In der Neurochirurgie, Wirbelsäulenchirurgie und Schmerztherapie liegt der Fokus auf der Diagnose, Behandlung und Nachsorge von Erkrankungen des Nervensystems, insbesondere auch Rückenmarktumoren. Dieser Artikel bietet einen detaillierten Einblick in die verschiedenen Aspekte der neurochirurgischen Privatbehandlung von Rückenmarktumoren.
Neurochirurgische Leistungen im Überblick
Die neurochirurgische Praxis bietet ein breites Spektrum an Leistungen, das von der Diagnostik bis zur operativen Therapie reicht. Im Mittelpunkt steht die Steigerung der Lebensqualität und die Zufriedenheit der Patienten.
Diagnostik neurologischer Erkrankungen
Eine umfassende Diagnostik ist der erste Schritt zu einer erfolgreichen Behandlung. Hierzu gehören:
- Elektrophysiologische Untersuchungen: Messung der elektrischen Aktivität im Gehirn und den Muskeln.
- Bildgebende Verfahren: Detaillierte Aufnahmen des Gehirns und der Wirbelsäule mittels modernster Technik. Dazu gehören Röntgenaufnahmen und offene MRT-Untersuchungen, die eine präzise Diagnose ermöglichen.
Konservative Behandlungsmethoden
Bei vielen Erkrankungen der Wirbelsäule, wie beispielsweise Bandscheibenvorfällen, werden zunächst konservative Behandlungsmethoden eingesetzt. Dazu gehören:
- Krankengymnastik: Gezielte Übungen zur Stärkung der Muskulatur und Verbesserung der Beweglichkeit.
- Alternative Methoden: Ergänzende Therapien zur Schmerzlinderung und Förderung der Heilung.
- Schmerztherapie: Medikamentöse Behandlung zur Reduktion von Schmerzen.
Operative Behandlungsmöglichkeiten
Sollten konservative Maßnahmen nicht ausreichend helfen, kann eine Operation eine sinnvolle Option sein. Die Praxis bietet moderne OP-Verfahren mit fortschrittlicher Technologie. Ein besonderer Fokus liegt auf minimalinvasiven Techniken, die eine schonende Behandlung ermöglichen.
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Ambulante Eingriffe
Einige Eingriffe können ambulant durchgeführt werden, was eine effiziente Versorgung ohne stationären Aufenthalt ermöglicht. Ein Beispiel hierfür ist die ambulante Operation des Kubitaltunnelsyndroms (KUTS).
Kubitaltunnelsyndrom (KUTS)
Das Kubitaltunnelsyndrom tritt auf, wenn der Ulnarisnerv am Ellenbogen eingeengt oder komprimiert wird. Die ambulante Operation bietet eine effektive Behandlungsmöglichkeit, bei der der Nerv freigelegt und entlastet wird. Je nach Situation kann auch eine Umlagerung des Nervs erforderlich sein.
Bandscheibenvorfälle
Ein Bandscheibenvorfall tritt auf, wenn der weiche Kern einer Bandscheibe austritt und Druck auf die umliegenden Nerven ausübt. Operationen bei Bandscheibenvorfällen werden häufig durchgeführt, um den Druck auf die Nervenstrukturen zu entlasten und die Symptome zu lindern. Moderne minimalinvasive Operationstechniken haben es ermöglicht, den Eingriff effektiver und schonender durchzuführen.
Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule (HWS)
Ein Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule ist eine Erkrankung, bei der eine Bandscheibe zwischen den Wirbeln im Bereich des Nackens beschädigt oder verlagert wird. Die Hauptursache ist in der Regel die altersbedingte Degeneration der Bandscheiben. Die Behandlung hängt von der Schwere der Symptome ab. In den meisten Fällen wird eine konservative Therapie als Erstlinienbehandlung empfohlen. Wenn die konservative Behandlung keine ausreichende Linderung bietet oder wenn die Symptome schwerwiegend sind und die Lebensqualität beeinträchtigen, kann eine Operation in Betracht gezogen werden. Meistens werden die Bandscheibenvorfälle von ventral (vorne) operiert. Eine Endoprothese sollte nur eingesetzt werden, wenn die Wirbelgelenke und Wirbelkörper keine zu starken knöchernen Anbauten aufweisen und das Segment noch gut beweglich ist.
Bandscheibenvorfall der Lendenwirbelsäule (LWS)
Ein Bandscheibenvorfall der Lendenwirbelsäule ist eine häufige Erkrankung, bei der die Bandscheibe zwischen den Lendenwirbeln beschädigt oder verlagert wird. Die Hauptursache ist in der Regel die altersbedingte Degeneration der Bandscheiben. Typische Symptome sind Rückenschmerzen, die bis in das Gesäß, die Beine oder die Füße ausstrahlen können. Die Behandlung hängt von der Schwere der Symptome ab. In den meisten Fällen wird eine konservative Therapie als Erstlinienbehandlung empfohlen.
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Bandscheibenvorfall der Brustwirbelsäule
Klinische relevante Bandscheibenvorfälle der Brustwirbelsäule sind viel seltener als in der Lendenwirbelsäule oder Halswirbelsäule. Große Vorfälle können auch inkomplette Querschnittsymptome verursachen. Eine Operationsindikation besteht bei Lähmungen oder konservativ nicht zu beherrschenden Schmerzbildern.
Spinalkanalstenose
Die Spinalkanalstenose ist eine degenerative Erkrankung der Wirbelsäule, bei der der Wirbelkanal, der das Rückenmark umgibt, verengt ist. Diese Verengung kann zu Druck auf das Rückenmark oder die Nervenwurzeln führen und verschiedene Symptome verursachen. Die Operation der Spinalkanalstenose wird in Betracht gezogen, wenn konservative Maßnahmen keine ausreichende Linderung der Symptome bieten oder wenn die Erkrankung fortschreitet. Bei der Operation wird das Ziel verfolgt, den verengten Wirbelkanal zu erweitern und den Druck auf das Rückenmark oder die Nervenwurzeln zu entlasten.
Wirbelsäulenversteifung (Fusion)
Die Versteifung des Lumbalbereichs ist ein chirurgisches Verfahren, das häufig bei verschiedenen Erkrankungen der Wirbelsäule wie instabilen Wirbelkörpern, Bandscheibenvorfällen oder degenerativen Veränderungen angewendet wird. Sowohl PLIF als auch TLIF sind Verfahren, die darauf abzielen, den betroffenen Lumbalbereich zu stabilisieren und die Schmerzen zu lindern.
PLIF (Posterior Lumbar Interbody Fusion)
Die PLIF ist ein Verfahren, bei dem der Zugang zur Wirbelsäule über den hinteren (posterioren) Ansatz erfolgt. Bei dieser Methode wird ein Hautschnitt im Bereich des unteren Rückens gemacht, um Zugang zu den betroffenen Wirbeln zu erhalten.
TLIF (Transforaminal Lumbar Interbody Fusion)
Die TLIF ist ein Verfahren, bei dem der Zugang zur Wirbelsäule über den seitlichen (transforaminalen) Ansatz erfolgt. Der Vorteil der TLIF besteht darin, dass sie eine bessere Zugänglichkeit zu den Nervenwurzeln bietet, was es dem Chirurgen ermöglicht, die Nervenstrukturen besser zu schonen.
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Operationen von Tumoren
Die Operation von Schädel-Hirn-, Wirbelsäulen- und Rückenmarkstumoren ist ein wichtiger Bestandteil der Behandlung von Tumorerkrankungen im zentralen Nervensystem.
Schädel- und Hirntumore
Die Operation von Schädel-Hirntumoren ist ein entscheidender Schritt im Kampf gegen diese komplexe und herausfordernde Erkrankung.
Wirbelsäulen- und Rückenmarkstumore
Die Operation von Wirbelsäulen- und Rückenmarkstumoren stellt eine anspruchsvolle und komplexe chirurgische Maßnahme dar. Durch die enge Zusammenarbeit, als ein wesentlicher Partner des Westdeutschen Tumorzentrums (WTZ), werden sämtliche Wirbelsäulentumore in den wöchentlich zweimal stattfindenden Tumorkonferenzen besprochen. Dabei wird für jede Patientin bzw. jeden Patienten ein individuelles, interdisziplinäres Behandlungskonzept festgelegt. Betroffene, die an einem Sarkom erkrankt sind, werden speziell in der Sarkom-Konferenz, die einmal in der Woche stattfindet, besprochen.
Hirnwasserzirkulationsstörungen
Hirnwasserzirkulationsstörungen können zu einer Beeinträchtigung des normalen Flusses von Hirnwasser im Gehirn führen. Eine häufige Ursache für solche Störungen ist eine Erhöhung des Hirndrucks aufgrund von Zuständen wie Hydrozephalus (Wasserkopf) oder anderen neurologischen Erkrankungen.
VP Shunt Implantation
Die VP Shunt Implantation ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem ein dünner Schlauch (Shunt) in den Hirnventrikel eingeführt wird. Der Shunt wird dann unter die Haut geleitet und in den Bauchraum oder seltener in die Harnblase oder eine andere Körperhöhle platziert.
Spinale Tumoren im Detail
Spinale Tumoren sind Neubildungen, die an oder in der Wirbelsäule auftreten können. Meist handelt es sich um gutartige Tumoren wie Meningeome, Neurinome oder Ependymome, die langsam wachsen und oft über Jahre keine Beschwerden verursachen. Seltener können auch Metastasen anderer Krebserkrankungen die Wirbelsäule befallen.
Arten von spinalen Tumoren
Spinale Tumoren können in verschiedenen Bereichen der Wirbelsäule auftreten und werden in drei Hauptgruppen eingeteilt:
- Extradural: Tumoren außerhalb der Rückenmarkshäute, oft ausgehend von Knochen oder Weichteilen.
- Intradural-extramedullär: Tumoren innerhalb der Rückenmarkshäute, aber außerhalb des Rückenmarks, wie Meningeome und Neurinome. Deutlich häufiger sind die gutartigen extramedullären Tumore, die sich nicht im Rückenmark selbst, sondern an den Rückenmarkshäuten bilden.
- Intramedullär: Tumoren, die direkt im Rückenmark entstehen, wie Ependymome.
Symptome spinaler Tumoren
Die meisten spinalen Tumoren wachsen langsam und bleiben lange unbemerkt. Erst wenn sie eine gewisse Größe erreichen und Druck auf Nerven oder das Rückenmark ausüben, treten Beschwerden auf. Die Beschwerden hängen von der Lage und Größe des Tumors ab. Häufig treten Rückenschmerzen auf, die sich in Ruhe oder bei Bewegung verstärken können. Je nach betroffenem Nerv kann es zu Kribbeln, Taubheitsgefühlen oder Muskelschwäche kommen. Größere Tumoren können auch Gangunsicherheiten oder Einschränkungen der Blasen- und Darmfunktion verursachen.
Diagnostik spinaler Tumoren
Für eine exakte Beurteilung spinaler Tumoren stehen modernste bildgebende Verfahren zur Verfügung:
- MRT (Magnetresonanztomografie): Die wichtigste Methode zur Darstellung von Tumoren, Nerven und Weichteilstrukturen.
- Röntgen und CT (Computertomografie): Kann ergänzend eingesetzt werden, um knöcherne Veränderungen zu beurteilen.
Falls notwendig, kann eine Gewebeprobe (Biopsie) entnommen werden, um die genaue Tumorart zu bestimmen.
Behandlung spinaler Tumoren
Nicht jeder spinale Tumor muss sofort behandelt werden. Viele wachsen langsam und können regelmäßig beobachtet werden. Falls jedoch eine Größenzunahme oder neurologische Beschwerden auftreten, ist eine gezielte Therapie sinnvoll. Die Behandlung richtet sich nach der Tumorart, der Lage und den individuellen Beschwerden. In manchen Fällen kann eine Strahlentherapie eingesetzt werden, während in anderen Fällen eine operative Entfernung notwendig ist. Bei Tumoren, die sich klar vom Rückenmark abgrenzen, ist eine komplette Entfernung sehr gut möglich und erfolgreich. Dagegen kann sie bei Tumoren, die verdrängend wachsen und sich ins Rückenmark infiltriert haben, schwierig oder sogar unmöglich sein. Dann nehmen wir eine Teilentfernung vor, um die Tumormasse zu verkleinern.
Moderne Behandlungsmöglichkeiten für spinale Tumoren
Falls eine Operation erforderlich ist, kann sie heute dank mikrochirurgischer oder endoskopischer Verfahren besonders schonend erfolgen. Je nach Lage und Größe kann der Eingriff minimalinvasiv durchgeführt werden, um die umliegenden Strukturen zu schonen. Bei der operativen Behandlung können Neurospezialisten auf eine überdurchschnittliche technische Ausstattung und hochspezialisierte OP-Verfahren zurückgreifen.
Spezialisierte Zentren und interdisziplinäre Zusammenarbeit
Da die Behandlung spinaler Tumoren eine spezialisierte Planung erfordert, ist eine umfassende Beratung entscheidend. In vielen Fällen können moderne, minimalinvasive Techniken angewendet werden, um das umliegende Gewebe zu schonen und eine möglichst schonende Behandlung zu ermöglichen. Sollte der Eingriff aufgrund der Lage oder Größe des Tumors eine spezialisierte Versorgung erfordern, werden Patienten ausführlich über die besten Therapieoptionen informiert und bei Bedarf bei der Organisation einer weiterführenden Behandlung in einem spezialisierten Zentrum unterstützt. Die Behandlung erfordert eine enge Zusammenarbeit mit anderen Fachdisziplinen.
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