In unserer schnelllebigen und oft stressigen Welt ist es eine Herausforderung, die Nerven zu behalten. Der Artikel beleuchtet die Bedeutung von Nervenstärke, die Ursachen für Nervosität und gibt konkrete Strategien an die Hand, um im Alltag gelassener zu bleiben.
Einführung
"Du hast aber starke Nerven" - dieser Ausspruch beschreibt die Fähigkeit, auch in stressigen Situationen ruhig und besonnen zu reagieren. Umgekehrt fühlen sich Menschen mit "blank liegenden Nerven" schnell überfordert und angespannt. Es ist wichtig zu verstehen, dass Nervenstärke keine unveränderliche Eigenschaft ist, sondern von verschiedenen Faktoren beeinflusst wird und sich trainieren lässt.
Ursachen für Nervosität und innere Unruhe
Viele Faktoren können dazu führen, dass wir die Nerven verlieren. Dazu gehören:
- Dauerstress: Wenn unsere Sinne ständig mit neuen, anstrengenden Eindrücken überflutet werden und das Gehirn permanent gefordert ist, kann dies zu Dauerstress führen.
- Hohe Erwartungen und äußerer Druck: Wer hohe Ansprüche an sich selbst stellt oder starken Druck von außen verspürt, neigt eher zu Nervosität.
- Mangelnde soziale Unterstützung: Menschen, die keine Unterstützung durch Freunde oder Familie erfahren, sind anfälliger für Stress und Nervosität.
- Negative Grundeinstellung: Wer ständig mit Negativem rechnet, verliert schneller die Fassung.
- Reizüberflutung und ständige Erreichbarkeit: Die moderne Informationsflut und die ständige Verfügbarkeit können zu einer Überlastung des Geistes führen.
- Versagensängste und hohe Ansprüche an sich selbst: Perfektionismus und die Angst, nicht den eigenen oder fremden Erwartungen zu entsprechen, können zu nervösen Zuständen führen.
Die Auswirkungen von schwachen Nerven
Schwache Nerven können sich auf vielfältige Weise äußern:
- Psychische Symptome: Gereiztheit, Anspannung, innere Unruhe, Kraftlosigkeit, Gefühl der Überforderung.
- Körperliche Symptome: Erhöhter Blutdruck, Nacken-, Kopf- und Kieferschmerzen, geschwächtes Immunsystem (häufigere Erkältungen).
Strategien für starke Nerven
Es gibt viele Möglichkeiten, die Nerven zu stärken und im Alltag gelassener zu werden. Hier sind einige bewährte Strategien:
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1. Bewegung und Sport
Bewegung bringt Segen, auch bei nervösen Unruhezuständen. Studien zeigen, dass beim Sport das Hormon ANP gebildet wird, das Panik lindert. Ein flotter Spaziergang oder eine lockere Runde Laufen helfen, Ängste zu "verstoffwechseln". Körperliche Aktivität verschafft den Gedanken eine Verschnaufpause und lässt Sorgen in den Hintergrund treten. Wichtig ist, dass die Bewegung Freude bereitet und ohne Zwang erfolgt. Besonders gut tut Bewegung an der frischen Luft.
2. Gesunde Ernährung
Lebensmittel sind Nahrung für Körper und Geist. Was wir essen, beeinflusst, wie wir uns fühlen. Der Blutzuckerwert hat beispielsweise Einfluss auf Gefühle wie Anspannung und Ärger. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und gesunden Fetten (Omega-3-Fettsäuren) ist wichtig für eine gesunde Nervenfunktion.
- B-Vitamine: Sie hemmen Stresshormone und liefern Energie (Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte).
- Vitamin C: Wichtig für ein gesundes Immunsystem (Obst und Gemüse).
- Proteine: Unterstützen den erhöhten Energiebedarf des Körpers (Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte).
- Bananen: Sie liefern auch einen hohen Anteil des B-Vitamins Pyridoxin (B6). Dieses ist an vielen Prozessen im Nervensystem beteiligt. Außerdem enthalten sie Kalium und Tryptophan. Aus Tryptophan wird der Botenstoff Serotonin gebildet, der eine Vielzahl emotionaler Prozesse ( z.B. Angst) beeinflusst.
- Omega3-reiche Lebensmittel: wie Fisch haben Einfluss auf eine gesunde Nervenfunktion.
Mehrere kleine Mahlzeiten am Tag sind wenigen großen vorzuziehen, um das Abfallen des Blutzuckerspiegels zu verhindern.
3. Ausreichend Ruhe und Schlaf
Ein ausgeglichener Geist und ein leistungsfähiger Körper brauchen ausreichend Ruhepausen. Die moderne Schlafforschung empfiehlt möglichst 7,5 Stunden Schlaf pro Nacht. Schlafmangel erhöht die Reizbarkeit, mindert die Belastungsfähigkeit und die Stressresistenz. Um diesem Teufelskreis vorzubeugen, sind auch tagsüber ausreichend Ruhepausen notwendig. Die psychologische Forschung zeigt, dass sich viele kurze Entspannungsphasen günstiger auf die Erholung von körperlicher Arbeit auswirken als wenige lange Pausen. Menschen, die viel arbeiten, sollten jede Stunde für einige Minuten innehalten.
4. Ursachenforschung und Gegenstrategien
Die Ursachen für kreisende Gedanken sind vielfältig: Reizüberflutung, ständige Erreichbarkeit, Versagensängste und hohe Ansprüche an sich selbst können zu nervösen Zuständen führen. Viele Menschen fühlen sich jedoch gestresst, ohne genau zu wissen warum. Dann hilft es Tagebuch zu führen, um den Auslösern auf den Grund zu gehen. Kennt man die Gründe für seine Sorgen, kann man gezielt Gegenstrategien entwickeln. Kommt der Geist z.B. aufgrund einer Überzahl an Reizen nicht zur Ruhe, kann man entscheiden welchen und wie vielen man sich täglich aussetzen möchte.
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5. Achtsamkeit und Atemübungen
Gedanken und Bewertungen entstehen aus Sinneswahrnehmungen (Riechen, Sehen, Hören, etc.) und/oder Erinnerungen. Sie beeinflussen, wie sich etwas anfühlt (angenehm, unangenehm, neutral) und rufen dadurch unmittelbare Körper- und Verhaltensreaktionen (Herzklopfen, Weglaufen) hervor. Wer sich dieser Verbindung von Körper und Geist bewusst ist, fühlt sich weniger ausgeliefert und lernt zielgerichteter mit Grübelei und Sorgen umzugehen.
Übung: Atem beobachten
- Schließen Sie die Augen.
- Atmen Sie durch die Nase ein.
- Konzentrieren Sie sich darauf, wie der Atem durch ihre Nase in die Lungen strömt.
- Halten Sie kurz inne.
- Atmen Sie danach durch den Mund aus.
- Konzentrieren Sie sich auf den natürlichen Rhythmus des Atems, ohne ihn verändern zu wollen.
- Bleiben Sie mit den Gedanken beim Atem: Denken Sie an die Worte „Einat-men/Ausatmen“.
- Es ist völlig normal, wenn Sie abschweifen, das ist Teil der Übung. Beobachten sie wertfrei, dass es passiert.
- Üben Sie regelmäßig, am besten täglich. Am Anfang 1 Minute, nach ein paar Tagen 2 Minuten, danach 3 Minuten und so weiter. Steigern Sie sich langsam. Den Fortschritt bestimmen Sie!
6. Gedankenstopp
Jeder Mensch denkt am Tag zwischen 40.000 und 60.000 Gedanken. Der Großteil davon ist unbewusst. Fast 90 Prozent kreisen immer wieder um das Gleiche, insbesondere um Schwierigkeiten und Probleme. Gedanken sind Energie und haben die Kraft Gefühle zu erzeugen. Das Sprichwort „Mit der Zeit nimmt die Seele die Farbe der Gedanken an“ verdeutlicht diesen Zusammenhang. Menschen sind ihren Gedanken aber nicht hilflos ausgeliefert. Sie können lernen, diese bewusst auszuwählen und manipulative, ängstigende Gedanken loszulassen.
Übung: Gedankenstopp
- Wenn Sie sich beim sorgenvollen Grübeln ertappen, beobachten Sie, welcher Gedanke Sie konkret belastet.
- Stellen Sie sich dann ein rotes Stoppschild vor und sagen Sie sich laut oder in Gedanken „Stopp“.
- Wenden Sie sich dann sofort etwas anderem (z.B. dem Atem, einem beruhigenden Gedanken) zu.
7. Gefühle bewusst wahrnehmen
Leidvolle Gefühle wie Angst oder Unsicherheit rauben Energie und trüben die Lebensfreude. Sie haben aber auch einen Nutzen: Angst beispielsweise setzt Adrenalin frei. Dadurch steigt das Energielevel, der Körper macht sich bereit zur Flucht oder Verteidigung. Gefühle setzen aber nicht nur Hormone frei, sondern werden auch von Hormonen beeinflusst. Stressempfinden, Überforderung und Ängstlichkeit stehen in enger Wechselbeziehung mit den Hormonen. Wie stark Gefühle den Körper beeinflussen, zeigt sich z.B. daran, dass bei Frauen durch starken Stress die Regelblutung ausbleiben kann. Gefühle sind aber kein Schicksal, dem Menschen hilflos ausgeliefert sind. Wie im Umgang mit den Gedanken lohnt es sich Gefühle, bewusst wahrzunehmen und nicht wegzuschieben.
Übung: Gefühle fokussieren
- Konzentrieren Sie sich auf ein momentan vorherrschendes Gefühl (z.B. Angst).
- Fühlen Sie, wie es sich im Körper anfühlt, wo es zu spüren ist.
- Nehmen Sie das Gefühl wahr, ohne es zu beurteilen.
- Richten Sie Ihren Fokus aber auf die Beobachtung (da ist Angst), um sich nicht im Gefühl zu verlieren.
- Wenn Sie abschweifen, kehren Sie gedanklich zu dem Gefühl zurück.
8. Eigene Ressourcen kennen und nutzen
Quälende Ängste und Sorgen zehren auf Dauer an den Kräften. Um dennoch leistungsfähig zu bleiben, sollten die Batterien regelmäßig aufgeladen werden. Dafür sollte man die eigenen Kraftquellen kennen. Bei der Beantwortung dieser Fragen gibt es kein „Falsch“ oder „Richtig“. Entscheidend ist, dass sie positive Gefühle auslösen und dadurch die Lebensqualität verbessern.
9. Professionelle Hilfe suchen
Betroffene sollten mit einem Arzt sprechen, wenn sie sich dauerhaft unruhig und gereizt fühlen. Denn hinter diesen Symptomen verbergen sich manchmal auch behandlungsbedürftige, körperliche Ursachen (z.B. Schilddrüsenüberfunktion, starker Bluthochdruck, Unterzuckerung bei Typ-1-Diabetes). Aber auch bestimmte psychische Erkrankungen wie z.B. Angststörungen oder Depressionen gehen mit Nervosität und innerer Unruhe einher.
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10. Gewohnheiten ändern und Unterstützung suchen
Gewohnheiten zu ändern und Erkrankungen abzuklären, sind wichtige Schritte auf dem Weg der Besserung. Auch ein Coaching (z.B. im Stressmanagement) kann den Umgang mit den Herausforderungen des Lebens verbessern. Daneben kann es sinnvoll sein, das aus der Balance geratene Nervensystem mit einem homöopathischen Komplexmittel wie dystoLoges zu unterstützen. dystoLoges ist ein einzigartiger homöopathischer 5-fach-Komplex mit der Leitsubstanz Reserpinum aus der indischen Schlangenwurzel.
11. Entspannungstechniken
Autogenes Training, Yoga oder andere Entspannungstechniken können helfen, Stress abzubauen und die innere Ruhe zu finden.
12. Soziale Kontakte pflegen
Ein stabiles soziales Netz kann in schwierigen Zeiten Halt geben. Umgib dich mit Menschen, die dir gut tun und Kraft geben.
13. Grenzen setzen
Lerne, deine Grenzen zu erkennen und zu wahren. Bürde dir nicht zu viel auf und sage auch anderen, wenn du das Gefühl hast, dass dir eine Aufgabe über den Kopf wächst.
14. Positive Grundeinstellung
Es ist eine positive Grundeinstellung notwendig, um nicht nur das Problem, sondern auch mögliche Auswege daraus zu sehen. Diese kannst du dir aneignen - es bedarf nur etwas Übung.
Die Autobahn als Spiegelbild des Alltagsstresses
Die Autobahn kann zu einer Kampfzone werden, wenn Stress und Aggressionen die Oberhand gewinnen. Verkehrspsychologen erklären, dass persönliche Belastungen, Zeitdruck und eine schlechte Impulskontrolle zu riskantem Fahrverhalten führen können. Um dem entgegenzuwirken, ist es wichtig, die eigene Impulskontrolle zu verbessern, sich realistische Ziele zu setzen und empathisch gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern zu sein.
Demenz und Nervosität
Auch bei Menschen mit Demenz können Nervosität, Unruhe und Aggressionen auftreten. Dies ist oft auf die krankheitsbedingten Veränderungen im Gehirn und die daraus resultierende Angst und Unsicherheit zurückzuführen. In solchen Fällen ist es wichtig, gelassen zu bleiben, die betroffene Person zu beruhigen und die Auslöser für das Verhalten zu identifizieren. Ablenkung und das Schaffen einer vertrauten Umgebung können ebenfalls hilfreich sein.
Handwerk und Nerven
Auch im Handwerk sind Nervenstärke und Gelassenheit gefragt. Viele Sprichwörter mit Handwerksbezug zeugen davon, dass gute Arbeit Zeit, Sorgfalt und Können erfordert. Wer die Nerven behält und sich auf seine Fähigkeiten verlässt, kann auch schwierige Aufgaben meistern.