Parkinson ist eine fortschreitende neurologische Erkrankung, die das Leben der Betroffenen und ihrer Angehörigen erheblich beeinflusst. Dieser Artikel beleuchtet verschiedene Aspekte von Parkinson anhand von Erfahrungen, Forschungsergebnissen und literarischen Werken, um ein umfassendes Bild der Krankheit und ihrer Bewältigung zu vermitteln.
Junge Menschen und Parkinson: Eine besondere Herausforderung
Die Diagnose Parkinson ist in jedem Alter eine Herausforderung, doch für junge Menschen stellt sie oft eine besondere Belastung dar. Katharina Beyer, selbst im Alter von 34 Jahren an Parkinson erkrankt, hat dies am eigenen Leib erfahren. Sie veröffentlichte den Bildband „Der junge Parkinson“, der speziell auf die Bedürfnisse und Fragen junger Patienten eingeht und Mut und Hoffnung schenken soll.
"Der junge Parkinson": Ein Bildband als Mutmacher
Katharina Beyers Bildband "Der junge Parkinson" ist ein aufwändig gestaltetes Werk, das kostenlos an Betroffene, ihre Angehörigen und Multiplikatoren wie Neurologen, Kliniken sowie Physio- und Ergotherapeuten verteilt wird. Er soll Mut machen und Perspektiven aufzeigen. Ergänzend dazu erschien das Booklet „8 hilfreiche Erkenntnisse“, verfasst von Claudia Henne und Sathya Schlösser, das als weitere Unterstützung dient.
Spenden für junge Parkinson-Patienten
Um das Engagement für junge Parkinson-Patienten zu fördern, werden Spenden gesammelt, die gezielt Projekte unterstützen, die sich an diese Zielgruppe richten.
Persönliche Erfahrungen und Lebensgeschichten
Viele Betroffene und Angehörige haben ihre Erfahrungen mit Parkinson in Büchern und anderen Medien geteilt. Diese persönlichen Geschichten bieten wertvolle Einblicke in den Alltag mit der Krankheit und zeigen Wege zur Bewältigung auf.
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Rainer Bruckner: Träume trotz Parkinson verwirklichen
Rainer Bruckner erhielt im Alter von 61 Jahren die Diagnose Parkinson. Trotz der Erkrankung hat er sich seinen Traum erfüllt, ein eigenes Buch zu schreiben, und sogar ein zweites Buch veröffentlicht. Seine Geschichte zeigt, dass Parkinson nicht das Ende bedeuten muss, sondern auch Anlass sein kann, Träume zu verwirklichen.
Ursula Grether: Von weltumspannenden Reisen zur Hospizarbeit
Ursula Grether, Jahrgang 1951, hat ein bewegtes Leben geführt, das von Reisen, Buddhismus und sozialem Engagement geprägt ist. Nachdem sie an Parkinson erkrankte, nutzte sie ihre Erfahrungen und ihr Wissen, um sich von der Scham zu befreien und innerlich zu heilen. Sie fand Trost in den Weisheiten des Buddhismus, Advaita und der westlichen Psychotherapie.
Arne Peters: Humor als Bewältigungsstrategie
Arne Peters, ein NDR-Kameramann, erhielt die Diagnose Parkinson mit nur 44 Jahren. Er verlor jedoch nicht seinen norddeutsch-trockenen Humor und schrieb drei Bücher über seine Erfahrungen mit der Krankheit. Seine Geschichten vermitteln die Botschaft, dass es im Leben immer weitergeht, selbst wenn die Umstände schwierig sind.
Charlotte Prang: Schreiben als Ausdruck von Selbstbewusstsein
Charlotte Prang lebt seit zehn Jahren mit der Diagnose Morbus Parkinson. In ihren literarischen Werken verarbeitet sie ihre Erfahrungen und die anderer Betroffener und Angehöriger. Ihr Motto lautet: "Ich bin ich und nicht die Krankheit, ich bin ich und nicht die sorgenvollen Gedanken". Durch ihr selbstbewusstes Schreiben gibt sie ihrem Leben Fülle und macht jeden neuen Tag lebenswert.
Gerhard Schumann: Engagement in der Parkinson-Szene
Gerhard Schumann erhielt mit 42 Jahren die Diagnose Parkinson. Er schrieb sein erstes Buch "Parkinson Leben mit der Pechkrankheit", das zu den erfolgreichsten seiner Art gehört. Seitdem hat er weitere Bücher veröffentlicht und engagiert sich aktiv in der "Parkinson-Szene".
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Martha Strubinger: Leben mit "Mr. Parkinson" aus Angehörigensicht
Martha Strubinger beschreibt in ihren Büchern das Leben mit ihrem an Parkinson erkrankten Mann. Sie schildert die Situation manchmal humorvoll, manchmal weniger, aber immer mit einem Augenzwinkern. Da sie anfangs selbst mit der neuen Situation zu kämpfen hatte, setzt sie sich heute sehr für das Thema "Angehörigenarbeit" ein.
Medizinische Aspekte und Therapien
Neben den persönlichen Erfahrungen ist es wichtig, die medizinischen Aspekte von Parkinson und die verschiedenen Therapieoptionen zu betrachten.
Frank Elstner und Jens Volkmann: Antworten auf wichtige Fragen
Frank Elstner, selbst an Parkinson erkrankt, und der Neurologe Jens Volkmann geben in ihrem Buch Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um die Krankheit. Sie beleuchten die ersten Anzeichen, den Krankheitsverlauf, die verschiedenen Therapien und Medikamente sowie die Möglichkeiten, trotz Parkinson gut zu leben.
Claudia Trenkwalder: Neueste Therapien und Forschungsergebnisse
Prof. Claudia Trenkwalder, eine führende Parkinson-Expertin, stellt in ihrem Buch die neuesten Therapien und Forschungsergebnisse vor. Sie erklärt die Wirkungsweise und Nebenwirkungen der Parkinson-Medikamente und gibt Hinweise, wie Betroffene ihren Alltag besser bewältigen können.
Christian Jung: Hirnschrittmacher als Behandlungsoption
Dr. Christian Jung, selbst Wissenschaftsjournalist, erhielt Mitte 40 die Diagnose Parkinson. Er erzählt seine Geschichte und vermittelt den aktuellen Stand der Forschung zu den grundlegenden Mechanismen der Erkrankung, den Behandlungsoptionen, Wirkstoffen, Arzneien und Therapien. Er berichtet auch über seine Erfahrungen mit einem implantierten Hirnschrittmacher.
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Ray Dorsey, Todd Sherer, Michael S. Okun und Bastiaan R. Bloem: "Schluss mit Parkinson"
Vier renommierte Parkinson-Spezialisten fordern in ihrem Buch "Schluss mit Parkinson" zum Handeln auf. Sie machen auf die gravierenden Auswirkungen von Umweltgiften aufmerksam und fordern eine weltweite Bewegung gegen die Krankheit. Die Hilde-Ulrichs-Stiftung unterstützt die deutschsprachige Sektion dieser Bewegung.
Leben mit Parkinson: Alltag, Bewältigung und Lebensqualität
Trotz der Herausforderungen, die Parkinson mit sich bringt, ist ein erfülltes und selbstbestimmtes Leben möglich.
Helmut Schröder: Positive Lebenseinstellung trotz Parkinson
Dr. Helmut Schröder erkrankte bereits mit 49 Jahren an Parkinson. In seinem Buch gibt er seine Erfahrungen mit der Erkrankung weiter und zeigt, wie man trotz Parkinson ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben führen kann. Er gibt Ratschläge zur Medikamenteneinnahme, zum Umgang mit Off-Zuständen, zur Bewältigung des Alltags und zur Gestaltung der Beziehung.
Sport und Bewegung als wichtige Therapiebausteine
Sport und Bewegung sind wichtige Therapiebausteine für Parkinson-Patienten. Sie können helfen, die Beweglichkeit zu verbessern, die Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu erhalten.
Moderne Technik und innovative Modelle der Alltagsbewältigung
Moderne Technik wie Sensorsysteme, Wearables und Gesundheits-Apps bieten neue Möglichkeiten zur Unterstützung von Parkinson-Patienten im Alltag. Innovative Modelle der Alltagsbewältigung können auch für fortgeschritten Erkrankte die Selbstständigkeit erhalten.