Die Parkinson-Matratze: Ein Vergleich und Test von Schlafkomfort und Unterstützung

Morbus Parkinson ist eine fortschreitende neurologische Erkrankung, die oft mit einer Vielzahl von Symptomen einhergeht, darunter Schlafstörungen. Diese Schlafstörungen können sich in Form von Einschlafschwierigkeiten, Durchschlafstörungen, Alpträumen, periodischen Beinbewegungen und daraus resultierender Tagesmüdigkeit äußern. Um diesen Problemen entgegenzuwirken, wurden spezielle Parkinson-Matratzen entwickelt, die darauf abzielen, den Schlafkomfort und die Lebensqualität von Betroffenen zu verbessern. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Vergleich und Test verschiedener Aspekte von Parkinson-Matratzen, um eine fundierte Entscheidungsgrundlage für Betroffene und ihre Angehörigen zu schaffen.

Einführung in Parkinson-Matratzen

Parkinson-Matratzen sind speziell konzipierte Matratzen, die auf die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Parkinson zugeschnitten sind. Sie unterscheiden sich von herkömmlichen Matratzen durch ihre Konstruktion und die verwendeten Materialien, die darauf abzielen, Symptome wie Muskelverspannungen, Schlafstörungen und eingeschränkte Mobilität zu lindern.

ThevoCalm Parkinson-Matratze: Ein detaillierter Blick

Die ThevoCalm Parkinson-Matratze ist ein prominentes Beispiel für eine solche Spezialmatratze. Sie wurde entwickelt, um Schlafstörungen bei Parkinson-Patienten zu verbessern.

Funktionsweise und Technologie

Die ThevoCalm Matratze nutzt ein patentiertes Federungssystem namens MiS Micro-Stimulation, das auf die typischen Bewegungsabläufe von Parkinson-Patienten abgestimmt ist. Dieses System wandelt feinste Regungen des Schlafenden über Flügelfedern in mikrofeine Gegenbewegungen um. Die MiS Micro-Stimulation soll eine bessere Körperwahrnehmung und ein verbessertes Körpergefühl im Schlaf fördern.

Vorteile der ThevoCalm Matratze

Laut Hersteller und Anwenderberichten bietet die ThevoCalm Parkinson-Matratze folgende Vorteile:

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  • Bessere Muskelentspannung: Durch die MiS Micro-Stimulation sollen Muskelverspannungen reduziert werden.
  • Mehr Eigenbewegung: Die Bewegungsimpulse der Matratze können die Eigenbewegung des Schlafenden fördern.
  • Weniger Schlafstörungen: Anwender berichten von einer Reduktion von Schlafstörungen.
  • Leichteres Aufrichten und Positionswechsel: Die spezielle Konstruktion soll das Aufrichten und den Positionswechsel im Bett erleichtern.
  • Mehr Lebensqualität: Durch verbesserten Schlaf und erhöhte Mobilität kann die Lebensqualität gesteigert werden.

Klinische Studien und Anwendererfahrungen

Klinische Tests und positive Rückmeldungen von ThevoCalm-Nutzern bestätigen die Wirksamkeit des Konzepts. Patienten berichten von ungestörterem Schlaf und weniger Beeinträchtigungen durch Schlafstörungen am Tag. Ein Nutzer, der irische Songwriter und Journalist Shay Healy, berichtete von einem einschneidenden Erfolgserlebnis: Er konnte endlich wieder tief schlafen und ohne Schmerzen aufwachen, nachdem er die ThevoCalm Matratze ausprobiert hatte.

Mögliche Nachteile

Ein möglicher Nachteil der ThevoCalm Matratze ist, dass es sich bei der Größe um eine Sonderanfertigung handeln kann, die von der Rückgabe ausgeschlossen ist. Zudem ist der Preis im Vergleich zu Standardmatratzen höher.

Weitere Arten von Pflegematratzen

Neben der ThevoCalm gibt es noch weitere Arten von Pflegematratzen, die für Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder speziellen Bedürfnissen geeignet sind:

  • Dekubitus-Matratzen: Diese Matratzen sind speziell dafür entwickelt, das Risiko von Druckgeschwüren (Dekubitus) bei bettlägerigen Personen zu reduzieren.
  • Inkontinenzmatratzen: Diese Matratzen verfügen über einen wasserfesten Bezug, um bei Inkontinenz einen zusätzlichen Schutz zu bieten.
  • Matratzen mit fester Sitzkante: Diese Matratzen haben eine verstärkte seitliche Kante, die ein sicheres Sitzen auf dem Bettrand ermöglicht und das Aufstehen erleichtert.

LEWETEX Parkinsonmatratze

Die LEWETEX Matratze verfügt über eine breite Sitzkante aus hartem Kaltschaum, die auf der Ausstiegsseite des Bettes angebracht wird. Dies ermöglicht das Abstützen und Festhalten sowie das Sitzen auf der Matratze, ohne einzusinken. Durch die spezielle Bauweise aus verschiedenen Modulen mit unterschiedlichen Härtegraden sinken die Schulterpartie und der Rumpfbereich ein.

Herkömmliche Matratzen sind waagerecht geschichtet, was bedeutet, dass sie beispielsweise nur einen Härtegrad über die ganze Matratze verteilt haben. Dadurch, dass der Rumpfbereich und die Beckenzone am schwersten sind, sinkt man damit in die Matratze ein und versteift in dieser misslichen Lage. Durch die Kuhlenbildung in der Matratze ist es irgendwann für die Parkinson Patienten nicht mehr möglich, allein aus dem Bett zu kommen, geschweige denn sich drehen oder wenden zu können. Selbst bei einer 7-Zonen-Matratze wird es schwierig, denn jeder Mensch hat unterschiedliche Körpergewichte. Dadurch, dass die Matratze auf Ihr Körpergewicht angepasst wird, verhindert dies nachweislich das Durchliegen der Matratze.

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Worauf man beim Kauf einer Parkinson-Matratze achten sollte

Beim Kauf einer Parkinson-Matratze sollten folgende Aspekte berücksichtigt werden:

  • Härtegrad: Der Härtegrad der Matratze sollte auf das Körpergewicht und die individuellen Bedürfnisse des Patienten abgestimmt sein.
  • Material: Atmungsaktive Materialien wie Kaltschaum können für ein angenehmes Schlafklima sorgen.
  • Druckentlastung: Eine gute Druckentlastung ist wichtig, um Druckgeschwüren vorzubeugen.
  • Unterstützung der Mobilität: Die Matratze sollte den Positionswechsel und das Aufstehen erleichtern.
  • Testmöglichkeit: Wenn möglich, sollte die Matratze vor dem KaufProbe gelegen werden können.

Kostenübernahme durch Kranken- und Pflegeversicherung

Die Kosten für eine Parkinson-Matratze können unter Umständen von der Kranken- oder Pflegeversicherung übernommen werden. Es ist ratsam, im Vorfeld mit der jeweiligen Versicherung zu klären, welche Voraussetzungen für eine Kostenübernahme erfüllt sein müssen. In der Regel ist eine ärztliche Verordnung oder die Empfehlung eines Pflegegutachters erforderlich.

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