Die Neurologie ist ein medizinisches Fachgebiet, das sich mit der Diagnose und Behandlung von Erkrankungen des Nervensystems befasst. Dazu gehören das Gehirn, das Rückenmark, die peripheren Nerven und die Muskeln. Neurologische Erkrankungen können eine Vielzahl von Symptomen verursachen, darunter Kopfschmerzen, Schwindel, Muskelschwäche, Taubheit, Kribbeln, Krampfanfälle, Sprachstörungen und Gedächtnisprobleme.
In Deutschland gibt es zahlreiche Krankenhäuser und Kliniken, die sich auf die neurologische Versorgung spezialisiert haben. Diese Einrichtungen bieten ein breites Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Leistungen an, um Patienten mit neurologischen Erkrankungen optimal zu versorgen.
Spezialisierte neurologische Versorgung in Düren und Umgebung
Im Kreis Düren und Umgebung gibt es mehrere Krankenhäuser, die sich auf die Behandlung neurologischer Erkrankungen spezialisiert haben. Zu diesen gehören:
- St. Augustinus-Krankenhaus Düren-Lendersdorf: Dieses Krankenhaus verfügt über eine Abteilung für Neurologie unter der Leitung von Dr. med. Ummehan Ermis. Die Abteilung bietet hochspezialisierte Diagnostik und Therapie von Schlaganfällen, neurodegenerativen Erkrankungen und anderen neurologischen Krankheitsbildern an. Das Krankenhaus verfügt auch über eine zertifizierte Stroke Unit.
- St. Marien-Hospital Düren-Birkesdorf: Dieses Krankenhaus verfügt über eine Klinik für Akutgeriatrie unter der Leitung von Dr. med. Christian David Kautz. Die Klinik verbindet akutmedizinische Versorgung älterer Patientinnen und Patienten mit Frührehabilitation. Ziel ist es, körperliche und geistige Fähigkeiten so lange wie möglich zu erhalten und mit einem interdisziplinären Therapiekonzept individuell zu fördern für mehr Lebensqualität.
- Praxis für Neurochirurgie und Wirbelsäulentherapie in Düren: Facharzt Dr. Mohamad Motaz al Mahdi ist Spezialist für Wirbelsäulenchirurgie. Er behandelt Erkrankungen der Wirbelsäule, des Rückenmarks und der Nerven. Ob konservative Behandlungsmethoden oder chirurgische Eingriffe, er bietet eine ganzheitliche, individuell abgestimmte Therapie.
Schlaganfall: Ein Schwerpunkt der neurologischen Versorgung
Der Schlaganfall ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen und eine der Hauptursachen für Behinderungen im Erwachsenenalter. Bei einem Schlaganfall kommt es zu einer plötzlichen Unterbrechung der Blutversorgung des Gehirns, was zu einer Schädigung von Gehirnzellen führt.
Die Symptome eines Schlaganfalls können je nach betroffenem Hirnareal variieren, umfassen aber häufig:
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- Lähmungen oder Schwäche einer Körperseite
- Sprachstörungen
- Sehstörungen
- Schwindel
- Starke Kopfschmerzen
Die Behandlung eines Schlaganfalls muss so schnell wie möglich erfolgen, um das Ausmaß der Hirnschädigung zu minimieren. In spezialisierten Stroke Units werden Schlaganfallpatienten rund um die Uhr von einem interdisziplinären Team aus Ärzten, Pflegekräften und Therapeuten betreut.
Die Akuttherapie beinhaltet spezielle Untersuchungen der Neurologen, Internisten und Radiologen. Die anschließende Behandlung des Schlaganfalls soll Hirngewebe retten und weitere Schlaganfälle verhindern. Dafür ist ein bedeutender Risikofaktor das Vorhofflimmern, eine Herzrhythmusstörung, durch die das Thromboserisiko steigt. Um ermitteln zu können, ob Vorhofflimmern vorliegt, ist jeder Bettplatz auf der Stroke Unit mit einer speziellen Software ausgestattet. Diese Risikoanalyse bei den Patienten ist besonders wichtig. Medikamente verhindern darüber hinaus, dass Blutplättchen verklumpen und zu neuen Gefäßverschlüssen führen. Die Pflegekräfte wenden aktivierende Pflege an, Physio- und Ergotherapeuten und Logopäden unterstützen bereits in der Akutphase den Patienten. So sollen bleibende Behinderungen vermieden werden, die größtmögliche Selbstständigkeit des Patienten steht im Vordergrund.
Demenz: Eine weitere Herausforderung für die Neurologie
Demenz ist ein Oberbegriff für eine Gruppe von Erkrankungen, die mit einem fortschreitenden Verlust der geistigen Fähigkeiten einhergehen. Die häufigste Form der Demenz ist die Alzheimer-Krankheit.
Die Symptome einer Demenz können je nach Art der Erkrankung variieren, umfassen aber häufig:
- Gedächtnisprobleme
- Sprachstörungen
- Orientierungsschwierigkeiten
- Veränderungen der Persönlichkeit
Die Behandlung von Demenz zielt darauf ab, die Symptome zu lindern und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. Es gibt verschiedene Medikamente, die den Verlauf der Erkrankung verlangsamen können. Darüber hinaus spielen nicht-medikamentöse Therapien wie Ergotherapie, Physiotherapie und Logopädie eine wichtige Rolle.
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Gerade bei Demenz ist der Beginn häufig schleichend. Namen werden vergessen, einfache Tätigkeiten wirken überfordernd, betroffene Personen verlieren sich in gewohnten Abläufen oder ziehen sich sozial zurück. Angehörige fragen sich: „Ist das noch altersbedingt - oder ein erster Hinweis auf eine Demenzerkrankung?“ Auch Persönlichkeitsveränderungen oder emotionale Schwankungen können frühe Warnzeichen sein. Die Angst vor einer möglichen Diagnose steht oft dem Wunsch nach Klarheit gegenüber. Eine frühe Abklärung kann jedoch helfen, gezielt zu unterstützen und den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen.
Weitere neurologische Behandlungsschwerpunkte
Neben Schlaganfall und Demenz gibt es eine Vielzahl weiterer neurologischer Erkrankungen, die in Krankenhäusern behandelt werden. Dazu gehören:
- Morbus Parkinson: Morbus Parkinson ist die häufigste neurologische Bewegungsstörung. Die Hauptsymptome sind Muskelstarre, Muskelzittern und verlangsamte Bewegungen. Die Behandlung von Morbus Parkinson umfasst Medikamente, Physiotherapie und in einigen Fällen auch eine Operation.
- Multiple Sklerose (MS): Die Multiple Sklerose (MS) ist eine chronische, entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems (Gehirn und Rückenmark). Im jungen Erwachsenenalter ist sie eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen und daher von erheblicher Bedeutung. Die Behandlung von MS zielt darauf ab, die Entzündung zu reduzieren und die Symptome zu lindern.
- Epilepsie: Epilepsie ist eine neurologische Erkrankung, die durch wiederholte Krampfanfälle gekennzeichnet ist. Die Behandlung von Epilepsie umfasst Medikamente und in einigen Fällen auch eine Operation.
- Kopfschmerzen: Kopfschmerzen sind ein häufiges neurologisches Symptom. Es gibt verschiedene Arten von Kopfschmerzen, darunter Spannungskopfschmerzen, Migräne und Clusterkopfschmerzen. Die Behandlung von Kopfschmerzen richtet sich nach der Art der Kopfschmerzen.
- Neuropathien: Neuropathien sind Erkrankungen der peripheren Nerven. Die Symptome von Neuropathien können je nach betroffenem Nerv variieren, umfassen aber häufig Schmerzen, Taubheit, Kribbeln und Muskelschwäche. Die Behandlung von Neuropathien richtet sich nach der Ursache der Erkrankung.
Diagnostische Verfahren in der Neurologie
Zur Diagnose neurologischer Erkrankungen stehen verschiedene diagnostische Verfahren zur Verfügung. Zu den wichtigsten gehören:
- Neurologische Untersuchung: Die neurologische Untersuchung ist die Grundlage jeder neurologischen Diagnostik. Dabei werden verschiedene Funktionen des Nervensystems überprüft, darunter die Muskelkraft, die Sensibilität, die Reflexe, die Koordination und die Sprache.
- Bildgebende Verfahren: Bildgebende Verfahren wie die Computertomographie (CT) und die Magnetresonanztomographie (MRT) ermöglichen es, das Gehirn und das Rückenmark darzustellen und Veränderungen zu erkennen.
- Elektrophysiologische Untersuchungen: Elektrophysiologische Untersuchungen wie das Elektroenzephalogramm (EEG) und die Elektroneurographie (ENG) messen die elektrische Aktivität des Gehirns und der Nerven.
- Liquoruntersuchung: Bei der Liquoruntersuchung wird eine Probe des Nervenwassers (Liquor) entnommen und untersucht. Dies kann helfen, Entzündungen oder andere Erkrankungen des Nervensystems zu erkennen.
Therapeutische Verfahren in der Neurologie
Zur Behandlung neurologischer Erkrankungen stehen verschiedene therapeutische Verfahren zur Verfügung. Zu den wichtigsten gehören:
- Medikamentöse Therapie: Viele neurologische Erkrankungen können mit Medikamenten behandelt werden. Die Auswahl der Medikamente richtet sich nach der Art der Erkrankung.
- Physiotherapie: Physiotherapie kann helfen, die Muskelkraft, die Koordination und die Beweglichkeit zu verbessern.
- Ergotherapie: Ergotherapie kann helfen, die Selbstständigkeit im Alltag zu erhalten oder wiederzuerlangen.
- Logopädie: Logopädie kann helfen, Sprachstörungen, Sprechstörungen und Schluckstörungen zu behandeln.
- Psychotherapie: Psychotherapie kann helfen, psychische Probleme zu bewältigen, die durch neurologische Erkrankungen verursacht werden können.
- Operation: In einigen Fällen ist eine Operation erforderlich, um neurologische Erkrankungen zu behandeln.
Rehabilitation nach neurologischen Erkrankungen
Nach einer neurologischen Erkrankung ist häufig eine Rehabilitation erforderlich, um die verlorenen Fähigkeiten wiederzuerlangen und die Lebensqualität zu verbessern. Die Rehabilitation kann stationär oder ambulant erfolgen.
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Im Dürener Rehabilitationszentrum (DRZ) am St. Augustinus Krankenhaus besteht die Möglichkeit der ambulanten neurologischen Rehabilitation im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt. Das St. Ob Erhalten oder Verbessern der Leistungsfähigkeit und Beweglichkeit, Lösen von Muskelverspannungen, Gleichgewichts- und Gangschulung oder Sprech-, Sprach-, Stimm- und Schlucktraining: Wir fördern, unterstützen und begleiten unsere Patienten kontinuierlich mit dem Ziel einer nachhaltigen Rekonvaleszenz.
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