Die Plattform Spitzen-Gesundheit, initiiert von Prof. Dr. Jörg Spitz, bietet eine umfassende Wissensbasis zur Gesundheitsförderung und Prävention. Ziel ist es, Menschen zu befähigen, eigenverantwortlich für ihre Gesundheit aktiv zu werden. Die Plattform stellt Informationen, Tipps, Links und Empfehlungen in Form von Vorträgen, Faktenblättern, Videos und Podcasts bereit, um die langfristige positive Beeinflussung und Erhaltung der Gesundheit zu fördern.
Die AMM-Online-Community: Ein Netzwerk heller Köpfe
Prof. Dr. Jörg Spitz, das Netzwerk Spitzen-Gesundheit und die Akademie für menschliche Medizin (AMM) haben sich zusammengeschlossen, um die Vision einer Neuen Gesundheitskultur (NGK) zu verwirklichen. Diese Aufgabe soll komplementär zur Schulmedizin und gesamtgesellschaftlich bewältigt werden. Die AMM-Plattform Neue Gesundheitskultur setzt auf qualitativ hochwertige und menschliche Medizin, die möglichst ursachenorientiert, ganzheitlich und natürlich arbeitet. Dies soll ein neuer Standard im Gesundheitssystem werden.
Vitamin D: Mehr als nur ein Vitamin
Prof. Dr. Jörg Spitz und Sebastian Weiß haben eine aktuelle Zusammenfassung zum Thema Vitamin D und dessen Auswirkungen auf den Körper bei unzureichender Aufnahme verfasst. Sie erklären die komplizierte Materie rund um die Entstehung und Zirkulation des "Sonnenhormons" Vitamin D im menschlichen Körper verständlich. Vitamin D ist eng mit der Regulation des Immunsystems verbunden und spielt eine Rolle bei COVID-19, Multipler Sklerose und Autoimmunkrankheiten.
Die Autoren weisen darauf hin, dass die hauteigene Vitamin-D-Produktion zum Stillstand kommt, wenn man die Sonne meidet oder unbedeckte Haut mit Lichtschutzfaktorprodukten eincremt. Sie betonen, dass die Natur in all den Millionen Jahren der Anpassung vermutlich einen besseren Job gemacht hat, als wir es jemals können werden.
Demenz-Kongress "Ganz Mensch sein"
Der Demenz Kongress "Ganz Mensch sein" fand am 01. und 02. Oktober im Forum Vinzenz Pallotti in Vallendar statt. Er bot eine Plattform für Fachleute, Betreuer und Interessierte, um neueste Erkenntnisse und ganzheitliche Betreuungsansätze zu diskutieren. Ziel des Kongresses war es, das Verständnis für die Bedürfnisse und die Würde von Menschen mit Demenz zu vertiefen und praktische sowie innovative Betreuungsmethoden zu fördern, die nicht nur die Symptome adressieren, sondern auch die Lebensqualität der Betroffenen und ihrer Familien verbessern. Schwerpunktthemen waren Ernährung, psychologische Unterstützung und die Integration von Musik und Kunst in die Therapie.
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Führende Experten und ihre Schwerpunkte
Acht führende Referenten präsentierten ihre Expertise:
- Prof. Dr. med. Jörg Spitz: Spezialisiert auf die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Demenz, vertritt er die Ansicht, dass eine optimale Versorgung mit Makro- und Mikronährstoffen entscheidend für die Gehirngesundheit ist.
- Frauke Niehues: Psychotherapeutin, spezialisiert auf Impacttechniken zur Förderung emotionaler Reaktionen, um die emotionalen und sensorischen Bedürfnisse von Demenzpatienten anzusprechen und die Selbstfürsorge von Pflegenden zu unterstützen.
- Stefanie Bathe: Ganzheitlicher Business Coach, Expertin für Embodiment-Techniken, die den Zusammenhang zwischen Körper und Psyche erforschen, um die Resilienz von Pflegenden und Betreuenden zu stärken.
- Margit Chiera: Leiterin des Netzwerks Demenz Westerwald, anerkannte Expertin für das Psychobiografische Pflegemodell nach Prof. Erwin Böhm, das auf das Gefühlsleben der Patienten zugeschnittene Pflegepläne entwickelt.
- Waltraud Klein: Leiterin der Alzheimer Gesellschaft im nördlichen Rheinland-Pfalz, setzt sich für die Unterstützung und Integration von Demenzpatienten in ihrer Einzigartigkeit ein.
- Dr. Mathias Jung: Gestalttherapeut, spezialisiert auf familiäre Beziehungen und deren Dynamik bei gestörter Wahrnehmung, um die familiären Interaktionen zu verbessern.
- Astrid Keweloh: Diplom-Psychologin, präsentiert innovative Techniken wie Selbsthypnose, Klopfen und Yoga-Atemtechniken zur Förderung von innerem Gleichgewicht und Stressabbau bei Pflegenden.
- Reiner Klein: Leiter der Musikschule Kalimba in Prüm, Experte für den Einsatz von Musik und Rhythmus in der Demenzarbeit, insbesondere wie gemeinsames Musizieren und Singen bekannte Lieder als "Türöffner" für Biografiearbeit dienen können.
Die NährstoffAllianz: Wissen für ein gesundes Leben
Die NährstoffAllianz ist ein Projekt der Deutschen Stiftung für Gesundheitsinformation und Prävention (DSGiP) und ergänzt krankheitsbildbezogene Projekte durch ein breites Informationsangebot zu Nährstoffen, die für ein gesundes menschliches Leben unerlässlich sind. Nutzer erhalten Informationen zu den physiologischen Wirkungen von Nährstoffen, den empfohlenen Dosierungen, den Risiken bei Nährstoffmangel und den wissenschaftlichen Grundlagen der Nährstoffe in Therapie und Prävention.
Das Team der NährstoffAllianz
Das Team der NährstoffAllianz besteht aus Experten verschiedener Fachrichtungen:
- Anja Bausmayer: Ernährungswissenschaftlerin, spezialisiert auf betriebliche Gesundheitsförderung im Themenfeld Ernährung. Seit Ende 2024 leitet sie das Projekt der NährstoffAllianz.
- Sebastian Weiß: Diplom-Ernährungstrainer und Bowen-Practitioner, Hauptredakteur der SonnenAllianz und unterstützt die NährstoffAllianz weiterhin mit seinem Wissen und Erfahrungswerten. Er leitete das Projekt der Nährstoff-Allianz vom Projektstart bis Ende 2024.
- Anja Horsfield: Ernährungswissenschaftlerin, tätig in den Stiftungsprojekten "Allianz für Ernährung" und "Kompetenz statt Demenz".
- Mag. pharm. Gabriela Weiß: Apothekerin und komplementärmedizinische Gesundheitsberaterin, spezialisiert auf Mikroimmuntherapie, Mikronährstoffe, Heilpilze, Antlitzanalyse und Schüssler Salze sowie vegane Ernährung.
Vitamin D und Krebs: Was sagt die Wissenschaft?
Die Webseite SonnenAllianz, betrieben von Jörg Spitz, setzt sich dafür ein, die Bevölkerung von der immensen Wirkung von Vitamin D zu überzeugen. Sie belegen den präventiven Nutzen von Vitamin D mit zahlreichen Studien. Allerdings handelt es sich bei vielen dieser Studien um reine Beobachtungsstudien, aus denen sich keine Kausalitäten ableiten lassen. Ein niedriger Vitamin-D-Spiegel bei Krebspatienten bedeutet nicht zwangsläufig, dass dieser den Tumor verursacht hat.
Vitamin D im "Corona Spezial"
Im "Corona Spezial" der SonnenAllianz wird der präventive Nutzen von Vitamin D im Falle einer COVID-19-Infektion hervorgehoben. Es wird eine Echtzeit-Metaanalyse zitiert, die angeblich zeigt, dass Vitamin D die Anzahl der Toten und kritischen Verläufe deutlich senken kann. Allerdings wird kritisiert, dass in dieser Metaanalyse wichtige Faktoren wie Vorerkrankungen nicht berücksichtigt wurden.
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Von der Genetik zur Stoffwechselerkrankung: Neue Erkenntnisse zu Alzheimer
Noch vor wenigen Jahrzehnten galt Alzheimer als rein genetisch bedingte Krankheit. Heute wissen wir, dass es sich um eine multifaktorielle Stoffwechselstörung handelt. Ein zentrales Thema ist der Zusammenhang zwischen Insulin und Amyloid-Abbau. Bei dauerhaft erhöhtem Insulinspiegel wird die Amyloid-Eliminierung behindert. Bewegung spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Studien zeigen, dass Alzheimerpatienten höhere Mengen an Mikroplastik im Gehirn aufweisen als Gesunde. Auch Autoantikörper scheinen beteiligt zu sein. Das Spurenelement Lithium kann helfen, beschädigte Zellbestandteile abzubauen und neue Mitochondrien zu bilden.
Epigenetik: Die Rolle der Umwelteinflüsse
Die Epigenetik zeigt, dass nicht nur die Zellen selbst, sondern auch Umwelteinflüsse epigenetische Regelungen auslösen. Die Umwelt, in der wir leben, "schraubt an unseren Genen herum". Lebensstilfaktoren wie Ernährung, Schadstoffe und mentale Einflüsse haben epigenetische Effekte. Viele chronische Krankheiten sind hausgemacht und gehen auf einen nicht mehr artgerechten Lebensstil in einer nicht mehr artgerechten Umwelt zurück. Weder Demenz noch Krebs sind unabänderliche Schicksale, sondern die Folge einer lang anhaltenden Störung der Steuerung unseres Körpers in einer veränderten Umwelt.
Regionale Gesundheitsmanagement Velio 5.0
Die gemeinnützige Stiftung für Gesundheitsinformation und Prävention hat gemeinsam mit der Akademie für menschliche Medizin das "Regionale Gesundheitsmanagement Velio 5.0" entwickelt. Dieses Konzept sieht vor, dass die Menschen und Institutionen in einer Region gemeinsam ihre Umwelt menschengerechter gestalten, um nachhaltig die Voraussetzungen für ein gesünderes Leben zu schaffen.
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