Die neurologische Versorgung ist ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsversorgung in Kassel. Dieser Artikel bietet einen Überblick über verschiedene neurologische Praxen und Gemeinschaftspraxen in Kassel, geht auf das Konzept der integrativen Medizin ein und beleuchtet einige historische Ereignisse in Frankfurt am Main, die im weiteren Sinne mit dem Thema Gesundheit in Verbindung stehen.
Neurologische Praxen in Kassel: Ein Einblick
In Kassel und Umgebung gibt es eine Reihe von neurologischen Praxen, die unterschiedliche Schwerpunkte haben. Einige Beispiele sind:
- Neurologische Gemeinschaftspraxis Kassel und Vellmar: Diese Praxis wird von Dr. Odo Hildenhagen, Christoph Lassek, Dr. Annette Ammerbach und Dr. betrieben.
- Dr. Leferink J. und S.: Über diese Praxis gibt es unterschiedliche Meinungen. Einige Patienten äußern sich verwundert über negative Rezensionen und sind von der Behandlung überzeugt.
- Privatärztliche Sprechstunde für Integrative Neurologie, Schmerztherapie und Neurowissenschaftliche Begutachtung Dr. med. Vera: Diese Praxis verfolgt einen integrativen Ansatz in der Neurologie.
Integrative Medizin in der Neurologie: Ein neues Verständnis von Krankheit
Die integrative Medizin gewinnt in der Neurologie zunehmend an Bedeutung. Dr. Vera beschreibt auf ihrer Internetseite, dass die Medizin sich im Umbruch befindet. In einer zunehmend digitalisierten und fragmentierten Welt wird es schwieriger, komplexe Krankheitsbilder richtig einzuordnen und adäquat zu behandeln. Die integrative Medizin setzt hier an und betrachtet Krankheiten nicht vereinfacht oder schablonenhaft, sondern versucht, das eigentliche Problem zu erkennen und ganzheitlich zu behandeln.
Dr. Vera setzt ihre privatärztliche Tätigkeit seit November 2020 im neurologisch-neurochirurgischen Ärzteteam des Wirbelsäulenzentrums Kassel am Marienkrankenhaus Kassel fort. Terminvergabe und Anmeldung übernehmen für neurologisch-psychiatrische Fragestellungen das Wirbelsäulenzentrum in Kassel und für Schmerztherapie mit Akupunktur und Neuraltherapie die Praxis Wolanska in Warburg. Ihre Erfahrung als Neurologe und Psychiater mit Weiterbildung in der Sozialmedizin ermöglicht es ihr zusätzlich, sozialmedizinische und neurowissenschaftliche Gutachten zu erstellen.
Fallbeispiel Gertenbach: Schizophrenie und ihre Auswirkungen
Ein tragisches Ereignis in Gertenbach, bei dem ein Autofahrer eine Gruppe von Schulkindern erfasste, verdeutlicht die potenziellen Auswirkungen von psychischen Erkrankungen wie Schizophrenie. Der 31-jährige Fahrer litt unter Schizophrenie und handelte unter dem Einfluss einer Wahnvorstellung. Eine psychiatrische Sachverständige erklärte vor Gericht, dass Taten von Menschen mit Schizophrenie für Außenstehende oft unlogisch und grundlos erscheinen, da sie in einer eigenen Wahrnehmungswelt leben. Die Expertin betonte die Notwendigkeit einer dauerhaften Behandlung, um weitere schwere Delikte zu verhindern.
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Mikrochirurgische Bandscheibenoperation: Minimalinvasive Technik im Fokus
Ein weiterer wichtiger Aspekt der neurologischen Versorgung ist die Behandlung von Bandscheibenvorfällen. Dabei spielt die mikrochirurgische, minimalinvasive Schlüssellochtechnik eine entscheidende Rolle. Eine nicht minimalinvasive Bandscheiben-Operation ohne Mikroskop ist heutzutage nicht vertretbar. Die Erfahrung des Operateurs im Umgang mit den Instrumenten sind wesentliche Faktoren für eine erfolgreichen Operation. Die mikrochirurgische Operationstechnik bedarf jahrelanger Übung, wie es beispielsweise in der neurochirurgischen Facharztausbildung verlangt wird.
Bei Operationen unter einem geeigneten Mikroskop beträgt der Schnitt auf der Haut etwa 1-2 cm. In dieser Tiefe werden nur wenige Muskelfasern abgelöst bis das sogenannte Fenster zwischen den Wirbelkörpern dargestellt ist. Nach Mobilisation des zwischen den Wirbelbögen aufgespannten Bandes werden Nervenwurzel und Duralschlauch dargstellt und der Bandscheibenvorfall vorsichtig entfernt. Der Eingriff erfolgt unter Vollnarkose. Nach der Operation sind die Patienten entweder sofort deutlich schmerzgebessert oder sogar schmerzfrei. Die Patienten dürfen nach dem Eingriff sofort aufstehen, können sich frei bewegen, dürfen sitzen und in jeder Körperlage liegen. Bereits einen Tag nach der Operation beginnt man mit der Physiotherapie. Ein Korsett wird heutzutage nicht mehr getragen und ist sogar kontraindiziert, da es durch das Tragen eines Korsetts langfristig zu einem Abbau der stabilisierenden Rückenmuskulatur kommt.
Nach der OP absolvieren die Patienten eine ambulante oder stationäre Rehabilitation. Die Arbeitsfähigkeit wird nach etwa 4-6 Wochen nach der Operation wieder erreicht.
Historische Schlaglichter aus Frankfurt am Main mit Bezug zur Medizin und Gesundheit
Obwohl der Fokus dieses Artikels auf Kassel liegt, ist es interessant, einige historische Ereignisse in Frankfurt am Main zu betrachten, die im weiteren Sinne mit dem Thema Gesundheit und Medizin in Verbindung stehen:
- 18.07.1863: Gründung des „Vereins Deutscher Zahnärzte zu Frankfurt a. M.“, was die frühe Bedeutung der Zahnmedizin in der Region unterstreicht.
- 17.4.1934: Gründung des „Kulturbundes Deutscher Juden, Bezirk Rhein-Main, Frankfurt am Main“ durch Sanitätsrat Dr. med. Albert Ettlinger, was die Rolle der Medizin in der jüdischen Gemeinschaft beleuchtet.
- 23.3.1944: Tod des Meteorologen und Geophysiker Prof. Franz Linke infolge eines Luftangriffs auf Frankfurt am Main, der die Gefahren des Krieges für Wissenschaftler und die Gesundheitsversorgung verdeutlicht.
- 8.3.1944: 65. Geburtstag des in Frankfurt am Main geborenen Chemikers Prof. Otto Hahn, der für seine Forschungen im Bereich der Kernchemie bekannt ist.
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