Neurologie am Rhein: Erfahrungen, Behandlungen und Perspektiven

Die Neurologie am Rhein bietet ein breites Spektrum an Diagnose- und Therapiemöglichkeiten für Erkrankungen des Nervensystems. Dabei wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der sowohl körperliche als auch psychische Aspekte berücksichtigt. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Facetten der neurologischen Versorgung in der Region, von der Akutbehandlung bis zur Rehabilitation, und gibt Einblicke in die Erfahrungen von Patientinnen und Patienten.

Umfassende neurologische Versorgung am Rhein

Die Neurologie befasst sich mit Erkrankungen des Gehirns und des peripheren Nervensystems. Dazu gehören unter anderem Kopfschmerzen, Schwindel, Schlaganfälle, Multiple Sklerose, Epilepsien, Demenzerkrankungen, Parkinson-Syndrome, neurodegenerative Erkrankungen und Krankheiten der Nerven. Auch akute und chronische Schmerzsyndrome, Schlafstörungen, Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen, Tinnitus und psychosomatische Symptome werden in der Neurologie abgeklärt und behandelt.

Viele neurologische Praxen und Kliniken am Rhein bieten eine Kombination aus modernster Diagnostik und Therapie mit einer persönlichen Betreuung und Beratung an. Da es einen direkten Zusammenhang zwischen psychischen Beschwerden und neurologischen Erkrankungen gibt, wird oft auch die Möglichkeit einer Psychotherapie angeboten.

Ganzheitlicher Ansatz

Ein wichtiger Aspekt der neurologischen Behandlung am Rhein ist der ganzheitliche Ansatz. Dieser berücksichtigt, dass Körper, Seele und Geist eine Einheit bilden und sich gegenseitig beeinflussen. Insbesondere bei neurologischen Erkrankungen reicht es häufig nicht aus, sich auf das momentane Krankheitssymptom zu beschränken. Der betroffene Mensch ist in seiner körperlichen Gesamtheit zu sehen. Dabei spielen neben den aktuellen Symptomen auch das körperliche und seelische Wohlbefinden, etwaige Vorerkrankungen und Belastungsfaktoren eine Rolle.

Dieser Ansatz wird beispielsweise in der Praxis für Ganzheitliche Neurologie in Frankfurt-Bockenheim und Eschborn verfolgt. Hier wird die schulmedizinische neurologische Behandlung um alternative Behandlungsverfahren wie Sport, Yoga und Akupunktur ergänzt. Auch Dysbiosen - Ungleichgewichte der Darmflora - können den Organismus aus dem Gleichgewicht bringen und werden in die Behandlung mit einbezogen.

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Neurologie und Psychiatrie

Oft gehen aus neurologischen Beschwerden auch psychische Problematiken hervor. Sie können aber auch unabhängig voneinander auftreten. Störungen des seelischen Wohlbefindens stehen oft in einem direkten Zusammenhang mit komplizierten Vorgängen im menschlichen Gehirn. Nach einer organischen Untersuchung stellt sich oftmals heraus, dass die Ursachen eines Leidens wahrscheinlich psychosomatisch bedingt sind. Unter Psychiatrie versteht man die Seelenheilkunde und damit zusammenhängende Störungen, wie z.B. traurig-ängstliche Verstimmungen oder eine allgemeine Erschöpfung.

Es ist wichtig, sich nicht zu schämen, sowohl bei neurologischen als auch psychischen Beschwerden handelt es sich um Erkrankungen, die ernst genommen werden müssen. Eine exakte Diagnose sowie eine individuell auf den Fall zugeschnittene Therapie ist notwendig. Dies sind die ersten Schritte zur Besserung.

Behandlungsschwerpunkte und Leistungen

Die neurologischen Einrichtungen am Rhein bieten ein breites Spektrum an Leistungen an, um den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten gerecht zu werden. Zu den häufigsten Behandlungsschwerpunkten gehören:

  • Kopfschmerzen: Neben Rückenschmerzen die häufigste gesundheitliche Störung.
  • Schmerzen: Haben häufig eine neurologische Ursache und können gut behandelt werden.
  • Epilepsie: 0,5-0,9% der Menschen leiden an dieser neurologischen Erkrankung.
  • Parkinson: Zeigen sich meist in Zittern und Tonuserhöhung der Extremitäten, Bewegungsverlangsamung und gestörter Haltungskontrolle.
  • Erkrankungen peripherer Nerven: Je nach Schädigungsmuster oder Ursache können einzelne oder mehrere periphere Nerven Ausfälle zeigen.
  • Schwindel: Ist eine häufige Erscheinung und in vielen Fällen Ausdruck einer neurologischen Erkrankung.
  • Multiple Sklerose: Ist eine Autoimmunerkrankung des Zentralnervensystems, die meist in Schüben auftritt.
  • Demenz: Entsteht bei übermäßigem Abbau kognitiver, sozialer und emotionaler Fähigkeiten mit dem Leitsymptom einer Gedächtnisstörung.
  • Schlaganfälle: Sind zerebrovaskuläre Erkrankungen mit akut auftretenden neurologischen Ausfallerscheinungen.

Darüber hinaus werden auch Schlafstörungen, Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen, Tinnitus und psychosomatische Symptome abgeklärt und behandelt.

Rehabilitation in der Neurologie

Die Rehabilitation spielt eine wichtige Rolle bei der Behandlung neurologischer Erkrankungen. Ziel ist es, den Erhalt oder die Wiedererlangung der häuslichen oder beruflichen Teilhabe zu ermöglichen. Die Rehabilitationsmaßnahmen werden stationär und teilstationär durchgeführt.

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Ein Schwerpunkt liegt in der Behandlung von Betroffenen nach einem Schlaganfall. Dazu nutzen die Kliniken moderne Diagnostik sowie Behandlungsmethoden nach dem aktuellen wissenschaftlichen Stand. Jüngere Schlaganfall-Patienten werden dabei besonders berücksichtigt. Die Reha soll u. a. körperliche Funktionen wiederherstellen. Besonders wichtig sind bei jüngeren Patienten die psychische Verarbeitung der Erkrankung und die Prävention. Die Patienten werden auf die Rückkehr ins Arbeitsleben vorbereitet und erhalten Mittel und Wege an die Hand, ihren Alltag so zu gestalten, dass ein Schlaganfall nicht wieder vorkommt.

Phasen der Behandlung

Die Akutbehandlung und Rehabilitation im Fachgebiet Neurologie sind nach einem Modell der Bundesarbeitsgemeinschaft Rehabilitation (BAR) in die Behandlungsphasen A bis F gegliedert:

  • Phase A: Akutbehandlung im Krankenhaus
  • Phase B: Parallel zur Rehabilitation sind akutmedizinische Behandlungen nötig (z. B. bei schwerst Schädel-Hirn-geschädigten Patienten)
  • Phase C: Der Patient kann bereits aktiv in der Therapie mitarbeiten. Noch besteht ein hoher medizinischer und pflegerischer Aufwand.
  • Phase D: Rehabilitation nach Abschluss der Frühmobilisation
  • Phase E: nachgehende Reha-Leistungen und berufliche Rehabilitation
  • Phase F: dauerhafte unterstützende Leistungen

Therapieangebote

Abhängig von der Erkrankung und dem Leistungsvermögen wird ein individueller Therapieplan erstellt und Therapieziele vereinbart. Der Therapieplan kann folgende Elemente enthalten:

  • Physiotherapie
  • Ergotherapie
  • Physikalische Therapie
  • Sprachtherapie
  • Aktivierende Pflege
  • Neuropsychologie
  • Psychosoziale Betreuung
  • Krankheitsprävention
  • Spezielle Diagnostik
  • Informationsvorträge

Schwerpunkte in der Rehabilitation

Einige Kliniken haben sich auf bestimmte Bereiche der neurologischen Rehabilitation spezialisiert. Dazu gehören beispielsweise:

  • Rehabilitation von Schlaganfallpatienten
  • Mobilisation (spezielles Ganglabor, Mobility Studio)
  • Armlabor (Trainingsstationen für verschiedene Armfunktionen)
  • Sprachtraining
  • Schlucktraining bei Dysphagie (Schluckstörung)
  • Soul Tank, Entspannungsverfahren
  • Forcierter Gebrauch des beeinträchtigten Körperteils (Forced-use)
  • Aphasie-Intensivkursus mit spezieller Magnetfeldtherapie des Gehirns
  • Neuropsychologische Therapie: z. B. Neglect (Wahrnehmungsstörung einer Körperhälfte), Sehfeldtraining

Neuropsychologie in der Rehabilitation

Um Störungen höherer Hirnfunktionen zu behandeln, wird die Neuropsychologie eingesetzt. Sie kommt bei Patient*innen mit krankheitsbedingten neuropsychologischen Störungen in Frage:

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  • Lern- und Gedächtnisstörungen
  • Aufmerksamkeitsstörungen
  • Störungen der Exekutivfunktionen (jene passen unser Verhalten an bestimmte Situationen an)
  • Neglect
  • Störungen räumlicher Leistungen
  • Zerebrale Sehstörungen
  • Apraxie (so genannte Werkzeugstörung)

In der Neuropsychologie wird das individuelle Störungsmuster anhand spezieller Untersuchungsverfahren analysiert. Dadurch können die geistigen Funktionen überprüft und eine geeignete Therapie eingeleitet werden. Mit der Therapie sollen die Patienten wieder selbständig werden und zurück in ihr soziales und berufliches Umfeld finden.

Forschung in der neurologischen Rehabilitation

Einige Kliniken und Forschungseinrichtungen am Rhein betreiben Forschung zur Innovation der Rehabilitation. Dadurch werden neuste, präklinische Methoden den Patienten angeboten. Zu den Forschungsschwerpunkten gehören beispielsweise:

  • Analyse von Bewegungsmustern nach Schlaganfall, Bildung eines Expertenteams und Einsatz von künstlicher Intelligenz.
  • Verbesserung der Bewegungen bei Patienten mit neuropsychologischer Störung von Handlungsabläufen durch eine schwache elektrische Stimulation des Gehirns.
  • Untersuchung der Auswirkung von Schluckstörungen nach einem Schlaganfall auf die Metaboliten im Blut.
  • Erforschung der Funktion des Kleinhirns und der psychologischen und affektiven Auswirkungen von Kleinhirnläsionen.
  • Erforschung der Wirksamkeit von Colchicin in der Prävention kardiovaskulärere Ereignisse bei Schlaganfallpatienten.

Erfahrungen von Patientinnen und Patienten

Die Erfahrungen von Patientinnen und Patienten mit der neurologischen Versorgung am Rhein sind vielfältig. Einige berichten von einer sehr guten und kompetenten Behandlung, während andere Kritik äußern.

Positive Erfahrungen

Viele Patientinnen und Patienten loben die fachliche Kompetenz der Ärzte und des Pflegepersonals, die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft sowie die gute Organisation und die moderne Ausstattung der Kliniken. Besonders hervorgehoben wird oft die individuelle Betreuung und die Berücksichtigung der persönlichen Bedürfnisse.

Ein Patient berichtet beispielsweise, dass er sich auf der "Stroke Unit" Schlaganfall Station im Rhein Maas Klinikum in Würselen gut aufgehoben fühlte. Er lobt die fachärztliche Kompetenz und die Betreuung durch das Pflegepersonal, das freundlich, höflich, einfühlsam und menschlich im Umgang mit den Patienten war.

Eine andere Patientin berichtet, dass der Sozialdienst der Neurologie ihr bei der Entscheidung geholfen hat, wie es nach dem Krankenhausaufenthalt ihrer Mutter weitergehen sollte. Sie lobt die Kompetenz, die gute Kommunikation und die Realitätsnähe des Sozialdienstes.

Negative Erfahrungen

Es gibt aber auch Patientinnen und Patienten, die negative Erfahrungen gemacht haben. Einige kritisieren lange Wartezeiten, mangelnde Informationen, unfreundliches Personal oder eine unzureichende Behandlung.

Ein Patient berichtet beispielsweise, dass er in der Notaufnahme 4 Stunden warten musste, bis er untersucht wurde, und weitere 4 Stunden auf das Röntgen. Nachdem er geröntgt war, wurde er mit seinem weiterhin tauben Arm nach Hause geschickt.

Ein anderer Patient berichtet, dass er als Notfall mit Herzrythmussstörung und starkem Schwindel eingeliefert wurde. Da er Diabetiker ist, fragte er mehrmals nach Wasser, erhielt aber keine Antwort. Er kritisiert auch, dass er nur trockene Nudeln mit kalter Suppe zu essen bekam und dass die Ärzte kaum ansprechbar waren.

Einige Patientinnen und Patienten bemängeln auch die telefonische Erreichbarkeit der Praxen.

Zusammenfassend

Die Erfahrungen von Patientinnen und Patienten mit der neurologischen Versorgung am Rhein sind gemischt. Es gibt viele positive Berichte, aber auch einige negative. Es ist wichtig, sich vor der Behandlung über die verschiedenen Einrichtungen und Angebote zu informieren und gegebenenfalls mehrere Meinungen einzuholen.

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