Das zentrale Nervensystem (ZNS) ist ein komplexes und lebenswichtiges System, das eine Vielzahl von Körperfunktionen steuert und koordiniert. In diesem Artikel werden wir die Struktur und Funktion des ZNS sowie verschiedene Erkrankungen, die das ZNS betreffen können, untersuchen. Dabei werden wir auch auf die Auswirkungen von COVID-19 auf das ZNS eingehen und die verschiedenen Syndrome und Manifestationen beleuchten, die im Zusammenhang mit dieser Erkrankung auftreten können.
Bitte beachten Sie, dass die hier vorgenommene Einteilung und Beschreibung von Strukturen des Zentralnervensystems an verschiedenen Stellen auch die damit in Verbindung stehenden Anteile des peripheren Nervensystems berücksichtigen. Wir gehen hier außerdem kurz auf das vegetative (autonome) Nervensystem ein, welches Anteile sowohl im Zentralnervensystem als auch im peripheren Nervensystem hat.
Anmerkung: Die Informationen erheben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, und Einzelheiten sollten Sie immer persönlich mit Ihrem Behandlungsteam erörtern. Die Informationen dienen als Grundlage für ein besseres Verständnis der Probleme, die ein Tumor im Nervensystem verursachen kann, und somit auch dazu, die Behandlungsstrategien für die betroffenen Patienten besser nachvollziehen zu können.
Struktur und Funktion des zentralen Nervensystems
Das ZNS besteht aus dem Gehirn und dem Rückenmark. Das Gehirn, auch Cerebrum genannt, ist das Kontrollzentrum des Körpers und für höhere Funktionen wie Denken, Gedächtnis, Emotionen und Sprache verantwortlich. Es ist über den Hirnstamm mit dem Rückenmark verbunden. Das Rückenmark ist eine lange, dünne Struktur, die sich vom Gehirn bis zum unteren Rücken erstreckt. Es leitet Nervenimpulse zwischen dem Gehirn und dem Rest des Körpers und steuert Reflexe.
Das Gehirn
Das Gehirn besteht aus verschiedenen Teilen, die jeweils spezifische Funktionen haben. Der Cortex gehört zum Hauptteil des Gehirns. Das Cerebellum liegt unter dem Cerebrum. Der Thalamus liegt etwa in der Mitte des Gehirns. Das limbische System umgibt die Stammganglien des Großhirnes (liegen seitlich des Thalamus). Das motorische Zentrum befindet sich ab der vorderen Zentralwindung des Cortex. Die Körperfühlsphäre befindet sich im Bereich der hinteren Zentralwindung. Es ist für die Bewusstwerdung von Körperempfindungen verantwortlich (z.B. Wärme). Die sensorischen Zentren sind für das Hören, Sehen und Sprechen und auch das Verstehen verantwortlich. Schädigungen der entsprechenden Bereiche führen z.B. Das Stirnhirn (Lobus frontalis) ist für Persönlichkeitsmerkmale zuständig.
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Das Rückenmark
Das Rückenmark ist eine lange, dünne Struktur, die sich vom Gehirn bis zum unteren Rücken erstreckt. Es leitet Nervenimpulse zwischen dem Gehirn und dem Rest des Körpers und steuert Reflexe.
Das vegetative Nervensystem
Das vegetative Nervensystem (auch autonomes oder unwillkürliches NS) ist für das Zusammenspiel wichtiger Organfunktionen wie Atmung, Herztätigkeit, Stoffwechsel verantwortlich.
Die Nervenzelle
Die peripheren Nervenzellen werden in der Anatomie als Ganglien bezeichnet, in der Physiologie hingegen als Neuronen. Die Anzahl der Ganglienzellen ist von Geburt an festgelegt. Ganglienzellen haben den Zweck, Erregungen - elektrochemische Prozesse in der Zelle - weiterzuleiten. Im Ruhezustand ist das Innere der Nervenfaser negativ in Bezug auf die Oberfläche. Erfolgt nun eine Reizung (z.B. ein Sensor der Netzhaut wird durch elektromagnetische Schwingungen gereizt), so wird das Faserinnere positiv.
Erkrankungen des zentralen Nervensystems
Es gibt viele verschiedene Erkrankungen, die das ZNS betreffen können. Einige häufige Beispiele sind:
- Multiple Sklerose (MS): Die Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch entzündliche, autoimmune, nicht ansteckende Erkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS).
- Schlaganfall: Metaanalysen zeigen einen Zusammenhang der akuten COVID-19-Erkrankung mit dem Auftreten zerebrovaskulärer Ereignisse, insbesondere ischämischer Schlaganfälle v. a. bei kritisch kranken Patient:innen und solchen mit vaskulären Risikofaktoren.
- Enzephalitis: Im Unterschied zur Enzephalopathie findet sich bei der Enzephalitis ein entzündlich veränderter Liquor. Ätiologisch unterscheidet man direkt erregerbedingte und autoimmunvermittelte Enzephalitiden.
- Meningitis: Entzündung der Hirnhäute.
- Tumoren: Die Informationen dienen als Grundlage für ein besseres Verständnis der Probleme, die ein Tumor im Nervensystem verursachen kann, und somit auch dazu, die Behandlungsstrategien für die betroffenen Patienten besser nachvollziehen zu können.
- Long-COVID-Syndrom (LCS): Das Long-COVID(„coronavirus disease“)-Syndrom (LCS) umfasst vielfältige Symptome, die sämtliche Organsysteme betreffen können.
Auswirkungen von COVID-19 auf das zentrale Nervensystem
COVID-19, verursacht durch das SARS-CoV-2-Virus, kann verschiedene neurologische Manifestationen hervorrufen, sowohl während der akuten Infektion als auch in der Postakutphase. Die häufigsten neurologischen Manifestationen des LCS und PCS sind Fatigue und neurokognitive Störungen. Syndrome des ZNS umfassen Enzephalopathien, entzündliche Erkrankungen wie Enzephalitis und Myelitis, zerebrovaskuläre Erkrankungen und andere, bislang unvollständig verstandene Syndrome.
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Enzephalopathie
Als Enzephalopathie wird eine diffuse Funktionsstörung des Gehirns mit qualitativer und quantitativer Bewusstseinsstörung, aber auch fokalneurologischen Defiziten und/oder epileptischen Anfällen beschrieben. Sie ist als neuropsychiatrische Komplikation der akuten COVID-19-Erkrankung mittlerweile bekannt.
Enzephalitis und Enzephalomyelitis
Auch hier liegen bereits multiple Fallberichte vor, die über eine Enzephalitis oder Enzephalomyelitis als mögliche Komplikation der akuten SARS-CoV-2(„severe acute respiratory syndrome coronavirus 2“)-Infektion berichten. Da bei den parainfektiösen Enzephalitiden eine para- bzw. postinfektiöse Autoimmunreaktion angenommen wird, ist es nicht verwunderlich, dass diese auch in der Postakutphase von COVID-19 auftreten.
Akute disseminierte Enzephalomyelitis (ADEM) und akute nekrotisierende hämorrhagische Leukoenzephalitis (ANHLE)
Akute disseminierte Enzephalomyelitis (ADEM) und die Variante akute nekrotisierende hämorrhagische Leukoenzephalitis (ANHLE) wurden seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit COVID-19 beschrieben. ADEM ist eine demyelinisierende, autoimmun vermittelte Erkrankung, die meist parainfektiös und in seltenen Fällen postvakzinal auftritt.
Zerebrovaskuläre Ereignisse
Metaanalysen zeigen einen Zusammenhang der akuten COVID-19-Erkrankung mit dem Auftreten zerebrovaskulärer Ereignisse, insbesondere ischämischer Schlaganfälle v. a. bei kritisch kranken Patient:innen und solchen mit vaskulären Risikofaktoren. Als Pathomechanismus scheint hier maßgeblich ein Zusammenspiel aus einem hyperinflammatorischem und hyperkoagulativem Zustand, getriggert durch die Virusinfektion, vorzuliegen.
Opsoklonus-Myoklonus-Ataxie-Syndrom (OMAS)
Im Zusammenhang mit COVID-19 gibt es mehrere Fallberichte über das Auftreten eines OMAS in der Postakutphase - die meisten Patient:innen entwickelten die Symptome etwa 2 Wochen (10 Tage bis 6 Wochen) nach der Akutinfektion.
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Posteriores reversibles Enzephalopathiesyndrom (PRES)
Wir konnten zwei Fallberichte identifizieren, in denen ein PRES nach bereits überstandener schwerer COVID-19-Erkrankung auftrat. Die Symptomatik entwickelte sich auch hier jeweils in der Postakutphase (3 bis 5 Wochen nach Beginn der Akuterkrankung).
Pathomechanismen
Verschiedene Pathomechanismen bzw. ihr Zusammenspiel werden als Ursache des LCS und PCS diskutiert. Hierzu zählen insbesondere para- und postinfektiöse Autoimmunmechanismen, hyperinflammatorische Prozesse, Koagulopathien und zerebrale Mikrozirkulationsstörungen. Eine direkte ZNS-Schädigung durch das Virus selbst wird mittlerweile für nachrangig gehalten.
Diagnostik
Um potenziell anders zu behandelnde Ursachen auszuschließen bzw. adäquat zu behandeln, ist die Einleitung einer umfassenden (Differenzial‑)Diagnostik entsprechend den aktuellen DGN-Leitlinien wichtig.
Computertomographie (CT)
Die Computertomographie ist ein modernes bildgebendes Verfahren, das einen detaillierten Blick in den menschlichen Körper bietet. Das Verfahren beruht auf Röntgenstrahlen, die den Patienten aus verschiedenen Richtungen durchdringen. Am Computer werden daraus Schnittbilder berechnet.
Therapie
Es existieren derzeit keine kausalen oder etablierten Therapien zur Behandlung des LCS/PCS. Erste Befunde zu Inflammation und Autoimmunität sind vielversprechend und könnten zu neuen Therapieansätzen führen.
Forschung am zentralen Nervensystem
Sie benutzen das elf Tonnen schwere Gerät ausschließlich für die Forschung am Zentralnervensystem. erstellt sind. erstellt sind. erstellt sind und Fehler enthalten können. auf dieser Seite. A. v.
Das Berlin Institute of Health (BIH)
Das Berlin Institute of Health at Charité (BIH) bildet als Translationsforschungsbereich die dritte Säule der Charité - Universitätsmedizin Berlin, neben dem Klinikum und der Medizinischen Fakultät. Es ist über eine Privilegierte Partnerschaft eng mit dem Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (Max Delbrück Center) verbunden. Die Aufgabe des BIH ist die biomedizinische Translation, d.h. die Umwandlung wissenschaftlicher Erkenntnisse in Anwendungen, Produkte und Dienstleistungen zum Wohle von Patientinnen und Patienten.
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