Viele Menschen denken bei unkontrollierbarem Zittern sofort an Parkinson. Tremor kann jedoch vielfältige Ursachen haben und die Lebensqualität erheblich einschränken. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Formen des Tremors, insbesondere im Zusammenhang mit Parkinson, und stellt wirksame Behandlungs- und Bewältigungsstrategien vor.
Was ist Tremor?
Der medizinische Fachbegriff für Zittern ist Tremor. Eigentlich ist Zittern eine natürliche Reaktion des Körpers, beispielsweise bei Kälte, Schmerzen, Angst oder Schüttelfrost. Es kann aber auch im Rahmen von Erkrankungen wie Morbus Parkinson oder Multipler Sklerose auftreten. Hinter einem Tremor können sich verschiedene neurologische Bewegungsstörungen verbergen.
Unterschiede gibt es, beim Auftreten des Zitterns: in einer Ruhephase, beim Halten von Gegenständen oder wenn die Hände, Arme oder Beine aktiv sind. Entsprechend wird in Ruhe-, Halte- und Aktionstremor unterschieden. Der Ruhetremor tritt zum Beispiel auf, wenn der Arm auf dem Tisch abgelegt ist, er ist typisch für Morbus Parkinson.
Verschiedene Formen des Tremors
Beim Tremor werden verschiedene Formen unterschieden. Zu den häufigsten gehört der essentielle Tremor, der beidseits bei aktiven Bewegungen auftritt und deutlich sichtbar ist. Typisch sind sechs bis acht Zitterbewegungen pro Sekunde, vor allem, wenn die Hände nach vorne gestreckt oder Gegenstände gehalten werden. Die genaue Ursache ist bisher noch nicht vollständig geklärt. Im Gegensatz dazu ist der physiologische Tremor kaum wahrnehmbar und das sehr schnelle und feine Zittern wird meist nicht als störend empfunden. In der Regel muss er auch nicht therapiert werden.
Hier eine Übersicht über weitere Tremor-Formen:
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- Orthostatischer Tremor: Tritt beim Stehen auf.
- Zerebellärer Tremor: Durch Schäden im Kleinhirn verursacht, beeinträchtigt die Bewegungskoordination.
- Dystoner Tremor: Tritt bei Dystonie auf, einer Bewegungsstörung mit unwillkürlichen Muskelkontraktionen.
- Aktionstremor: Muskelzittern bei willkürlichen Bewegungen.
- Haltetremor: Tremor tritt auf, wenn die betroffene Muskelgruppe aktiviert wird, um zum Beispiel den Arm gegen die Schwerkraft in einer bestimmten Position zu halten.
- Intentionstremor: Das Zittern beginnt, wenn eine Bewegung eines ganz bestimmten Ziels ausgeführt wird.
- Psychogener Tremor: Symptome mit psychogener Ursache.
- Gaumensegeltremor: Kann in einen primären (Ursache unbekannt) und einen sekundären (symptomatisch) Tremor unterteilt werden.
Ursachen des essentiellen Tremors
Bei 60 Prozent der Betroffenen gibt es Hinweise auf eine Vererbung der Erkrankung. Bekannte Risikofaktoren beim essentiellen Tremor sind:
- Verändertes Gen: Die vererbte Variante ist als familiärer Tremor bekannt. Sie ist eine sogenannte autosomal-dominante Erkrankung. Um sie weiterzugeben, muss nur ein Elternteil ein verändertes Gen haben. Bei jedem Elternteil mit einem veränderten Gen liegt die Wahrscheinlichkeit, selbst zu erkranken, bei 50 Prozent.
- Das Alter spielt ebenfalls eine Rolle. Der essentielle Tremor tritt häufiger bei Menschen ab 40 Jahren auf, kann aber auch in der Kindheit erstmals auftreten.
Parkinson-Tremor
Der Tremor ist wohl das bekannteste Parkinson-Symptom und deshalb auch Teil der Parkinson-Trias, namentlich Rigor, Akinese und Tremor (neuerdings auch Haltungsinstabilität). Fast jeder verbindet mit der Erkrankung das Zittern von Muskeln im Ruhezustand, zum Beispiel zitternde Hände oder Beine.
Parkinson wird anhand von charakteristischen Symptomen wie Zittern, Steifheit und Bewegungsverlangsamung diagnostiziert. Andere Symptome wie Demenz oder häufige Stürze weisen auf eine atypische Form von Parkinson hin. Der Tremor bei Parkinson tritt meist in Ruhe und mit einer Frequenz von 4-7 Hz auf. Er kann sich bei Anspannung verstärken. Medikamente wie Levodopa und Dopaminagonisten können helfen, den Parkinson-Tremor zu reduzieren. In schweren Fällen können auch Anticholinergika oder Hirnstimulation eingesetzt werden. Die Therapie erfordert eine regelmäßige Überwachung, um Nebenwirkungen zu minimieren. Wenn die betroffene Person sich bewegt, stoppt das Muskelzittern. Der Ruhe-Tremor ist also das Gegenteil des Aktionstremors und Intentionstremors.
Diagnose eines Tremors
Ein Patient oder eine Patientin sollte die Umstände, unter denen das Zittern auftritt oder sich bessert, dem behandelnden Arzt oder der Ärztin genau schildern. Meistens reicht eine anschließende körperliche Untersuchung für die Diagnose aus. Es können außerdem noch einige Blutwerte kontrolliert werden, um andere Ursachen für das Zittern auszuschließen. Eine weitere Methode in der neurologischen Diagnostik für komplexere Fälle ist die Elektromyographie, kurz EMG, sowie eine polygraphische Tremoranalyse.
Ärztinnen und Ärzte stellen zunächst Fragen zu den Symptomen und der Krankengeschichte der Patientinnen und Patienten. Danach wird eine körperliche Untersuchung durchgeführt, die auf eine mögliche Ursache des Tremors hinweisen kann. Zusätzlich wird die Krankengeschichte der Betroffenen analysiert. Es gibt eine Reihe von Erkrankungen, die einen Tremor verursachen können, von Schilddrüsenüberfunktionen, über Multiple Sklerose und Parkinson, bis hin zu Diabetes mellitus oder Demenz. Anschließend erfolgt die Analyse des Tremors selbst. Dabei achten die Ärztinnen und Ärzte darauf, welche Körperteile vom Tremor betroffen sind und wie schnell die Bewegungen in verschiedenen Situationen sind. Zudem können Tests wie der Finger-Nase-Test und die Armvorhalteuntersuchung durchgeführt werden, um zwischen Aktionstremor, Intentionstremor und Haltetremor zu unterscheiden. Die meisten Tremorarten können anhand ihrer Merkmale und der Ergebnisse der Anamnese und körperlichen Untersuchung erkannt werden.
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Behandlungsmöglichkeiten des Tremors
Um das Zittern zu unterdrücken und den essentiellen Tremor zu behandeln, kommt entweder eine medikamentöse oder eine nicht medikamentöse Therapie infrage. Besonders häufig werden Betablocker verschrieben, darunter Propranolol und Medikamente aus der Klasse der Antiepileptika. Damit kann das Zittern zwar nicht geheilt, aber in vielen Fällen deutlich verringert werden. In schweren Fällen, die nicht auf Medikamente ansprechen, wird im Einzelfall auch die tiefe Hirnstimulation angewendet. Die elektrische Stimulation wird durch eine Elektrode an das Gehirn abgegeben, die im Thalamus implantiert wird.
Eine Behandlung mit Medikamenten kann Parkinson-Beschwerden lindern. Wenn die Erkrankung fortschreitet, lässt die Wirkung der Medikamente jedoch nach - und ihre Nebenwirkungen werden belastender. Die medikamentöse Behandlung ist sehr individuell und muss häufig angepasst werden. Bei der Parkinson-Krankheit wird im Gehirn zu wenig Dopamin hergestellt - dies ist ein wichtiger Botenstoff. Der Dopaminmangel führt dazu, dass Nervenreize schlechter übertragen werden. In der Folge kommt es zu Bewegungsstörungen und anderen Beschwerden. Parkinson-Medikamente sollen den Dopaminmangel im Gehirn ausgleichen und dadurch die Beschwerden lindern. Die Krankheit heilen können die Mittel jedoch nicht.
Medikamentöse Therapie bei Parkinson
- Levodopa (L-Dopa): wird im Gehirn zu Dopamin umgewandelt.
- Dopaminagonisten: regen Bindungsstellen in den Nervenzellen (Rezeptoren) an, die für die Aufnahme von Dopamin zuständig sind.
- MAO-B-Hemmer (Monoaminooxidase-B-Hemmer): blockieren den Abbau von Dopamin im Gehirn.
Die Medikamente werden meist in Tablettenform eingenommen. Bestimmte Dopaminagonisten gibt es auch als Pflaster. Im Frühstadium kommen manche Menschen mit leichten Beschwerden auch gut ohne Medikamente aus. Wenn die Symptome irgendwann zu belastend werden, kommen vor allem Levodopa oder Dopaminagonisten infrage. Sie wirken etwas unterschiedlich und manche Mittel führen häufiger zu Nebenwirkungen als andere - oder die Nebenwirkungen sind stärker. Beide sind aber im Frühstadium der Erkrankung sehr wirksam. Wie erfolgreich die Behandlung ist, lässt sich schwer vorhersagen. Die Medikamente wirken nicht bei jedem Menschen gleich - und manchmal dauert es, bis die passende Dosis gefunden ist. Eine spürbare Wirkung setzt meist innerhalb von 1 bis 2 Wochen nach Beginn der Behandlung ein: Bewegungen fallen wieder leichter, die Steifheit nimmt ab. Solche Beschwerden können bis zu drei Monate nach Beginn der Behandlung noch weiter abnehmen. Das Zittern ist oft schwieriger zu behandeln. Manchmal verschwindet es erst nach Monaten oder sogar Jahren der medikamentösen Behandlung.
Bei leichten Beschwerden stehen als Alternative auch sogenannte MAO-B-Hemmer zur Verfügung. MAO-B-Hemmer können Beschwerden lindern und die Notwendigkeit für die Einnahme von Levodopa für einige Monate verzögern. Damit die Medikamente optimal wirken, werden sie zu festen Uhrzeiten eingenommen. An die pünktliche Einnahme zu denken, fällt nicht immer leicht. Es kann helfen, die Einnahme mit bestimmten Alltagsroutinen wie zum Beispiel Zähneputzen zu verbinden. Hilfreich sind auch Erinnerungshilfen wie Notizzettel oder Smartphone-Apps.
L-Dopa sollte nicht früher als eine Stunde vor oder nach eiweißreichen Mahlzeiten eingenommen werden, denn eiweißreiche Nahrung kann die Aufnahme von L-Dopa ins Blut stören. Dopaminagonisten wiederum werden zu den Mahlzeiten eingenommen. Eine Einnahme zum falschen Zeitpunkt kann die Beschwerden verstärken.
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Häufig bleibt es nicht bei der Einnahme eines Medikaments. Die Behandlung wird oft mit nur einem Medikament begonnen. Am wirksamsten sind Levodopa und Dopaminagonisten. Beide haben jeweils Vor- und Nachteile, die bei der Entscheidung für eine Behandlung eine wichtige Rolle spielen. Dopaminagonisten werden meist Menschen unter 60 bis 70 Jahren empfohlen, um das Auftreten von Bewegungsstörungen hinauszuzögern. Zu Levodopa wird besonders älteren Menschen geraten, weil es verträglicher ist. Welches Medikament sich wann am ehesten eignet, ist derzeit schwer zu beurteilen. So kann es auch für Menschen unter 70 Jahren gute Gründe geben, direkt mit Levodopa zu beginnen. Neben dem Alter spielen zum Beispiel die Stärke der Beschwerden oder die Sorge um bestimmte Nebenwirkungen eine Rolle. In mehreren Studien wurde untersucht, wie es sich längerfristig auswirkt, ob die Behandlung mit Levodopa oder einem Dopaminagonisten begonnen wurde.
Faktoren, die die Wahl des Medikaments beeinflussen
- Welches Medikament eingenommen wird
- Wie hoch die Dosis ist
- Vom Alter und möglichen anderen Erkrankungen
- Welche weiteren Medikamente eingenommen werden
Dopaminagonisten sind im Allgemeinen schlechter verträglich als Levodopa. Sie führen häufiger zu Nebenwirkungen wie Wassereinlagerungen, Schläfrigkeit, Verstopfung, Schwindel, Halluzinationen und Übelkeit. Menschen, die Dopaminagonisten einnehmen, neigen dadurch eher dazu, die Behandlung abzubrechen oder Medikamente unregelmäßig einzunehmen. Mögliche Nebenwirkungen von Levodopa sind Übelkeit, Appetitlosigkeit, Schwindel, gesteigerter Antrieb, Depression und Verwirrtheit. Bei hohen Dosen können auch Bewegungsstörungen auftreten. In niedrigen Dosen wird Levodopa meist gut vertragen. Besonders ältere Menschen können auf beide Medikamente mit Halluzinationen und Verwirrtheit reagieren. Es kann auch impulsives, zwanghaftes Verhalten auftreten wie etwa eine Kauf- oder Spielsucht, ein Drang nach Essen oder auch nach Sex - oder ständig wiederholte, ziellose Tätigkeiten wie das Ordnen von Gegenständen.
Da die Parkinson-Beschwerden in späteren Krankheitsstadien zunehmen, wird dann meist die Dosis der Medikamente erhöht. Dadurch kommt es auch zu mehr Nebenwirkungen. Oft nehmen Menschen mit Parkinson gegen die Nebenwirkungen oder andere Beschwerden dann weitere Medikamente ein. Dies erhöht wiederum das Risiko für Wechselwirkungen. Manchmal wiegt die Belastung durch die Nebenwirkungen sogar schwerer als der Nutzen der Medikamente. Nach fünf Jahren Medikamenten-Behandlung spüren etwa 20 bis 40 von 100 Menschen mit Parkinson, dass die Wirkung der Mittel nachlässt. Sie beginnt dann stark zu schwanken: Mal können sich die Betroffenen gar nicht mehr bewegen, dann wieder ganz normal. Als Nebenwirkung der Medikamente kann es auch zu unwillkürlichen Bewegungen kommen. Dies ist ein Zeichen dafür, dass in manchen Hirnregionen zu viel Dopamin vorhanden ist.
Ein Ziel der Behandlung ist dann eine möglichst gleichmäßige Wirkung der Medikamente.
Möglichkeiten zur Anpassung der medikamentösen Therapie
- Die Einnahmezeiten und die Häufigkeit der Einnahme ändern
- Retard-Tabletten einnehmen, die den Wirkstoff verzögert freisetzen
- Dosierungen ändern und zusätzliche Medikamente wie COMT-Hemmer, NMDA-Antagonisten, Anticholinergika oder MAO-B-Hemmer einnehmen
- Zusätzlich zu Levodopa einen Dopaminagonisten einnehmen
Durch die Einnahme zusätzlicher Medikamente kann sich die Beweglichkeit wieder verbessern. Es kommt auch seltener zu plötzlicher Bewegungsunfähigkeit. Wie schon beschrieben, können aber mit mehr Medikamenten auch mehr Nebenwirkungen auftreten. Damit ein Mittel gleichmäßig wirkt, kann auch eine Medikamentenpumpe eingesetzt werden. Dabei kann der Wirkstoff zum einen über eine tragbare Pumpe kontinuierlich unter die Haut (subkutan) gespritzt werden - ähnlich wie bei einer Insulinpumpe. Eine zweite Möglichkeit kommt infrage, wenn wegen Schluckstörungen eine Ernährungssonde nötig ist. Sie wird durch die Bauchwand direkt in den Magen gelegt (sogenannte PEG-Sonde). Über diese Sonde kann auch eine Pumpe angeschlossen werden, die den Wirkstoff direkt in den Dünndarm abgibt.
Tiefe Hirnstimulation
Um motorische Komplikationen wie etwa das Zittern zu verbessern, hat sich beispielsweise die sogenannte tiefe Hirnstimulation, kurz THS, bewährt. Bei diesem Verfahren implantieren die Chirurgen Elektroden im Gehirn des Patienten und einen kleinen Schrittmacher in dessen Brust. Aus diesem Grund ist die Tiefenhirnstimulation umgangssprachlich auch als Hirnschrittmacher bekannt. Per Fernbedienung sind die Elektroden via Schrittmacher in der Brust von außen zu steuern. Wichtig ist, dass die Tiefenhirnstimulation bei Parkinson nur eine symptomatische Behandlung darstellt und die Symptome lindert.
Nicht-invasive Ultraschall-Therapie
Am Universitätsklinikum Freiburg gibt es gegen den Essentiellen Tremor jetzt eine neue, schonende Behandlungsoption: Erstmals in Süddeutschland ist hier eine Therapie möglich, die gezielt ins Gehirn eingreift - ohne Operation, ohne den Kopf zu eröffnen, ohne Schnitt, ohne Implantat. Mit fokussiertem Ultraschall (HiFUS) können bestimmte Hirnareale millimetergenau behandelt und so das Zittern ausgeschaltet werden - sicher, präzise und mit kurzer Erholungszeit. Die Therapie ist auch bei der Parkinson-Erkrankung und neuropathischen Schmerzen zugelassen.
Die schmerzfreie HiFUS-Behandlung erfolgt vollständig ohne Schnitte oder Implantate: Patient*innen liegen während des Eingriffs in einem Magnetresonanztomografen (MRT), mit dem die Behandlung in Echtzeit überwacht wird. Über einen speziellen Helm werden über 1.000 Ultraschallstrahlen gebündelt und punktgenau auf ein Areal des Thalamus gerichtet, das als wichtige Durchleitungsstation für die Tremor-Signale im Gehirn dient. Durch die entstehende Wärme werden die überaktiven Nervenzellen gezielt deaktiviert, ohne umliegendes Gewebe zu schädigen.
Weitere Therapieansätze
- Physio- und Ergotherapie: Sollen die Beweglichkeit und das Wohlbefinden der Patienten erhalten oder wiederherstellen.
- Stimm- und Sprechtherapien: Bei Patienten mit Parkinson-bedingten Sprechstörungen zielen darauf ab, die Kommunikationsfähigkeit zu verbessern und eventuelle Stimmprobleme zu lindern.
- Schlucktherapie: Wird für Patienten mit Parkinson-bedingten Schluckstörungen empfohlen.
- Künstlerische Therapien: Wie etwa Kunst-, Mal- oder Tanztherapien können ebenso in Erwägung gezogen werden.
- Psychotherapie: Bietet die Möglichkeit, mit einer außenstehenden und professionellen Person über die persönlichen Herausforderungen und Sorgen sprechen.
- Alternative Therapien: Eine alternative Behandlung durch Akupunktur, Magnetstimulation oder Massage kann sich im Einzelfall eignen.
- Bewegungsübungen: Im Rahmen der Physiotherapie mit professioneller Unterstützung oder auch eigenständig können Bewegungsübungen bei der Parkinson-Therapie unterstützen.
Hilfe im Alltag
Einfache Tricks und Helfer können den Alltag für Menschen mit einem essentiellen Tremor etwas erleichtern. Dazu gehört der Verzicht auf Substanzen wie Koffein. Es kann dazu beitragen, dass sich die Symptome verstärken. Ebenso verstärkt Stress oftmals die Symptome. Ein Hilfsmittel zum Essen ist ein „Tremorlöffel“ und zum Schreiben gibt es einen speziellen „Tremorstift“. Beide haben ein spezielles Design. „Tremorstifte“ liegen durch die ergonomische Form besser in der Hand, bei „Tremorlöffeln“ ist der Rand erhöht, damit kein Essen herunterfällt.
Was hilft bei Tremor? Tipps für den Alltag
- Ruhe und Entspannung in den Alltag integrieren.
- Meditation, Yoga, Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson oder Autogenes Training üben.
- Ergotherapie: Patienten lernen einen besseren Umgang mit dem Zittern.
- Gesunden Lebenswandel, eine ausgewogene Ernährung und ausreichende körperliche Bewegung achten.
- Die Vermeidung von anhaltendem Stress verringert ein gewisses Tremor-Risiko.
- Der Genuss von Alkohol sollte, wenn überhaupt, lediglich in Maßen erfolgen.
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