Ein Krankenhausaufenthalt kann eine herausfordernde Zeit sein, sowohl für Patienten als auch für ihre Angehörigen. Um den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten und den Genesungsprozess zu unterstützen, ist es wichtig, bestimmte Regeln und Richtlinien zu beachten. Dieser Artikel gibt einen Überblick über wichtige Aspekte, die Patienten und Besucher neurologischer Abteilungen im Zusammenhang mit Besuchszeiten, Hygiene, Geschenken und weiteren Annehmlichkeiten berücksichtigen sollten, wobei ein besonderer Fokus auf dem Thema Blumen liegt.
Besuchszeiten und -regelungen
Besuche sind ein wichtiger Bestandteil der Unterstützung und des Wohlbefindens von Patienten. Die Besuchszeiten können jedoch je nach Klinik, Station und den individuellen Bedürfnissen der Patienten variieren.
- Allgemeine Besuchszeiten: In vielen Kliniken liegen die allgemeinen Besuchszeiten zwischen 14 und 20 Uhr. Es ist ratsam, sich vorab über die spezifischen Zeiten der jeweiligen Station zu informieren, da diese abweichen können. Einige Stationen, wie z.B. Intensivstationen oder Stroke Units, haben oft eingeschränktere Besuchszeiten, um den Patienten ausreichend Ruhe zu ermöglichen.
- Individuelle Vereinbarungen: In bestimmten Fällen ist es möglich, individuelle Besuchszeiten mit den Stationen zu vereinbaren. Dies kann besonders wichtig sein, wenn Angehörige von weit her anreisen oder spezielle Bedürfnisse haben.
- Rücksichtnahme: Da größere Besuchergruppen und lange Besuchszeiten zur Belastung werden können, ist es wichtig, auf die Bedürfnisse der Patienten und die Arbeit des Pflegepersonals Rücksicht zu nehmen. Laute Gespräche und unnötiger Lärm sollten vermieden werden.
- Ruhezeiten: Viele Kliniken haben generelle Ruhezeiten, z.B. von 12:30 bis 14:00 Uhr und von 21:00 bis 06:00 Uhr. Während dieser Zeiten sollten Besuche möglichst vermieden werden, um den Patienten die nötige Erholung zu ermöglichen.
- Besondere Regelungen: Auf Intensivstationen gelten oft besondere Regelungen, die im Vorfeld mit dem behandelnden Arzt oder dem Stationsteam abgesprochen werden sollten. Kinder unter 14 Jahren haben oft keinen Zutritt zu Intensivstationen.
Hygiene im Krankenhaus
Hygiene spielt eine entscheidende Rolle bei der Vermeidung von Infektionen und der Förderung der Genesung von Patienten. Sowohl Patienten als auch Besucher sollten sich der Bedeutung von Hygienemaßnahmen bewusst sein und diese konsequent einhalten.
- Händedesinfektion: Die Händedesinfektion ist eine der effektivsten Maßnahmen zur Verhinderung der Übertragung von Krankheitserregern. Beim Betreten und Verlassen des Krankenhauses und der Stationen sollten die Händedesinfektionsmittelspender genutzt werden. Das Desinfektionsmittel sollte sorgfältig über 30 Sekunden in die Hände eingerieben werden, wobei alle Hautpartien erfasst werden müssen.
- Mund-Nasen-Schutz: Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes wird im Krankenhaus empfohlen, insbesondere im direkten Patientenkontakt und in hochfrequentierten Bereichen wie Fahrstühlen. Dies schützt nicht nur sich selbst, sondern auch andere Patienten und das Personal vor Infektionen.
- Besuche bei Infektionen: Bei Anzeichen von Erkältung, Grippe oder anderen ansteckenden Krankheiten sollte auf Besuche im Krankenhaus verzichtet werden, um die Ausbreitung von Infektionen zu vermeiden.
- Isolationspflicht: Bei Patienten mit Isolationspflicht sind die Anweisungen des Personals und die Hygiene-Richtlinien strikt zu befolgen.
Blumen und Geschenke
Blumen und kleine Geschenke können eine schöne Geste sein, um Patienten eine Freude zu bereiten und ihre Genesung zu unterstützen. Es gibt jedoch einige Punkte zu beachten, um die Hygiene und das Wohlbefinden der Patienten nicht zu gefährden.
- Topfpflanzen: Aus hygienischen Gründen sind Topfpflanzen in Krankenzimmern nicht gestattet. Sie können eine Quelle für Bakterien und Schimmelpilze sein, die insbesondere für immungeschwächte Patienten ein Risiko darstellen.
- Schnittblumen: Schnittblumen sind in der Regel willkommen, jedoch sollten stark duftende Blumen vermieden werden, da sie bei manchen Patienten Übelkeit oder allergische Reaktionen auslösen können. Für Patient:innen mit stark geschwächtem Immunsystem können Schnittblumen ein hygienisches Risiko darstellen - bitte beachten Sie daher unbedingt die Hinweise der Mitarbeitenden.
- Geschenke: Bei der Auswahl von Geschenken sollte auf die individuellen Bedürfnisse und Einschränkungen des Patienten geachtet werden. Vorab sollte erfragt werden, ob eine Diät verordnet wurde oder andere Einschränkungen bestehen.
- Weitere Geschenkideen: Anstelle von Blumen können auch andere Aufmerksamkeiten wie Bücher, Zeitschriften, Hörbücher oder kleine Spiele eine willkommene Abwechslung sein. Auch Gutscheine für Cafés oder Kioske im Krankenhaus können eine gute Idee sein.
Weitere Annehmlichkeiten und Services
Viele Krankenhäuser bieten eine Vielzahl von Annehmlichkeiten und Services, um den Aufenthalt für Patienten und Besucher so angenehm wie möglich zu gestalten.
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- Cafés und Kioske: In den meisten Krankenhäusern gibt es Cafés und Kioske, in denen man sich mit Getränken, Snacks und kleinen Artikeln des täglichen Bedarfs versorgen kann.
- Parks und Gärten: Viele Krankenhäuser verfügen über Parks und Gärten, die zum Spazierengehen und Entspannen einladen. Einige Stationen haben sogar eigene Gärten, die den Patienten zur Nutzung vorbehalten sind.
- Bibliotheken: Einige Krankenhäuser bieten Bibliotheken oder Büchereien an, in denen sich Patienten und Besucher Bücher ausleihen können.
- Seelsorge: Für Patienten und Angehörige, die seelsorgerische Unterstützung wünschen, stehen in vielen Krankenhäusern Seelsorger zur Verfügung.
- Patientenfürsprecher: Patientenfürsprecher sind unabhängige Ansprechpartner, die sich für die Rechte und Interessen der Patienten einsetzen und bei Problemen oder Beschwerden helfen können.
- WLAN: In den meisten Krankenhäusern steht den Patienten und Besuchern WLAN zur Verfügung.
- TV und Radio: In den Patientenzimmern gibt es in der Regel TV-Geräte und Radios. Auf der psychiatrischen Wahlleistungsstation stehen den Patient:innen auch außerhalb der Therapiegruppenzeiten ein E-Piano zur Verfügung.
- Friseur und Fußpflege: Auf Wunsch können Friseure und Fußpfleger auf die Station kommen, um die Patienten zu versorgen.
Sonstige wichtige Hinweise
- Rauchverbot: In den meisten Krankenhäusern gilt ein striktes Rauchverbot. Das Rauchen ist in der Regel nur in den dafür vorgesehenen Raucherbereichen im Freien gestattet.
- Mobiltelefone: Die Nutzung von Mobiltelefonen ist in den Kliniken der medbo reglementiert. Die Mitarbeiter:innen auf den Stationen erteilen gerne Auskunft über die jeweiligen Nutzungsmöglichkeiten.
- Filmen und Fotografieren: Um die Privatsphäre aller zu schützen, verweist die medbo auf das Verbot von Film-, Fernseh-, Ton-, Video- und Fotoaufnahmen - egal mit welchen Geräten und zu welchem Zweck - aus datenschutzrechtlichen Gründen auf dem gesamten medbo Gelände an allen Standorten.
- Tiere: Tiere dürfen aus hygienischen Gründen nicht mitgebracht oder auf dem Gelände gefüttert werden. Diese Hunde sind vor Betreten der Patientenbereiche bei Rezeption und Stationsleitung anzumelden. Abteilungen mit frisch operierten Patient:innen sind auch für Blindenführhunde gesperrt.
- Beschwerden und Anregungen: Wenn Sie während Ihres Aufenthalts oder Besuchs riskante Situationen oder Fehler beobachten oder selbst erleben, können Sie sich an das Personal wenden oder die Beschwerde-Briefkästen auf den Stationen nutzen.
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