Neurologie Etienne: Umfassende Versorgung und Terminvergabe

Die Neurologie ist ein komplexes und vielschichtiges Feld, das sich mit Erkrankungen des Nervensystems und der Muskulatur befasst. Das Johanna Etienne Krankenhaus bietet in diesem Bereich eine erstklassige medizinische Versorgung, bei der der Mensch im Mittelpunkt steht. Im Folgenden werden die verschiedenen neurologischen Erkrankungen und Behandlungsmöglichkeiten, die im Johanna Etienne Krankenhaus angeboten werden, näher erläutert.

Schlaganfallversorgung auf höchstem Niveau

Der Schlaganfall, auch Apoplex oder Hirninfarkt genannt, ist eine Gefäßerkrankung des Kopfes, die meist zu plötzlichen neurologischen Ausfällen führt. Zumeist handelt es sich um die Verengung des Gefäßes durch ein Gerinnsel (Hirninfarkt) mit folgender Minderdurchblutung des Hirngewebes. Seltener kommt es zu einem Einriss des Gefäßes mit Blutung in den Kopf (Hirnblutung).

Symptome und Ursachen: Die häufigsten Zeichen sind plötzliche Lähmungen, Gefühlsstörungen, Sehstörungen oder Sprachstörungen. Häufige Ursachen sind Erkrankungen des Herzens, wie z. B. das Vorhofflimmern, Erkrankungen der Gefäße wie z. B. die Arteriosklerose der großen Gefäße oder Schädigung der kleinen Gefäße, in seltenen Fällen auch Gerinnungsstörungen oder rheumatische Erkrankungen.

Behandlung: Das Johanna Etienne Krankenhaus ist einer der größten regionalen Schlaganfallversorger und behandelt eine Vielzahl von Patienten. Es wird die akute Therapie des Schlaganfalls inklusive Thrombolyse (Auflösung eines Blutgerinnsels mit Hilfe von Medikamenten) und mechanischer Rekanalisation (Wiederöffnung eines verschlossenen Gefäßes) angeboten.

Stroke Unit: Zur spezialisierten Behandlung bei einem Schlaganfall gehört auch das Monitoring auf der zertifizierten Stroke Unit (Schlaganfall-Station). Dort nimmt das Team eine umfassende sofortige Ursachenabklärung und Behandlungsplanung vor. Diese umfasst:

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  • Interdisziplinäre Therapie, u. a. mittels medikamentöser Therapie der Schlaganfallursachen (Blutverdünnung, Blutzuckereinstellung, Cholesterinsenkung)
  • Operative Therapie der Halsschlagader (Carotis-Operation)
  • Endovaskuläre Therapie bei Verengung der Halsschlagader (Carotis-Stenting)
  • Endovaskuläre Versorgung der intrakraniellen Gefäße (Stenting)
  • Interventionelle Versorgung schlaganfallrelevanter kardiologischer Erkrankungen (z. B. Schirmchenverschluss beim sogenannten persistierenden Foramen ovale, kurz FPO).

Epilepsiezentrum mit umfassender Diagnostik

Die Epilepsie entsteht durch eine Störung der elektrischen Übertragung der Nervenzellen und führt zu anfallsartigen Störungen z. B. in Form von Zuckungen, Bewusstseinsstörungen, Fehlhandlungen oder Ohnmachtsanfällen. Die Ursache kann angeboren (genetische Epilepsie) oder erworben sein (z. B. durch Schlaganfälle oder Hirntumore).

Diagnostik: Für die Versorgung des akuten epileptischen Anfalls sowie der Betreuung von chronischen epileptischen Erkrankungen steht neben einer Intermediate Care Station die Normalstation mit der Möglichkeit der umfassenden EEG-Diagnostik zur Verfügung. Eine Elektroenzephalografie, kurz EEG, misst die elektrische Aktivität des Gehirns durch Aufzeichnung der Spannungsschwankungen an der Kopfoberfläche. Die Diagnostik in der Klinik für Neurologie umfasst das Ruhe-EEG, das Provokations-EEG, das Schlafentzugs-EEG sowie das 24-Stunden-EEG.

Multiple Sklerose: Kompetente Betreuung

Multiple Sklerose ist eine zumeist chronische Autoimmunerkrankung. Es kommt zu Entzündungsherden im Bereich des Kopfes oder des Rückenmarks, die neurologische Ausfälle verursachen können. Häufige Beschwerden sind z. B. Sehstörungen, Sprachstörungen, Gefühlsstörungen, Lähmungen, ausgeprägte chronische Müdigkeit, Schwindel oder Schmerzsyndrome.

Entzündliche Erkrankungen des Nervensystems

Hirnhautentzündung kann als Enzephalitis (Gehirnentzündung) oder Meningitis (Hirnhautentzündung) sehr gefährlich werden. Zumeist handelt es sich um erregerbedingte Erkrankungen, die durch Viren oder Bakterien verursacht sind. Die häufigsten Beschwerden sind Krankheitsgefühl, Fieber, Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit bis hin zu Bewusstseinsstörungen und Koma.

Parkinson-Syndrom und Bewegungsstörungen

Die Parkinsonerkrankung ist eine von vielen möglichen Bewegungsstörungen, die zumeist durch veränderte Neurotransmittersysteme langsam entsteht und zu fortschreitenden Bewegungsstörungen führt, mit Muskelsteifigkeit, Zittern, Bewegungsarmut und Standunsicherheit. Die Zuordnung der Parkinsonerkrankung erfolgt durch genaue klinische Beobachtung und ggf. ergänzende elektrophysiologische Untersuchungen. Es stehen sämtliche medikamentöse Therapieangebote zur Verfügung.

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Demenz und kognitive Störungen

Jede Art von Störung der geistigen Leistungsfähigkeit im Bereich des Erinnerns oder im Bereich der Handlungsplanung sind einschneidende Lebenserlebnisse und bedürfen einer sofortigen Abklärung. Neben kleinen und harmlosen Ursachen der Gedächtnis- und Denkstörungen (wie z. B. durch Medikamente oder Stimmungsschwankungen) gehört die eigentliche Demenz zu einer der häufigsten Erkrankungen in der alternden Gesellschaft. Neben der Demenz vom Alzheimertyp ist die gefäßbedingte Demenz (vaskuläre Demenz) sehr häufig. Darüber hinaus finden sich zumeist Mischformen aus den beiden erstgenannten Demenzformen.

Diagnostik und Therapie: Eine genaue Abklärung der tatsächlichen Einbußen der geistigen Leistungsfähigkeit, wie auch eine Beschreibung der Ursachen und eine mögliche Therapie sind notwendig, um eine bestmögliche Versorgung und bei Bedarf auch Anbindung an demenzspezifische Handlungsangebote zu ermöglichen. Neben der genauen neuropsychologischen Testung in Zusammenarbeit mit der Neuropsychologin erfolgen auf neurologischer Seite die exakte Bildgebung, die Untersuchung des Nervenwassers und andere neurologische Untersuchungen zur Klassifizierung der demenziellen Syndrome.

Neuromuskuläre Erkrankungen: Myasthenia Gravis

Die Myasthenia gravis ist eine der häufigsten neuromuskulären Erkrankungen. Hier handelt es sich um eine gestörte Übertragung der Nervenimpulse auf den Muskel durch Autoimmunprozesse. Beschwerden sind Doppelbilder, Sprachstörungen und Muskellähmungen. Diese Erkrankung kann viele verschiedene Ursachen haben und ist prinzipiell gut behandelbar.

Polyneuropathie: Ursachenforschung und Therapie

Durch eine Schädigung der langen Nervenbahnen kommt es zu Gefühlsstörungen und Kraftstörungen zumeist im Bereich der Beine oder auch im Bereich der Arme, die chronisch fortschreitend ist, gelegentlich auch schubförmig verlaufen kann. Hier ist eine genaue Nervenuntersuchung notwendig, um Ursache und Ausmaß der Schädigung zu beschreiben. Häufige Ursachen sind z. B. Diabetes mellitus, übermäßiger Alkoholkonsum und sonstige medikamentöse oder chemische Ursachen. Wenngleich in vielen Fällen nur eine symptomatische Therapie möglich ist, müssen behandelbare Fälle (z. B.

Schwindeldiagnostik und -therapie

Schwindelbeschwerden sind meist sehr belastend. Die Ursachen des Schwindels sind vielfältig und die Ursachensuche ist zumeist sehr umfangreich. Aus neurologischer Sicht wird die Störung des Gleichgewichtsorganes (peripherer Schwindel) von der gehirnbedingten Störung (zentraler Schwindel) unterschieden. Die Beeinträchtigung und auch die Ernsthaftigkeit des Krankheitsbildes können sehr stark variieren.

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Kopfschmerzen: Differentialdiagnostik

Kopfschmerzen sind eine der häufigsten Beschwerden der medizinischen Vorstellung. Während ein großer Teil der Kopfschmerzen eher chronisch und harmlos ist (Spannungskopfschmerz oder Migräne), finden sich zu einem geringen Teil jedoch auch ernsthafte und gefährliche Ursachen des Kopfschmerzes (wie eine Hirnblutung oder Meningitis).

Neurovaskuläres Zentrum für komplexe Gefäßerkrankungen

Neben dem akuten Schlaganfall gibt es viele komplizierte gefäßbedingte Fragestellung wie z. B. Malformationen, Fisteln oder Kavernome des Gehirnes. Im Rahmen des neurovaskulären Zentrums erfolgt eine interdisziplinäre Beurteilung dieser Erkrankungen in Kooperation mit der Neuroradiologie, Gefäßchirurgie und Neurologie, wie auch im Rahmen einer standardisierten Kooperation mit der Klinik für Neurochirurgie des Helios Klinikums Krefeld.

Klinische Neuropsychologie

Die klinische Neuropsychologie befasst sich unter anderem mit der Untersuchung sowie der Therapie von kognitiven Funktionen wie Gedächtnis, Aufmerksamkeit und dem logischen Denken. Bei neurologischen Patienten erfolgt im Rahmen der stationären Behandlung eine Einschätzung der kognitiven Fähigkeiten und darauf aufbauend die Einleitung von spezifischen und individuellen Therapiemaßnahmen. Neuropsychologen betreuen die Patientinnen und Patienten und beziehen die Angehörigen mit ein.

Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Das Alexius/Josef Krankenhaus in Neuss bietet eine Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. In der Ambulanz für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie werden in erster Linie psychotherapeutische Gespräche angeboten. Das Angebot richtet sich dabei an Menschen ab 18 Jahren mit psychosomatischen Erkrankungen wie beispielsweise:

  • Angsterkrankungen, die auch mit körperlichen Beschwerden einhergehen können
  • Depressionstypische Beschwerden im Zusammenhang mit früheren oder aktuellen Belastungen
  • Körperliche Beschwerden ohne erkennbare organische Ursache (somatoforme Störungen wie z. B. Reizmagen oder Spannungskopfschmerzen)
  • Wiederkehrende Beziehungskonflikte im sozialen Umfeld, in Familie oder Beruf, z.B. aufgrund eines beeinträchtigten Selbstwertempfindens
  • Anpassungsstörungen bzw.

Bei psychosomatischen Beschwerden werden zunächst ein bis zwei ausführliche Gespräche zur Diagnostik und Beratung angeboten. Neben Einzelgesprächen besteht die Möglichkeit zur Teilnahme an ambulanten Psychotherapiegruppen. Diese finden alle zwei Wochen in der Ambulanz am Johanna Etienne Krankenhaus statt. Wenn eine intensivere Therapie erforderlich ist, stehen zwei weitere Behandlungswege offen: Psychosomatische Tagesklinik Anna - tagsüber Therapie, abends zuhause, oder die Psychosomatische Station Katharina - vollstationäre Behandlung mit 25 modern eingerichteten Betten und einem erfahrenen multiprofessionellen Team. Ansprechpartnerinnen sind Frau Dr. Julia von Schreitter - Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie und Frau Barbara Lentes - Assistenzärztin, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie.

Interdisziplinäre Sprechstundenambulanz

Das Johanna Etienne Krankenhaus verfügt über eine interdisziplinäre Sprechstundenambulanz mit motivierten Medizinischen Fachangestellten und Ärzten aus insgesamt zehn verschiedenen Fachrichtungen. Anders als in einer Arztpraxis setzt das Krankenhaus auf die fachübergreifende und hausinterne Rundumversorgung und Beratung.

Terminvereinbarung: Um eine Sprechstunde in einer der Fachbereiche zu vereinbaren, wird gebeten, zunächst einen Termin in der jeweiligen Fachabteilung zu vereinbaren.

Benötigte Dokumente: Je nach Fachbereich werden folgende Dokumente benötigt:

  • Orthopädie: Überweisung vom Orthopäden auf Mit- und Weiterbehandlung oder für ein Konsil, oder eine Überweisung vom niedergelassenen Chirurgen für ein Konsil
  • Chirurgie: Überweisung vom Chirurgen für ein Konsil oder eine Einweisung vom Hausarzt
  • Gefäßchirurgie: Einweisung vom Hausarzt, Überweisung vom niedergelassenem Gefäßchirurgen, Überweisung von der Nephrologie oder eine Überweisung von der Chirurgie/Angiologie MVZ Dr.

Es ist hilfreich, wenn die gültige Überweisung bzw. Einweisung zum Termin mitgebracht wird. Gerne kann auch eine Zweitmeinung in der Sprechstundenambulanz eingeholt werden.

Fachbereiche: In der Sprechstundenambulanz finden Sie die folgenden Fachbereiche:

  • Allgemein- und Viszeralchirurgie
  • Hernienchirurgie
  • Proktologie
  • Gefäßchirurgie
  • Orthopädie
  • BG-Spechstunde (z.B.

Praxis für Neurologie im MVZ St. Augustinus

Das menschliche Nervensystem ist ebenso empfindlich wie beeindruckend - und verdient eine Medizin, die mit Erfahrung, Präzision und Sorgfalt arbeitet. Im MVZ St. Augustinus kümmern sich erfahrene Neurologinnen und Neurologen mit unterschiedlichen Schwerpunkten um die umfassende Diagnostik und Behandlung neurologischer Erkrankungen. In der Praxis für Neurologie werden alle organischen Erkrankungen des Nervensystems und der Muskulatur behandelt. Besonders häufig kommen Patienten mit:

  • Kopfschmerz (z. B. Migräne, Spannungskopfschmerzen)
  • Epilepsie
  • Schwindel
  • Morbus Parkinson
  • Demenzerkrankungen
  • Multiple Sklerose
  • Funktionsstörungen einzelner oder mehrerer Nerven (z. B.

Offene Sprechstunde: Außerdem wird eine offene Sprechstunde für Patienten mit akuten neurologischen Beschwerden angeboten, immer montags bis freitags um 8 Uhr. Da nur begrenzte Termine zur Verfügung stehen, kann eine Annahme nicht garantiert werden. Termine können gerne vereinbart werden. Das Medizinische Versorgungszentrum St. Augustinus gGmbH befindet sich im Haus A, 2. Etage. Ansprechpartner sind Dr. med. Markus Brenner, Daniela Kamlage, Dr. Alexey Saranov und Dr.

Umfassendes ambulantes medizinisches Angebot: In den von Fachärzten geleiteten Medizinischen Versorgungszentren wird ein umfassendes ambulantes, medizinisches Angebot geboten. Durch die Medizinischen Versorgungszentren mit den Fachrichtungen Gastroenterologie, Neurologie, Orthopädie und Radiologie sowie die Zusammenarbeit mit dem Johanna Etienne Krankenhaus als stationärem Partner, erfahren Patienten eine außerordentliche, vielfältige sowie qualitativ hochwertige Versorgung. Mit fachlicher Kompetenz, moderner Ausstattung und individueller Betreuung stehen die Mitarbeiter den Patienten zur Seite. Dabei sind sie ein wichtiger Bestandteil der ambulanten Versorgung in der Region und zuverlässiger Partner in der ganzheitlichen Patientenbetreuung.

Weitere Fachrichtungen im MVZ:

  • Praxis für Orthopädie und Sportmedizin: Moderne Behandlungskonzepte der gesamten konservativen Orthopädie, Unfallchirurgie und Sportmedizin. Langjährige Erfahrungen in spezialisierten orthopädischen Abteilungen und intensive Weiterbildungstätigkeit stellen dabei die Basis der Tätigkeit dar.

Weitere neurologische Anlaufstellen in der Region

Neben dem Johanna Etienne Krankenhaus und dem MVZ St. Augustinus gibt es in der Region weitere neurologische Praxen und Kliniken, die eine umfassende Versorgung anbieten:

  • NeuroCentrum Grevenbroich Dres. Bernd Wendtland Uwe Meier und Monika Köchling u.w.
  • NeuroCentrum Dormagen Dres. Bernd Wendtland Uwe Meier Monika Köchling u.w.
  • Praxis Dr.med.
  • LVR Klinikum Düsseldorf Abt.
  • St. Josef-Krankenhaus Tagesklinik St.
  • LVR Klinikum Düsseldorf Psych.
  • LVR Klinikum Düsseldorf Zentrum f.
  • Hospital zum Heiligen Geist Klinik für Neurologie Abt.
  • St. Martinus-Krankenhaus Abt.
  • Neuro-Centrum Düsseldorf Dres. Hans-Werner Friedemann Hans-Werner Nelles Thomas Beutler u.w.

Facharztpraxis für Neurologie in Neuss

Zum 1.Oktober hat Dr. die neurologische Praxis in der Kanalstraße 75 übernommen. Er dankt seinem Vorgänger Dr. Thomas Berning herzlich für seine langjährige und engagierte Tätigkeit und freut sich darauf, diese Tradition fortzuführen und die Patienten medizinisch betreuen zu dürfen. Als Facharzt für Neurologie mit über 16 Jahren klinischer Erfahrung - davon acht Jahre an der Charité Berlin und acht Jahre als Oberarzt am Johanna Etienne Krankenhaus in Neuss - freut er sich, moderne diagnostische und therapeutische Möglichkeiten anbieten zu können. Für Fragen und Anliegen steht er jederzeit gerne persönlich zur Verfügung.

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