Nordwest Krankenhaus Sanderbusch: Neurologie-Team und Schwerpunkte

Das Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch, eingebettet in die Friesland Kliniken zusammen mit dem St. Johannes-Hospital in Varel, stellt mit seinen 1.700 Mitarbeitern eine zentrale Anlaufstelle für medizinische Versorgung in der Region dar. Jährlich werden hier rund 26.000 stationäre Patienten aus ganz Deutschland versorgt. Der Träger des Krankenhauses ist der Landkreis Friesland. Das Krankenhaus Sanderbusch verfügt über Zentren für Operative Medizin, Innere Medizin und Neuromedizin, sowie Intensiv- und Notfallmedizin und ist Standort des Rettungshubschraubers „Christoph 26“. Im Mittelpunkt der Tätigkeit steht hier eine moderne und menschliche Medizin und Pflege auf hohem Niveau nach dem neuesten Stand der Wissenschaft.

Das Team auf den Stationen besteht aus Gesundheits- und Krankenpflegern, Pflegeassistenten, Pflegehelfern, Medizinischen Fachangestellten, Auszubildenden zum Pflegefachmann/-frau, freiwilligen sozialen Helfern und Praktikanten. Zusätzlich arbeiten fachqualifizierte Mitarbeiter im Funktionsdienst, beispielsweise in Operationssälen und der endoskopischen Abteilung. Die Pflegekräfte arbeiten vor allem in der Bereichspflege, um ein besonderes Vertrauensverhältnis zwischen Patienten und Pflegekräften zu entwickeln.

Die Klinik für Neurologie in Sanderbusch

Als akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Oldenburg arbeitet das Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch eng mit niedergelassenen Ärzten und Therapeuten zusammen. Die Klinik für Neurologie ist ein wichtiger Bestandteil des Krankenhauses.

Ambulante Versorgung gemäß §116b SGB V

Die Klinik bietet eine spezielle Ambulanz gemäß §116b SGB V an. Ziel dieser Ambulanz ist die ambulante Diagnostik und Versorgung von Patienten mit bestimmten neurologischen Erkrankungen und Diagnosegruppen. In enger Abstimmung mit dem Hausarzt oder dem niedergelassenen Neurologen erfolgt die vollständige Versorgung, einschließlich klinischer und elektrophysiologischer Untersuchungen, kernspintomographischer Diagnostik und Rezepten. Patienten können auch Videosprechstunden oder Chats vereinbaren.

Schwerpunkte und Ausstattung

Die Klinik für Neurologie am Krankenhaus Nordwest in Frankfurt ist eine der größten Akutneurologien in Deutschland. Neben der Schlaganfallmedizin liegt ein weiterer Schwerpunkt in der Behandlung neuroimmunologischer Erkrankungen, einschließlich Multipler Sklerose (MS). Die Klinik verfügt über eine hochmodern ausgestattete Schlaganfallstation, eine zertifizierte Stroke Unit mit acht Monitor-Betten, sowie über eine Wachstation (Intermediate Care) mit sieben Betten für Patienten mit hohem Bedarf an Überwachung, Pflege und Behandlung.

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Schlaganfallversorgung in Sanderbusch

In Sanderbusch wurden 2015 deutlich über 1.000 Schlaganfall-Patienten behandelt, Tendenz steigend. Die enge Verzahnung von Stroke Unit (10 Betten) und Frühreha-Abteilung (6 Betten) ist nicht nur räumlich gegeben, sondern ergänzt sich im Behandlungskonzept. Die kombinierte Station der Stroke Unit mit neurologisch-neurochirurgischer Frührehabilitation präsentiert sich auf 440 m² mit hellen, modernen Räumen in beruhigenden Farben. Alle 10 Betten der Stroke Unit sind mit Monitoring- und Infusionstechnik ausgestattet und jedes Patientenzimmer verfügt über ein eigenes, barrierefreies Bad. Die Klinik verfügt über eine von der Deutschen Schlaganfall-Hilfe und der European Stroke Organisation zertifizierte Stroke Unit (aktuell 10 Betten) sowie einen neuromedizinischen Frührehabilitationsbereich (Phase B) mit aktuell 6 Betten.

Neurologische/Neurochirurgische Frührehabilitation (Phase B)

Nach einer schweren neurologischen Erkrankung ist das Ziel die Wiederherstellung der Fähigkeiten, um ins alte Leben zurückzukehren. Die neurologische/neurochirurgische Frührehabilitation (Phase B) ist eine wichtige Maßnahme. Atmen, schlucken, sprechen, laufen - vieles, was früher selbstverständlich war, müssen die Patienten neu erlernen. Ziel ist es, die noch vorhandenen Fähigkeiten optimal zu fördern.

Behandlungsspektrum

Die Klinik behandelt ein breites Spektrum neurologischer Erkrankungen, darunter:

  • Krankheiten des N. trigeminus [V]
  • Krankheiten des N. facialis [VII]
  • Krankheiten des N. vestibulocochlearis [VIII]
  • Krankheiten des N. glossopharyngeus [IX]
  • Lähmung des N. oculomotorius [III]
  • Lähmung des N. trochlearis [IV]
  • Lähmung des N. abducens [VI]
  • Sonstige Affektionen des N. opticus [II]
  • Sonstige Läsionen des N.
  • Sepsis: Escherichia coli [E.
  • Thrombose, Phlebitis und Thrombophlebitis der V.
  • Verschluss und Stenose der A.
  • Subarachnoidalblutung, von der A.
  • Dystonien (z.B.

Zertifizierungen und Weiterbildung

Die Deutsche Myasthenie Gesellschaft hat ein Zertifizierungsverfahren entwickelt, mit dem Qualitätsstandards bei der Behandlung von Menschen mit myasthenen Syndromen geprüft und bescheinigt werden. Es besteht eine Ermächtigung zur vollen Facharztweiterbildung im Fach Neurologie (48 Monate) sowie die Möglichkeit des Erwerbs des EMG-Zertifikats der DGKN und des Ultraschall-Zertifikats der DEGUM. Rotationen in umliegende psychiatrische Kliniken sind etabliert.

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