Das Malteser Waldkrankenhaus St. Marien in Erlangen und das Universitätsklinikum Erlangen bieten ein breites Spektrum an neurologischen Behandlungen an. Dieser Artikel soll Ihnen einen Überblick über die Besuchszeiten und weitere wichtige Informationen zu den neurologischen Abteilungen dieser Einrichtungen geben.
Malteser Waldkrankenhaus St. Marien
Das Malteser Waldkrankenhaus in Erlangen versorgt jährlich über 35.000 Patienten und legt Wert auf medizinische und pflegerische Qualität. Das Team des Waldkrankenhauses setzt sich seit mehr als 60 Jahren für seine Patienten ein. Jeder Mensch wird hier individuell betreut, medizinisch, pflegerisch und menschlich.
Neurologisches Angebot
Das psychiatrische Behandlungsangebot in Erlangen umfasst die Bereiche Psychiatrie, Sucht, Psychotherapie und Psychosomatik sowie Forensische Psychiatrie. Ein Zentrum für Neurologie und Neurologische Rehabilitation ist ebenfalls vorhanden. Eine Besonderheit ist die Abteilung für Hörgeschädigte, die im süddeutschen Raum einzigartige Behandlungen bietet.
Im Zentrum für Neurologie und Neurologische Rehabilitation wird das gesamte Spektrum neurologischer Erkrankungen diagnostiziert und behandelt. Das Spektrum reicht von der Akutversorgung über die Frührehabilitation bis hin zur weiterführenden Rehabilitation.
Besuchsmöglichkeiten
Das Waldkrankenhaus ist bestrebt, Familienmitgliedern ausreichend Zeit für Besuche einzuräumen. Die genauen Besuchszeiten können variieren, daher ist es ratsam, sich vorab zu informieren.
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Universitätsklinikum Erlangen
Die Neurologische Klinik des Uniklinikums Erlangen gehört zu den größten Kliniken dieser Art in Deutschland. Sie arbeitet eng mit der Neurochirurgischen Klinik und der Neuroradiologischen Abteilung zusammen.
Spezialisierte Einrichtungen
Die Neurologie des Uniklinikums Erlangen bietet eine Spezialstation für Schlaganfalltherapie (Stroke Unit) an. Eine neurologische Intensivstation zur Behandlung schwerstkranker Patienten ist ebenfalls vorhanden. Weitere Einrichtungen sind das Epilepsiezentrum sowie das telemedizinische Schlaganfallnetzwerk (STENO).
Hochschulambulanz
Eine Übersicht über die Sprechstunden der Hochschulambulanz finden Sie in der Patientenbroschüre des Uniklinikums Erlangen. Termine für einen stationären Aufenthalt können über die Patientenmanagerin vereinbart werden.
Besuchsmöglichkeiten
Tägliche Besuchszeiten: 11.00 - 20.00 Uhr
Es wird darum gebeten, Verständnis zu zeigen, wenn es während therapeutischer oder diagnostischer Maßnahmen zu Wartezeiten kommt. Im Interesse der Patienten sollten nur nahe Verwandte zu Besuch kommen. Besuche von Kindern oder Jugendlichen sind nur nach Rücksprache mit dem Stationsarzt möglich. In speziellen Situationen besteht nach Rücksprache mit dem Pflegepersonal die Möglichkeit von Besuchen außerhalb der genannten Zeiten.
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Zentrum für Neurologie und Neurologische Rehabilitation: Schwerpunkte und Therapieangebote
Das Zentrum für Neurologie und Neurologische Rehabilitation verbindet Akutklinik und Rehabilitationsklinik.
Bereiche des Zentrums
- Akutneurologie
- Intensivstation mit Beatmungsplätzen und Rehabilitationsstation
- Neurologische Rehabilitation (Frührehabilitation und weiterführende Rehabilitation)
Das Zentrum hat einen Kooperationsvertrag mit der Universität Erlangen auf dem Gebiet der Akutneurologie und Neurologischen Rehabilitation.
Akutneurologie
Die Akutneurologie ist 24 Stunden erreichbar, wobei die Aufnahme in Notfällen auch ohne Voranmeldung möglich ist. Für die Akutneurologie stehen zwei Stationen zur Verfügung, und schwer erkrankte Patienten werden auf der Intensivstation betreut, von der ein Teil als Schlaganfalleinheit dient. Die Abteilung ist mit intensivmedizinischen Überwachungsgeräten und Beatmungsplätzen ausgestattet.
Im Mittelpunkt der Akutneurologie stehen akute und chronische Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems sowie der Muskulatur. Moderne Diagnostik wird eingesetzt, um Störungen der verschiedenen Bereiche des Nervensystems sowie der Muskulatur zu erfassen.
Rehabilitation
Das Zentrum bietet sowohl eine Akutklinik als auch eine Rehabilitationsklinik, um die Akutbehandlung ideal mit der Rehabilitation zu verknüpfen. Ziel der Behandlung ist die schrittweise Verbesserung der Alltagskompetenz.
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- Frührehabilitation: Schwer hirngeschädigte Patienten aus dem Bereich der Akutneurologie oder von externen Akutkliniken werden in der Frührehabilitation (Phase B) übernommen. Behandelt werden Menschen mit schwersten Einschränkungen des Bewusstseins und der Wahrnehmung sowie mit schweren körperlich-neurologischen Beeinträchtigungen.
- Weiterführende Rehabilitation: In der weiterführenden Rehabilitation (Phase C und D) werden Menschen mit mittelschweren neurologischen Funktionsstörungen behandelt. Schwerpunkte sind die Mobilisation und die Behandlung von kognitiven Ausfällen sowie Sprach- und Sprechstörungen.
Therapiekonzepte für spezielle Erkrankungen
- Parkinson-Syndrom: Die Neurologische Klinik des Klinikums am Europakanal bietet seit 2012 ein spezielles Therapiekonzept für Parkinson-Patienten an. Dazu gehören die Diagnoseerstellung und die Abgrenzung von atypischen oder symptomatischen Parkinson-Syndromen. Die Parkinsonmedikation wird überprüft und bei Bedarf angepasst. Logopädische, physiotherapeutische, ergotherapeutische und neuropsychologische Einheiten stehen zur Verfügung. Zertifizierte Therapeuten sind nach den Parkinson-Therapien LSVT®-BIG und LSVT®-LOUD geschult.
- Epilepsie: Das Klinikum am Europakanal bietet eine spezialisierte Epilepsie-Komplex-Behandlung an, bei der neben der Diagnosestellung und Einordnung des Epilepsiesyndroms auch eine Medikamenten-Einstellung oder -Umstellung vorgenommen werden kann. Das Therapiekonzept umfasst eine mindestens 7 Tage dauernde intensive Therapiezeit mit regelmäßigen EEG-Kontrollen und weiteren Untersuchungen.
Zusätzliche Therapieangebote
- Physiotherapie: Aktive und passive Übungen zur Verbesserung der Motorik und zum Erhalt der Selbstständigkeit.
- Logopädie: Behandlung zur Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit und insbesondere der Sprechlautstärke.
- Ergotherapie: Übungen zur Verbesserung von Funktionen und Bewegungsabläufen, die im Alltag benötigt werden.
- Neuropsychologie: Unterstützung bei der Verarbeitung der Krankheit und bei der Stabilisierung der Stimmung.
Klinik für Forensische Psychiatrie
Die Klinik für Forensische Psychiatrie ist eine Maßregelvollzugseinrichtung, in die Menschen eingewiesen werden, die aufgrund einer psychiatrischen Erkrankung oder einer Suchterkrankung Straftaten begangen haben. Die Kliniken garantieren mit hohen technischen Sicherheitsstandards den Schutz der Bevölkerung und behandeln die psychisch kranken oder suchtkranken Straftäter mit einem multiprofessionellen Team.
Wichtige Informationen für Patienten und Besucher
Patientenbroschüre
Das Uniklinikum Erlangen stellt eine Patientenbroschüre mit wichtigen Informationen zur Verfügung.
Befundanforderung
Anfragen bezüglich Befunde können an das Archiv gerichtet werden.
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