Neurologische Frühreha Starnberg: Umfassende Versorgung bei neurologischen Erkrankungen

Die neurologische Frührehabilitation im Raum Starnberg bietet eine hochspezialisierte und umfassende Versorgung für Patienten mit neurologischen Erkrankungen. Diese Form der Rehabilitation setzt bereits während der Akutbehandlung ein und bildet eine wichtige Schnittstelle zur weiterführenden Rehabilitation. Ziel ist es, die Patienten so früh wie möglich zu fördern und ihnen den Weg zurück in ein selbstständiges Leben zu ebnen.

Einblicke in die neurologische Akutversorgung und Frührehabilitation

Um die Bedeutung der neurologischen Frührehabilitation zu verdeutlichen, soll ein Fallbeispiel dienen. Im Juli 2021 erlitt Hans W., ein 57-jähriger Landschaftsgärtner, einen Schlaganfall. Seine Frau Karin W. bemerkte nachts die Symptome und alarmierte geistesgegenwärtig den Notruf.

Die Akutversorgung im Klinikum Starnberg

Hans W. wurde umgehend in das Klinikum Starnberg gebracht, wo eine Computertomografie einen akuten Schlaganfall bestätigte. Ein Blutgerinnsel hatte ein Hirngefäß verstopft und drohte, wichtige Teile des Gehirns abzusterben zu lassen. Unter der Leitung von Priv.-Doz. Dr. Michael Valet wurde eine katheterbasierte Schlaganfalltherapie (Thrombektomie) eingeleitet, bei der das Blutgerinnsel operativ entfernt wurde. Dieser Eingriff wurde in Kooperation mit der neuroradiologischen Abteilung des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München durchgeführt.

Die rasche und professionelle Versorgung verhinderte schwerwiegende Folgen für Hans W. Nach dem Eingriff wurde eine hochgradige Engstelle im Bereich der Halsschlagader als Ursache für das Blutgerinnsel festgestellt. Karin W. wurde am nächsten Tag über den Schlaganfall informiert und besuchte ihren Mann auf der Stroke Unit, einer speziellen Behandlungseinheit für Schlaganfallpatienten.

Der Übergang zur neurologischen Frührehabilitation

Bereits eine Woche später wurde Hans W. in die stationäre neurologische Frührehabilitation verlegt, die sieben Wochen dauern sollte. Obwohl er körperlich keine Einschränkungen hatte, war er sprachlich gehandicapt und ungeduldig, wenn er nicht schnell genug die passenden Worte fand. Dank der umfassenden Behandlung und Rehabilitation konnte Hans W. jedoch vor den Folgen einer schwerwiegenden lebenslangen körperlichen Behinderung bewahrt werden.

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Die Bedeutung der neurologischen Frührehabilitation

Die neurologische Frührehabilitation spielt eine entscheidende Rolle bei der Behandlung von Patienten mit neurologischen Erkrankungen. Sie beginnt bereits während der Akutbehandlung und setzt auf eine frühe Förderung der Patienten, um ihre Rehabilitationsfähigkeit zu verbessern.

Ziele und Schwerpunkte der neurologischen Frührehabilitation

  • Frühzeitige Aktivierung: Die Patienten werden so früh wie möglich aktiviert, um ihre körperlichen und geistigen Funktionen zu erhalten und zu verbessern.
  • Individuelle Therapiepläne: Es werden individuelle Therapiepläne erstellt, die auf die spezifischen Bedürfnisse und Fähigkeiten der Patienten zugeschnitten sind.
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit: Ein interdisziplinäres Team aus Ärzten, Therapeuten und Pflegekräften arbeitet eng zusammen, um eine umfassende Versorgung zu gewährleisten.
  • Diagnostik: Eine umfassende Diagnostik ist die Voraussetzung für eine präzise Analyse des Zustands des Patienten und die Erstellung eines individuellen Therapieplans.

Diagnostische Verfahren in der neurologischen Frührehabilitation

In der neurologischen Abteilung stehen alle diagnostischen Verfahren der Neurologie zur Verfügung, darunter:

  • EEG (Elektroenzephalografie)
  • Evozierte Potenziale
  • EMG (Elektromyografie)
  • NLG (Nervenleitgeschwindigkeit)
  • Extra- und transkranielle Duplexsonographie
  • Videoendoskopie

Behandlungsspektrum der neurologischen Frührehabilitation

Das Behandlungsspektrum der neurologischen Frührehabilitation umfasst unter anderem:

  • Schlaganfall
  • Schädel-Hirntrauma
  • Entzündliche Erkrankungen der Nerven und des Gehirns (z. B. Meningitis, multiple Sklerose, Guillain-Barré-Syndrom)
  • Patienten mit "Critical-Illness" Myopathie und Neuropathie
  • Sämtliche Bewegungsstörungen auf neurologischem Gebiet (z. B. Parkinson-Syndrom, zerebelläre Ataxien, Dystonien)
  • Muskelentzündungen und Muskellähmung

Einrichtungen für neurologische Frührehabilitation im Raum Starnberg

Im Raum Starnberg gibt es verschiedene Einrichtungen, die neurologische Frührehabilitation anbieten. Zu den wichtigsten gehören:

Klinikum Starnberg

Das Klinikum Starnberg bietet eine hochspezialisierte Schlaganfalleinheit (Stroke Unit) mit modernster Diagnostik und schnellen Behandlungsabläufen. Ein erfahrenes neurologisches Team stellt eine optimale Akutbehandlung auf höchstem medizinischem Niveau sicher. Das Angebot wird durch individuelle Beratung, Präventionsmaßnahmen und eine enge Begleitung von Angehörigen ergänzt.

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Benedictus Krankenhaus Feldafing

Das Benedictus Krankenhaus Feldafing behandelt alle angeborenen oder erworbenen Erkrankungen des Gehirns, des Rückenmarks, der peripheren Nerven und der Muskulatur. Die neurologische Frührehabilitation beginnt bereits während der Akutbehandlung im Benedictus Krankenhaus Tutzing. Die Feldafinger Ergo-, Physio- und Sprachtherapeuten beginnen ihre Arbeit ebenfalls bereits während der Akutbehandlung in Tutzing.

Marianne-Strauß-Klinik

Die Marianne-Strauß-Klinik ist eine neurologische Fachklinik, die sich auf die Behandlung der Multiplen Sklerose spezialisiert hat. Sie begleitet ihre Patienten durch alle Stadien der Erkrankung und sichert die Schnittstelle zwischen Akutmedizin und Rehabilitation. Die Klinik bietet eine multimodale Komplexbehandlung bestehend aus immunologischen, medikamentösen und (neuro-)psychologischen Therapien in Kombination mit physio- und ergotherapeutischen sowie logopädischen Behandlungen.

Die Rolle der Angehörigen

Die Angehörigen spielen eine wichtige Rolle im Rehabilitationsprozess. Sie können die Patienten unterstützen, motivieren und ihnen helfen, ihren Alltag wieder selbstständig zu bewältigen. Das Klinikum Starnberg bietet beispielsweise eine enge Begleitung von Angehörigen an. Im Fall von Hans W. besuchte Karin W. ihren Mann jeden Nachmittag im Krankenhaus und unterstützte ihn während der Rehabilitation.

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