Die neurologische Versorgung in Gelsenkirchen zeichnet sich durch ein breites Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Verfahren aus. Von modernster Diagnostik bis zu vielfältigen Behandlungsmöglichkeiten steht die Erkennung und Versorgung neurologischer Erkrankungen im Fokus. Die enge Zusammenarbeit mit der Klinik für Neurologie und Frührehabilitation sowie weiteren Zentren des Evangelischen Klinikums Gelsenkirchen (EVK) ermöglicht bei Bedarf einen zeitnahen stationären Aufenthalt.
Umfassendes Leistungsspektrum
Die neurologischen Praxen in Gelsenkirchen decken ein breites Spektrum an Erkrankungen ab. Dazu gehören unter anderem:
- Multiple Sklerose (MS): Als Teil des Multiple-Sklerose-Zentrums im Evangelischen Klinikum Gelsenkirchen bietet ein interdisziplinäres Team umfassende Behandlungsansätze für diese chronische Entzündung des zentralen Nervensystems. Von der Diagnose bis zur langfristigen Betreuung des Krankheitsverlaufs wird das volle Behandlungsspektrum geleistet. Schübe werden in der Regel ambulant behandelt, während Erstdiagnosen und Schubtherapien meist stationär erfolgen. Regelmäßige Nachkontrollen sowie die Auswahl und Durchführung einer immunmodulatorischen Therapie erfolgen in der Regel ambulant. Seit Mai 2025 darf die Gemeinschaftspraxis den Titel zertifiziertes ambulantes MS-Zentrum der DMSG führen.
- Kopfschmerzen und Migräne: Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Behandlung von Kopfschmerzen und Migräne. Medikamentöse und nicht-medikamentöse Behandlungsansätze werden sowohl in der Akuttherapie als auch in der Prophylaxe verfolgt.
- Schwindel: Die Neurologie hat in den letzten Jahren große Fortschritte bei der Analyse der Ursachen von Schwindel und der zielgerichteten Behandlung der Symptome erzielt. Häufig sind das Innenohr oder Bereiche des Hirnstamms betroffen.
- Schlafstörungen: Schlafstörungen haben sich mittlerweile fast zu einer "Volkskrankheit" entwickelt. Gut aufgestellte Diagnostikverfahren, insbesondere die Polygraphie, tragen zu einem besseren Verständnis und Behandlungserfolg bei.
- Bewegungsstörungen: Bei einer Bewegungsstörung handelt es sich um eine Fehlsteuerung der Bewegung.
- Demenzerkrankungen: Störungen des Kurzzeitgedächtnisses, Sprachstörungen oder unbekannte Stimmungsschwankungen können Symptome einer Demenzerkrankung sein.
- Epileptische Anfälle: Rhythmisches Zucken, anhaltende Anspannung von Muskeln oder Bewusstseinsverlust können Symptome eines epileptischen Anfalls sein.
- Hirntumore: Wird ein Tumor im Bereich des Gehirns oder der Hirnhäute gefunden, spricht man von einem Hirntumor.
- Neurologische Notfälle: Ein neurologischer Notfall wie ein Schlaganfall ist lebensbedrohlich und muss sofort behandelt werden. Am EVK werden die Verantwortlichen bereits vor Eintreffen der Patient:innen alarmiert und können sich von der Notaufnahme bis hin zur europäisch zertifizierten Stroke-Unit bestens auf Notfälle vorbereiten.
- Parkinson: Bei Parkinson kommt es zu einem Verlust der Beweglichkeit und zu einer Versteifung des Körpers.
- Periphere Neuropathien: Periphere Nerven sind die Nervenfasern außerhalb von Gehirn und Rückenmark.
- Schlaganfall: Ein Schlaganfall kann lebensbedrohlich werden, bei ersten Anzeichen sollte sofort der Rettungsdienst alarmiert werden. Vielen Schlaganfallpatienten kann heute durch medikamentöse oder mechanische Beseitigung des ursächlichen Blutgerinnsels eine schwere Behinderung erspart bleiben. Dies erfordert die Sensibilisierung der Bevölkerung für Schlaganfallsymptome und die Dringlichkeit ihrer Behandlung.
Diagnostische Verfahren
Am Anfang einer möglichen Behandlung steht die präzise Diagnostik und Erforschung der Ursache, die einer neurologischen Erkrankung zugrunde liegt. Hierfür nutzen die Praxisteams verschiedene apparative Verfahren:
- Doppler-Sonografie/Duplexsonografie: Bei Verdacht auf eine Gefäßerkrankung, zum Beispiel eine Durchblutungsstörung, wird eine Doppler-Sonografie (auch Duplexsonografie genannt) durchgeführt. Bei diesem Ultraschall-Verfahren können die Gefäße auf einem Bildschirm betrachtet und der Blutfluss durch die Blutgefäße hörbar gemacht werden.
- Elektroneurographie (NLG): Um eine Nerven- oder Muskelschädigung zu diagnostizieren, wird eine Elektroneurographie (umgangssprachlich Nervenmessung) angewendet. Dabei werden Elektroden auf der Haut aufgeklebt und elektrische Impulse darüber verabreicht. Die Elektroden sind an einen Verstärker angeschlossen, der aufzeichnet, wie schnell die Stromimpulse durch die Nerven geleitet werden.
- Elektroenzephalografie (EEG): Mithilfe einer Elektroenzephalografie kann die elektrische Aktivität des Gehirns gemessen und grafisch dargestellt werden. Dieses Verfahren wird zum Beispiel bei Verdacht auf Epilepsie oder Hirnschädigungen eingesetzt.
- Evozierte Potentiale (VEP, AEP, SEP, MEP): Mit evozierten Potenzialen können verschiedene Schädigungen festgestellt werden: der Netzhaut des Auges und der Sehbahn (VEP), des Gehörs und der Hörbahn (AEP), der Hautempfindung (SEP) und der Bahnen für die willentliche Ansteuerung der Muskulatur (MEP). Je nachdem, welche Störung diagnostiziert werden soll, kommen verschiedene Testverfahren zum Einsatz, zum Beispiel das Betrachten eines Bildschirms oder das Hören über einen Kopfhörer.
- Elektromyographie (EMG)
- Lumbalpunktion
- Polygraphie: Besonders durch die Polygraphie haben Verständnis und Behandlungserfolg von Schlafstörungen Fortschritte gemacht.
Für weiterführende neurologische Untersuchungen kooperieren die Praxen mit Laboren. Neurologische Bildgebungen, also MRT und CT, werden von Radiologen vorgenommen, die den Praxen verbunden sind.
Therapie mit Botulinumtoxin (Botox)
Ein weiterer Behandlungsschwerpunkt ist die Therapie mit Botulinumtoxin (Botox).
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Kooperationen und Vernetzung
Die enge Zusammenarbeit und Verzahnung mit den verschiedenen Fachkliniken wie der Klinik für Neurologie und Frührehabilitation sind eine besondere Stärke der neurologischen Versorgung in Gelsenkirchen. Patient:innen in Pflegeheimen haben das Recht auf die volle fachärztliche Versorgung. Viele Praxen kooperieren mit geriatrischen Einrichtungen durch regelmäßige Visiten, die gegebenenfalls von einer medizinischen Fachangestellten für Neurologie und Psychiatrie begleitet werden.
Am EVK werden die Verantwortlichen bereits vor Eintreffen der Patient:innen alarmiert und können sich von der Notaufnahme bis hin zur europäisch zertifizierten Stroke-Unit bestens auf Notfälle vorbereiten.
Frührehabilitation
Bewusstseinsminderung, hochgradige Lähmung sowie Begleiterkrankungen anderer Organe können nach einer schweren neurologischen und nicht-neurologischen Erkrankung auftreten. Die Frührehabilitation kümmert sich um Betroffene und behandelt diese direkt im Anschluss an die Akutbehandlung.
Ambulante und Stationäre Versorgung
Ambulante neurologische Vorstellungen sind in neurologischen Praxen im MVZ möglich. Hier wird ein breites Spektrum diagnostischer und therapeutischer Verfahren angeboten. Die Klinik für Neurologie und Frührehabilitation ist mit 95 Betten und ca. 3.000 stationären Patienten pro Jahr eine der größten neurologischen Abteilungen der Region.
Ausbildung
Die Klinik für Neurologie und Frührehabilitation bietet Ausbildungsmöglichkeiten für Studierende im Praktischen Jahr (Tertial im Wahlfach Neurologie). Hier gewinnen sie einen Überblick über neurologische Erkrankungen und Symptome und sind auf der Normalstation und der Stroke-Unit tätig.
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Ärzte und Standorte (Beispiele)
Einige Beispiele für Neurologen in Gelsenkirchen sind:
- Dr.med. Davoud Sanii-Pour (Facharzt)
- Dr. med. E. Mirzaian und F.
- Jonas Berthold Dr.
- Stotz Gerd Dr.
- Milosvljevic Dr.
- Leibling Regine Dr.med.
- Hüntemann Reinhard u. Glücker Eckard Dr.med., Polinelli Sandra Dr.med.
- Hurtado Fernando Dr.
Terminvereinbarung
Wenn Sie sich in einer Praxis für Neurologie behandeln lassen möchten, vereinbaren Sie bitte zunächst einen Termin für eine persönliche Vorstellung.
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