Morbus Parkinson: Innovative Therapieansätze und Cannabinoide im Fokus

Morbus Parkinson ist eine fortschreitende neurodegenerative Erkrankung, die durch das Absterben von dopaminhaltigen Nervenzellen in der Substantia nigra gekennzeichnet ist. Neben den klassischen motorischen Symptomen leiden die Betroffenen auch an einer Reihe von nicht-motorischen Symptomen, die im Laufe der Erkrankung immer belastender werden. Die verfügbaren Behandlungsoptionen sind oft begrenzt.

Was ist Morbus Parkinson?

Morbus Parkinson ist eine neurodegenerative Erkrankung, die durch das Absterben dopaminhaltiger Nervenzellen in einem Teil der Substantia nigra, einer Struktur im Mittelhirn, gekennzeichnet ist. Dies führt zu einem Dopaminmangel, der für die motorischen Symptome wie Zittern, Muskelsteifheit und verlangsamte Bewegungen verantwortlich ist.

Symptome und Auswirkungen

Zusätzlich zu den motorischen Beeinträchtigungen leiden Patient*innen an einer Vielzahl von nicht-motorischen Symptomen, welche im Verlauf der Erkrankung zunehmen und häufig die Lebensqualität negativ beeinflussen. Dazu gehören Veränderungen der Stimmungslage, Funktionsstörungen des autonomen Nervensystems, Geruchsstörungen, Abbau der geistigen Leistungsfähigkeit, Wahrnehmungsstörungen und Halluzinationen sowie Störungen des Schlafes.

Klassische Behandlungsmethoden

Für die Behandlung von Morbus Parkinson stehen zurzeit nur symptomatische Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Der Goldstandard der Therapie ist die Gabe von „Levodopa“, einer Vorstufe von Dopamin, das im Gehirn zu Dopamin umgewandelt wird. Weitere Medikamente, welche den Dopaminhaushalt beeinflussen bzw. direkt am Rezeptor wirken, stehen ebenso zur Verfügung.

Cannabinoide in der Parkinson-Therapie: Eine neue Perspektive

Der Einsatz von Cannabinoiden zur Linderung von motorischen und nicht-motorischen Symptomen der Parkinson Erkrankung ist in Studien noch wenig untersucht. Aus diesem Grund wurde kürzlich an der Universitätsklinik für Neurologie der Medizinischen Universität Innsbruck eine Studie durchgeführt, die die Wirkung von Cannabinoiden auf nicht-motorische Symptome der Parkinson Erkrankung untersucht hat. Die Studie wurde unter der Leitung von Prof. Klaus Seppi durchgeführt. Seine Kollegin und Erstautorin Frau Dr. Marina Peball berichtet über die verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Einsatz von verschiedenen Cannabinoiden bei der Parkinson Erkrankung.

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Vielversprechende Ergebnisse

In Studien konnte eine Besserung von diversen nicht-motorischen Symptomen festgestellt und ausreichend dokumentiert werden. Dies trifft bei psychischen Störungen, im besonderen bei Schlafstörungen und Angstzuständen, zu.

Verabreichungsformen und Anwendungsgebiete

Die Behandlung mit Cannabis zeichnet sich, wie allgemein bekannt, durch eine Vielzahl von Verabreichungsformen aus. In der Behandlung nicht-motorischer Symptome stellt die Cannabis-Therapie eine wertvolle Alternative zu z.B. Speziell für die Anwendung bei Parkinson-Patient*innen stehen, außer der in diesem Artikel beschriebenen, wenige andere Studien zur Verfügung.

Wichtige Hinweise zur Anwendung

Eine Risiko-/Nutzen-Abwägung sollte genauestens erfolgen. Für eine Behandlung ungeeignete Patientinnen sind jene, die Herzrhythmusstörungen oder orthostatische Hypotonie, vorbestehende ausgeprägte kognitive Einschränkungen bzw. Sämtliche Allgemeinmedizinerinnen, Privatärztinnen oder Fachärztinnen können Cannabis auf einem "weißen" ärztlichen Rezept verschreiben, da für Parkinsonpatient*innen eine Therapie mit medizinischem Cannabis gemäß Gesetz 94/98 angebracht ist. Möchten Sie mehr zur Anwendung und Verschreibung von medizinischem Cannabis wissen? Die Patientenvereinigung Cannabis Social Club - Bolzano/Bozen gibt Informationen und Beratung. Dantestr.

Neurologische Versorgung in Hildburghausen

In der Neurologie wird ein hochkompetentes Diagnose- und Behandlungsspektrum vorgehalten, um alle Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems sowie der Skelettmuskulatur zu untersuchen und zu therapieren. Konkret sind Patienten mit Parkinson, Bewegungsstörungen, Schlaganfällen, Epilepsie (Anfallsleiden), Multiple Sklerose oder Kopfschmerzen sehr gut aufgehoben. Aber auch Schwindel- und Gleichgewichtsstörungen, Lähmungen, Gedächtniskrankheiten wie Demenzen, Schlafkrankheiten sowie Krankheiten einzelner (z.B. Karpaltunnel-Syndrom) und mehrerer peripherer Nerven (Polyneuropathien) werden am Standort Hildburghausen behandelt.

Diagnosemethoden

Im Wesentlichen erfolgt die Diagnose bei neurologischen Krankheiten anhand der Erhebung der Krankengeschichte und der klinisch-neurologischen Untersuchung. Elektroenzephalographie (EEG): Die Elektroenzephalographie deckt Funktionsstörungen des Gehirns auf wie zum Beispiel herdförmige Veränderungen oder epileptische Signale.

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Evozierte Potentiale: Einblick in die Nervenfunktion

Die evozierten Potentiale sind Verfahren zur Messung von Leitung und Antwort auf verschiedene Reize in Nervenbahnen und Gehirn. Mit Hilfe der Ableitung und Aufzeichnung der evozierten Potentiale können Störungen erfasst werden, welche das Gehirn und die Nerven betreffen.Zu diesem Zweck werden dem Patienten Elektroden am Kopf befestigt, welche die Hirnströme messen. Spezifische Reize (visuelle, akustische oder sensorische) sorgen nur für eine minimale Veränderung dieser Hirnstromaktivität in bestimmten Arealen des Gehirns. An der Form und dem zeitlichen Auftreten dieser Reizantworten lassen sich Leitungs- und Verarbeitungsstörungen erkennen.Die evozierten Potentiale geben die Möglichkeit, verschiedene Sinnessysteme neurophysiologisch zu untersuchen.Somato-sensibel evozierte Potentiale (SEP):Nach elektrischer Reizung eines peripheren Nerven und Ableitung der Antworten auf der Kopfhaut können wichtige Informationen über die Funktion der sensiblen Bahnen des Nervensystems gewonnen werden.Akustisch evozierte Potentiale (AEP):Über einen Kopfhörer werden nach Bestimmung der Hörschwelle akustische Reize angeboten, deren Reizverarbeitung im Innenohr und im Bereich des Hirnstamms gemessen wird.Visuell evozierte Potentiale (VEP):Durch das Auftreten optischer Reize auf der Netzhaut der Augen werden elektrochemische Prozesse ausgelöst, die der neuronalen optischen Signalverarbeitung dienen.

Universitätsklinikum Eppendorf (UKE): Innovation und Forschung für Patienten

Das Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) ist ein führendes Zentrum für Forschung und Patientenversorgung. Mit einer langen Tradition und einem klaren Leitbild engagiert sich das UKE für die Gesundheit der Bevölkerung.

Forschungsschwerpunkte

Das UKE widmet sich der Erforschung verschiedenster Krankheitsbilder, darunter auch neurologische Erkrankungen wie Morbus Parkinson. Durch innovative Forschungsprojekte und klinische Studien werden neue Therapieansätze entwickelt und erprobt.

Wissenstransfer

Das UKE legt großen Wert auf den Wissenstransfer und die Weiterbildung von medizinischem Fachpersonal. Durch Kongresse, Seminare und Publikationen werden die neuesten Erkenntnisse aus der Forschung verbreitet und für die Patientenversorgung nutzbar gemacht.

Huntington-Krankheit: Forschung und Therapie

Neben Morbus Parkinson widmen sich Forscher und Kliniker auch der Huntington-Krankheit, einer weiteren neurodegenerativen Erkrankung. Durch intensive Forschung werden die Ursachen und Mechanismen der Huntington-Krankheit besser verstanden, um neue Therapieansätze zu entwickeln.

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Aktuelle Studien und Projekte

Zahlreiche Studien und Projekte beschäftigen sich mit der Entwicklung von Medikamenten und Therapien, die den Verlauf der Huntington-Krankheit verlangsamen oder die Symptome lindern können. Dabei kommen innovative Methoden wie Gentherapie und Immuntherapie zum Einsatz.

Bedeutung der Früherkennung

Die Früherkennung der Huntington-Krankheit spielt eine wichtige Rolle, um den Betroffenen frühzeitig eine optimale Behandlung und Betreuung zukommen zu lassen. Durch Gentests und neurologische Untersuchungen können Risikopersonen identifiziert und engmaschig überwacht werden.

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