Die Neurologie in Wuppertal bietet ein breites Spektrum an Möglichkeiten zur Vorsorge, Diagnose und Behandlung neurologischer Erkrankungen. Moderne diagnostische Verfahren und vielfältige Therapieansätze gewährleisten eine optimale medizinische Versorgung.
Einführung in die Neurologie in Wuppertal
In Wuppertal stehen Patienten spezialisierte neurologische Praxen und Zentren zur Verfügung, die umfassende Beratungen und Untersuchungen anbieten. Die regelmäßige Vorsorge spielt eine entscheidende Rolle, um neurologische Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.
Diagnostische Verfahren in der Neurologie Wuppertal
Die neurologische Diagnostik in Wuppertal umfasst eine Vielzahl moderner Untersuchungsmethoden, die detaillierte Einblicke in das Gehirn und das Nervensystem ermöglichen. Zu den wichtigsten Verfahren gehören:
- MRT (Magnetresonanztomographie): Die Magnetresonanztomografie, auch Kernspintomografie genannt, erzeugt mithilfe eines starken Magnetfelds und Radiowellen detaillierte Bilder des Körperinneren. Sie ist besonders geeignet zur Darstellung von Gehirn, Rückenmark, Wirbelsäule und Gelenken.
- CT (Computertomographie): Die Computertomographie ist ein weiteres bildgebendes Verfahren, das Querschnittsbilder des Körpers erzeugt.
- EEG (Elektroenzephalographie): Das EEG misst die elektrische Aktivität des Gehirns und wird zur Diagnose von Epilepsie und anderen neurologischen Erkrankungen eingesetzt.
- EMG (Elektromyographie): Die EMG untersucht die elektrische Aktivität der Muskeln und wird zur Diagnose von Muskelerkrankungen und Nervenschäden eingesetzt.
Magnetresonanztomographie (MRT) im Detail
Die MRT ist ein nicht-invasives bildgebendes Verfahren, das ohne Röntgenstrahlung auskommt. Stattdessen werden Radiowellen in einem starken Magnetfeld auf Wasserstoff-Protonen gerichtet, die dadurch aus ihrer normalen Lage "kippen". Beim "Zurückkippen" wird Energie frei, die von Sensoren erfasst und in detaillierte Bilder umgewandelt wird.
Vorteile der modernen MRT-Technologie
Moderne MRT-Geräte, wie der Ingenia von Philips, bieten zahlreiche Vorteile:
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- Präzisere Bildqualität: Durch den Einsatz digitaler Technik und neuartiger Sequenztechniken lassen sich hochauflösende Bilder erzeugen, die eine detaillierte Beurteilung ermöglichen.
- Verkürzte Messzeiten: Neuartige Sequenztechniken verkürzen die Messzeiten erheblich, ohne die Bildqualität zu beeinträchtigen.
- Mehr Untersuchungskomfort: Ein größerer Durchmesser der Röhre (70 cm statt 50-60 cm) bietet mehr Platz und Komfort, insbesondere für Patienten mit Platzangst oder Übergewicht. Auch Untersuchungen von Kindern, die eine Begleitung benötigen, werden verbessert.
- Reduzierung von Bildstörungen: Bildstörungen durch Patientenbewegungen wie Atmung, Herzschlag oder Zittern werden deutlich reduziert.
Anwendung der MRT
Die MRT ist besonders geeignet zur Untersuchung von:
- Gehirn und Rückenmark: Zur Diagnose von Schlaganfällen, Tumoren, Entzündungen, Multipler Sklerose und anderen neurologischen Erkrankungen.
- Wirbelsäule: Zur Diagnose von Bandscheibenvorfällen, Spinalkanalstenosen und anderen Wirbelsäulenerkrankungen.
- Gelenke: Zur Diagnose von Verletzungen, Arthrose und anderen Gelenkerkrankungen.
- Weichteile: Da die MRT äußerst kontrastreiche Bilder von Weichteilen um Knochengewebe liefert, ist sie gewöhnlich die Methode der Wahl für die Untersuchung von Gehirn / Rückenmark, der Wirbelsäule (hier speziell zur Frage Bandscheibenvorfall) und aller Gelenke.
- Brustdrüse: Ergänzend zur Mammographie bei unklaren Befunden oder zur Beurteilung der Ausdehnung eines Tumors.
Vorbereitung auf eine MRT-Untersuchung
Vor einer MRT-Untersuchung ist es wichtig, alle metallischen Gegenstände abzulegen, da das starke Magnetfeld diese anziehen kann. Patienten erhalten einen Fragebogen, in dem sie angeben sollen, ob sich metallische Objekte in ihrem Körper befinden (z.B. Implantate, Herzschrittmacher). Auch Schlüssel, Münzgeld, Schmuck, Haarspangen und Scheckkarten dürfen nicht mit in den Untersuchungsraum genommen werden.
Bei implantierten Herzschrittmachern ist eine MRT nicht grundsätzlich ausgeschlossen, jedoch sind besondere Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.
Ablauf einer MRT-Untersuchung
Während der Untersuchung liegen die Patienten auf einem speziellen Tisch, der in die Öffnung des MRT-Gerätes hinein fährt. Die Untersuchung wird von einer MTRA (Medizinisch-Technische Röntgenassistentin) überwacht. Während der Untersuchung sind laute, klopfende Geräusche zu hören, die durch das An- und Abschalten der Spulen entstehen. Zum Schutz des Gehörs erhalten die Patienten Kopfhörer oder Ohrstöpsel. Spezielle Lichtstimmungen wirken beruhigend, und auf Wunsch kann eine Begleitperson im Raum bleiben.
In einigen Fällen ist die Gabe eines Kontrastmittels über eine Vene erforderlich, um die Bildqualität zu verbessern. Es ist wichtig, während der Untersuchung ruhig liegen zu bleiben, da Bewegungen die Bildqualität beeinträchtigen können. Die Patienten werden während der Untersuchung über eine Kamera überwacht und können über einen Kopfhörer mit der MTRA sprechen. Ein Notfallknopf ermöglicht es, im Bedarfsfall sofort auf sich aufmerksam zu machen.
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Nachbearbeitung und Befundung
Nach der Untersuchung erfolgt eine zeitaufwändige Nachbearbeitung der Bilder. Der Radiologe erstellt einen Befund, der dem überweisenden Arzt innerhalb weniger Tage zugesendet wird. Dieser bespricht den Befund mit dem Patienten und legt gegebenenfalls weitere diagnostische oder therapeutische Schritte fest. Bei gravierenden Befunden wird der überweisende Arzt vorab telefonisch informiert.
Weitere diagnostische Möglichkeiten
Neben der MRT stehen in Wuppertal auch weitere diagnostische Möglichkeiten zur Verfügung, wie z.B.:
- Mammographie: Zur Früherkennung von Brustkrebs.
- Tomosynthese: Eine Art Schnittbildtechnik in der Mammographie, die eine geringere Überlagerung der Strukturen erreicht und somit eine bessere Beurteilung ermöglicht.
- Ultraschall: Zur weiteren Abklärung unklarer Befunde in der Mammographie oder zur gezielten Entnahme von Gewebeproben.
- Angiographie: Zur Darstellung der Blutgefäße mithilfe von Kontrastmitteln und Kathetertechnologie.
Behandlungsmöglichkeiten in der Neurologie Wuppertal
Die Behandlungsmöglichkeiten in der Neurologie in Wuppertal sind vielfältig und richten sich nach der spezifischen Erkrankung des Patienten. Es werden sowohl medikamentöse Therapien als auch therapeutische Maßnahmen angeboten.
Medikamentöse Therapien
Medikamentöse Therapien spielen eine wichtige Rolle bei der Behandlung vieler neurologischer Erkrankungen, wie z.B.:
- Schlaganfall: Thrombolyse zur Auflösung von Blutgerinnseln.
- Multiple Sklerose: Immunmodulatorische Medikamente zur Verlangsamung des Krankheitsverlaufs.
- Epilepsie: Antiepileptika zur Kontrolle von Anfällen.
- Parkinson: Medikamente zur Linderung der Symptome.
Therapeutische Maßnahmen
Neben medikamentösen Therapien werden auch therapeutische Maßnahmen eingesetzt, wie z.B.:
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- Physiotherapie: Zur Verbesserung der Beweglichkeit und Koordination.
- Ergotherapie: Zur Verbesserung der Alltagskompetenzen.
- Logopädie: Zur Behandlung von Sprach- und Schluckstörungen.
- Psychologische Betreuung: Zur Bewältigung der psychischen Belastung durch die Erkrankung.
Interventionelle Neuroradiologie
Ein Schwerpunkt der Neurologie in Wuppertal liegt in der Anwendung interventioneller Verfahrenstechniken. Dabei werden über Katheter spezielle Instrumente in die Blutgefäße eingeführt, um Erkrankungen gezielt zu behandeln.
- Gefäßeröffnende (rekanalisierende) Methoden: Bei Gefäßverengungen durch Blutgerinnsel, wie bei einem akuten Schlaganfall oder chronischen Durchblutungsstörungen des Gehirns, werden Mikrokatheter eingesetzt, um Blutgerinnsel zu entfernen oder aufzulösen. Verengte Gefäße werden mit Hilfe von Ballonkathetern und Stents aufgedehnt.
- Gefäßverschließende Methoden: Bei erkrankten Blutgefäßabschnitten werden spezielle Materialien über Mikrokatheter eingebracht, um die Gefäße zu veröden. Diese Techniken kommen auch bei stark durchbluteten Tumoren und Gefäßfehlbildungen des Gesichtsschädels und der Wirbelsäule zum Einsatz.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit
Die Neurologie in Wuppertal arbeitet eng mit anderen Fachbereichen zusammen, um eine umfassende Versorgung der Patienten zu gewährleisten. Dazu gehören:
- Radiologie: Für die Durchführung und Beurteilung bildgebender Verfahren.
- Neurochirurgie: Für operative Eingriffe an Gehirn, Rückenmark und Nerven.
- Gefäßchirurgie: Für die Behandlung von Gefäßerkrankungen.
- Kardiologie: Für die Behandlung von Herzerkrankungen, die neurologische Symptome verursachen können.
- Pneumologie: Für die Behandlung von Lungenerkrankungen, die neurologische Symptome verursachen können.
- Onkologie: Für die Behandlung von Krebserkrankungen, die das Nervensystem betreffen können.
Wichtige Anlaufstellen in Wuppertal
- Helios Universitätsklinikum Wuppertal (HUKW): Bietet ein breites Spektrum an neurologischen Leistungen, einschließlich Diagnostik, Therapie und Rehabilitation. Am 01.05.2025 hat Sebastian Windmöller die Position des Chefarztes des Interdisziplinären Notfallzentrums (NFZ) am Helios Universitätsklinikum Wuppertal übernommen.
- AGAPLESION BETHESDA KRANKENHAUS WUPPERTAL: Verfügt über eine Klinik für Radiologie und Neuroradiologie mit modernster Ausstattung, einschließlich eines Hochleistungs-Kernspintomografen (MRT).
Weitere Aspekte der neurologischen Versorgung in Wuppertal
- Forschung: Am 1. Juli 2024 fand der erste „Tag der Forschung“ am Helios Universitätsklinikum Wuppertal (HUKW) statt. Diese Veranstaltung bot den teilnehmenden Kolleg:innen die Möglichkeit, sich über die neuesten Forschungsprojekte am Klinikum zu informieren und sich zu vernetzen. Der Tag begann mit einem Pre-Meeting-Workshop, geleitet von Prof. Jan Ehlers, Vizepräsident der Universität Witten/Herdecke.
- Fortbildungen: Das HUKW bietet regelmäßig Informationsveranstaltungen für Patient:innen, Angehörige und Interessierte sowie Fortbildungsreihen für Ärzt:innen und andere Berufsgruppen an. Diese sind häufig auch mit Fortbildungspunkten von der KV zertifiziert.
- Selbsthilfegruppen: Das Intensiv-Café ist ein Treffpunkt für ehemalige lntensivpatient:innen und deren Angehörige, nicht nur für Helios-Patient:innen.
- Leben mit Krebs: In Wuppertal werden im Bereich der Neurologie vielfältige Vorsorge- und Behandlungsmöglichkeiten angeboten. Patienten können sich in spezialisierten neurologischen Praxen und Zentren beraten und untersuchen lassen. Die regelmäßige Vorsorge ist wichtig, um neurologische Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.
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