Neurologe Arzt in Lemgo: Umfassende Versorgung bei neurologischen Erkrankungen

Die neurologische Versorgung in Lemgo bietet ein breites Spektrum an Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten für verschiedenste neurologische Erkrankungen. Von akuten Notfällen wie Schlaganfällen bis hin zur langfristigen Betreuung von Patienten mit chronischen Erkrankungen wie Multipler Sklerose oder Parkinson, stehen qualifizierte Ärzte und moderne Technologien zur Verfügung.

Schlaganfall: Zeit ist Hirn

Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute. Wenn Blutgefäße im Gehirn aufgrund von Blutgerinnseln oder Arterienverkalkung verengt oder verschlossen sind, werden die betroffenen Hirnregionen nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt. Dies kann in jedem Alter auftreten und ist die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Mit jeder Minute sterben Gehirnzellen ab.

Symptome erkennen und schnell handeln

Sprach- bzw. Sprechstörungen mit undeutlicher, verwaschener Sprache sind typische Anzeichen. Der FAST-Test hilft auch Laien, Schlaganfall-Symptome schnell zu erkennen und den Rettungsdienst zu alarmieren. Der Test umfasst folgende Punkte:

  • Face (Gesicht): Bitten Sie die Person zu lächeln. Hängt ein Mundwinkel herab?
  • Arms (Arme): Bitten Sie die Person, die Arme nach vorne zu strecken und die Handflächen nach oben zu drehen. Kann die Person beide Arme gleichmäßig heben?
  • Speech (Sprache): Bitten Sie die Person, einen einfachen Satz nachzusprechen. Ist die Sprache undeutlich oder verwaschen?
  • Time (Zeit): Wenn eines dieser Symptome auftritt, wählen Sie sofort den Notruf (112).

Moderne Akutversorgung in der Stroke Unit

Die Stroke Unit in Lemgo ist mit 10 modernen Betten ausgestattet. Hier werden Patienten mit einem frischen Schlaganfall rund um die Uhr von qualifiziertem Pflegepersonal und Neurologen nach internationalen Standards behandelt. In der Akutphase ist eine intensive Überwachung des Gesundheitszustandes notwendig, da der Patient meist instabil ist.

Therapieoptionen zur Minimierung von Folgeschäden

Um Folgeschäden zu verringern, ist ein schnelles Handeln entscheidend. Innerhalb eines kurzen Zeitfensters kann das Blutgerinnsel medikamentös (Lyse) aufgelöst oder direkt entfernt werden (Thrombektomie). Frühzeitig beginnt ein Team aus Physio-, Ergo- und Sprachtherapeuten mit der notwendigen Behandlung. Nach wenigen Tagen kann die Verlegung auf eine Normalstation oder eine Rehabilitationsklinik erfolgen.

Lesen Sie auch: Leistungen von Neurologe Hartmann

Qualifizierte Nachsorge und Unterstützung

Sozialdienste und Reha-Manager gewährleisten eine qualifizierte Nachsorge und unterstützen Angehörige. Schlaganfall-Lotsen, in Kooperation mit der Deutschen Stiftung für Schlaganfallhilfe, bieten wertvolle Unterstützung durch Hausbesuche und regelmäßige Telefonkontakte. Sie beraten zu Behandlungen und Unterstützungsmaßnahmen und koordinieren die Zusammenarbeit mit Hausärzten.

Parkinson und andere Bewegungsstörungen

Bewegungsstörungen sind ein wichtiger Bereich neurologischer Erkrankungen. Dazu gehören neben der Parkinson-Krankheit auch Dystonien, Tremor-Erkrankungen, das Restless-Legs-Syndrom und Tics.

Parkinson: Abbau von Nervenzellen im Gehirn

Parkinson ist eine der häufigsten Erkrankungen des zentralen Nervensystems im höheren Lebensalter. Dabei sterben Nervenzellen im Gehirn ab, die den Botenstoff Dopamin enthalten, insbesondere in den Bereichen, die für die Kontrolle von Bewegungen zuständig sind.

Umfassende Diagnostik und individuelle Therapie

Die Klinik in Lemgo bietet ein umfassendes Spektrum diagnostischer Methoden, ergänzt durch Kooperationen mit Neuroradiologie und Nuklearmedizin. Neben der ausführlichen Anamnese und körperlich-neurologischen Untersuchung werden funktionelle Tests wie der L-Dopa-Test oder Riechtest durchgeführt. Bildgebende Verfahren wie CT und MRT dienen dem Ausschluss anderer Erkrankungen.

Frühzeitige Diagnose für eine passende Therapie

Eine frühzeitige Diagnosestellung ist wichtig, um die passende Therapie zu finden, die auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten zugeschnitten ist. Nach der initialen Diagnosestellung kann eine Parkinson-Komplexbehandlung mit intensiver rehabilitativer Therapie kombiniert werden. Ein multidisziplinäres Team aus speziell geschulten Pflegekräften (Parkinson-Nurse), Physio-, Ergo- und Sprachtherapeuten steht zur Verfügung. Auch die endoskopische Schluckdiagnostik zur Objektivierung von Schluckstörungen und die damit einhergehende Ernährungsempfehlung können Teil des Aufenthaltes sein.

Lesen Sie auch: Neurologische Praxis in Meppen

Multiple Sklerose und andere Entzündungen des Nervensystems

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Diagnostik, Therapie und Langzeitbetreuung von Patienten mit Multipler Sklerose (MS) und verwandten Erkrankungen.

MS: Chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems

MS ist die häufigste chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, die meist im jungen Erwachsenenalter beginnt und mit unterschiedlichsten Symptomen einhergeht. Ziel ist die sichere Diagnostik, eine individuell angepasste Therapie und die weiterführende medizinische Begleitung.

Symptome und Therapieansätze

Durch Entzündungsherde in Gehirn, Sehnerv und Rückenmark können Lähmungen, Sehstörungen oder Gefühlsverluste auftreten. Patienten mit MS werden stationär und ambulant betreut, sowohl bei der Erstdiagnose als auch bei akuter Verschlechterung (Schub) und im Langzeitverlauf.

MS-Ambulanz für die Langzeitbetreuung

Die MS-Ambulanz versorgt unter fachärztlicher Leitung ca. 500 Patienten. Ärztliche Beratung zur Diagnose, Therapie und Einleitung von immunologischen Dauertherapien sowie die Überwachung des Krankheitsverlaufes finden hier statt. Eine ausgebildete MS-Nurse steht für Fragen und Hilfestellungen zur Verfügung. Wichtig sind auch symptomatische Therapien, z.B. der Spastik (auch mit ambulanter intrathekaler Kortisongabe), von Blasenfunktionsstörungen und die Verordnung nicht-medikamentöser Heilmittel wie Physiotherapie, Ergotherapie oder REHA-Sport. Die Klinik arbeitet mit anderen Abteilungen, ambulanten Versorgungsstrukturen und Universitätskliniken in NRW zusammen.

Neurologische Frührehabilitation

Je früher ein Patient nach einer neurologischen Erkrankung behandelt wird, desto geringer sind die gesundheitlichen Schäden und nachfolgenden Behinderungen.

Lesen Sie auch: Öffnungszeiten Dr. Huntemann

Indikationen für die Frührehabilitation

Dazu gehören Schlaganfälle, Schädelhirntraumata, entzündliche, metabolische und neuromuskuläre Erkrankungen. Im Gegensatz zur klassischen Rehabilitation stehen in der neurologischen Frührehabilitation alle Möglichkeiten eines Akutkrankenhauses zur Verfügung.

Interdisziplinäre Betreuung zur Wiedererlangung grundlegender Fähigkeiten

In der neurologischen Frührehabilitation werden Patienten behandelt, die noch nicht aktiv an der Behandlung mitwirken können und oft intensivmedizinischer Betreuung bedürfen. Die Behandlung umfasst ärztliche Therapien, aktivierende Pflege und aktivierende Therapie durch ein interdisziplinäres Team aus Physio-, Ergo-, Sprachtherapeuten und Neuropsychologen. Ziele sind die Wiedererlangung grundlegender Fähigkeiten und die Anleitung der Angehörigen für die häusliche Pflege.

Diagnostik und Therapie von Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen

Inhalte sind die Diagnostik und Therapie von erworbenen Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen, sowie die apparative Dysphagiediagnostik (FEES) in Zusammenarbeit mit den Ärzten. Diagnostik neurokognitiver Fähigkeiten (Orientierung, Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Kommunikation und sozialer Interaktion) erfolgt im Rahmen klinischer Beobachtung und, sobald möglich, über standardisierte Tests. Gezieltes Training beeinträchtigter Funktionen wird angeboten.

Epilepsie: Wenn Nervenzellen im Gehirn überaktiv sind

Bei einer Epilepsie kommt es zu einer gleichzeitigen Aktivierung vieler Nervenzellgruppen im Gehirn, was zu unterschiedlichen Symptomen wie plötzlichem Zusammenzucken, Krämpfen, Sprachschwierigkeiten, unwillkürlichen Bewegungen oder kurzen Bewusstseinsstörungen führen kann. Oft haben Betroffene keine Erinnerung an die Zeit der Anfälle.

Ursachen und Diagnostik

Nicht jeder Anfall bedeutet Epilepsie. Auch Übermüdung, Gehirnverletzungen, Entzündungen oder Alkohol können einen Anfall auslösen. Nach einem Anfall erfolgt die weitere Diagnostik, um strukturelle Veränderungen nach einem Schädelhirntrauma, Schlaganfall oder Tumor sowie Gefäßveränderungen im Hirn als Ursache auszuschließen.

Medikamentöse Therapie und weitere Optionen

Bei Bedarf wird die medikamentöse Therapie eingeleitet bzw. optimiert. Zum Untersuchungsspektrum gehört ein ausführliches ärztliches Gespräch zur Abgrenzung zu Synkopen oder psychogenen Anfällen. Messungen in der neurologischen Funktionsabteilung mit EEG, EP, Doppler- sowie Duplexsonographie, ENG/EMG, und Nerven- und Muskelsonographie werden durchgeführt. Zusätzlich findet meist ein Schlafentzugs-EEG statt.

Individuelle Medikamentenwahl und regelmäßige Einnahme

Die Wahl der Medikamente hängt von der Form und Ursache der Epilepsie, dem Lebensalter, Begleiterkrankungen oder einem möglichen Kinderwunsch ab. Bis eine verlässliche Wirkung eintritt, kann es einige Zeit dauern, da die Wirksamkeit dosisabhängig ist. Bei bestätigter Epilepsie ist die regelmäßige Einnahme der Medikamente von großer Bedeutung.

Anfallsfreiheit und alternative Behandlungsmethoden

Meist können die Betroffenen nach erfolgreicher, medikamentöser Einstellung an ihr altes Leben anknüpfen. In einigen Fällen gelingt es jedoch nicht, auch mit mehreren Medikamenten eine zufriedenstellende Anfallsfreiheit zu erreichen. Dann kann eine Operation oder eine Vagusnerv-Stimulation in Betracht gezogen werden.

Gedächtnisstörungen: Ursachen und Diagnostik

Die meisten Menschen sind verunsichert, wenn das Gedächtnis nachlässt. Störungen der Gedächtnisleistung müssen aber nicht zwangsläufig auf eine Demenz hinweisen.

Vielfältige Ursachen für Gedächtnisstörungen

Sie können auch andere Ursachen haben, wie zum Beispiel Schilddrüsenerkrankungen oder chronische Krankheiten wie Multiple Sklerose oder Morbus Parkinson. Auch eine Schädigung des Gehirns, beispielsweise durch einen Schlaganfall, kann sich auf die Funktion auswirken.

Umfassende Diagnostik zur Abgrenzung verschiedener Erkrankungen

Die Klinik in Lemgo bietet eine umfassende Diagnostik kognitiver Störungen jeder Art sowie eine Abgrenzung zu anderen, oft behandelbaren Erkrankungen. Erste diagnostische Schritte beinhalten eine ausführliche ärztliche Untersuchung, eine Kontrolle der Laborparameter und eine neuropsychologische Untersuchung. Bei Auffälligkeiten wird eine MRT- und Liquordiagnostik veranlasst.

Neuropsychologische Untersuchung zur Erfassung kognitiver Defizite

Ambulant können im Vorfeld lediglich neuropsychologische Screeningtests (MMST, CDT, DemTect) vorgehalten werden, die jedoch für die Erkennung früher und seltener Verlaufsformen ungeeignet sind. Eine genaue Differentialdiagnostik ist wichtig zur zuverlässigen Abgrenzung zu altersentsprechender Vergesslichkeit. In der ausführlichen neuropsychologischen Untersuchung werden subjektive Beschwerden, emotionales Befinden und verschiedene kognitive Domänen getestet, darunter Aufmerksamkeits- und Gedächtnisleistung, Orientierung, Exekutivfunktionen, visuell-räumliche Wahrnehmung, Sprache und soziale Kognitionen.

Frühzeitige Abklärung für eine optimale Therapie

Nehmen Sie erste Zeichen einer Leistungsminderung ernst, denn nur eine frühzeitige Abklärung ermöglicht eine optimale und gezielte Therapie. Zusätzlich kann der Anspruch auf Leistungen aus der Pflegeversicherung das Alltagsleben erleichtern.

Kopfschmerzen: Diagnostik und Therapie

Schmerz ist ein subjektives Gefühl, das wichtig für unser Überleben ist.

Primäre und sekundäre Kopfschmerzen

Man unterscheidet zwischen primären Kopf- und Gesichtsschmerzen, an deren Entstehung verschiedene Faktoren beteiligt sind, und sekundären Kopfschmerzen, bei denen die Ursache innerhalb des Gehirns oder im Bereich des Kopfes liegt und damit als Symptom einer anderen Krankheit gesehen wird. Bei letzteren ist es wichtig, die Grunderkrankung richtig zu diagnostizieren und dann gezielt zu behandeln.

Spannungskopfschmerzen und Migräne

Spannungskopfschmerzen sind die häufigsten idiopathischen Kopfschmerzen mit meist dumpfen und drückendem Charakter, bei denen sich typische Auslöser wie psychosozialer Stress, Schlafdefizit oder muskuläre Fehlbelastung ausmachen lassen. Die Migräne ist ein meist einseitiger, pulsierender Kopfschmerz, der mit Übelkeit, Erbrechen und Licht-/Geräuschempfindlichkeit einhergehen kann.

#

tags: #neurologe #arzt #lemgo