Die Parkinson-Krankheit, auch Morbus Parkinson genannt, ist eine fortschreitende neurologische Erkrankung, die vor allem ältere Menschen betrifft. Weltweit sind 6,1 Millionen Menschen von der Parkinson-Erkrankung betroffen, in Deutschland allein gibt es etwa 400.000 Parkinson-Patienten. Charakteristische Symptome sind Bewegungsverlangsamung (Bradykinese), Zittern (Tremor), Muskelsteifheit (Rigor) und Gleichgewichtsstörungen. Hinzu kommen häufig nicht-motorische Symptome wie Riechstörungen, Schlafstörungen, Verstopfung, Blasenprobleme, kognitive Einschränkungen, Depressionen und Angststörungen.
Bis heute ist die Krankheit Morbus Parkinson nicht heilbar, aber der Krankheitsverlauf lässt sich beeinflussen. Dabei reicht es nicht aus, nur Medikamente einzunehmen, die den Dopaminmangel im Gehirn ausgleichen sollen.
Ursachen und Risikofaktoren
Bei Parkinson-Patienten gehen in einer bestimmten Hirnregion (u.a. Substantia nigra) Nervenzellen unter. Das führt zu einem Mangel des Botenstoffs Dopamin im Gehirn. Dopamin ist ein sogenannter Neurotransmitter, er wird gebraucht, um Nervenreize weiterzuleiten. Fehlt dieser Botenstoff, kommt es quasi zu einem Wackelkontakt oder Leitungsschaden. So entstehen die für Parkinson typischen motorischen Symptome wie das Zittern, die reduzierte Beweglichkeit und die steifen Muskeln.
Was genau dazu führt, dass Nervenzellen in der Substantia nigra absterben, ist bis bislang noch nicht abschließend erforscht. Es gibt viele unterschiedliche Risikofaktoren. Ein bekannter Risikofaktor für Parkinson ist das Alter: die meisten Betroffenen sind bei Diagnose über 60 Jahre alt. Aber es gibt auch Patientinnen und Patienten, die bereits in jüngeren Jahren erkranken.
Heute sind mehrere Gene bekannt, die das Risiko einer Parkinson-Erkrankung erhöhen. Solche Risiko-Gene sind beispielsweise GBA, LRRK2, PRKN (auch Parkin genannt) oder SNCA. Ist eines oder sind mehrere dieser Gene verändert (mutiert), dann erhöht sich das Risiko deutlich, im Laufe des Lebens an Parkinson zu erkranken.
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Weitere mögliche Dinge, die eine Erkrankung beeinflussen, sind Umwelt- und Lebensstilfaktoren. So scheinen Pestizide einen Einfluss zu haben, genauso wie Lösungsmittel oder sogenannte polychlorierte Biphenyle. Auch häufige Kopftraumata, also Verletzungen oder Gehirnerschütterungen, können das Parkinson-Risiko erhöhen.
Diagnose und Stadien
Die Parkinson-Diagnose wird meistens durch einen Facharzt gestellt, also einem Neurologen. Der Arzt untersucht den Patienten dafür körperlich und achtet dabei besonders auf Parkinson-Symptome. Der Mediziner prüft beispielsweise, ob die Hände zittern, wenn sie ruhen, also nicht belastet werden. Außerdem schaut er, ob die Bewegungsabläufe verlangsamt sind und/oder die Arm-, Bein- und Rumpfmuskulatur versteift ist. Außerdem kann es sein, dass der Arzt einen Riechtest macht, eine Ultraschalluntersuchung einer bestimmten Hirnregion (Substantia nigra) oder ein MRTÖffnet in neuem Tab.
Parkinson ist eine fortschreitende Erkrankung. Experten unterteilen die Krankheit in fünf Stadien - je nach Stärke und Ausprägung der Symptome. Im ersten Stadium haben die Betroffenen nur milde Symptome, ihr tägliches Leben ist kaum eingeschränkt. Im fünften Stadium sind sie stark pflegebedürftig. Wie schnell der Krankheitsverlauf voranschreitet, ist individuell sehr unterschiedlich und lässt sich nicht zu Beginn der Erkrankung vorhersagen.
Therapieansätze
Für die Parkinson-Erkrankung gibt es bisher keine Heilung. Die Krankheit ist aber in allen fünf Stadien sehr gut behandelbar. Die Medikamente, die es gibt, können bei den allermeisten Patienten die jeweiligen Symptome gut lindern. Unterstützend werden sogenannte nicht medikamentöse Therapien eingesetzt, wie Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie. Einige Dinge können Patientinnen und Patienten auch selbst tun, um das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen.
Medikamentöse Therapie
Das älteste medikamentöse Therapieprinzip ist es, Dopamin zuzuführen - also den Botenstoff, der bei Parkinson-Betroffenen nicht mehr in ausreichender Menge vom Körper produziert wird. Das Mittel Levodopa ist bereits seit den frühen 70er Jahren zur Behandlung der Parkinson-Erkrankung zugelassen. Es verbessert die typischen Parkinson-Symptome wie das Zittern, die verlangsamten Bewegungen und die Steifheit der Muskeln. Levodopa gilt als gut verträglich, doch wie jedes andere Medikament kann es zu Nebenwirkungen führen, häufig zu Übelkeit und Erbrechen, manchmal zu Schwindel. Nimmt man es über viele Jahre ein, kann das Medikament außerdem zu plötzlichen und unerwarteten Bewegungsstörungen führen, also unkontrollierte Bewegungen der Arme und Beine (sogenannte Dyskinesien) oder auch zu einem plötzlichen Einfrieren von Bewegungen. Ein weiteres Problem ist die begrenzte Wirkdauer: Die Parkinsonsymptome werden zwar gut unterdrückt, aber nicht durchgehend bis zur Einnahme der nächsten Dosis.
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Wenn der Wirkspiegel des Medikamentes im Blut abnimmt, aber noch nicht Zeit für die nächste Tablette ist, kann der Patient Symptome bekommen. Solche Probleme treten bei einer anderen Wirkstoffklasse vermindert auf: den sogenannten Dopaminagonisten. Dabei handelt es sich um Substanzen, die dem Botenstoff Dopamin sehr ähnlich sind, aber die nicht genau gleich aufgebaut sind. Vorteil ist, dass sie eher nicht zu anderen Bewegungsstörungen führen und auch die Wirkung länger anhält. Dennoch muss man sagen, dass diese Mittel insgesamt zu mehr Nebenwirkungen führen als das oben beschriebene Levodopa.
Sogenannte Monoaminooxidase-B-Hemmer (MAO-B-Hemmer) werden eingesetzt, um den Abbau von Dopamin im Gehirn zu stoppen. Sie helfen quasi, Dopamin zu recyclen, sodass der Körper es mehrfach verwenden kann. Sogenannte Adenosin-Rezeptor-Antagonisten und COMT-Inhibitoren werden gegeben, um die oben beschriebene Wirklücke bei Levodopa bis zur nächsten Gabe zu überbrücken. Auch Decarboxylasehemmer können mit Levodopa zusammen gegeben werden.
Neben diesen etablierten Medikamenten gibt es vielversprechende neue Entwicklungen, insbesondere in den Bereichen der Gentherapie und der Neuroimmunologie. Man weiß mittlerweile immer genauer, wie Moleküle (wie eben der Botenstoff Dopamin) genau wirken und warum die Krankheit entsteht. Das ermöglicht es, dass sogenannte zielgerichtete Medikamente entweder Gene ausschalten, die an der Entstehung von Parkinson beteiligt sind. Oder dass Signalwege, die die typischen Parkinson-Symptome verursachen, blockieren. Noch werden verschiedene dieser zielgerichteten Therapien getestet, Experten sprechen von einer klinischen Prüfung. Sie sind daher noch nicht von der europäischen Arzneimittelbehörde zugelassen.
Invasive Therapieverfahren
An invasiven therapeutischen Verfahren stehen die Behandlung mit einer Dopamin- oder Apomorphinpumpe oder eine tiefe Hirnstimulation zur Verfügung. Bei der Dopaminpumpe wird flüssiges Medikament über eine Sonde durch die Bauchhaut hindurch in den oberen Dünndarm geleitet. Bei der Apomorphinpumpe wird das Medikament über die Bauchhaut in das Unterhautfettgewebe verabreicht.
Eine weitere Behandlungsmöglichkeit ist die tiefe Hirnstimulation, also das Einsetzen eines Hirnschrittmachers. Die tiefe Hirnstimulation wird bereits seit vielen Jahren erfolgreich durchgeführt. Der Schrittmacher muss allerdings in einer Operation eingesetzt werden: Dem Patienten werden in einem chirurgischen Eingriff Elektroden in das Gehirn implantiert. Durch elektrische Stimulation dieser Elektroden werden dann die Parkinsonsymptome unterbunden. Die Wirkung ist nachweislich hoch und das Verfahren wird durch neue, verfeinerte Techniken immer weiter verbessert - dem gegenüber steht allerdings die Angst der Betroffenen und ihrer Angehörigen vor dem Eingriff, die zwar nachvollziehbar, aber nicht immer rational zu begründen ist.
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Nicht-medikamentöse Therapie
Unterstützt wird die konventionelle-medikamentöse Therapie durch ärztliche Verordnungen für Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Wassergymnastik - je nach individueller Notwendigkeit. Bei der Parkinsonkrankheit kommt der Bewegung und einem gezielten Bewegungstraining eine sehr große Bedeutung zu.
Bewegung und Sport
Wie schnell der Krankheitsverlauf voranschreitet, ist individuell sehr unterschiedlich und lässt sich nicht zu Beginn der Erkrankung vorhersagen. Man weiß aber, dass sich Bewegung und Sport positiv auswirken und den Verlauf verlangsamen können, genauso wie ausreichend Schlaf und eine mediterrane Ernährung (auch Mittelmeer-Diät genannt). Ein Sozialleben mit vielen Kontakten, Gespräche und gemeinsame Aktivitäten wie z.B. Tanzen, können der Entwicklung einer Demenz entgegenwirken.
In unserer Selbsthilfegruppe fördern wir dies durch Bewegungsangebote wie Boulespiel, Tangotanzen, Lachyoga und Gymnastik mit den Smovey-Ringen. So gewinnen Parkinsonerkrankte neue Perspektiven im Umgang mit ihrer Erkrankung und damit mehr Lebensqualität.
Trainieren mit Smovey-Ringen
„Von Betroffenen für Betroffene“, so kann das Angebot der Parkinsongruppe Ibbenbüren am besten beschrieben werden. Unter dem Motto „swing - move and smile“ trainieren einmal wöchentlich Parkinsonerkrankte und deren Angehörige, unter Anleitung von ebenfalls von der Krankheit betroffenen Übungsleitern, mit Somvey-Ringen.
Was bewirken die Smovey-Ringe? Vier Kugeln in einem geriffelten Schlauch, werden durch Bewegungen hin und her bewegt und lösen so Vibrationen aus, die insbesondere die kleinen Skelettmuskeln stimulieren. Dadurch lassen sich die Wirbelsäule und Gelenke stabilisieren. Zudem wirken die Vibrationen sogar bis ins motorische Zentrum des Gehirns und sorgen für positive Effekte. Zusätzlich wird durch Koordinationsübungen die körperliche und geistige Beweglichkeit verbessert. In unserer altersgemischten Gruppe kann jeder selbst bestimmen, wie intensiv er die Ringe schwingen möchte. Darüber hinaus ist der Austausch untereinander ein wichtiger Bestandteil der Übungsstunde. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann einfach mal reinschnuppern, denn Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
- Treffpunkt: Boscohaus (im oberen Raum), Fichtengrund 9, 49479 Ibbenbüren
- Zeitpunkt: Mittwochs von 14:30 Uhr bis 15:30 Uhr
Tischtennis
Tischtennis wird von Experten als eine ideale Sportart für Menschen mit Parkinson angesehen, da es das fördert, was diese Krankheit den Betroffenen oft nimmt: Beweglichkeit. Beim Tischtennisspielen werden sowohl Ober- als auch Unterkörper beansprucht, was dazu beiträgt, das Reaktionsvermögen zu verbessern und koordinative Fähigkeiten wie die Auge-Hand-Koordination zu trainieren. Ein weiterer positiver Effekt des Tischtennisspielens für Parkinson-Patienten ist die Möglichkeit, beim Spielen „abzuschalten“, was oft zu einer Verringerung der erhöhten Muskelspannung führt. Es wurde auch beobachtet, dass nach einem Tischtennistraining die benötigte Medikamentendosis bei einigen Patienten reduziert werden konnte. Es wird vermutet, dass das Parkinson-Medikament L-Dopa durch körperliche Aktivität schneller ins Gehirn gelangt. Insgesamt wird Tischtennis als eine Sportart empfohlen, die Beweglichkeit und Koordinationsfähigkeit bei Menschen mit Parkinson fördert und positive Auswirkungen auf die Symptome dieser Erkrankung haben kann.
- Treffpunkt: Boscohaus (im unteren Raum), Fichtengrund 9, 49479 Ibbenbüren
- Zeitpunkt: Mittwochs von 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Begleiterkrankungen
Eine Parkinson-Erkrankung kann weitere Erkrankungen Depressionen, Angststörungen und Demenz nach sich ziehen. Auf Parkinson spezialisierte Neurologinnen und Neurologen erkennen eine Depression oder Angststörungen frühzeitig und können eine Behandlung beginnen. Die besteht in der Regel aus einer medikamentösen Therapie mit Antidepressiva und einer Psychotherapie, für die Betroffene zu einem Psychotherapeuten oder Psychologen überweisen werden.
Förderung der Parkinson-Forschung
Mit dem Ziel, eines Tages das Fortschreiten von Parkinson stoppen oder die Erkrankung sogar heilen zu können, fördert die Deutsche Parkinson Gesellschaft Forschungsprojekte, die Ursachen aufklären, diagnostische Methoden zur Früherkennung verbessern und neue Therapien entwickeln. Die DPG unterstützt junge herausragende Wissenschaftler und Ärzte auf dem Gebiet der Parkinson-Krankheit und anderer Bewegungsstörungen, damit die Forschungs- und Versorgungsqualität in Deutschland auf hohem Niveau erhalten bleibt. Die DPG finanziert ihre Arbeit ausschließlich über Spenden. Nur mit Ihrer Hilfe können wir die Forschung vorantreiben, Ergebnisse schneller in die klinische Praxis umsetzen und Betroffenen immer besser und effektiver helfen. Daneben können Sie auch an die Parkinson Stiftung spenden. Sie wurde von der DPG 2019 mit dem Ziel gegründet, eine gemeinnützige Institution für die transparente Mittelverwaltung und Projektförderung großer Förderprojekte zu schaffen.
Deutsche Parkinson Gesellschaft (DPG)
Die Deutsche Parkinson Gesellschaft e.V. verfolgt als wissenschaftliche Fachgesellschaft das Ziel, die Diagnose, Prävention und Behandlung der Parkinson-Krankheit und der Parkinson-Syndrome zu verbessern.
Spendenmöglichkeiten
Es gibt viele Möglichkeiten, die Deutsche Parkinson Gesellschaft mit einer Spende zu unterstützen: Planen Sie ein Jubiläum, einen Geburtstag, ein Treffen mit der Familie oder mit Freunden? Spenden an die DPG können ein beliebtes Geschenk sein.
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Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Gemeinnützigkeit
Die Deutsche Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen ist vom Finanzamt aufgrund ihrer Förderung wissenschaftlicher Zwecke und der allgemein als besonders förderungswürdig anerkannten gemeinnützigen Dienste (Förderung von Wissenschaft und Forschung, der Volks- und Berufsbildung einschließlich der Studentenhilfe) anerkannt als Institution, die steuerbegünstigten Zwecken dient. Als gemeinnützige Organisation haben wir das Recht, Spendenbescheinigungen auszustellen.
Wissenschaftspreis und Nachwuchsförderung
Mit dem Wissenschaftspreis „Neurodegenerative Erkrankungen“ prämiert die DPG aus eigenen Mitteln jährlich herausragende abgeschlossene Forschungsarbeiten. Forschende bis zum 40. Lebensjahr und Mitglieder der DPG-Arbeitsgruppen sind besonders zur Bewerbung eingeladen. Auswahlkriterien sind die wissenschaftliche Originalität und Relevanz der Ergebnisse. Der Preis ist mit jeweils 2.500 Euro dotiert.
Im Rahmen der Nachwuchsförderung stellt die DPG jährlich zweimal je 100.000 Euro aus eigenen Mitteln zur Verfügung, um die Durchführung innovativer Forschungsvorhaben des wissenschaftlichen Nachwuchses zu unterstützen. Die Förderung kann von Wissenschaftler:innen bis zum 40. Lebensjahr beantragt werden, die im Bereich Parkinson und anderer Bewegungsstörungen zu klinischen und grundlagenorientierten Themen forschen. Auswahlkriterien sind Originalität, internationale Wettbewerbsfähigkeit, Realisierbarkeit, Qualifikation der Antragssteller, potentielle Relevanz der erwarteten Ergebnisse.
Die Ausschreibung von Wissenschaftspreis und Nachwuchsförderung erfolgt i.d.R. jeweils im Oktober/November eines jeden Jahres mit Bewerbungsfrist bis März des darauffolgenden Jahres.
Beispiele für geförderte Projekte und Preisträger
- Dr. Nils Schröter (Universitätsklinikum des Saarlandes, Klinik für Neurologie, Homburg): Hippocampus and basal forebrain degeneration differentially impact cognition in Lewy body spectrum disorders (2.500 Euro, April 2025)
- Dr. med. Ida Wilkens (Neurologische Klinik und Poliklinik mit Friedrich Baur Institut, LMU Klinikum, München): Impact of Magnetic Resonance Imaging Markers on the Diagnostic Performance of the International Parkinson and Movement Disorder Society Multiple System Atrophy Criteria (2.500 Euro, April 2025)
- Dr. Fuo Cheng (Institut für Medizinische Genetik und Angewandte Genomik des Universitätsklinikums Tübingen): Wissenschaftspreis 2024: Intronic enhancers of the human SNCA gene predominantly regulate its expression in brain in vivo (2.500 Euro, Apr 2024)
- Jun.-Prof. Dr. Rhonda McFleder (Neurologischen Klinik und Poliklinik am Uniklinikum Würzburg): Wissenschaftspreis 2024: Brain-to-gut trafficking of alpha-synuclein by CD11c+ cells in a mouse model of Parkinson’s disease (2.500 Euro, Apr 2024)
- Dr. Fanni F. Geibl-Henrich (Klinik für Neurologie, Philipps-Universität Marburg): Nachwuchsförderung 2024: Lung-Brain Axis in Parkinson’s Disease: How Pulmonary Infections Accelerate Alpha-Synuclein Pathology in the Brain (100.000 Euro, April 2025)
- Dr. Inken Waltl (TWINCORE, Zentrum für Experimentelle und Klinische Infektionsforschung GmbH, Hannover): Nachwuchsförderung 2024: Virus-Induced Neuroinflammation and its Impact on Parkinson’s Disease Onset and Progression (VIN-PD) (100.000 Euro, April 2025)
- Jun.-Prof. Dr. Rhonda McFleder (Neurologischen Klinik und Poliklinik am Uniklinikum Würzburg): Nachwuchsförderung 2023: Decoding the Immune-Mediated Crosstalk along the Gut-Brain axis in PD (100.000 Euro, Apr 2024)
- Dr. med. Damian Herz (Klinik und Poliklinik für Neurologie der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz): Nachwuchsförderung 2023: CIRCUIT-TARGETS Linking subthalamic circuits to behavioural computations in Parkinson’s disease: Towards targeted brain stimulation therapy (100.000 Euro, Apr 2024)
Parkinson Stiftung
Seit ihrer Gründung in 2019 hat sich die Parkinson Stiftung das ehrgeizige Ziel gesetzt, die Parkinson-Krankheit zu heilen und die Versorgung der Patient:innen zu verbessern.
Innovationspreise
Die Parkinson Stiftung vergibt Innovationspreise in den Kategorien klinische Forschung und Versorgungsforschung. Der Preis in der Kategorie klinische Forschung ist mit 100.000 € dotiert. In dieser Kategorie sollen klinische Vorhaben prämiert werden, die digitale Methoden zur Verbesserung von Diagnostik und Patient:innenbetreuung untersuchen. Das Preisgeld ist als Starthilfe für die Verwirklichung von Schlüsselexperimenten und Projektideen in einem frühen Stadium gedacht, die aufgrund eigener Vorarbeiten aussichtsreich erscheinen, aber für klassische Förderprogramme zu risikoreich wären. Mit dem Preis möchte die Parkinson Stiftung neue Impulse in der Parkinsonforschung setzen. Themenschwerpunkte für die Innovationspreise sind in diesem Jahr „die Bedeutung zellulärer Immunprozesse bei der Neurodegeneration“ und „digitale Methoden in der Diagnostik und dem Monitoring der Parkinson-Krankheit“.
Bewerbungskriterien
Die Hauptantragstellenden sind Wissenschaftler:innen, die in ihrem Forschungsgebiet international führend sind und herausragend veröffentlicht haben. Sie müssen an einer deutschen universitären oder außeruniversitären Forschungseinrichtung oder Universitätsklinik beschäftigt oder mit ihnen assoziiert sein. Mitantragstellende und Kooperationspartner:innen können auch im Ausland tätig sein.
Preisträger Versorgungsforschung
Prof. Dr. Inga Liepelt-Scarfone und M.Sc. Merle Bode (Hertie Institut für klinisch Hirnforschung, Universitätsklinikum Tübingen): Machbarkeit und Wirksamkeit von Telerehabilitation zur Verbesserung der Alltagskompetenz. Ein Training im häuslichen Umfeld fördert die Selbstbestimmung der Personen mit Parkinson-Erkrankung, und bieten insbesondere Personen mit Mobilitätseinschränkung die Möglichkeit zu einer Trainingsteilnahme. Das Training richtet sich an Personen mit Parkinson-Erkrankung, die leichte kognitive Störungen haben, und infolgedessen erste Probleme in sehr komplexen Alltagssituationen bemerken.
Hinweis zur Vergabe von Fördergeldern
Die Parkinson Stiftung vergibt Fördergelder ausschließlich im Rahmen ihrer offiziellen Ausschreibungen.
Deutsche Parkinson Gesellschaft (DPG) - Neue Förderlinie 2026
Die DPG schreibt im Jahr 2026 eine neue Förderlinie aus: Ziel dieser Förderlinie ist die wissenschaftliche Förderung von Projekten zur Entwicklung, Erprobung, Überprüfung oder Implementierung von Therapien bei der Parkinson‑Krankheit sowie anderen Bewegungsstörungen. Gefördert werden nicht-medikamentöse Therapieformen, die auf körperliche, funktionale oder kreativ-expressive Interventionen abzielen und einen nachweisbaren Beitrag zur Erhaltung von Mobilität, Gedächtnis, Selbstständigkeit und sozialer Teilhabe leisten. Gefördert werden insbesondere Projekte aus den Bereichen Ergotherapie, Physiotherapie, Logopädie, Musik- und Bewegungstherapie sowie Pflegewissenschaften.
Gefördert werden können Personal‑ und Sachmittel bis zu einer Höhe von 75.000 Euro (maximal pro Antrag). Die Förderung dient als Anschubfinanzierung. Das Projekt darf nicht bereits anderweitig vollständig gefördert sein.
Bewerbungsschluss ist der 15.02.2026.
Leben mit Parkinson
Die Diagnose Parkinson stellt Patienten und Angehörige zunächst vor viele Herausforderungen und Fragen: Was bedeutet das genau für mich und uns? Kann ich weiterarbeiten? Bin ich eingeschränkt in meinem täglichen Leben? Prinzipiell ändert sich zunächst nichts. Je nach Symptomatik erfahren Sie nach Beginn der medikamentösen Behandlung vielleicht zunächst eine Verbesserung und eine Linderung Ihrer Beschwerden. Die Kommunikation über die Erkrankung mit der Familie und dem Partner/der Partnerin sollte gesucht werden. Sportliche Betätigung, Reisen, Teilnahme am gesellschaftlichen Leben und der Arbeit werden, je nach individueller Symptomatik, sogar ausdrücklich empfohlen.
Wie schnell der Krankheitsverlauf voranschreitet, ist individuell sehr unterschiedlich und lässt sich nicht zu Beginn der Erkrankung vorhersagen. Man weiß aber, dass sich Bewegung und Sport positiv auswirken und den Verlauf verlangsamen können, genauso wie ausreichend Schlaf und eine mediterrane Ernährung (auch Mittelmeer-Diät genannt). Ein Sozialleben mit vielen Kontakten, Gespräche und gemeinsame Aktivitäten wie z.B. Tanzen, können der Entwicklung einer Demenz entgegenwirken.