Parkinson Gewichtsverlust Ursachen: Ein umfassender Leitfaden

Parkinson-Krankheit (PD) ist eine fortschreitende neurologische Erkrankung, die hauptsächlich motorische Fähigkeiten beeinträchtigt, aber auch eine Vielzahl nicht-motorischer Symptome verursacht. Während viele Senioren mit Übergewicht kämpfen, ist ungewollter Gewichtsverlust ein häufiges Problem bei Menschen mit Parkinson. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen für Gewichtsverlust bei Parkinson, gibt Ernährungsempfehlungen und bietet praktische Tipps zur Bewältigung von Ernährungsproblemen.

Einführung

Ein gesundes Gewicht zu halten, spielt eine wichtige Rolle, um während der gesamten Zeit mit Parkinson fit und stark zu bleiben. Ein Gewichtsverlust kann sich erheblich auf die Lebensqualität von Menschen mit Parkinson auswirken und im weiteren Verlauf zu zusätzlichen gesundheitlichen Komplikationen führen. Eine unzureichende Nahrungsaufnahme kann zu Vitaminmangel führen, der das Risiko von Müdigkeit, Gebrechlichkeit und Infektionen erhöhen kann. Es gibt Anhaltspunkte dafür, dass frühe Gewichtsverluste den Schweregrad der Parkinson-Symptome erhöhen können. Dies ist möglicherweise aufgrund der Beteiligung des neuroendokrinen Systems oder des gastrointestinalen Nervensystems.

Ursachen für Gewichtsverlust bei Parkinson

Es gibt viele Gründe, weshalb Menschen im hohen Alter in die Mangelernährung gleiten. Parkinson-Patienten besitzen ein erhöhtes Risiko für eine Mangelernährung. Und das schon in einem relativ frühen Krankheitsstadium, wenn motorische Symptome wie Zittern noch nicht die Ursache für einen Gewichtsverlust sein können. Die genauen Gründe für diese frühe Mangelernährung sind noch nicht bekannt. Später steigt das Risiko einer Mangelernährung wegen des gesteigerten Energieverbrauchs durch das Muskelzittern. Im fortgeschrittenen Krankheitsstadium kommt bei vielen Betroffenen noch eine Dysphagie (Schluckstörung) hinzu, die eine ausreichende Nahrungsaufnahme erschwert und eine bestehende Mangelernährung zusätzlich verschärft.

Ein anhaltender, unerklärlicher Gewichtsverlust ist jedoch nicht normal. Zu den Hauptursachen gehören:

  • Erhöhter Energieverbrauch: Das Zittern, die Daueranspannung der Muskulatur und die Anstrengung, eine begonnene Bewegung zu Ende zu führen, kosten viel Kraft. Parkinsonerkrankte haben außerdem einen erhöhten Energieverbrauch. Dieser ist auch durch den Tremor und den erhöhten Muskeltonus bedingt und muss individuell betrachtet werden.
  • Verminderte Nahrungsaufnahme:
    • Verdauungsprobleme: Verstopfung, Magenentleerungsstörungen und andere Verdauungsprobleme können die Nahrungsaufnahme erschweren.
    • Schluckstörungen (Dysphagie): In allen Phasen der Parkinson-Erkrankung kann es zu Schluckproblemen kommen. Diese Probleme können tageszeitlich sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Schluckprobleme können das Essen und Trinken für Betroffene sehr anstrengend machen. Betroffene Personen essen dann oft nicht mehr ausreichend (zu kleine Mengen), wodurch ihre Nährstoffversorgung leidet. Häufig ist außerdem die Lebensmittelauswahl sehr einseitig: Betroffene bevorzugen Speisen, die sie gut schlucken können, zum Beispiel Joghurt, Pudding, Kartoffelbrei oder Apfelmus.
    • Veränderungen im Geruchs- und Geschmackssinn: Menschen mit Morbus Parkinson leiden sehr häufig an ihren Geschmacks- und Geruchssinn verlieren.
    • Appetitlosigkeit: Bestimmte psychische Erkrankungen - einschließlich Depressionen, die bei etwa 30-40% aller Menschen mit Parkinson [5]- kann zu Appetitlosigkeit beitragen.
  • Medikamentenbedingte Ursachen: Übelkeit, Bauchschmerzen und auch Erbrechen treten bei etwa 10% der Betroffenen auf. Diese Symptome können auch beim unbehandelten Morbus Parkinson vorkommen, werden jedoch deutlich häufiger bei der Behandlung mit L-Dopa-Medikamenten beobachtet. In manchen Fällen treten diese Beschwerden nur vorübergehend zu Beginn der Medikamenteneinnahme auf. In dieser Zeit kann die Nahrungsaufnahme erschwert sein.
  • Weitere Faktoren: Geruchs- und Geschmackssinn stumpfen ab, der Appetit schwindet, teils als Folge des Alters, teils aber auch als Nebenwirkung von Arzneimitteln. Hinzu kommen Kau- und Schluckprobleme sowie eine verringerte Magenkapazität und eine gesteigerte Aktivität von Sättigungshormonen bei den älteren Menschen.

Ernährungsempfehlungen für Parkinson-Patienten

Bei der Frage, welche Ernährung bei Parkinson die richtige ist, geht es vor allem darum, durch ausgewählte Lebensmittel aber auch ernährungstherapeutische Maßnahmen, die Freude am Essen beizubehalten und die Lebensqualität der Betroffenen zu steigern.

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Allgemeine Ernährungstipps

  • Ausgewogene Ernährung: Eine gesunde Ernährung, das empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), sollte abwechslungsreich und ausgewogen sein. Was genau heißt das? Essen Sie aus allen Lebensmittelgruppen: Lebensmittel aus dem grünen Bereich reichlich, aus dem gelben Bereich mäßig und aus dem roten Bereich sparsam. Parkinsonpatienten müssen allerdings oftmals einiges beachten beziehungsweise anpassen. Denn die Ernährung muss auf die Medikamente und den Krankheitsverlauf abgestimmt werden. So müssen Betroffene zum Beispiel die Kalorienzufuhr, den Eiweißgehalt oder die Menge an Kohlenhydraten individuell anpassen.
  • Kleine, häufige Mahlzeiten: Die Mahlzeiten sollten über den Tag gut verteilt sein. Gerade ältere Menschen sollten, statt drei große, mehrere kleine Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Kleinere Portionen sind vielfach bekömmlicher, da sich die Verweildauer der Speisen im Magen verlängert und vermehrt Sättigungshormone ausgeschüttet werden, was zu einem verringerten Appetit führt. Parkinsonpatienten haben außerdem krankheits- und medikamentenbedingt einen langsamer arbeitenden Magen-Darm-Trakt, weshalb mehrere kleinere Mahlzeiten bevorzugt werden sollten. Selbstverständlich muss bei anderweitig vorliegenden Erkrankungen auch Rücksicht auf eventuell nötige Kostformen genommen werden.
  • Ausreichende Energiezufuhr: Eine ausreichende Energiezufuhr ist wichtig! Der Parkinsonpatient muss sich in der Regel keine Gedanken um ein Zuviel an Kalorien in seiner Ernährung machen, da er häufig Gewicht verliert. Mit der richtigen Ernährung sollte ein Gewichtsverlust jedoch vermieden werden. Eine regelmäßige (monatlich oder wöchentliche) Gewichtskontrolle unterstützt rechtzeitiges Gegensteuern. Als Faustregel gelten 25 bis 30 Kalorien pro Kilogramm Körpergewicht. Beispiel: 70kg Körpergewicht benötigen 70x30 Kalorien = 2100 Kalorien
  • Fettreiche Ernährung: Bei einem unerwünschten Gewichtsverlust sollte rechtzeitig gehandelt werden - denn werden zu wenig Kalorien mit der Nahrung aufgenommen, baut der Körper zuerst Fett, dann Muskelmasse ab. Das hat Auswirkungen auf Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit und das Risiko für eine Sturzgefahr steigt. In der Literatur gibt es Hinweise, dass Parkinson bei einem gesunden Körpergewicht etwas leichter und langsamer verläuft. Daher ist es besonders bei einem unerwünschten Gewichtsverlust ratsam, den Kaloriengehalt der Speisen zu erhöhen. Parkinsonerkrankte sollten dabei vor allem auf fettreiche Lebensmittel zurückgreifen. Denn: 1 g Fett liefert 9 Kalorien/g. Zum Vergleich: Eiweiß und Kohlenhydraten liefern nur 4 Kalorien/g. Verstärkt pflanzliche Öle (z. B. Kuchen, Süßigkeiten, Eis etc.
  • Ballaststoffreiche Ernährung: Ballaststoffe und eine ausreichende Trinkmenge sind für die Verdauung besonders wichtigViele Parkinsonpatienten haben Probleme mit ihrer Verdauung, sie klagen über Darmträgheit und Verstopfung (Obstipation). Das hängt mit dem bei der Erkrankung in Mitleidenschaft gezogenem Nervensystem des Darms zusammen. Nehmen Erkrankte nicht genügend Ballaststoffe und Flüssigkeit über die Ernährung auf, und bewegen sich außerdem nicht ausreichend, verstärken sich meist die Verdauungsprobleme. Ballaststoffe sind unverdauliche Kohlenhydrate mit einer verminderten Kalorienzufuhr. Sie sind für die Darmbakterien unverzichtbar, denn sie dienen ihnen als Nahrung und sorgen für einen weichen Stuhl. Die DGE empfiehlt 30 g Ballaststoffe am Tag. ​​Diese Menge ist zum Beispiel in folgenden Lebensmitteln enthalten (Tagesbeispiel):> 1 Vollkornbrötchen, 1 Kiwi, 1 Apfel, 250g Brokkoli, 200g Kartoffel, 2 Scheiben Vollkornbrot oder> Haferbrei aus 40g Haferflocken + 125ml Milch, 1 Apfel, 1 Banane, 200g Möhren, 200g Kartoffeln, 2 Scheiben Vollkornbrot Übersicht ballaststoffreicher Lebensmittel für eine bedarfsgerechte Ernährung bei Morbus Parkinson:ObstGemüseGetreide, GetreideprodukteHülsenfrüchteVollkornnudeln, -reis​
  • Ausreichende Flüssigkeitszufuhr: Über den Tag verteilt sollten Parkinsonerkrankte, genau wie gesunde Menschen, ausreichend trinken: Die DGE empfiehlt 1,5 bis 2 Liter. Die Flüssigkeit sorgt dafür, dass die Ballaststoffe aufquellen, sich dadurch das Stuhlvolumen vergrößert und die Darmtätigkeit angeregt wird.
  • Vitamin- und Mineralstoffreiche Ernährung: Eine gesunde und ausgewogene Kost ist auch nötig, damit der Körper mit Ballaststoffen, wichtigen Nährstoffen wie Vitaminen, Mineralstoffen und Proteinen versorgt wird. Das hilft nicht nur dabei, so weit wie möglich bei Kräften zu bleiben, sondern dient auch der Vermeidung von Begleiterkrankungen wie Osteoporose, die durch die körperliche Inaktivität begünstigt werden. Daher ist die Aufnahme von Vitamin D, K, Kalzium und Magnesium wichtig.
  • Abwechslungsreiche Ernährung: Setzen Sie auf Abwechslung: Einen Tag kommt Fleisch auf den Teller, am nächsten Fisch, Geflügel, Eier oder vegane Speisen.

Spezielle Hinweise zur Medikamenteneinnahme (L-Dopa)

Bei der Einnahme von Medikamenten mit dem Wirkstoff Levodopa (L-Dopa) ist auf den Eiweißgehalt der Mahlzeit zu achten. Proteinreiche Mahlzeiten können die Wirksamkeit des Medikamentes, die Aufnahme im Darm und Weitertransport durch das Blut, vermindern. Daher empfiehlt es sich, das Medikament 30 bis 45 Minuten vor der Mahlzeit oder 60 bis 90 Minuten nach der Mahlzeit einzunehmen. Nehmen Sie die Medikamente am besten mit Wasser, Tee, Saft (kein Orangen- oder Grapefruitsaft), Smoothie, Apfel- oder Fruchtmus ein und verzichten Sie auf proteinhaltige Getränke oder Speisen (z. B. Bitte beachten Sie: Es gibt aus fachlicher Sicht unterschiedliche Meinungen bezüglich der Eiweißverteilung über den Tag. Manche Experten sind der Ansicht, insgesamt weniger Protein mit der Ernährung aufzunehmen und es gleichmäßig auf die Mahlzeiten zu verteilen. Es gibt aber auch die Meinung, den Hauptteil der eiweißhaltigen Lebensmittel am Abend zu verzehren.

Die Aufnahme der Parkinson-Medikation geschieht in aller Regel über den Magen und wird daher durch die Nahrungsaufnahme beeinflusst. Das gilt insbesondere für die Therapie mit L-Dopa, da dies selbst eine Aminosäure ist. L-Dopa wird durch die Darmwand transportiert und konkurriert dabei mit anderen Aminosäuren aus der Nahrung. Eine eiweißreiche Ernährung hat aus diesem Grund einen negativen Effekt auf die Aufnahme des L-Dopa. Denn auch Eiweiß wird über die selben Transportkanäle aufgenommen wie L-Dopa. Der Darm kann über eine bestimmte Zeiteinheit auch nur eine bestimmte Menge an Nährstoffen aus der Nahrung an das Blut weiterleiten. Wird diese begrenzte Menge bereits durch eine große Menge Eiweiß belegt, besonders nach der Aufnahme besonders eiweißreicher Mahlzeiten wie Fleisch oder Fisch, kann weniger L-Dopa aufgenommen werden, wodurch die Wirksamkeit verringert wird. Aufgrund der Wechselwirkungen zwischen Nahrungsproteinen und der Pharmakokinetik Aufnahme von Levodopa wird den Patientinnen und Patienten unter L-Dopa-Therapie empfohlen, das Medikament auf leeren Magen einzunehmen2. Im Idealfall eine halbe Stunde vor oder eine Stunde nach dem Essen. Zusätzlich sollte die notwendige Eiweißmenge in kleinen Portionen über den Tag verteilt aufgenommen werden und nicht in einer großen Mahlzeit. Eine abwechslungsreiche und ausgewogene Kost, die auf viel leicht verdauliches Gemüse und Ballaststoffe setzt, unterstützt dies ohnehin. Auf Eiweiß verzichten sollten Parkinson-Patientinnen und Patienten aber auf keinen Fall.

Ernährung bei Schluckstörungen (Dysphagie)

In allen Phasen der Parkinson-Erkrankung kann es zu Schluckproblemen kommen. Diese Probleme können tageszeitlich sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Schluckprobleme können das Essen und Trinken für Betroffene sehr anstrengend machen. Betroffene Personen essen dann oft nicht mehr ausreichend (zu kleine Mengen), wodurch ihre Nährstoffversorgung leidet. Häufig ist außerdem die Lebensmittelauswahl sehr einseitig: Betroffene bevorzugen Speisen, die sie gut schlucken können, zum Beispiel Joghurt, Pudding, Kartoffelbrei oder Apfelmus. Diese einseitige Ernährung begünstigt das Entstehen einer Mangelernährung beim Patienten.

Schwierigkeiten beim Kauen und Schlucken lassen sich durch ein Anpassen der Konsistenz verbessern. Parkinson-Erkrankte mit starken Schluckbeschwerden haben häufig Probleme bei Gerichten mit unterschiedlichen Konsistenzen (z. B. Eintöpfen), was die Gefahr von Aspirationen (Eindringen von Nahrung in die Atemwege) steigert. Auch dünnflüssige Konsistenzen sind im Mund aufgrund ihrer hohen Fließgeschwindigkeit nur schwer kontrollierbar. Bei gleichzeitig verzögertem Schluckreflex kann es sehr leicht zum Verschlucken kommen. Gerichte mit stückigen Einlagen sowie Fasern, Krümeln und Kernen sollten Betroffene meiden, da sie leicht zum Verschlucken und zu einer Aspiration führen können.

Ernährungsempfehlungen für Parkinson-Erkrankte mit einer Schluckstörung:

  • Abschneiden der Rinde am Brot
  • Speisen besonders weich kochen, zerkleinern und/oder pürieren
  • Gegebenenfalls die Getränke und Suppen andicken (es gibt geschmacksneutrale Verdickungsmittel in der Apotheke oder im Internet)
  • Einsatz von individuell geeigneten Trink- und Esshilfen (z. B. Strohhalm, Schnabelbecher, Tellerranderhöhung)

Allgemeine Hinweise für Schluckstörungen:

  • Hustenanfälle bei den Mahlzeiten, chronischer Husten (auch nachts) oder zwanghaftes Räuspern sowie deutlich vermehrter Zeitaufwand für die Mahlzeiten (mehr als eine Stunde) sind mögliche Hinweise.
  • Regelmäßige Logopädie und Physiotherapie zur Kräftigung der beteiligten Muskelgruppen und Einübung von Bewegungsabläufen.
  • Anpassung der Nahrungskonsistenz (Vermeidung von klaren Suppen mit Einlagen oder bröseligen Speisen).

Ernährung bei Verstopfung (Obstipation)

Die Verstopfung (Obstipation) gilt als ein sehr häufiges Symptom beim Parkinson-Syndrom. Die Verstopfung kann schon Jahre vor der Erkrankung auftreten. Bei Diagnosestellung haben etwa 25 Prozent, im Verlauf sogar ca. 75 Prozent der Betroffenen eine relevante Verstopfung. Zum einen spielt der verzögerte Transport des Darminhalts aufgrund der reduzierten Darmbewegung eine Rolle. Zum anderen werden die Medikation, verminderte Muskelspannung sowie degenerative Veränderungen in den Nervenzellen sowohl im Gehirn als auch in der Darmwand bei Parkinson-Patientinnen und Patienten als Ursachen genannt. Mit zunehmendem Alter verlangsamen sich viele Funktionen des Körpers ohnehin schon. Dies trifft in besonderem Maße auf die Verdauungstätigkeit zu. Die Parkinson-Erkrankung verschärft das Beschwerdebild zusätzlich. Verstopfungen zeigen sich übrigens nicht nur durch einen schweren Stuhlgang, sondern auch bereits durch eine verminderte Stuhlfrequenz. Die Spanne für einen gesunden Stuhlgang ist allerdings sehr groß und individuell. Gehen Sie jedoch weniger als drei Mal pro Woche oder häufiger als drei mal pro Tag zur Toilette, könnten Verdauungsprobleme die Ursache sein.

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Um den Verstopfungen entgegenzuwirken, ist die Aufnahme einer ballaststoffreichen Ernährung sinnvoll. Ballaststoffe werden vom Körper nicht verdaut, nehmen aber im Darm durch Wasseraufnahme an Volumen zu und erhöhen somit den Druck auf die Darmwände - was wiederum für eine beschleunigte Verdauung sorgt. Dies trifft insbesondere für faserreiche pflanzliche Nahrungsmittel zu. Dazu zählen Gemüse, Getreide und Obst, die einen unterschiedlich hohen Anteil an Faserstoffen enthalten. Damit Ballaststoffe ihre beabsichtigte Wirkung entfalten, ist die gleichzeitige Aufnahme von Wasser erforderlich. Ausreichende Trinkmengen sind sehr wichtig, zumal im Alter das Durstgefühl als Indikator des Flüssigkeitshaushaltes wegfällt. Als Grundregel kann hierbei die Aufnahme von 2,5 l am Tag gelten, wobei im Einzelfall, z.B.

Weitere Tipps zur Linderung von Verstopfung:

  • Sorgen Sie dafür, dass Sie genügend Ballaststoffe zu sich nehmen, z. B. in löslicher Form wie Flohsamen oder geschrotetem Leinsamen. Außerdem eignen sich Müsli, Trockenfrüchte in Wasser eingeweicht, Sauerkrautsaft und Vollkornprodukte. Hülsenfrüchte (z.B.
  • Ausreichend trinken (2 bis 2 1/2 Liter pro Tag).
  • Regelmäßige körperliche Aktivität, um die Darmbewegung anzuregen.

Ernährung bei vermindertem Geruchs- und Geschmackssinn

Dass Riechen und Schmecken zusammengehören, haben die meisten Menschen selbst schon einmal erfahren, wenn etwa im Zuge einer Erkältung plötzlich alle Speisen fade schmecken. Parkinson-Patientinnen und Patienten leiden aufgrund ihrer Krankheit häufig unter vermindertem Geruchs- und Geschmackssinn. Das schmälert den Appetit und den Genuss am Essen.

Tipps zur Verbesserung des Geschmacks:

  • Gewürze und Kräuter in einem Mörser fein zermahlen - das regt den Geruchssinn an.
  • Geben Sie einen kleinen Schuss Olivenöl zu zerkleinerten oder pürierten Speisen.
  • Frischen Sie Ihren Ernährungsplan mit Fisch, Obst und Gemüse auf.
  • Vermeiden Sie zu starkes Würzen mit Salz.
  • Verwenden Sie Küchenkräuter, um den Geschmack der Speisen zu verbessern.

Weitere wichtige Aspekte

  • Regelmäßige Gewichtskontrolle: Eine regelmäßige (monatlich oder wöchentliche) Gewichtskontrolle unterstützt rechtzeitiges Gegensteuern.
  • Ernährungsberatung: Vereinbaren Sie einen Termin mit einem Ernährungsberater - idealerweise einem, der Erfahrung mit Morbus Parkinson hat - um Strategien zur Gewichtsreduzierung zu besprechen.
  • Umgang mit Depressionen: Essen ist nicht nur ein körperlicher Akt. Bestimmte psychische Erkrankungen - einschließlich Depressionen, die bei etwa 30-40% aller Menschen mit Parkinson [5]- kann zu Appetitlosigkeit beitragen.
  • Mundpflege: Von besonderer Bedeutung ist die regelmäßige Mundpflege bei Betroffenen wegen den fallweise vermehrt zurückbleibenden Nahrungsresten in der Mundhöhle.
  • Hilfsmittel: Verwendung rutschfester Unterlagen für den Teller, Besteck mit dicken Griffen, tiefe Teller, Tassen mit großem Henkel bzw.

Komplikationen bei Gewichtsverlust und Mangelernährung

Wenn es aufgrund der aufgeführten Beschwerden zu einem Gewichtsverlust und einer Mangelernährung kommt, bleibt dies nicht folgenlos. Häufig tritt Gewichtsverlust vor allem bei älteren Patientinnen und Patienten auf 6. Dabei wird beobachtet, dass eine Abnahme der kognitiven Leistungsfähigkeit mit Gewichtsverlust einhergeht - im Gegensatz zu Betroffenen ohne Gewichtsverlust. Darüber hinaus zeigte sich die Parkinson-Symptomatik bei Patientinnen und Patienten mit Gewichtsverlust verstärkt, d. h.

Mögliche Folgen von Mangelernährung:

  • Vitaminmangel
  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit
  • Gebrechlichkeit
  • Erhöhtes Infektionsrisiko
  • Verschlechterung der Immunabwehr
  • Wundheilungsstörungen
  • Erhöhtes Sturzrisiko
  • Beeinträchtigung der Muskelkraft und Beweglichkeit
  • Verlangsamung des Behandlungserfolgs bei Schluckstörungen

Künstliche Ernährung

Wenn eine passendere Einstellung der Medikamente, Schlucktraining oder die Anpassung der Nahrung (Eindicken von Flüssigkeiten, keine bröseligen Nahrungsbestandteile, usw.) nicht mehr ausreichen, um eine Mangelernährung zu verhindern oder zu bekämpfen, muss über eine künstliche enterale Ernährung mithilfe einer Ernährungssonde nachgedacht werden. Über diese Sonde kann der Parkinson-Patient dann spezielle Sondennahrung erhalten, die vom Energie- und Nährstoffgehalt genau auf seine Bedürfnisse abgestimmt ist. Ist absehbar, dass die Sondenernährung nicht länger als zwei Wochen andauern wird, kann die künstliche Ernährung über eine Magensonde, die über Nase, Rachen und Speiseröhre in den Magen vorgeschoben wird, erfolgen. Sie eignet sich jedoch nicht für eine längerfristige Sondenernährung. Ist diese notwendig, sollte eine PEG-Sonde angelegt werden, die in einem kleinen operativen Eingriff unter örtlicher Betäubung direkt über die Bauchdecke in den Magen vorgeschoben wird.

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