Pflegematratzen-Ratgeber für Multiple Sklerose: Druckentlastung, Komfort und Unterstützung im Pflegealltag

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronische Erkrankung des zentralen Nervensystems, die das Gehirn, das Rückenmark und die Sehnerven betrifft. Sie tritt auf, wenn das Immunsystem des Körpers irrtümlicherweise das Myelin angreift, eine schützende Schicht, die die Nervenfasern umgibt. Dies führt zu Entzündungen und Narbenbildung im betroffenen Bereich und beeinträchtigt die Fähigkeit des Nervensystems, Signale zwischen dem Gehirn und anderen Teilen des Körpers zu übertragen.

Die Symptome von Multipler Sklerose können von Person zu Person unterschiedlich sein und können sich im Laufe der Zeit ändern. Leider gibt es derzeit keine Heilung für Multiple Sklerose. Die Behandlung zielt darauf ab, Symptome zu lindern und den Fortschritt der Krankheit zu verlangsamen. Dazu gehören Medikamente zur Verringerung von Entzündungen sowie Physiotherapie und andere Therapien zur Verbesserung der körperlichen Funktion.

Es ist wichtig zu beachten, dass Multiple Sklerose nicht tödlich ist und viele Menschen mit dieser Erkrankung ein erfülltes Leben führen können. Mit einer frühzeitigen Diagnose und geeigneten Behandlungen können Symptome kontrolliert und der Verlauf der Krankheit verlangsamt werden.

Insgesamt ist Multiple Sklerose eine komplexe Erkrankung, die das Leben von Betroffenen beeinträchtigen kann. Wenn du vermutest, dass du an Multiple Sklerose (MS) leidest, gibt es einige Anzeichen und Symptome, auf die du achten solltest. MS ist eine chronische Erkrankung des zentralen Nervensystems, bei der das Immunsystem fälschlicherweise das Myelin angreift, das die Nervenfasern umgibt und schützt. Die Symptome von MS können von Person zu Person unterschiedlich sein und können sich im Laufe der Zeit ändern. Wenn du eines oder mehrere dieser Symptome bemerkst, solltest du einen Arzt aufsuchen. Es ist wichtig zu beachten, dass nicht alle Symptome auf MS hinweisen müssen und dass andere Erkrankungen ähnliche Symptome verursachen können. Insgesamt kann die Diagnose von MS eine Herausforderung sein, aber je früher sie gestellt wird, desto besser sind die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung. Der Krankheitsverlauf von Multiple Sklerose (MS) kann sehr unterschiedlich sein und ist bei jedem Betroffenen individuell. Es gibt jedoch einige typische Verlaufsformen, die aufgrund der Symptome und des Fortschreitens der Erkrankung unterschieden werden können.

Die schubförmig remittierende MS ist die häufigste Form der Erkrankung. Dabei treten Schübe mit neuen oder verschlimmerten Symptomen auf, gefolgt von Phasen, in denen sich die Symptome teilweise oder vollständig zurückbilden. Die primär progrediente MS ist eine seltene Verlaufsform, bei der von Beginn an eine kontinuierliche Verschlechterung der Symptome ohne Schübe auftritt.

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Unabhängig von der Verlaufsform kann es im Laufe der Erkrankung zu einer Zunahme von körperlichen Beeinträchtigungen kommen, wie beispielsweise Lähmungen, Sehstörungen oder Fatigue. Auch psychische Symptome wie Depressionen oder Angstzustände können auftreten.

Es ist wichtig zu betonen, dass jeder Verlauf individuell und nicht vorhersehbar ist. Bei Multiple Sklerose gibt es eine Vielzahl von Behandlungsmethoden, die je nach Schweregrad und individueller Situation des Patienten eingesetzt werden können. Eine wichtige Rolle spielen dabei medikamentöse Therapien, die darauf abzielen, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen und Symptome zu lindern.

Zu den bekanntesten Medikamenten zählen Interferone, die das Immunsystem beeinflussen und Entzündungen hemmen. Auch Immunsuppressiva, die das Immunsystem unterdrücken, kommen bei MS zum Einsatz. Ferner gibt es auch spezielle Medikamente wie Fingolimod oder Natalizumab, die gezielt auf bestimmte Mechanismen im Körper wirken und so den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen können. Hierbei geht es vor allem darum, Beweglichkeit und Koordination zu verbessern sowie Schmerzen zu lindern. Auch Ergotherapie kann dabei helfen, den Alltag mit MS besser zu bewältigen.

Nicht zuletzt ist auch eine gesunde Lebensweise ein wichtiger Faktor bei der Behandlung von MS. Dazu gehören regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung sowie der Verzicht auf Nikotin und Alkohol.

Insgesamt gibt es also eine Vielzahl von Behandlungsmethoden bei MS, die individuell auf den Patienten abgestimmt werden sollten. Ja, orthopädische Hilfsmittel können bei Multiple Sklerose helfen, indem sie die Mobilität und Unabhängigkeit des Patienten verbessern. Es gibt eine Vielzahl von orthopädischen Hilfsmitteln, die auf die Bedürfnisse von MS-Patienten zugeschnitten sind.

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Einige der am häufigsten verwendeten Hilfsmittel sind Gehstöcke, Rollatoren und Rollstühle. Diese Geräte können dazu beitragen, das Gleichgewicht zu verbessern und Stürze zu verhindern. Sie bieten auch Unterstützung beim Gehen oder Stehen und ermöglichen es dem Patienten, längere Strecken zurückzulegen.

Ein weiteres nützliches Hilfsmittel ist ein orthopädisches Bett oder eine Matratze. Einige Betten haben auch spezielle Funktionen wie Höhenverstellung oder Neigungsverstellung, um den Komfort weiter zu erhöhen.

Für MS-Patienten mit Hand- oder Armproblemen gibt es spezielle Greifhilfen und Handschuhe. Diese können dabei helfen, Alltagsaufgaben wie das Öffnen von Flaschen oder das Anziehen von Kleidung zu erleichtern. Wir erläutern auch gern, wie der Molli Suite funktioniertZusammenfassend lässt sich sagen, dass orthopädische Hilfsmittel bei Multiple Sklerose eine wichtige Rolle spielen können. Die Wahl des richtigen Hilfsmittels hängt jedoch von den individuellen Bedürfnissen des Patienten ab. Wenn Menschen, bedingt durch Alter, Krankheit, Unfallgeschehen etc., zunehmend immobil und über lange Zeit bettlägerig werden, ist die Gefahr, dass sich ein sogenanntes Druckgeschwür (Dekubitus) bildet, besonders hoch. Das Entstehen eines solchen Geschwüres ist immer von mehreren Faktoren abhängig. Dabei spielen der Auflagedruck, dessen Zeitdauer und die Gesamtdurchblutung eine entscheidende Rolle. Pflegerische und medizinische Maßnahme setzen bei der Verhütung bzw. Der Dekubitus ist somit immer als Folgeerscheinung von Grunderkrankungen zu sehen. Zur Unterstützung der Durchführung von Prophylaxe und Therapie finden Sie in unserem reha team verschiedene Anti-Dekubitus-Lagerungssysteme. Zur Unterstützung der Durchführung von Prophylaxe und Therapie finden Sie in unserem reha team verschiedene Anti-Dekubitus-Lagerungssysteme. Es handelt sich beim Dekubitus um einen Haut- und Gewebedefekt, der infolge des körpereigenen Auflagedruckes hervorgerufen wird. Man spricht daher auch vom Druckgeschwür. Solche Druckgeschwüre bilden sich bei permanent sitzenden oder liegenden, immobilen Patienten. Es handelt sich beim Dekubitus um einen Haut- und Gewebedefekt, der infolge des körpereigenen Auflagedruckes hervorgerufen wird. Man spricht daher auch vom Druckgeschwür. Solche Druckgeschwüre bilden sich bei permanent sitzenden oder liegenden, immobilen Patienten. Weichlagerungs-Systeme (z.B. Eine Vielzahl der Systeme basiert auf dem Wirkprinzip der Vergrößerung der Auflagefläche des Körpers. Dieses wird durch eine optimale Anpassung des Produktes erreicht. Es gilt: Je besser sich die Oberfläche an den Patienten anpasst, desto größer wird die Auflagefläche. Bei der Auswahl eines Weichlagerungs-Systems sollte darauf geachtet werden, dass der Patient nicht zu tief in die Matratze einsinkt. Weichlagerungs-Systeme (z.B. Eine Vielzahl der Systeme basiert auf dem Wirkprinzip der Vergrößerung der Auflagefläche des Körpers. Dieses wird durch eine optimale Anpassung des Produktes erreicht. Es gilt: Je besser sich die Oberfläche an den Patienten anpasst, desto größer wird die Auflagefläche. Bei der Auswahl eines Weichlagerungs-Systems sollte darauf geachtet werden, dass der Patient nicht zu tief in die Matratze einsinkt. Wechseldruck-Systeme (z.B. Die Wechseldruckmatratzen besten aus verschieden angeordneten Luftkissen. Diese werden abwechselnd mit Luft aufgepumpt. Dadurch wird eine mehrfach wechselnde Druckentlastung geboten. Es gibt jedoch kein universell einsetzbares System, das allen Patienten gleichermaßen hilft. Wechseldruck-Systeme (z.B. Die Wechseldruckmatratzen besten aus verschieden angeordneten Luftkissen. Diese werden abwechselnd mit Luft aufgepumpt. Dadurch wird eine mehrfach wechselnde Druckentlastung geboten. Es gibt jedoch kein universell einsetzbares System, das allen Patienten gleichermaßen hilft. Die patentierten Micro-Stimulations-Systeme födern und erhalten die Eigenbewegung und Wahrnehmung des Patienten. Charakteristisch für die Systeme ist die Flügelfedertechnik (Torsionsflügelfeder), mit der eine Rückkopplung des Systems an den Patienten erreicht wird. Die physiologische Durchblutung der Haut wird gewährleistet, sodass das Auftreten von Druckgeschwüren verhindert bzw. Die Micro-Stimulations-Systeme eignen sich für alle Patienten zur Dekubitus-Therapie und -Prophylaxe, dies gilt auch für den Einsatz bei Schmerzpatienten, demenzerkrankten, bei Patienten mit Körperbildstörungen (z.B. In der Praxis haben sich die Micro-Stimulations-Systeme gut bewährt. Es konnten keine negativen Begleiterscheinungen beobachtet und keine Kontraindikationen festgestellt werden. Die patentierten Micro-Stimulations-Systeme födern und erhalten die Eigenbewegung und Wahrnehmung des Patienten. Charakteristisch für die Systeme ist die Flügelfedertechnik (Torsionsflügelfeder), mit der eine Rückkopplung des Systems an den Patienten erreicht wird. Die physiologische Durchblutung der Haut wird gewährleistet, sodass das Auftreten von Druckgeschwüren verhindert bzw. Die Micro-Stimulations-Systeme eignen sich für alle Patienten zur Dekubitus-Therapie und -Prophylaxe, dies gilt auch für den Einsatz bei Schmerzpatienten, demenzerkrankten, bei Patienten mit Körperbildstörungen (z.B. In der Praxis haben sich die Micro-Stimulations-Systeme gut bewährt. Es konnten keine negativen Begleiterscheinungen beobachtet und keine Kontraindikationen festgestellt werden.

Dieser Ratgeber soll Ihnen helfen, die richtige Pflegematratze für Ihre individuellen Bedürfnisse oder die Ihres Angehörigen mit Multipler Sklerose zu finden.

Warum eine gute Matratze in der Pflege so wichtig ist

Eine passende Matratze kann den Druck auf den Körper reduzieren, was zu weniger nächtlichem Aufwachen und längeren Tiefschlafphasen führt. Studien belegen, dass eine gute Schlafqualität die Wundheilung beschleunigen und somit einem Dekubitus vorbeugen kann.

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Arten von Pflegematratzen

Pflegematratzen sind Funktionsmatratzen, die bei verschiedenen Krankheitsbildern helfen und den Pflegealltag erleichtern. Sie sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich, um den unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden. Zu den wichtigsten Arten gehören:

  • Dekubitus-Matratzen: Diese Matratzen sind speziell darauf ausgelegt, Druckgeschwüre (Dekubitus) zu verhindern oder zu behandeln. Sie verteilen den Auflagedruck gleichmäßiger und fördern die Durchblutung.
  • Inkontinenzmatratzen: Diese Matratzen verfügen über einen wasserfesten Bezug, der das Eindringen von Flüssigkeiten verhindert. Sie sind besonders geeignet für Menschen mit Inkontinenz.
  • Weichlagerungsmatratzen: Sie lassen die liegende Person tiefer einsinken, wodurch die Auflagefläche größer und der Druck gleichmäßiger verteilt wird. Der Rand der Matratze ist stabiler, um die Selbstständigkeit der liegenden Person zu unterstützen.
  • Wechseldruckmatratzen: Diese Matratzen bestehen aus verschiedenen angeordneten Luftkissen, die abwechselnd mit Luft aufgepumpt werden. Durch die intermittierende Druckentlastung wird die Durchblutung verbessert und das Dekubitusrisiko vermindert.
  • Würfelmatratzen: Bei diesen Matratzen ist die Oberfläche durch mehrere Schnitte in gleichmäßige Quadrate unterteilt. Dadurch entstehen Luftkanäle, die für ein gutes Bettklima sorgen und Scherkräfte reduzieren.
  • Mehrschichtige Schaumstoffmatratzen: Durch die Kombination aus viskoelastischem Schaumstoff und Kaltschaum werden die Vorteile der Materialien verbunden und die Nachteile einzelner Stoffe ausgeglichen.

Auswahlkriterien für die richtige Pflegematratze

Die Wahl der richtigen Pflegematratze hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter:

  • Art der Erkrankung: Bei Bettlägerigkeit eignen sich besonders Dekubitus-Matratzen. Bei Inkontinenz sind Inkontinenzmatratzen mit wasserfestem Bezug empfehlenswert.
  • Vorhandensein eines Dekubitus: Je nach Schweregrad des Dekubitus eignen sich unterschiedliche Modelle. Bei leichtem bis mittlerem Dekubitus sind Weichlagerungsmatratzen geeignet, bei starkem Dekubitus können Mehrschichtige Schaumstoffmatratzen in Frage kommen.
  • Grad der Eigenmobilität: Bei stark eingeschränkter Eigenmobilität sind spezielle Pflegematratzen erforderlich.
  • Persönliche Vorlieben: Die Matratze sollte bequem sein und den individuellen Bedürfnissen entsprechen.
  • Weitere Erkrankungen: Bei Rückenproblemen sollten Weichlagerungsmatratzen unter Umständen vermieden werden, da sie Schmerzen verstärken können.
  • Gewicht des Patienten: Es gibt Pflegematratzen für unterschiedliche Gewichtsklassen.
  • Mikroklima: Achten Sie auf eine gute Luftzirkulation und Temperaturkontrolle, um Schweißbildung zu vermeiden. Matratzen aus Gelschäumen oder offenporige Hybridmatratzen leiten die Wärme besser ab.

Zusätzliche Hilfsmittel für den Pflegealltag

Neben der richtigen Matratze gibt es weitere Hilfsmittel, die den Pflegealltag erleichtern können:

  • Matratzenauflagen: Weichlagerungsauflagen können als Alternative zur vollständigen Matratze verwendet werden, sind aber weniger effektiv.
  • Positionierungs- und Lagerungshilfen: Diese Hilfsmittel unterstützen die Entlastung besonders beanspruchter Körperteile und beugen Folgeerkrankungen vor.
  • Pflegebetten: Pflegebetten sind elektrisch und stufenlos höhenverstellbar, was die Pflege erleichtert und den Rücken der Pflegeperson schont.
  • Patientenlifter: Patientenlifter erleichtern das Heben, Tragen und Umsetzen von schwer bewegungseingeschränkten Personen.
  • Badausstattung: Eine behindertengerechte Badausstattung mit Badewannensitz oder Duschstuhl, Haltegriffen und Toilettenstuhl ermöglicht ein größtmögliches Maß an Selbstständigkeit und Intimität.
  • Technische Hilfsmittel: Patientenlifter mit elektrischem Antrieb, platzsparende Liftsysteme oder XXL-Varianten mit hoher Tragkraft können den Pflegealltag erleichtern.
  • Alltagshilfen: Dickgriffbesteck, Teller mit erhöhtem Rand, An- und Ausziehhilfen, Greifzangen und Noppenbälle können den Alltag erleichtern und die Selbstständigkeit fördern.
  • Sicherheit im Bad: Ein Badewannenlifter ermöglicht einen komfortablen und sicheren Einstieg in die Badewanne.

Kosten und Kostenübernahme

Der Preis für eine Pflegematratze hängt von der Art der Matratze, dem Hersteller und der Ausführung ab. Entscheidend ist, dass die Pflegematratze die gewünschte Funktion erfüllt und zum Pflegebett passt.

Eine Kostenübernahme durch die Krankenversicherung ist möglich, wenn Sie eine ärztliche Verordnung für die spezielle Matratze haben. Mit einem Pflegegrad ist auch eine Kostenübernahme durch die Pflegeversicherung möglich. Dafür brauchen Sie nicht unbedingt ein ärztliches Rezept, auch die Empfehlung eines Pflegegutachters oder einer beteiligten Pflegefachkraft kann ausreichen.

Klären Sie die Voraussetzungen für eine Kostenübernahme immer im Vorfeld ab, statt die Matratze direkt zu kaufen.

Dekubitusprophylaxe und -behandlung

Dekubitusprophylaxe ist eine der wichtigsten Körperpflegemaßnahmen für pflegebedürftige und bewegungseingeschränkte Erkrankte. Ein Dekubitus ist eine Haut- und Gewebeschädigung (Druckgeschwür), die durch falsche Lagerung, durch mangelnde Bewegung, durch unzureichende Flüssigkeitszufuhr oder durch mangelnde Ernährung verursacht werden kann. Besonders gefährdete Körperstellen sind Knie, Fersen, Knöchel, Gesäßbereich, Wirbelsäule, Schulterblatt, Ellenbogen und auch die Ohrläppchen.

Folgende Pflegemaßnahmen sind erforderlich:

  • Druckentlastung (häufiges Umlagern oder Umsitzen, Antidekubitimatratzen)
  • Gute und umsichtige Körperpflege und Hautkontrollen
  • Häusliche Bewegungstherapien (Stehtrainer und Motomed)
  • Ausreichende Flüssigkeitszufuhr und ausgewogene Ernährung

Regelmäßige Umlagerungen im Bett sind wichtig, denn so können Folgeerkrankungen beim Pflegebedürftigen wie Dekubitus vermieden und das Wohlbefinden des Liegenden gesteigert werden. Während voll bewegungsfähige Menschen solche Umlagerungen in der Regel ganz unbewusst durchführen, ist dies bei bettlägerigen Personen häufig nicht möglich. In diesem Fall müssen pflegende Angehörige die Umlagerungen durchführen.

Grundsätzlich sind alle Positionen möglich, sie sollten jedoch einigen Grundsätzen folgen. So sollte die Lagerung der Entspannung und der Erholung des Pflegebedürftigen dienen. Sie sollte außerdem eine Entlastung für besonders beanspruchte Körperteile wie Gelenke herbeiführen bzw. Folgeerkrankungen vorbeugen. Besonders Druckgeschwüre treten bei bettlägerigen Menschen häufig auf, wenn eine unsachgemäße Lagerung stattfindet.

Unterstützungsmöglichkeiten im Pflegealltag

Vielfältige Hilfestrukturen und finanzielle Unterstützung durch die Pflegekasse können pflegende Angehörige im Pflegealltag unterstützen und entlasten.

  • Pflegeversicherung: Seit 1995 haben pflegebedürftige Personen Anspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung. Die Leistungen der Pflegekasse können sowohl als Sachleistungen (Abrechnung über einen zugelassenen Pflegedienst), als auch als Geldleistung (persönliche Auszahlung an den Pflegebedürftigen) erfolgen. Weiterhin ist eine so genannte Kombileistung (Abrechnung mit Pflegedienst und Pflegebedürftigen) möglich.
  • Ambulante Pflege: Private, örtliche oder karitative Pflegedienste übernehmen pflegerische und hauswirtschaftliche Aufgaben im häuslichen Bereich und können diese Leistungen bei Vorliegen einer Pflegestufe direkt mit den Pflegekassen abrechnen.
  • Tagespflege: Eine große Entlastung für Angehörige kann auch die tageweise (oder wochenweise) Inanspruchnahme einer Tagespflegeeinrichtung sein, die Betreuung, Beschäftigung und Verpflegung während des Tages bietet.
  • Kurzzeitpflege: Im Rahmen der Leistungen der Pflegeversicherung ist es zur Entlastung der Pflegepersonen für vier Wochen im Jahr möglich, als Pflegebedürftiger in einer Pflegeeinrichtung versorgt zu werden.
  • Verhinderungspflege: Möchten Sie als Pflegeperson einmal selber Urlaub machen oder sind durch eigene Erkrankung nicht in der Lage, die Pflege zu übernehmen, so zahlt die Pflegekasse bei Einsatz eines zugelassenen Pflegedienstes bis zu 1470 € für längstens 28 Tage im Jahr, bei nicht professionellen Pflegepersonen den Betrag des Pflegegeldes der entsprechenden Pflegestufe.
  • Häusliche Krankenpflege: Auf ärztliche Verordnung kann zur Vermeidung oder Verkürzung von Krankenhausaufenthalten (z. B. beim Schub) häusliche Krankenpflege in Anspruch genommen werden.
  • Nachbarschaftshilfe: In vielen Städten und Gemeinden wird durch unterschiedliche Träger "Nachbarschaftshilfe" angeboten. Diese Helfer und Helferinnen übernehmen gegen eine Aufwandsentschädigung hauswirtschaftliche und betreuende Leistungen im häuslichen Bereich.
  • Ausländische Hilfskräfte: Anbieter aus EU-Beitrittsländern dürfen im Rahmen der wirtschaftlichen Freizügigkeit auch in Deutschland mit eigenen Mitarbeitern tätig werden.
  • Ergänzender Service und Betreuungsleistungen: Viele Pflegedienste und Anbieter häuslicher Pflege haben hilfreiche Zusatzangebote, wie Essen auf Rädern, Einkaufsdienste, Hausnotruf, Pflegehilfsmittelberatung, Wohnraumberatung und Fahrdienste.

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