Neurologie, Psychiatrie und Pathologie in Rahden: Ein Überblick

Die Gesundheitsversorgung in Rahden und Umgebung umfasst verschiedene Fachbereiche, darunter Neurologie, Psychiatrie und Pathologie. Jeder dieser Bereiche spielt eine wichtige Rolle bei der Diagnose, Behandlung und Prävention von Krankheiten. Dieser Artikel beleuchtet die Unterschiede und Gemeinsamkeiten dieser Fachrichtungen und gibt einen Einblick in die spezifischen Angebote in und um Rahden.

Psychotherapie in Rahden und Umgebung

Psychotherapeuten, Therapeuten und Psychologen bieten in Rahden und Umgebung psychotherapeutische Behandlungen an. Eine Suche bei Pro Psychotherapie e.V. ergab mehrere Einträge im Umkreis von Rahden. Dazu gehören:

  • Gudrun Sommer: Heilpraktikerin für Psychotherapie in Lübbecke.
  • Susanne Kulescha: Heilpraktikerin für Psychotherapie und Hypnotherapie in Bad Essen.
  • Dipl.-Pädagogin Janine Luttermann: Approbierte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin in Hüllhorst.
  • Marion Kästel: Heilpraktikerin (Psychotherapie) in Minden.
  • Alma Katrin Wagener: Heilpraktikerin (Psychotherapie) und Musiktherapeutin in Minden.

In Rahden selbst gibt es eine Praxis für Psychotherapie für Kinder und Jugendliche:

  • M.A. Julia Hess: Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin mit Kassenzulassung.

Diese Therapeuten bieten verschiedene Therapieansätze für unterschiedliche Altersgruppen und psychische Probleme an.

Psychiatrie im Medizinischen Zentrum für Seelische Gesundheit Lübbecke

Die Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Ruhr-Universität Bochum - Medizin Campus OWL - ist Teil des Medizinischen Zentrums für Seelische Gesundheit und verfügt über Standorte in Lübbecke und Minden. Die Klinik bietet ein breites Spektrum an psychiatrischen Behandlungen an, darunter:

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  • Stationäre Behandlung: 158 Betten auf fünf allgemein-psychiatrischen Stationen mit unterschiedlichen Schwerpunkten (z.B. Depressionsstation).
  • Tageskliniken: In Bad Oeynhausen, Minden und Lübbecke.
  • Institutsambulanzen: In Lübbecke und Minden.

Das Therapieprogramm umfasst psychotherapeutische Einzel- und Gruppengespräche, bewegungsorientierte Therapieverfahren, Ergotherapie, Entspannungsverfahren, emotional aktivierende Behandlungen mit Tierunterstützung, Psychoedukation, Euthyme Therapien und Psychopharmakotherapien. Zusätzlich stehen Therapieverfahren wie transkranielle Magnetstimulation, Lichttherapie und Elektrokrampftherapie zur Verfügung.

Suchtpsychiatrie: Die Station 3A in Lübbecke bietet 31 Behandlungsplätze für erwachsene Suchtmittelabhängige. Behandelt werden alkohol-, medikamenten- und drogenabhängige Menschen, die eine Abstinenz anstreben oder ihr Trinkverhalten ändern möchten. Auch Personen mit nicht-stoffgebundenen Süchten wie Glücksspielsucht oder Internetsucht können sich an die Psychiatrischen Institutsambulanzen wenden.

Gerontopsychiatrie: Auf der Station 1A in Lübbecke werden Patient*innen ab dem 65. Lebensjahr mit dementiellen Erkrankungen, affektiven Störungen, schizophrenen Psychosen und anderen psychiatrischen Alterserkrankungen behandelt. Das multiprofessionelle Team bietet Diagnostik, Behandlung, Therapie, Versorgung und Beratung an.

Virtuelle Realität: Zur Behandlung von Phobien wird in der Universitätsklinik „Virtuelle Realität“ eingesetzt. Patient*innen können in virtuelle Umgebungen eintauchen und dabei ihre Ängste überwinden.

Weitere diagnostische und therapeutische Verfahren:

  • Elektroenzephalografie (EEG): Messung der Hirnströme zur Diagnostik von Krampfanfällen, Bewusstlosigkeit, Tumoren, traumatischen Schäden, entzündlichen oder degenerativen Veränderungen im Gehirn.
  • Transkranielle Magnetstimulation (rTMS): Nichtinvasive Methode zur Beeinflussung der elektrischen Aktivität von Nervenzellen im Gehirn.
  • Elektrokrampftherapie (EKT): Auslösung eines Krampfanfalls in Narkose und unter Muskelentspannung zur Behandlung schwerer psychiatrischer Erkrankungen.

Die Rolle der Pathologie in Rahden und Umgebung

Das Institut für Pathologie am Johannes Wesling Klinikum Minden ist für alle Häuser der Mühlenkreiskliniken aktiv, darunter das Krankenhaus Lübbecke-Rahden. Die Pathologie spielt eine entscheidende Rolle bei der Diagnosestellung von Krankheiten und der Festlegung therapeutischer Maßnahmen.

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Aufgaben der Pathologie:

  • Histologische und zytologische Untersuchungen: Begutachtung von entnommenem Zell- und Gewebematerial unter dem Mikroskop. Jährlich werden mehr als 45.000 Untersuchungen vorgenommen.
  • Schnellschnittdiagnostik: Begutachtung von Gewebe während einer Operation innerhalb von 10 bis 15 Minuten, um dem operierenden Arzt das Ergebnis mitzuteilen.
  • Tumorkonferenzen: Teilnahme an allen Tumorkonferenzen der Klinik als Lotse für die Therapie.
  • Klinische Obduktionen: Untersuchung von Verstorbenen zur Feststellung der Grund- und Folgeerkrankungen sowie der Todesursache.
  • Qualitätssicherung: Erarbeitung gutachterlicher Stellungnahmen über Qualität und über versicherungsrelevante Fragestellungen.

Moderne Verfahren:

  • Immunhistochemie
  • Enzymhistochemie
  • Molekularpathologische Verfahren (in situ-Hybridisierung und Sequenzanalytik)

Der Beitrag der Pathologie zur Krebsvorsorge, Diagnostik und Behandlung:

  • Krebsvorsorge: Untersuchung von Zellabstrichen vom Gebärmuttermund auf krebsverdächtige Zellen.
  • Diagnostik: Untersuchung von Gewebeproben aus Magenspiegelungen oder Operationspräparaten zur Diagnose von Krankheiten wie Magenkrebs.
  • Behandlung: Beurteilung der Ausdehnung, des Grades der Bösartigkeit und der Schnittränder von Tumoren, sowie Untersuchung von Lymphknoten auf Metastasen, um die weitere Therapie zu bestimmen.

Biobank: Die Biobank dient der Förderung der medizinischen Forschung durch die langfristige Aufbewahrung von Biomaterialien und zugehörigen Daten.

Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Neurologie befasst sich mit Erkrankungen des Nervensystems, einschließlich Gehirn, Rückenmark und peripheren Nerven. Neurologen diagnostizieren und behandeln beispielsweise Schlaganfälle,Multiple Sklerose, Parkinson-Krankheit, Epilepsie und Demenz.

Psychiatrie konzentriert sich auf die Diagnose, Behandlung und Prävention psychischer Erkrankungen. Psychiater behandeln beispielsweise Depressionen, Angststörungen, Schizophrenie, bipolare Störungen und Suchterkrankungen.

Pathologie ist die Lehre von den Krankheiten und ihren Ursachen. Pathologen untersuchen Gewebeproben und Körperflüssigkeiten, um Krankheiten zu diagnostizieren und den Verlauf von Krankheiten zu beurteilen.

Gemeinsamkeiten:

  • Alle drei Fachrichtungen tragen zur Diagnose und Behandlung von Krankheiten bei.
  • Alle drei Fachrichtungen arbeiten oft interdisziplinär mit anderen Fachärzten zusammen.
  • Alle drei Fachrichtungen nutzen moderne Technologien und Verfahren zur Diagnostik und Therapie.

Unterschiede:

  • Neurologen konzentrieren sich auf Erkrankungen des Nervensystems, Psychiater auf psychische Erkrankungen und Pathologen auf die Untersuchung von Gewebeproben und Körperflüssigkeiten.
  • Neurologen und Psychiater haben direkten Patientenkontakt, während Pathologen oft im Hintergrund arbeiten.

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