie: Margit Krewer, Nadine Stein, Milijana Scherer, Viktoria Schamanski
  • Physiotherapie: Bianca Menett
  • IT-Beauftragter: Jörg Siefert

Das Team wird durch weitere Spezialisten und Fachkräfte ergänzt, die eine umfassende und individuelle Patientenversorgung gewährleisten.

Schwerpunkte der Klinik

Die Klinik für Neurochirurgie in Homburg deckt ein breites Spektrum an neurochirurgischen Krankheitsbildern ab. Dabei werden den Patienten Sorgfalt, fachliche Kompetenz, Flexibilität, medizinische Geräte auf dem neuesten technischen Stand, ein hoher Hygienestandard, ein dynamisches ausgebildetes Personal und eine Rundumbetreuung vor, während und nach der Operation garantiert. Zu den Schwerpunkten gehören:

Neuroonkologie

Im Neuroonkologischen Zentrum Homburg werden Krebspatienten umfangreich und auf ganzheitliche Weise betreut. Die Patienten werden umfassend über ihre Erkrankung und alle therapeutischen Möglichkeiten aufgeklärt, dabei besteht ausreichend Zeit für Fragen rund um die Erkrankung sowohl für die Patienten als auch für Angehörige. Zudem werden Möglichkeiten zur psychosozialen Anbindung angeboten, die von jedem Patienten wahrgenommen werden können. Zur operativen Behandlung von Hirntumoren oder spinalen Tumoren stehen am Universitätsklinikum des Saarlandes modernste Therapiemöglichkeiten zur Verfügung, die je nach Krankheitsbild unterschiedlich angewandt werden können.

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Dabei kommen operative Komplett- oder Teilresektionen in Frage, wobei die Tumore für den operativen Eingriff vorab durch Kontrastmittel sichtbar gemacht werden. Zusätzlich kann eine Strahlentherapie in Betracht kommen, die von den Kollegen aus der Radioonkologie übernommen wird. Ebenso wird eine Vielzahl von Krebserkrankungen zudem chemotherapeutisch behandelt, die entsprechenden Zytostatika werden anhand der Art des Tumors und des Patientenprofils ausgewählt. Um den Patienten während dieser belastenden Behandlungszeit ein verbessertes Wohlbefinden zu ermöglichen und Nebenwirkungen zu verringern, bietet das neuroonkologische Zentrum vielfältige Angebote zur supportiven Therapie an.

Die Klinik für Neurochirurgie nimmt an verschiedenen nationalen und lokalen Studien zur Diagnostik und Behandlung von neuroonkologischen Tumoren teil und ermöglicht den Patienten so eine Behandlung auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft. Am Standort erfolgt außerdem eine umfangreiche neuropathologische Diagnostik des Tumorgewebes, sowie eine breite Bearbeitung wissenschaftlicher Fragestellungen im Beriech der Tumorgenetik neuroonkologischer Tumoren.

Kinderneurochirurgie

Die operativen Eingriffe der Kinderneurochirurgie, sowie die perioperative Mitbehandlung der pädiatrischen Patienten werden durch ein erfahrenes kinderneurochirurgisches Team um Chefarzt Prof. Dr. Oertel, umgesetzt. Der Behandlungsablauf bei kindlichen Patienten stellt einen integrativen Prozess dar, der interdisziplinär eng mit weiteren Fachbereichen verflochten ist. Das neurochirurgische Team arbeitet mit der Pädiatrie, der Neuroradiologie, den Kinderchirurgen und der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie zusammen.

Die stationäre Betreuung der kleinen Patienten erfolgt auf der Station der Kinderheilkunde, wobei die Neurochirurgen tägliche Visiten der behandelten Kinder durchführen und im engen Austausch mit den jeweiligen Stationsärzten stehen. Mögliche Behandlungsschwerpunkte der pädiatrischen Neurochirurgie können der kindliche Hydrozephalus, Hirntumore, Schädelverformungen bei Kraniostenosen und die Spina bifida, umgangssprachlich auch offener Rücken genannt, sein.

Vaskuläre Neurochirurgie

Entstehen krankhafte Veränderungen an den Hirngefäßen, kann dies längerfristig gefährliche Folgen mit sich bringen. Die vaskuläre Neurochirurgie beschäftigt sich mit der Diagnostik und Behandlung solcher Gefäßerkrankungen des Gehirns, sodass schwerwiegende Folgen mit höherer Wahrscheinlichkeit vermieden werden können. Aneurysmen sind Aussackungen der Gefäßwand, die über längere Zeit stetig an Größe gewinnen können. Dies birgt die Gefahr einer Hirnblutung mit möglichen Komplikationen, weshalb Aneurysmen ab einer bestimmten Größe operativ oder interventionell behandelt werden sollten.

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Die Neurochirurgen nutzen dafür einen sogenannten Clip am Hals des Aneurysmas, der das Aneurysma vom Blutstrom des Gefäßes trennt. Auch stark erweiterte Kapillaren, sogenannte Angiome oder arteriovenöse Malformationen, die einen Kurzschluss zwischen dem arteriellen und venösen System darstellen, können operativ behandelt werden. Durch eine enge Zusammenarbeit mit der Klinik für Neuroradiologie ist es möglich den Patienten auch interventionelle Therapieverfahren anzubieten, sodass ein auf die einzelnen Patienten zugeschnittenes Therapiekonzept entworfen werden kann.

Stereotaxie

Die Stereotaxie beschreibt das Einbringen von Elektroden in tief liegende Hirnstrukturen, um Biopsien von vorab auffällig gewordenen Veränderungen zu entnehmen oder die tiefe Hirnstimulation beispielsweise bei Morbus Parkinson durchzuführen. Für den Eingriff kommen ein stereotaktischer Grundring und passende Lokalisationsscheiben zum Einsatz, die dem präzisen Auffinden der gewünschten Strukturen dienen.

Vorher erfolgt eine genaue Berechnung der Lage, die unter anderem durch computertomographische Verfahren oder die Magnetresonanztomographie genauer lokalisiert werden kann. Dies ist notwendig, da die veränderten Strukturen häufig so klein sind, dass eine äußerst präzise Berechnung von hoher Wichtigkeit ist, um den entsprechenden Bereich zu treffen und dabei umliegende Strukturen zu schonen. Das Einbringen der Elektroden kann bei korrekter Lokalisation auf gezielte Weise bestimmte Schaltkerne und Verbindungsbahnen ausschalten, die zur Entstehung der Symptomatik des Krankheitsbildes beitragen.

Wirbelsäulenchirurgie

Die Wirbelsäulenchirurgie umfasst unterschiedliche Krankheitsbilder der Wirbelsäule, die sich konservativ nicht als ausreichend behandelbar erweisen. Dazu zählen beispielsweise Bandscheibenvorfälle, Spinalkanalstenosen, degenerative Erkrankungen, Tumore des Spinalkanals und durch Unfälle entstandene Traumata.

Bandscheibenvorfälle sind ein häufiges Krankheitsbild und können einen hohen Leidensdruck verursachen. Kann auf konservative Weise längerfristig keine Besserung erzielt werden oder kommt es zu Lähmungserscheinung aufgrund des Drucks auf austretende Nerven, kann ein operativer Eingriff Linderung verschaffen. Operationen an der Wirbelsäule werden bevorzugt mittels minimalinvasiver bzw. endoskopischer Techniken durchgeführt. Dies bietet den Vorteil, dass postoperativ aufgrund des verringerten Wundgebietes zumeist weniger Schmerzen entstehen und der Wundheilungsprozess verkürzt wird. Ebenso wird in der Regel ein kürzerer Krankenhausaufenthalt nötig.

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Wir bieten konservative und operative Therapien an der Halswirbelsäule, der Brustwirbelsäule, der Lendenwirbelsäule und am Sakrum an. Durch Bandscheibenvorfälle und Spinalkanalstenosen entsteht eine Kompression auf die Nervenwurzeln, und dieser Druck kann zu Rückenschmerzen mit Ausstrahlung in die Extremitäten (Bein oder Arm), Sensibilitätsstörungen und Lähmungserscheinungen führen. Bei der mikrochirurgischen Dekompression wird das störende Gewebe, welches Druck auf die Nervenwurzel ausübt, entnommen. Für eine bessere Sicht wird in der Regel ein Mikroskop benutzt, daher wird diese Technik auch Mikroskopisch-unterstützte-Dekompression genannt. In den letzten Jahren hat sich die vollendoskopische Operation der Bandscheibe etabliert. Vorteile der Technik sind kleine Zugänge (ca. Bandscheibenprothesen werden verwendet, um die erkrankte Bandscheibe zu ersetzen, und sie werden hauptsächlich im Bereich der Halswirbelsäule implantiert, wobei die Bandscheibenprothese auch in der Lendenwirbelsäule verwendet werden kann.

Eine Bandscheibenprothese soll die natürliche Bandscheibe ersetzen und die Beschwerden lindern, die durch eine Degeneration der Bandscheibe kommen. Spondylodese bedeutet eine Versteifung der instabilen Wirbelsäule. Ziel dieses Eingriffes ist, Bewegungsstabilität zu schaffen und Rückenschmerzen zu reduzieren. Diese Operationstechnik kommt am häufigsten zum Einsatz z.B. bei Spondylolisthesis (Wirbelgleiten), Wirbelkörperinfektionen (Spondylodiszitis), Wirbelkörpertumoren und Deformitäten (z.B. degenerative Skoliosen).

Bei einer Spondylodese werden Schrauben, Stäbe und/oder Cages (Platzhaltern) in die Wirbelkörper eingesetzt und so miteinander verbunden und die Stabilität der einzelnen Segmente wiederhergestellt. Um die Sicherheit für die Patientinnen und Patienten höchstmöglich zu machen, verwenden wir für diese OP Navigation.

Durch den Einsatz des O-Arm (Firma Medtronic), können wir anhand einer digitalen Simulation, die während der Operation durch eine 3D-Bildgebung erstellt wird, die Pedikelschrauben genau im Wirbelkörper platzieren. Diese Verfahren werden in der Regel als Ergänzung der medikamentösen Therapie eingesetzt. Bei der interventionellen Schmerztherapie (Infiltration) wird mithilfe einer dünnen Hohlnadel ein entzündungshemmendes Medikament (z.B. Kortison) und/oder eine betäubende Substanz (z.B. Lidocain) in die Nähe der Wirbelgelenke oder der Nervenwurzel gespritzt. Die Injektionen werden radiologisch unterstützt und durch die Radiologen der Hochtaunus-Kliniken durchgeführt.

Eine andere interventionelle Schmerztherapie ist die Facettendenervierung. Bei dieser Technik werden die Nervenfasern, die den Schmerz vom Facettengelenk weiterleiten, perkutan oder endoskopisch verödet.

Neurochirurgische Intensivmedizin

Auf der Neurochirurgischen Intensiv- und Überwachungsstation der Klinik für Neurochirurgie Homburg stehen 12 Beatmungsplätze und 8 Überwachungsplätze zur Behandlung schwer kranker Patienten zur Verfügung. Der Intensivbereich ermöglicht ebenso eine bestmögliche Überwachung der Patienten nach komplexen neurochirurgischen Eingriffen.

Neuroendoskopie und minimalinvasive Verfahren

Die Klinik für Neurochirurgie in Homburg forscht intensiv an der Verbesserung und Weiterentwicklung endoskopischer und minimalinvasiver Operationsverfahren und erlangte unter der Leitung von Prof. Oertel auf diesem Fachgebiet internationales Renommee.

Der Begriff Neuroendoskopie bedeutet, dass der operative Eingriff mittels Schlüssellochmethode durchgeführt wird. Dabei wird ein sogenanntes Endoskop mit einer kleinen Kamera über einen kurzen Hautschnitt in das Operationsgebiet eingebracht. Dies erleichtert dem Operateur die Übersicht im Operationsgebiet vor allem bei kleinen Strukturen und bietet den Vorteil eines verminderten Weichteiltraumas. Auch gewinkelte Optiken werden genutzt, sodass auch schwierig gelegene Strukturen erreicht und eingesehen werden können.

Im Bereich des Kopfes werden endoskopische Techniken zur Behandlung intraventrikulärer Tumoren, Liquorzirkulationsstörungen und intrakranieller Zysten eingesetzt. Endoskopisch assistierte Operationen können auch zur Behandlung von intrakraniellen Aneurysmata eingesetzt werden. Auch bei intrakraniellen Tumoren im Bereich der Schädelbasis kann diese Operationsmöglichkeit einen Mehrwert mit sich bringen, da die Tumoren auf diese Weise mit einer höheren Erfolgswahrscheinlichkeit komplett entfernt werden kann.

Im Bereich der Wirbelsäule können Bandscheibenvorfälle, Synovialzysten und Spinalkanalstenosen endoskopisch behandelt werden. Auch für stabilisierende Operationen im Bereich der Wirbelsäule werden minimalinvasive und endoskopische Techniken eingesetzt.

Ausbildung zum/zur Kaufmann/frau für Büromanagement

Die Klinik bietet auch die Möglichkeit zur Ausbildung zum/zur Kaufmann/frau für Büromanagement. Im Büro für reibungslose Abläufe sorgen. Alles im Griff? Bei Deiner Ausbildung zum/zur Kaufmann/frau für Büromanagement stellst Du Dein Organisationstalent unter Beweis - hier gilt es, den Überblick im Büroalltag zu behalten.

Die Ausbildung Kaufmann/frau für Büromanagement ist eine Kombination aus den Büroberufen Bürokaufleute, Fachangestellte für Bürokommunikation und Kaufleute für Bürokommunikation - und wird umgangssprachlich auch gerne Sekretär/in genannt.

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