Die Neurologie Uniklinik Homburg bietet ein breites Spektrum an Leistungen in der neurologischen Versorgung, Forschung und Lehre. Mit modernster Ausstattung und einem engagierten Team wird eine qualitativ hochwertige Patientenversorgung gewährleistet. Die Klinik deckt das gesamte Spektrum neurologischer Krankheitsbilder ab und legt besonderen Wert auf eine interdisziplinäre Zusammenarbeit.
Struktur und Ausstattung
Die Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) in Homburg verfügt über 50 Betten für neurologische Patientinnen und Patienten. Davon sind 12 Betten auf der zertifizierten Stroke Unit untergebracht, von denen wiederum 8 zertifiziert sind. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, Betten auf der interdisziplinären Intensivstation und der Intermediate Care zu belegen, um auch schwerstkranke Patienten optimal zu versorgen.
Die Klinik ist mit modernster Technik ausgestattet, um eine umfassende Diagnostik und Therapie neurologischer Erkrankungen zu gewährleisten. Dazu gehören unter anderem:
- Extra- und transkranielle farbkodierte Duplexsonographie (digital mit Bildübertragung)
- Elektroenzephalographie (EEG)
- Sämtliche neurophysiologische Untersuchungsverfahren einschließlich aller evozierten Potentiale
- CT- und CT-Angiographie (24 Stunden verfügbar)
- MRT und MR-Angiographie (24 Stunden verfügbar)
Die komplette Diagnostik bis auf die DSA der hirnversorgenden Gefäße wird im Hause mit neuroradiologischer Expertise durchgeführt.
Leistungsspektrum
Die Klinik für Neurologie deckt das gesamte Spektrum neurologischer Krankheitsbilder ab. Zu den Schwerpunkten gehören:
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- Vaskuläre Neurologie: Behandlung von Schlaganfällen und anderen Gefäßerkrankungen des Gehirns. Die Klinik verfügt über eine zertifizierte Stroke Unit mit umfassenden Überwachungs- und Behandlungsmöglichkeiten, einschließlich Thrombektomie.
- Bewegungsstörungen: Diagnostik und Therapie von Morbus Parkinson, Tremor, Dystonie, Chorea und anderen Bewegungsstörungen.
- Epilepsie: Ursachenklärung bei neu aufgetretener Epilepsie, Klärung epilepsiechirurgischer Behandlungsmöglichkeiten, Weiterbetreuung nach epilepsiechirurgischer Behandlung, Betreuung von Menschen mit Behinderungen und Epilepsie.
- Schwindel: Abklärung und Behandlung verschiedener Schwindelformen.
- Multiple Sklerose (MS): Diagnostik und Therapie der Multiplen Sklerose und der Neuromyelitis optica und ihres Formenkreises.
- Neuroimmunologie: Diagnostik und Therapie systemischer Autoimmunerkrankungen (Erkrankungen des entzündlich-rheumatischen Formenkreises) mit neurologischer Beteiligung, Diagnostik und Therapie der isolierten Vaskulitis des peripheren Nervensystems oder der systemischen Vaskulitis mit Beteiligung des Nervensystems.
- Neurodegenerative Erkrankungen: Diagnostik und Therapie von Demenzen und Gedächtnisstörungen.
- Neuroonkologie: Behandlung von bösartigen Tumoren des Gehirns, Rückenmarkes und ihrer Hüllen, Diagnostik und Therapie paraneoplastischer Autoantikörper-vermittelter Enzephalitiden, Diagnostik und Therapie neurologischer Komplikationen nach Knochenmarktransplantation, CAR-T-Zelltherapie und Krebsimmuntherapie.
- Neurovaskuläre Erkrankungen: Diagnostik und Therapie seltener Schlaganfallursachen, Nachsorge von Schlaganfallpatienten, M. Fabry.
- Intensivmedizinische Versorgung: Überwachung, Diagnostik und Therapie intensivpflichtiger neurologischer Patient*innen, Diagnostik und Therapie neurogener Dysphagien.
Die Klinik bietet zudem spezielle Sprechstunden für verschiedene neurologische Erkrankungen an.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit
Die Klinik für Neurologie arbeitet eng mit anderen Fachbereichen des Universitätsklinikums des Saarlandes zusammen, um eine umfassende und interdisziplinäre Patientenversorgung zu gewährleisten. Zu den wichtigsten Kooperationspartnern gehören:
- Klinik für Neurochirurgie (Prof. Dr. med. Marcus Czabanka): Gemeinsame Behandlung von akuten neurochirurgischen Notfällen und Verlegung zur operativen Therapie.
- Abteilung für Neuroradiologie (Prof. Dr. med. Elke Hattingen): Durchführung von CT- und MRT-Untersuchungen sowie Angiographien.
- Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie: Interdisziplinäre Behandlung von Patienten mit neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen.
Diese enge Zusammenarbeit ermöglicht eine optimale Versorgung von Patienten mit komplexen neurologischen Erkrankungen, die eine umfassende Diagnostik und Therapie benötigen.
Forschung
Die Klinik für Neurologie am UKS ist nicht nur in der Patientenversorgung, sondern auch in der Forschung aktiv. Die Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen:
- Schlaganfall: Untersuchung neuer Therapieansätze zur Verbesserung der Schlaganfallbehandlung.
- Neuroimmunologie: Erforschung der Ursachen und Mechanismen von Autoimmunerkrankungen des Nervensystems.
- Neurodegenerative Erkrankungen: Entwicklung neuer Strategien zur Behandlung von Demenzen und anderen neurodegenerativen Erkrankungen.
Die Klinik verfügt über ein Labor für Grundlagenforschung, das mit modernsten Techniken ausgestattet ist. Nationale und internationale Kooperationsprojekte ermöglichen einen regen wissenschaftlichen Austausch mit führenden Forscherinnen und Forschern.
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Team
Das Team der Klinik für Neurologie besteht aus erfahrenen Ärztinnen und Ärzten, Pflegekräften, Therapeuten und wissenschaftlichen Mitarbeitern. Geleitet wird die Klinik von Chefarzt Prof. Dr. Andreas Binder.
Zum Team gehören unter anderem:
- Prof. Dr. Yaroslav Winter: Leitender Oberarzt, Leiter der Schlaganfall- und Notfallmedizin, Epilepsie und Schlafmedizin.
- Dr. med. Fatma Merzou: Geschäftsführende Oberärztin, Zusatzqualifikation für Intensivmedizin.
- Prof. Dr. Klaus-Ulrich Dillmann: Oberarzt, Leiter der Abteilung für klinische Neurophysiologie.
- Dr. med, MHBA Mathias Fousse: Oberarzt, Leitung Bereich Neuroimmunologie und Infektiologie.
- Dr. Wenlin Hao: Oberärztin, Ansprechpartnerin des Neuroonkologischen Zentrums.
- Stefan A. Helwig: Funktionsoberarzt, Facharzt für Neurologie, Zusatzqualifikationen für Notfallmedizin, Intensivmedizin, zertifizierte Botulinumtoxin-Therapie.
- Marija Kovačević: Funktionsoberärztin.
- PD Dr. med. PhD Piergiorgio Lochner: Oberarzt, Leitung Bereich Neurointensiv.
- Daniel Martens: Funktionsoberarzt, Ansprechpartner des Neuroonkologischen Zentrums, Leitung Bereich Bewegungsstörungen.
- Priv.-Doz. Dr. med. Nils Schröter: Oberarzt, Leitung Bereich Bewegungsstörungen & Neurodegeneration.
- Prof. Dr. Silke Walter: Oberärztin, Weiterbildungsbefugnis für Intensivmedizin.
Das Team legt großen Wert auf eine patientenorientierte und interprofessionelle Zusammenarbeit.
Ambulante Behandlung
Die Klinik für Neurologie am UKS bietet eine umfassende ambulante Behandlung für eine Vielzahl neurologischer Beschwerden an. Im Rahmen zahlreicher Ambulanzen, Sprechstunden und Spezialsprechstunden stehen erfahrene Fachärztinnen und Fachärzte zur Seite, um die gesundheitlichen Anliegen bestmöglich zu betreuen.
Wichtiger Hinweis: Die Neurologische Klinik besitzt keine Ermächtigung der kassenärztlichen Vereinigung (KV) zur ambulanten Behandlung gesetzlich Krankenversicherter (GKV) abseits der Notfallversorgung. Patienten werden gebeten, sich an die niedergelassenen nervenärztlichen oder neurologischen Kolleginnen und Kollegen zu wenden.
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Ausbildung und Karriere
Die Klinik für Neurologie am UKS bietet attraktive Arbeitsplätze und vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten für Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte, Therapeuten und Verwaltungsexperten. Die Ausbildung zur Fachärztin/zum Facharzt Neurologie oder im „Neurologischen Jahr“ im Rahmen der Psychiatrie-Weiterbildung erfolgt strukturiert und zeitgerecht.
Das Einarbeitungskonzept für neue ärztliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ermöglicht eine umfassende Integration in das bestehende Team. Die ärztliche Fortbildung erfolgt strukturiert anhand der Inhalte der gültigen Weiterbildungsordnung (WBO) der Landesärztekammer (LÄK) Saarland.
Die Klinik legt großen Wert auf eine familienfreundliche und familiäre Arbeitsatmosphäre.
Selbsthilfegruppen
Die Klinik für Neurologie arbeitet eng mit verschiedenen Selbsthilfegruppen zusammen. Selbsthilfegruppen sind eine gute Möglichkeit, mit Problemen fertig zu werden und sich mit anderen Betroffenen auszutauschen. Die Klinik unterstützt die Arbeit von Selbsthilfegruppen und sieht sie als sinnvolle Ergänzung zur medizinischen Behandlung.
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