Neurologische Ausfälle nach Corona: Ursachen und Langzeitfolgen

Die Corona-Pandemie hat nicht nur die Atemwege, sondern auch das Nervensystem vieler Menschen beeinträchtigt. Neurologische Symptome und Folgeerkrankungen sind keine reinen "Nebenerscheinungen" einer schweren pulmonalen Covid-19-Erkrankung, sondern könnten eine eigenständige Entität darstellen. Zahlreiche Fallberichte und Studien haben neurologische Begleiterscheinungen bei Covid-19-Patienten beschrieben. Die internationale Fachwelt spricht angesichts dieser Beobachtungen von "Neuro-Covid".

Vielfältige neurologische Symptome bei COVID-19

Das Coronavirus Sars-CoV-2 kann auch neurologische Erkrankungen auslösen. Schon zu Beginn der Corona-Pandemie kamen Infizierte mit Symptomen in die München Klinik, die nichts mit der Atmung zu tun hatten. Schnell wurde klar, dass das Virus mehrere Organe und vor allem das Nervensystem in Mitleidenschaft ziehen kann.

Zu den häufigsten neurologischen Symptomen zählen:

  • Geruchs- und Geschmacksstörungen: Sie schmecken nichts mehr und sie riechen nichts mehr: Bei vielen Erkrankten schaltet das Coronavirus zeitweise den Geruchs- und den Geschmacksinn aus. Riechstörungen traten sogar bei weit über 70 Prozent der Betroffenen auf. Laut einer Metaanalyse kommt es bei circa fünf Prozent der Erkrankten zu anhaltenden Geruchsstörungen.
  • Enzephalopathien: Es kann während der Virusinfektion auch zu diffusen Hirnschädigungen (Enzephalopathien) mit neurologischen und psychiatrischen Auffälligkeiten kommen.
  • Enzephalomyelitis: Eine Entzündung von Gehirn und Rückenmark (Enzephalomyelitis) ist ebenfalls möglich. Seltener scheinen die Entzündungen direkt durch das Virus, sondern durch eine die Infektion begleitende oder auf sie folgende Reaktion des Immunsystems, bedingt zu sein.
  • Schlaganfälle: Generell scheint es ein erhöhtes Schlaganfallrisiko zu geben. Schlaganfälle können in jeder Phase auftreten und waren bei einigen Patienten auch der Grund für die Krankenhausaufnahme. Covid-19 erhöht das Schlaganfallrisiko. Schwere neurologische Komplikationen wie Schlaganfälle und Hirnblutungen haben ihre Ursache in der Blutgerinnung. Es bilden sich in der Folge Gerinnsel, die ischämische Schlaganfälle oder Embolien auslösen können.
  • Kopfschmerzen: So treten Kopfschmerzen sehr häufig im Rahmen der Akuterkrankung, aber auch im Langzeitverlauf auf.
  • Muskelschmerzen: Weiterhin werden sehr häufig Muskelschwäche und -schmerzen angegeben. Diese treten oft in Zusammenhang mit einer Fatigue auf.
  • Bewusstseinsstörungen und Delir: Diese werden sehr häufig beobachtet. Allerdings werden sie eher auf die allgemeinen Folgen der systemischen schweren Infektion auf das Gehirn zurückgeführt. Bei schweren Krankheitsverläufen treten Bewusstseinsstörungen und Delire gehäuft auf. Zum Zeitpunkt der Krankenhausaufnahme sind sie bereits ein Indikator für eine schlechtere Prognose.
  • Kognitive Beeinträchtigungen: Bei Long COVID zählen Gehirnnebel, Konzentrations- und Gedächtnisprobleme zu den typischen sogenannten kognitiven Symptomen.
  • Fatigue: Anhaltende Erschöpfung, Schmerzen, Konzentrationsstörungen, Gedächtnisprobleme und Schlafstörungen - nicht nur viele Intensivpatient*innen, sondern auch leicht Erkrankte leiden während und noch Monate nach einer Covid-19-Erkrankung unter Neuro-Covid. Fatigue ist das am häufigsten berichtete Symptom nach einer Corona-Infektion.

Ursachenforschung: Warum entwickeln einige Patienten neurologische Symptome?

Das Irritierende an Covid-19 ist ja gerade, dass auch Betroffene mit ganz leichten Krankheitsverläufen zum Teil schwere neurologische Symptome entwickeln können - ohne dass bisher eine Vorhersage möglich ist.

Eine mögliche Erklärung lieferte nun ein neurologisches Kooperationsprojekt der Universitäten Münster und Duisburg-Essen. In ihrer im Journal „Immunity“ publizierten Arbeit beschrieb die Arbeitsgruppe ein spezifisches Immunzellprofil im Nervenwasser von ‚Neuro-Covid‘ Patienten. Diese Veränderungen traten hingegen nicht bei Patienten mit viralen Enzephalitiden auf. Nur bei Neuro-CovidPatienten fanden sich vermehrt erschöpfte T-Zellen und dedifferenzierte Monozyten. Beide Zelltypen spielen bei der Immunabwehr eine wichtige Rolle. Darüber hinaus war auch die Interferonantwort schwächer als bei Patienten mit viraler Enzephalitis. Bei Patienten mit schweren ‚Neuro-Covid‘-Verläufen war dieser Effekt sogar deutlich ausgeprägter als bei jenen mit milderen Symptomen.

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Zusammenfassend deutet das auf eine verminderte Immunantwort im Nervensystem auf SARS-CoV-2 hin, erklärt PD Dr. Gerd Meyer zu Hörste, Oberarzt der Klinik für Neurologie mit Institut für Translationale Neurologie in Münster und federführender Autor der Studie. Wie der Experte weiter ausführt, haben verschiedene Studien ganz ähnliche Veränderungen im Blut von Covid-19-Patienten mit schweren pulmonalen Verläufen dokumentiert, wie hier im Nervenwasser nachgewiesen wurden.

Wie Professor Dr. Peter Berlit, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN), ergänzt, könnte das ein Erklärungsansatz für neurologische Beschwerden von ansonsten nahezu asymptomatischen Covid-19-Patienten sein.

Immunreaktion statt direkter Virusinfektion des Gehirns?

Eine Studie der Charité - Universitätsmedizin Berlin liefert jetzt Belege dafür, dass neurologische Symptome nicht Folge einer SARS-CoV-2-Infektion des Gehirns sind. Kopfschmerzen, Gedächtnisprobleme oder Fatigue, also eine krankhafte Erschöpfung, sind nur einige der neurologischen Beeinträchtigungen, die während einer Corona-Infektion auftreten und auch darüber hinaus andauern können.

Forschende vermuteten schon früh in der Pandemie, dass eine direkte Infektion des Gehirns die Ursache dafür sein könnte. Auch wir sind von dieser These zunächst ausgegangen. Einen eindeutigen Beleg dafür, dass das Coronavirus im Gehirn überdauern oder sich gar vermehren kann, gibt es allerdings bislang nicht, erklärt Dr. Helena Radbruch, Leiterin der Arbeitsgruppe Chronische Neuroinflammation am Institut für Neuropathologie der Charité. Dazu wäre zum Beispiel ein Nachweis intakter Viruspartikel im Gehirn nötig. Einer zweiten These zufolge wären die neurologischen Symptome stattdessen eine Art Nebenwirkung der starken Immunreaktion, mit der der Körper sich gegen das Virus wehrt. Vergangene Studien hatten auch hierfür Anhaltspunkte geliefert.

Die Charité-Wissenschaftler:innen konnten in einigen Fällen das Erbgut des Coronavirus im Gehirn nachweisen. SARS-CoV-2-infizierte Nervenzellen haben wir jedoch nicht gefunden, betont Helena Radbruch. Wir gehen davon aus, dass Immunzellen das Virus im Körper aufgenommen haben und dann ins Gehirn gewandert sind. Sie tragen noch immer Virus in sich, es infiziert aber keine Gehirnzellen.

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Dennoch beobachteten die Forschenden, dass bei den COVID-19-Betroffenen die molekularen Vorgänge in manchen Zellen des Gehirns auffällig verändert waren: Die Zellen fuhren beispielsweise den sogenannten Interferon-Signalweg hoch, der typischerweise im Zuge einer viralen Infektion aktiviert wird. Einige Nervenzellen reagieren offenbar auf die Entzündung im Rest des Körpers, sagt Prof. Christian Conrad, Leiter der Arbeitsgruppe Intelligent Imaging am Berlin Institute of Health in der Charité (BIH). Zusammen mit Helena Radbruch hat er die Studie geleitet. Diese molekulare Reaktion könnte die neurologischen Beschwerden von COVID-19-Betroffenen gut erklären. Zum Beispiel können Botenstoffe, die diese Zellen im Hirnstamm ausschütten, Fatigue verursachen.

Vereinfacht interpretieren wir unsere Daten so, dass der Vagusnerv die Entzündungsreaktion in unterschiedlichen Organen des Körpers ‚spürt‘ und darauf im Hirnstamm reagiert - ganz ohne eine echte Infektion von Hirngewebe, resümiert Helena Radbruch.

Die Nervenzellen reagieren dabei nur vorübergehend auf die Entzündung, wie ein Vergleich von Menschen zeigte, die entweder während der akuten Corona-Infektion oder erst mindestens zwei Wochen danach verstorben waren. Wir halten es für möglich, dass eine Chronifizierung der Entzündung bei manchen Menschen für die oft beobachteten neurologischen Symptome bei Long COVID verantwortlich sein könnte, sagt Christian Conrad.

Weitere Theorien zur Entstehung von Long-COVID

Noch herrscht Unklarheit über die genaue Ursache des Long-Covid-Syndroms. Vieles deutet dabei auf eine anhaltende fehlgeleitete Immunantwort des Körpers auf das Coronavirus hin. Vermutlich spielen mehrere Mechanismen und Faktoren bei der Krankheitsentstehung eine Rolle.

Weltweit wird intensiv an der Erforschung des Long-Covid-Syndroms gearbeitet. Folgende Theorien für die Entstehung von Long-Covid haben sich dabei u. a. herauskristallisiert:

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  • Viruspersistenz im körpereigenen Gewebe: Dem Immunsystem gelingt es nicht, das Coronavirus vollständig zu entfernen.
  • Virenfragmente: Teile des Coronavirus könnten im Gewebe zurückbleiben und noch Monate nach der ursprünglichen Infektion eine Reaktion des Immunsystems auslösen.
  • Bildung von Autoantikörpern: Drittens könnten sich infolge der Viruserkrankung so genannte Autoantikörper bilden, die sich gegen das körpereigene Gewebe richten und dann bei manchen Patienten eine Autoimmunerkrankung auslösen.

Auch weitere mögliche Ursachen werden untersucht und diskutiert, z. B. starke oder übermäßige Entzündungen, Gerinnungsstörungen/Gefäßerkrankungen, Störungen des Nervensystems und Stoffwechsel- oder hormonelle Veränderungen. Vermutlich beeinflussen sich die einzelnen Entstehungsmechanismen auch gegenseitig.

Long-COVID: Wenn die Symptome nicht verschwinden

Die zunehmende Erfahrung, die wir mit der Corona-Pandemie machen, zeigt, dass relativ viele Personen, welche die akute Covid-19-Erkrankung überstanden haben, an unerwarteten Langzeitfolgen leiden. Das Long-Covid-Syndrom ist derzeit in aller Munde und gibt vielen Betroffenen das Gefühl, dass ihr Leben durch oft nur schwer objektivierbare Symptome völlig aus den Fugen geraten ist. Es betrifft Menschen aller Altersstufen mit und ohne Vorerkrankungen. Auch Wochen oder Monate nach der akuten Infektion können noch Symptome bestehen.

Definitionen

  • Post-Covid-Syndrom: Symptome, die im Zusammenhang mit Covid-19 oder danach aufgetreten sind und mehr als 12 Wochennach Beginn der Covid-19-Erkrankung noch vorliegen und sich nicht durch andere Gründe erklären lassen.
  • Long-Covid-Syndrom: Symptome, die mehr als 4 Wochennach Beginn der Erkrankung an Covid-19 fortbestehen oder neu auftreten. Das Long-Covid-Syndrom schließt damit sowohl die subakute Covid-19-Phase 4 bis 12 Wochen nach Symptombeginn als auch das Post-Covid-19-Syndrom mit ein.

Dabei kann es sich auch um eine Verschlechterung einer vorbestehenden Grunderkrankung handeln, z. B. einer rheumatoiden Arthritis, einer anderen Autoimmunerkrankung oder einer Lungenerkrankung.

Symptome des Long-Covid-Syndroms

Das Long-Covid-Syndrom kann ganz unterschiedliche Beschwerden hervorrufen, die einzeln oder in Kombination auftreten. Die Intensität der Symptome kann von Tag zu Tag oder sogar von Stunde zu Stunde sehr unterschiedlich sein. Viele Beschwerden beim Long-Covid-Syndrom ähneln den Symptomen bei der Myalgischen Enzephalomyelitis/dem Chronischen Fatigue-Syndrom (ME/CFS).

  • Long-Covid: Müdigkeit, Erschöpfung und eingeschränkte Belastbarkeit: Viele Menschen mit Long-Covid-Syndrom leiden an einer massiven Erschöpfung mit Müdigkeit, Schwäche und Leistungsminderung. Häufig sind die Betroffenen schon nach kleinen alltäglichen Anstrengungen massiv und anhaltend erschöpft. Dies kann es unmöglich machen, die bisher gewohnten Berufs- und Alltagstätigkeiten zu bewältigen ohne dass sich der Gesundheitszustand dadurch verschlechtert. „Mal richtig ausschlafen“ oder „ein ruhiges Wochenende“ können daran nichts ändern.
  • Post-Exertionelle Malaise (PEM) bei Long-Covid: Vielmehr droht nach jedem Überschreiten der individuellen Belastungsgrenze, die sehr niedrig liegen kann, ein unter Umständen tage- oder sogar wochenlanger weiterer körperlicher Einbruch - eine sogenannte Post-Exertionelle Malaise, kurz PEM genannt.
  • Long-Covid: Husten und Atembeschwerden: Häufig klagen die Erkrankten auch über Atem- und Lungenbeschwerden.
  • Long-Covid: Kopfschmerzen und andere neurologische Symptome: Auch neurologische Beschwerden sind häufig. Sie äußern sich u. a. in Kopfschmerzen, Störungen von Hören, Sehen und Riechen oder Konzentrationsstörungen, Wortfindungs- und Koordinationsstörungen. Darüber hinaus können Schwindel oder neuropathische Schmerzen auftreten. Beispielsweise kommt es vor, dass Long-Covid-Kranke beim Treppensteigen immer wieder stürzen oder beim Schreiben des eigenen Namens Fehler machen.
  • Auch das Herz-Kreislaufsystem kann beim Long-Covid-Syndrom betroffen sein: Nach schweren Krankheitsverläufen ist das Risiko für kardiovaskuläre Komplikationen erhöht, z. B. für die Entstehung venöser Thrombosen und Thromboembolien, Schlaganfällen und Herzinfarkten. Nach Herzmuskelentzündungen im Rahmen der akuten Erkrankung tritt nicht selten eine Herzschwäche auf. Unabhängig von der Schwere der Akuterkrankung entwickelt sich relativ häufig eine autonome Dysfunktion.
  • Long-Covid: Muskelschmerzen, Krankheitsgefühl, Schlafstörungen und weitere Symptome: Auch Muskelschmerzen werden häufig beschrieben. Viele Patienten mit Long-Covid-Syndrom beklagen außerdem ein wiederkehrendes Krankheitsgefühl wie bei einem grippalen Infekt. Anhaltende Schlafstörungen werden berichtet, ebenso Probleme mit der Verdauung. Auch Haarausfall und Tinnitus sind dokumentiert. Beim Long-Covid-Syndrom können auch psychische Störungen auftreten, v. a. depressive Verstimmungen und Ängstlichkeit.

Risikofaktoren für Long-COVID

Grundsätzlich kann nach jeder Covid-19-Erkankung ein Long-Covid-Syndrom auftreten, auch nach einem milden, symptomarmen oder sogar symptomlosen Verlauf. Langzeitfolgen können auch bei Kindern und jungen Menschen sowie bei Personen ohne andere Vorerkrankung auftreten. Wer genau erkrankt und wie schwer, ist nicht genau vorherzusagen.

Dennoch gibt es einige Patienten, die ein höheres Risiko für ein Long-Covid-Syndrom haben:

  • Menschen, die schwer an Covid-19 erkrankt waren und z. B. eine Lungenentzündung (Pneumonie) entwickelt haben oder auf der Intensivstation behandelt werden mussten
  • Ältere Menschen
  • Stark Übergewichtige
  • Personen mit Vorerkrankungen z. B. von Lunge und Herz
  • Frauen sind unabhängig vom Alter besonders häufig von einem Erschöpfungssyndrom (Fatigue) betroffen.

Diagnose und Behandlung von Long-COVID

Für die Diagnosestellung wird die Krankengeschichte erfragt, zudem erfolgt eine genaue körperliche Untersuchung. Derzeit gibt es keine spezifischen Laborwerte oder Untersuchungen, um die DiagnoseLong-Covid-Syndrom zu stellen. Es werden aber verschiedene Untersuchungen durchgeführt, um andere Erkrankungen, die für die Beschwerden verantwortlich sein können, auszuschließen.

Je nach vorherrschenden Symptomen kann es trotzdem geboten sein, bestimmte Untersuchungen wie beispielsweise Blutwerte, Lungenfunktion, EKG oder Ultraschall durchzuführen, da es sich beim Long-Covid-Syndrom bisher um eine so genannte Ausschlussdiagnose handelt, d. h. andere mögliche Erkrankungen, die zu ähnlichen Symptomen führen könnten, müssen ausgeschlossen werden.

Klar zu trennen von den Long-Covid-Patienten sind diejenigen, die sich von einem schweren Verlauf einer Corona-Erkrankung, ggf. mit Langzeitbeatmung und Multiorganversagen, erholen müssen. Bei schweren Covid-Erkrankungen kann es zu dauerhaften Organschäden wie einer Lungenschädigung mit Verschlechterung der Lungenfunktion oder einer anhaltenden Herzschwäche kommen.

Zur Behandlung des Long-Covid-Syndroms gibt es bislang keine ursächliche Therapie. Es wird symptomorientiert behandelt. Für die klassischen Symptome nach überstandener Covid-19-Infektion, wie anhaltende Erschöpfung oder Atembeschwerden, bietet wir vom Krankenhaus für Naturheilweisen (KfN) in München mit unserem integrativen Behandlungsansatz gute Therapieoptionen. Durch die Kombination von konventioneller Schulmedizin mit bewährten Therapiemaßnahmen aus der Naturheilkunde und der Homöopathie können therapeutische Synergieeffekte entstehen, die durch Einzelmaßnahmen so nicht erzielt werden können.

Da die Entstehung des Long-Covid-Syndrom noch nicht ausreichend geklärt ist, gibt es dementsprechend auch noch keine ursächlichen Therapieansätze. Die Erkrankung wird symptomatisch behandelt. Dabei kann die Komplementärmedizin mit ihrem multimodalen Ansatz einen wichtigen Beitrag leisten.

Perspektiven für die Zukunft

Letzteres könnte mit den vorliegenden Studiendaten perspektivisch verbessert werden. Wie die Studienautoren ausführen, liefern die vorliegenden Ergebnisse eine Rationale dafür, Studien aufzulegen, um Veränderungen im Nervenwasser longitudinal zu beobachten und prädiktive Marker für eine neurologische Beteiligung zu identifizieren. „Möglicherweise lässt sich dann nach einer Nervenwasseranalyse nach Infektion mit SARS-CoV-2 schon vorhersagen, ob der Betroffene neurologische Symptome entwickeln wird“, erklärt Prof.

Die Long-Covid-Syndrom Leitlinie (AWMF-Leitlinie) gibt dabei einen Überblick über den aktuellen Kenntnisstand und ein paar grundsätzliche Empfehlungen zur Long-/Post-Covid-Syndrom Therapie sowie Verhaltenshinweise. Auch verschiedene Selbsthilfegruppen bieten Informationen und Unterstützung.

Die Behandlung von Patienten mit Long-Covid wird vom kompetenten Team aus Ärzten des Krankenhauses für Naturheilweisen unter der Leitung der Chefärztin Dr. med. Michaela Moosburner und Chefarzt Robert Schmidt durchgeführt. Unsere Ärzte konnten seit Beginn der Corona-Pandemie bereits viel Erfahrung mit der Behandlung des Long-Covid-Syndroms sammeln und haben sich mittlerweile zu Spezialisten in der Long-Covid-Behandlung entwickelt.

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