Parkinson Selbsthilfegruppe Altenburg: Gemeinsam Stärke finden

Einführung

Die Diagnose Parkinson kann das Leben grundlegend verändern. Umso wichtiger ist es, dass Betroffene und ihre Angehörigen Unterstützung und Austausch finden. Selbsthilfegruppen bieten hierfür eine wertvolle Plattform. Sie ermöglichen es, Erfahrungen zu teilen, sich gegenseitig zu ermutigen und gemeinsam Wege zu finden, mit der Krankheit umzugehen. Die Parkinson Selbsthilfegruppe Altenburg ist ein wichtiger Anlaufpunkt in der Region, um Betroffenen und ihren Angehörigen zu helfen, mit der Krankheit besser umzugehen.

Die Bedeutung von Selbsthilfegruppen

"Einander helfend die Hände zu reichen, ist ein Zeichen gelebter Menschlichkeit", so der Aphorismensammler und Publizist Schumacher (1941 - 2013). Dieser Gedanke steht im Mittelpunkt von Selbsthilfegruppen. Verschiedene Gründe können zur Gründung einer Selbsthilfegruppe führen: Erkrankungen oder Behinderungen, soziale Einschnitte oder Veränderungen, die das Leben mit sich bringen kann. Der Umgang mit diesen Herausforderungen gelingt oft besser in der Begegnung und dem Austausch mit Menschen, denen es ähnlich geht. Gegenseitiges Verständnis ist die Basis für Zusammenhalt und Stärkung. In Selbsthilfegruppen treffen sich Menschen, die Informationen und Erfahrungen austauschen, sich gegenseitig ermutigen und gemeinsam etwas bewegen wollen.

Angebote der Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen

Die Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen ist ein zentraler Anlauf- und Orientierungspunkt für Informationen zu bestehenden Selbsthilfegruppen in der Region. Sie bietet vertrauliche Beratungen bei Problemen und individuellen Anfragen an und berät bzw. unterstützt Betroffene und deren Angehörige. Darüber hinaus unterstützt die Kontaktstelle bestehende Gruppen und hilft bei der Gründung neuer Initiativen.

Medizinische Versorgung und Therapie

Eine umfassende Versorgung von Parkinson-Patienten umfasst neben der Selbsthilfe auch eine kompetente medizinische Betreuung. In der Abteilung für Bewegungsstörungen/Parkinson nehmen Fachärzte für Neurologie die medikamentöse Einstellung nach den aktuellen Empfehlungen der Fachgesellschaften vor. Das ärztliche Personal sichert auch eine kompetente internistische und psychiatrische Versorgung der Begleiterkrankungen. Ein engagiertes und erfahrenes Therapeutenteam bietet ein großes Spektrum von aktivierenden Therapieverfahren. Des Weiteren besteht die Möglichkeit zur Beratung bei sozialen Fragen.

Für Patienten, die unter ausgeprägten Wirkungsschwankungen trotz optimierter Tablettentherapie leiden, besteht die Möglichkeit, durch Medikamentenpumpen (Apomorphin-Pumpe, Duodopa-Pumpe®) einen gleichmäßigeren Therapieeffekt zu erreichen. Die Einstellung auf eine Medikamentenpumpe wird während eines stationären Aufenthaltes vorgenommen.

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Sportliche Aktivität als Therapieergänzung: Tischtennis bei Parkinson

Neben der medizinischen Behandlung und dem Austausch in Selbsthilfegruppen spielt auch sportliche Aktivität eine wichtige Rolle im Leben von Parkinson-Patienten. In Windischleuba treffen sich Parkinson-Erkrankte zwei Mal in der Woche zum Tischtennisspielen. Unter dem Dach des SC Windischleuba trainieren Andreas Hermsdorf, Heinz Kraus und Bernd Voitzsch in der Sporthalle der Grundschule. Was sie eint, das ist die Liebe zum Tischtennis-Spiel und das ist Parkinson.

Dass sie ausgerechnet Tischtennis spielen ist kein Zufall, denn Tischtennisspielen ist für Parkinson-Erkrankte nicht nur möglich, sondern auch nachweislich hilfreich. Der Umgang mit dem kleinen Ball fördert den Gleichgewichtssinn, die Konzentrationsfähigkeit und das Reaktionsvermögen. Außerdem verhindert der Sport soziale Isolation. In ihrer Sportgruppe geht es Andreas, Heinz und Bernd nicht um Spitzenleistungen, sondern um Bewegung und das Miteinander.

Eine Studie von Wissenschaftlern der Universität Fukuoka (Mai 2020) hat gezeigt, dass sich bei Menschen mit Parkinson, die sechs Monate einmal pro Woche an einem Ping-Pong-Trainingsprogramm teilnahmen, eine Verbesserung ihrer Symptome einstellte. Die Studienteilnehmer ließen unter anderem Fortschritte in Sprache, Handschrift und Mobilität erkennen.

Die Sportler in Windischleuba sind im SC Windischleuba organisiert und gehören dem PingPongParkinson Deutschland e.V. an, einem Verein, der bundesweit mehr als 1.100 Mitglieder hat, die bundesweit in 100 Stützpunkten trainieren. Die tragen regelmäßig Turniere aus. Bislang hat Andreas Hermsdorf, der Windischleubaer Stützpunktleiter, daran immer als Einzelstarter teilgenommen. Doch viel lieber würde er in Zukunft bei den Turnieren mit einem eigenen Windischleubaer Team antreten. In der Sporthalle der Grundschule Windischleuba trifft man sie immer montags von 19 bis 22 Uhr und freitags von 19:30 Uhr bis 21:30 Uhr. Da sie derzeit nur zu dritt sind, trainieren sie immer gemeinsam mit der Abteilung Tischtennis des SC Windischleuba. Sollten weitere Sportler hinzukommen, wäre auch ein separates Training in der Halle möglich, weiß Andreas Hermsdorf.

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