Dieser Artikel beleuchtet die vielfältigen Erfahrungen von Menschen, die mit Parkinson leben oder in ihrem Umfeld damit konfrontiert sind. Ergänzend werden Lebensgeschichten anderer Personen vorgestellt, um ein breiteres Spektrum an Perspektiven und Herausforderungen zu verdeutlichen.
Parkinson im Fokus: Belastungen und Bewältigungsstrategien
Ein am 29. Januar 1946 geborener Mann berichtet von den Belastungen, die seine Parkinson-Erkrankung mit sich bringt. Er erwähnt, dass sein Bruder, der nur ein Jahr älter war, an dieser Krankheit verstorben ist. Seine Schwester hingegen, zehn Jahre älter, sei noch fit und gesund. Dieser persönliche Einblick verdeutlicht die unterschiedlichen Verläufe und Auswirkungen der Krankheit.
Frank Elstner, eine bekannte Persönlichkeit des deutschen Fernsehens, gab 2019 seine Parkinson-Erkrankung bekannt, an der er seit acht Jahren leidet. Er beschreibt es als einen langsam fortschreitenden und unheilbaren Verlust von Nervenzellen. Trotzdem versucht er, aktiv zu bleiben, indem er Medikamente nimmt, die sein Zittern dämpfen, und regelmäßig Sport treibt. Er selbst bezeichnet seinen Zustand im Vergleich zu anderen Patienten als "Parkinsönchen".
Vielfältige Lebenswege: Einblicke in unterschiedliche Biografien
Die folgenden Abschnitte skizzieren die Lebenswege verschiedener Menschen, die ihre Erfahrungen und Herausforderungen teilen.
Kindheit und Jugend
Ein 1933 in Essen geborener Mann erinnert sich an seine Kindheit auf der Margaretenhöhe. Trotz der Kriegsrisiken wollte er dort bleiben. Er bezeichnet die Zwangsevakuierung als einen Versuch, ihn in Thüringen in Sicherheit zu bringen. Seine Kindheit wird als angenehm beschrieben, geprägt von der Nähe zu Großeltern und Nachbarskindern.
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Ein Mann, geboren am 1. Februar 1996 in Buon Ma Thuot, Vietnam, erzählt von seiner schweren Kindheit. Er wurde von seinen Eltern verlassen und wuchs bei seinen Großeltern auf. Zu seinem Vater hat er keinen Kontakt. Er wurde unter anderem von einem buddhistischen Mönch erzogen und ist in philosophischen Betrachtungen, Schweigen und Meditation geübt. Er berichtet über Vietnam, seine Ausbildung in einer Apotheke, sein Restaurant und seine Entscheidung, eine Ausbildung zur Pflegefachkraft in Deutschland zu absolvieren. Er spricht über Diskriminierung, kulturelle Unterschiede, Depressionen und Schlafstörungen.
Ein Mann, geboren im März 1939 in Oberschlesien, erlebt als Kind die Feindseligkeit vieler Polen, nachdem sein Vater, der sich als "durch und durch deutsch" bezeichnete, nach dem Krieg untertauchen musste. Er lernt Polnisch und arbeitet später im Kohlebergbau, wo er seinen Vater kurz wiedertrifft.
Eine Frau, geboren 1944 in Schlesien, erlebt als Kind die Flucht aus Danzig in einem Güterwaggon. Diese Erfahrungen beeinflussen sie später, alten und kranken Menschen zu helfen.
Berufliche Werdegänge
Der 1946 geborene Mann war nach einer Ausbildung zum Feinmechaniker bei RWE als staatlich geprüfter Maschinenbautechniker bei einem Schweizer Konzern in Ratingen tätig. Später arbeitete er fast 50 Jahre lang als Landschaftsgärtner für das Bistum Essen.
Der Mann aus Oberschlesien verlässt Ende der 80er Jahre Polen und arbeitet in Essen noch einige Jahre für eine Security-Firma. Er nutzt die Reisefreiheit und besucht Inseln, genießt Sonne und Meer.
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Ein Mann, geboren 1944 in Hessen, war Elektrosteiger im Kohlebergbau. Er beschreibt sein Tätigkeitsfeld und das Arbeitsklima.
Ein Mann, geboren 1933, wird nach dem frühen Tod seines Vaters durch Staublunge Tischler. Er sammelt Erfahrungen im Treppen- und Messebau und macht seinen Meisterbrief.
Eine Frau, geboren 1938, beginnt ihre Karriere als Lehrerin an einer Hilfsschule. Später wird sie Krankenschwester und arbeitet in verschiedenen Positionen, unter anderem in einer Altenpflegeschule und im Aufbau einer ambulanten Pflege.
Eine Frau, geboren 1942, arbeitet für ein Vorstandsmitglied von Krupp auf der Villa Hügel und spielt dort manchmal Tennis mit ihrem Chef.
Eine Frau, geboren 1941, heiratet mit 18 Jahren und reist mit ihrem Mann viel, unter anderem nach Myanmar, Namibia und auf die Galapagosinseln.
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Familiäre Beziehungen und persönliche Schicksale
Der 1987 geborene Gast, dessen Eltern aus Polen kamen, wurde durch Schach gefördert und nahm an Jugendbundesliga- und Europameisterschaften teil.
Eine Frau, geboren 1938, lernt ihren Mann, einen Kollegen, an der Hilfsschule kennen. Er stirbt vor sieben Jahren. Sie erwähnt gemeinsame Reisen nach Namibia und Washington.
Eine Frau, geboren 1945, erlebt das Kriegsende als 18-Jährige. Ihr späterer Mann leidet zeitlebens an den Folgen der Kriegsgefangenschaft, die sie bis zu seinem Ende pflegt.
Eine Frau, geboren 1942, wird mit 32 Jahren Mutter eines Sohnes.
Eine Frau, geboren 1925, berichtet von ihrem Leben auf einem Wohnbereich für Menschen mit Demenz und von den Nöten und Selbstzweifeln bezüglich der Erkrankung ihrer Frau.
Weitere Perspektiven und Erfahrungen
- Eine Kollegin erzählt von ihrem ersten Mann, den sie mit 13 kennenlernte, ihren beiden Söhnen und ihrer großen Liebe, einem Profifußballer. Sie schildert ihre frühe Begegnung mit der Pflege und ihre Entscheidung, die Ausbildung zur Fachassistentin zu machen.
- Ein Mann, der in der Verwaltung und als Anwalt tätig war, erzählt vom gemeinsamen Leben mit seiner Frau, die Lehrerin an einer Montessori-Grundschule war.
- Eine Frau, die sich als "Reisetante" bezeichnet, hat mit ihrem Mann 42 Länder besucht.
- Eine Frau berichtet von Schmerzen in Folge ihrer Zoster Neuralgie.
- Eine Frau erzählt, wie sie den Glauben an das Christkind verloren hat und stellt den Zusammenhang zum Beruf ihres Vaters her.
Die Blaue Couch: Einblicke in Prominente Leben
Die "Blaue Couch" bietet Einblicke in das Leben verschiedener Persönlichkeiten:
- Julius Weckauf, bekannt durch seine Rolle als Hape Kerkeling, erzählt von seinen Anfängen im Schreibwarenladen seiner Eltern und seiner Karriere als Schauspieler.
- Konstantin Krimmel, ein gefeierter Opernsänger, spricht über seine musikalische Ausbildung und seinen Weg zum Erfolg.
- Helena Wehner, wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Waldrappteam, berichtet von ihrer Leidenschaft für die Waldrappe und ihrem Engagement für deren Wiederansiedlung.
- Susanne Baer, ehemalige Verfassungsrichterin, spricht über ihre Zeit am Bundesverfassungsgericht und die wichtige Rolle des Gerichts.
Herausforderungen im Pflegebereich
Einige der genannten Personen arbeiten oder haben im Pflegebereich gearbeitet. Sie berichten von den Herausforderungen und Belastungen, aber auch von der Freude, anderen Menschen helfen zu können.
Einige Teilnehmer an Pflegeexamen schildern ihre Erfahrungen und Schwierigkeiten mit den Prüfungsaufgaben, insbesondere im Bereich der psychischen Betreuung und der Versorgung von Patienten mit Leukämie oder anderen komplexen Erkrankungen.