Sächsisches Krankenhaus Großschweidnitz: Ein Zentrum für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie in Ostsachsen

Das Sächsische Krankenhaus Großschweidnitz ist ein renommiertes Fachkrankenhaus, das einen wesentlichen Beitrag zur medizinischen Versorgung der Bevölkerung in Ostsachsen leistet. Es deckt ein breites Spektrum an Fachgebieten ab, darunter Psychiatrie und Psychotherapie für Kinder und Erwachsene, Forensische Psychiatrie und Neurologie. Das Krankenhaus zeichnet sich durch seine moderne Ausstattung und sein leistungsfähiges Team aus.

Struktur und Leitung

Das Sächsische Krankenhaus Großschweidnitz gliedert sich in verschiedene Bereiche mit jeweils eigener Leitung:

  • Ärztliche Leitung: Der Ärztliche Direktor, Herr CA S., ist unter der Telefonnummer +49 3585 453-1005 erreichbar.
  • Verwaltungsleitung: Die Verwaltungsdirektorin, Frau B., ist unter der Telefonnummer +49 3585 453-20 05 erreichbar. Beide Leitungen sind unter der Adresse Dr.-Max-Krell-Park 41, 02708 Großschweidnitz zu finden.

Neurologische Klinik: Expertise und Behandlungsschwerpunkte

Die Neurologische Klinik des Sächsischen Krankenhauses Großschweidnitz ist ein wichtiger Bestandteil des umfassenden Versorgungsangebots. Die Klinik verfügt über 35 Betten auf einer Station und bietet eine hervorragende diagnostische Ausstattung. Die Leistungen der Klinik, insbesondere im diagnostischen Bereich und der symptomatisch-rehabilitativ orientierten Therapie, wurden kontinuierlich erweitert und durch moderne Medizintechnik ergänzt.

Behandlungsschwerpunkte:

  • Entzündliche Erkrankungen des ZNS: Hierzu zählen beispielsweise Multiple Sklerose, Neuroborreliose und Encephalitis. In der Ambulanz für Multiple Sklerose können Patienten nach Überweisung durch den Hausarzt oder andere Fachärzte bei Verdacht auf eine entzündliche ZNS-Erkrankung diagnostiziert und ambulant betreut werden. Das komplette Spektrum der derzeit verfügbaren diagnostischen Maßnahmen (MRT, evozierte Potenziale, Labor) steht zur Verfügung. Die Klinik bietet die aktuell verfügbaren medikamentösen und flankierenden (Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie, Sozialarbeiter, MS-Schwestern-Service) Therapieoptionen zur Behandlung der Multiplen Sklerose an.
  • Schlaganfälle
  • Bewegungsstörungen: Hierzu zählen beispielsweise die Parkinsonkrankheit, Tremor und Gangstörungen.
  • Erkrankungen der Wirbelsäule
  • Multimodale Schmerztherapie: Die Schmerzambulanz betreut Patienten mit chronischen Schmerzen. Es werden spezielle Schmerzsyndrome wie z.B. Trigeminusneuralgie, Migräne, atypischer Gesichtsschmerz, Fibromyalgie, chronische Rückenschmerzen, Schmerzen des Bewegungssystems, Phantomschmerz, somatoforme Schmerzstörung und Tumorschmerzen therapiert. Die Überweisung zur ambulanten Schmerztherapie erfolgt durch alle Fachrichtungen der Medizin.
  • Epilepsie
  • Erkrankungen des peripheren Nervensystems

Ambulanzen und Spezialsprechstunden

Neben der stationären Versorgung bietet das Sächsische Krankenhaus Großschweidnitz auch ambulante Leistungen an:

  • Ambulanz für Multiple Sklerose: Hier werden Patienten mit Verdacht auf oder diagnostizierter Multipler Sklerose betreut.
  • Schmerzambulanz: Diese Ambulanz ist auf die Behandlung von Patienten mit chronischen Schmerzen spezialisiert.
  • Einweiserambulanz: Ende wurde eine Einweiserambulanz eingerichtet, die perspektivisch zu einer allgemeinen neurologischen Ambulanz erweitert werden soll.
  • Ambulanz der Kinder- und Jugendpsychiatrie: In der Ambulanz der Kinder- und Jugendpsychiatrie des SKH Großschweidnitz stehen Ihnen neben Fachärztinnen für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie auch Diplom-Psychologen und Sozialpädagogen für die Diagnostik und ambulante Therapie bei psychischen Problemen des Kindes- und Jugendalters zur Verfügung.

Multimodale Schmerztherapie

Die Klinik für Neurologie bietet seit 2009 auch die stationäre multimodale Schmerztherapie an und ist damit eine der ersten Kliniken in Ostsachsen, die diesen Ansatz verfolgt.

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Personelle Veränderungen und Kontinuität

Seit dem 1. Oktober ist Dr. med. Katrin Kersten die neue Chefärztin der Klinik für Neurologie am Sächsischen Krankenhaus Großschweidnitz. Sie übernahm die Position von Dr. med. Holm Krumpolt, der diese rund 25 Jahre innehatte. Frau Dr. Kersten ist bereits seit 2002 in der Klinik für Neurologie am SKH Großschweidnitz tätig und hat hier ihre Facharztausbildung Neurologie absolviert. Sie verfügt über die Zusatzqualifikation „Spezielle Schmerztherapie“ und hat maßgeblichen Anteil am Aufbau und der Etablierung der seit 2005 existierenden ambulanten Schmerztherapiepraxis.

Ziele und Perspektiven

Frau Dr. Kersten betont ihr Ziel, die Klinik für Neurologie weiter auszubauen und als festen Baustein in der Region zu erhalten. Sie sieht die Behandlung von Parkinson, Multiple Sklerose sowie Epilepsie als Schwerpunkte von Station 26. Trotz des Fachkräftemangels setzt sie auf das familiäre Team und die Unterstützung des Arbeitgebers.

Weitere psychiatrische und psychotherapeutische Angebote

Das Sächsische Krankenhaus Großschweidnitz bietet neben der Neurologie auch ein breites Spektrum an psychiatrischen und psychotherapeutischen Behandlungen an. Hierzu gehören unter anderem:

  • Depressionsbehandlung: Verschiedene Kliniken und Stationen im Umkreis bieten spezialisierte Depressionsbehandlungen an, teilweise auch für spezielle Zielgruppen wie ältere Menschen (Gerontopsychiatrische Depressionsstationen) oder Mütter mit Kind (Mutter-Kind-Stationen).
  • Behandlung von Menschen mit Migrationshintergrund: Einige Einrichtungen bieten spezielle Behandlungsangebote für Menschen mit Migrationshintergrund an, um kulturelle und sprachliche Barrieren zu überwinden.
  • Behandlung von Kindern und Jugendlichen: Die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie bietet ambulante und stationäre Behandlungsmöglichkeiten für psychische Probleme im Kindes- und Jugendalter.

Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Sächsischen Krankenhaus Großschweidnitz

Das Sächsische Krankenhaus Großschweidnitz bietet jungen Menschen die Möglichkeit, ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) zu absolvieren. Ein ehemaliger FSJ-ler berichtet von seinen Erfahrungen auf der Station 42b (Kinder- und Jugendpsychiatrie). Zu seinen Aufgaben gehörten unter anderem die Arbeit in der Küche, Botengänge und Reinigungsarbeiten. Er betont, dass er durch das FSJ selbstsicherer und selbstständiger geworden ist und viele Erfahrungen im Umgang mit Jugendlichen sammeln konnte. Er empfiehlt ein FSJ jedem, der sich sozial engagieren möchte und seine Persönlichkeit weiterentwickeln will.

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