Neurologische Notaufnahme Homburg: Umfassende Versorgung bei akuten neurologischen Erkrankungen

Die neurologische Notaufnahme am Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) in Homburg ist eine zentrale Anlaufstelle für Patienten mit akuten neurologischen Beschwerden. Die Klinik gewährleistet die komplette und interdisziplinäre Diagnostik und Therapie aller akuten und chronischen neurologischen Erkrankungen. Das Fachgebiet der Neurologie umfasst Erkrankungen des Gehirns, des Rückenmarks, der peripheren Nerven und der Muskeln.

Umfassendes Leistungsspektrum der Neurologischen Klinik

Die Neurologische Klinik bietet ein breites Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Leistungen für Patienten mit neurologischen Erkrankungen. Dazu gehören beispielsweise:

  • Neurovaskuläre Erkrankungen wie Schlaganfall
  • Entzündliche Erkrankungen wie Multiple Sklerose
  • Degenerative Erkrankungen mit Bewegungsstörungen (z.B. Morbus Parkinson) oder Demenz (z.B. Alzheimer)
  • Anfallserkrankungen (Epilepsie)
  • Infektiöse Erkrankungen (z.B. Borreliose, Meningitiden)
  • Erkrankungen des peripheren Nervensystems (Polyneuropathien)

Da neurologische Erkrankungen häufig den gesamten Körper betreffen, erfolgt eine fachübergreifende Betrachtung des Patienten. Bei Bedarf erfolgt die Behandlung in Absprache mit anderen Fachgebieten des Klinikums.

Die Neurologische Notaufnahme am UKS in Homburg

Die neurologische Notaufnahme (NN-85) des Universitätsklinikums des Saarlandes (UKS) ist oft die erste Anlaufstelle für Patientinnen und Patienten mit akuten neurologischen Beschwerden. Hier werden unter anderem Schlaganfälle, Schwindelsymptome, Anfälle, akute Entzündungen und schwere Kopfschmerzattacken behandelt.

Moderne Ausstattung und 24-Stunden-Service

Die neurologische Notaufnahme ist mit modernster Technik ausgestattet und rund um die Uhr geöffnet. Dazu zählen Monitorüberwachungsplätze und ein elektronisches Manchester-Triage-System (ER-Path), das die Priorisierung von Behandlungen erleichtert. Durch die enge Zusammenarbeit von pflegerischem und ärztlichem Fachpersonal wird eine optimale Notfallversorgung gewährleistet. Dank des Rescue-Track-Systems der Rettungsleitstellen ist eine schnelle und nahtlose Kommunikation mit anfahrenden Rettungswagen gesichert.

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Spezielle Betten für kurze Aufenthalte

Für Patientinnen und Patienten, die nur einen kurzen stationären Aufenthalt benötigen, stehen vier Betten zur Verfügung. Dies ermöglicht eine schnelle und effiziente Versorgung ohne lange Wartezeiten.

Umfangreiche Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten

Als Haus der Maximalversorgung können jederzeit eine Vielzahl an notfallmäßigen Labor- und Bilduntersuchungen durchgeführt werden, um eine schnelle und präzise Diagnose zu stellen.

Wichtiger Hinweis

Es wird um Verständnis gebeten, dass es bei hohem Patientenaufkommen zu längeren Wartezeiten kommen kann. Bei länger andauernden, gleichbleibenden Beschwerden wird die Vorstellung bei einem niedergelassenen Neurologen oder einer niedergelassenen Neurologin empfohlen.

Kontakt

Im Notfall verständigen Sie bitte den Rettungsdienst unter der Nummer 112. Für Rückfragen ohne Notfall erreichen Sie die neurologische Notaufnahme unter der Telefonnummer +49 6841 16-14200.

Standort und Besuchszeiten

Die neurologische Notaufnahme befindet sich in Gebäude 90, Untergeschoss (UG), 66421 Homburg. Die Besuchszeiten sind aus Rücksicht auf die Notfallversorgung auf 30 Minuten täglich nach Rücksprache begrenzt.

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Schlaganfallbehandlung als Behandlungsschwerpunkt

Ein besonderer Behandlungsschwerpunkt der Klinik ist die Schlaganfallbehandlung. Für die Versorgung von Schlaganfallpatienten steht die Stroke Unit mit 10 Betten zur Verfügung, die bereits fünfmal von der Deutschen Schlaganfallgesellschaft zertifiziert wurde. Aufgrund der umfassenden Überwachungs- und Behandlungsmöglichkeiten (inklusive Thrombektomie) ist das Klinikum bei komplexen oder schweren Schlaganfällen auch ein weiterbehandelnder Kooperationspartner für andere Stroke Units in der Umgebung („überregional zertifiziert"). Die Behandlung erfolgt auf der Station nach definierten Leitlinien frührehabilitativ und multiprofessionell durch speziell geschultes Pflegepersonal. Die Anerkennung als sogenannte „Comprehensive Stroke Unit“ durch die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) untermauert die herausgehobene Stellung des Klinikums Saarbrücken in der überregionalen Schlaganfallversorgung. Die Schlaganfallbehandlung ist bereits seit 1996 ein Schwerpunkt.

Neurovaskuläres Zentrum

Im Neurovaskulären Zentrum steht die Behandlung von Patienten mit Schlaganfall, Hirnblutung, von Gefäßaussackungen (Aneurysmen) oder aber mit Verengungen (Stenose) der Hals- und Hirnschlagadern im Vordergrund. Rund 80 Prozent aller Schlaganfälle werden durch ein Blutgerinnsel verursacht, das ein hirnversorgendes Blutgefäß verschließt. Gab es früher nur die Möglichkeit, die Gerinnsel medikamentös aufzulösen, können sie heute in ausgewählten Fällen im spezialisierten Zentrum mittels eines Katheters mechanisch entfernt werden. Die Erfolgsraten liegen bei bis zu 90 Prozent. Die endovaskuläre Methode nimmt eine zunehmende Rolle in der Akutversorgung von Schlaganfallpatienten ein. So werden im neurovaskulären Zentrum des Klinikums Saarbrücken im Jahr über 1.000 Schlaganfallpatienten aller Schweregrade aus einem überregionalen Einzugsgebiet versorgt.

Moderne Schlaganfalltherapie

Da man inzwischen weiß, dass Gerinnsel nicht immer mit der Thrombolyse, einem über die Venen gegebenen Medikament, zu entfernen sind, hat die Thrombektomie - die mechanische Entfernung des Thrombus mit einem Katheter - Eingang in die Standardtherapie und Leitlinien gefunden. Deshalb startet direkt nach der Diagnose eines Schlaganfalls im Klinikum Saarbrücken die Thrombolyse und/oder die Thrombektomie. Allerdings kommen nur ca. 15 Prozent aller Patienten für eines der beiden oder die Anwendung beider Verfahren in Frage. Durch den Einsatz des Rund-um-die-Uhr verfügbaren Schlaganfall-MRT (Wake-up-Bildgebung) und der CT-Perfusions-Bildgebung, kann im Einzelfall die Behandlung mit Thrombolyse oder Thrombektomie auch noch bis zu sechs Stunden bzw.

Stroke Unit und IMC (NN-01)

Die Stroke Unit / IMC (NN-01) der Klinik für Neurologie UKS befindet sich in Gebäude 90, Stockwerk 2, 66421 Homburg. Die Besuchszeiten sind täglich von 17 Uhr bis 18 Uhr für zwei Personen. In dringenden Fällen sind individuelle Vereinbarungen nach Rücksprache mit der Station möglich. Es wird Wert auf die Einhaltung wichtiger Therapiezeiten gelegt und eine Überlastung der Patientinnen und Patienten vermieden. Bei Fragen steht das Team unter +49 6841 16-24123 zur Verfügung. Weitere Informationen finden Sie auch in den ausliegenden Informationsflyern.

Intensivmedizinische Versorgung

Auf der interdisziplinären Intensivstation werden auch schwerstkranke Patienten mit neurologischen Erkrankungen mit den modernsten Mitteln der Intensivmedizin und durch in der neurologischen Intensivmedizin erfahrene und zusatzqualifizierte Ärzte versorgt. Überwachungspflichtige Patienten werden auf der Stroke unit behandelt, schwer erkrankte Patienten (z.B. schwerer Schlaganfall, bakterielle Hirnhautentzündung, Epilepsie) im Zentrum für Intensivmedizin. Als Klinikum der Maximalversorgung bietet die Klinik gemeinsam mit den anderen Fachabteilungen eine umfassende intensivmedizinische Behandlung aller neurologischen Erkrankungen (z.B. Status epilepticus, schwerer Schlaganfall, Hirnhautentzündung, aufsteigende Lähmung) an.

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Neurologische Intensivstation UKS (NN-05)

Die Neurologische Intensivstation NN-05 der Klinik für Neurologie UKS befindet sich in Gebäude 90, Stockwerk 2, 66421 Homburg. Die Besuchszeiten sind täglich von 17 Uhr bis 18 Uhr. Es dürfen maximal zwei Personen gleichzeitig zu Besuch kommen. In dringenden Fällen können nach Rücksprache mit der Station individuelle Besuchszeiten vereinbart werden. Bei Fragen oder für weitere Informationen steht Ihnen das Team unter +49 6841 16-24136 zur Verfügung.

Ambulante Behandlungsmöglichkeiten

In der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) wird eine umfassende und fachgerechte ambulante Behandlung für eine Vielzahl neurologischer Beschwerden angeboten. Im Rahmen der zahlreichen Ambulanzen, Sprechstunden und Spezialsprechstunden stehen Ihnen erfahrene Fachärztinnen und Fachärzte zur Seite, um Ihre gesundheitlichen Anliegen bestmöglich zu betreuen.

Wichtiger Hinweis zur ambulanten Behandlung

Die Neurologische Klinik besitzt keine Ermächtigung der kassenärztlichen Vereinigung (KV) zur ambulanten Behandlung gesetzlich Krankenversicherter (GKV). Patienten werden gebeten, sich an die niedergelassenen nervenärztlichen oder neurologischen Kollegen zu wenden.

Hochschulambulanzen Neurologie

Die Hochschulambulanzen Neurologie befinden sich in Gebäude 90.0.

Ärztliche Ausbildung und Fortbildung

Das Klinikum Saarbrücken bietet eine strukturierte und zeitgerechte Ausbildung zur Fachärztin / zum Facharzt Neurologie oder im „Neurologischen Jahr“ im Rahmen der Psychiatrie-Weiterbildung.

Einarbeitungskonzept für neue ärztliche Mitarbeiter

Das Einarbeitungskonzept für neue ärztliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ermöglicht eine umfassende Integration in das bestehende Team. Die klinikinterne Einarbeitung wird dabei vom allgemeinen Einarbeitungskonzept des Klinikums getragen, das sowohl Elemente der berufsgruppenbezogenen als auch der berufsgruppenübergreifenden Einarbeitung enthält. Die Einarbeitung neuer ärztlicher Mitarbeiter erfolgt abteilungsintern durch das bestehende Team ärztlicher Mitarbeiter unter chefärztlicher Leitung und Verantwortung. Als direkter Ansprechpartner wird für die/den neue/n ärztliche/n Mitarbeiter/in ein/e Mentor/in benannt. Die Einarbeitung erfolgt in einem der Stationsteams mit einer/einem assistenzärztlicher/m Kollegin bzw. Kollegen und einer Oberärztin/einem Oberarzt. Sie werden dabei in einem Team zunächst mehrwöchig als zusätzliche/r ärztliche/r Mitarbeiter/in auf der Normalstation und der Stroke-Unit eingesetzt. Mit zunehmender Berufserfahrung werden Sie in der Zentralen Notaufnahme für den Bereich Neurologie tätig werden und auch dort assistenzärztlich und oberärztlich begleitet eingearbeitet.

Ärztliche Fortbildung

Die ärztliche Fortbildung erfolgt strukturiert anhand der Inhalte der gültigen Weiterbildungsordnung (WBO) der Landesärztekammer (LÄK) Saarland. Erreichte Weiterbildungsinhalte werden im individuellen Logbuch der LÄK Saarland, das zu Beginn der Weiterbildung ausgehändigt wird, im Rahmen jährlicher Weiterbildungsgespräche mit dem Chefarzt, dokumentiert. Inhaltlich erfolgt neben der täglichen, klinisch begleitenden Ausbildung eine regelmäßige interne Fortbildung in der Funktionsdiagnostik und zu neurologischen, neurologisch-geriatrischen und schmerzmedizinischen Themen.

Selbsthilfegruppen als Ergänzung zur medizinischen Behandlung

Selbsthilfegruppen sind eine gute Möglichkeit, mit Problemen fertig zu werden. Auch die Ärzte des Klinikums Saarbrücken arbeiten eng mit ihnen zusammen. Selbsthilfe wird als sinnvolle Ergänzung einer medizinischen Behandlung angesehen. Sie kann chronisch kranken Menschen und ihren Angehörigen helfen, ihren Alltag besser zu bewältigen. Der Austausch mit Gleichgesinnten, gegenseitige Unterstützung und Hilfeleistung können eine durch Krankheit oder psychische Belastungen schwierige Situation lindern. Es gibt Selbsthilfegruppen zu vielen Themen, es kommen immer neue Selbsthilfegruppen hinzu. Jeder Interessierte kann eine Selbsthilfegruppe gründen. Auch zum Thema Schlaganfall gibt es mehrere Selbsthilfegruppen. Die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe im Saarland (KISS) sammelt aktuelle Informationen und Kontaktdaten aller Selbsthilfegruppen im Saarland.

Selbsthilfegruppen für Schlaganfallbetroffene

  • Landesverband Aphasie Saar e.V.
  • Dt. Gesellschaft für Muskelkranke e. V., Landesverband Saarland
  • Parkinson Kompetenzzentrum Saar Deutsches Rotes Kreuz Sozialzentrum Am Markt
  • Deutsche PSP-Gesellschaft e.V.

Weitere Versorgungseinrichtungen und Kooperationen

Das Klinikum Saarbrücken kooperiert mit verschiedenen Einrichtungen und Kliniken, um eine optimale Versorgung der Patienten zu gewährleisten. Dazu gehören unter anderem:

  • Hardtwaldklinik I (Fachklinik für Neurologie, Psychotherapie und Psychiatrie)
  • Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) Taunus GmbH
  • Westpfalz-Klinikum in Kaiserslautern
  • Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS)

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