Migräne ist eine neurologische Erkrankung, von der Millionen Menschen betroffen sind. In Deutschland leiden über acht Millionen Menschen an Migräne, wobei Frauen etwa doppelt so häufig betroffen sind wie Männer. Die Erkrankung verläuft meist chronisch mit wiederkehrenden Anfällen, die oft von einer sogenannten Aura begleitet werden.
Was ist Migräne?
Kopfschmerzen sind für viele Menschen ein alltäglicher Begleiter, doch für jene, die unter Migräne leiden, sind sie weitaus mehr als das. Migräne ist eine komplexe neurologische Erkrankung, die weit über gewöhnliche Kopfschmerzen hinausgeht und das Leben der Betroffenen in vielerlei Hinsicht beeinflusst. Diese Kopfschmerzen sind in der Regel pulsierend, einseitig und von starkem Unwohlsein begleitet. Migräne ist mehr als nur Kopfschmerz; sie kann eine breite Palette von Symptomen auslösen, die als „Aura“ bekannt sind, einschließlich visueller Störungen, Kribbeln in den Extremitäten und Sprachproblemen.
Es gibt verschiedene Arten von Migräne, wobei die häufigsten Typen die Migräne ohne Aura (früher als „gewöhnliche Migräne“ bezeichnet) und die Migräne mit Aura (früher als „klassische Migräne“ bezeichnet) sind.
- Migräne ohne Aura: Dies ist die häufigste Form der Migräne und wird oft von pulsierenden Kopfschmerzen auf einer Seite des Kopfes begleitet.
- Migräne mit Aura: Bei dieser Art von Migräne treten vor oder während der Kopfschmerzen neurologische Symptome auf, die als „Aura“ bezeichnet werden.
- Chronische Migräne: Bei chronischer Migräne treten an 15 oder mehr Tagen im Monat Kopfschmerzen auf, wobei an mindestens 8 dieser Tage Symptome einer Migräne vorliegen.
- Menstruationsmigräne: Einige Frauen erleben Migräneattacken, die mit ihrem Menstruationszyklus zusammenhängen.
- Hemiplegische Migräne: Diese seltene Art von Migräne kann zu vorübergehenden Lähmungen (Hemiplegie) oder schweren neurologischen Symptomen führen.
- Retinale Migräne (auch als okuläre Migräne oder Augenmigräne bezeichnet): Diese Form der Migräne betrifft die Augen und kann zu vorübergehender Sehstörung in einem Auge führen.
- Vestibuläre Migräne: Bei dieser Art von Migräne sind Schwindel und Gleichgewichtsstörungen prominente Symptome.
- Status migränosus: Dies ist ein Zustand, bei dem die Migräneattacke über 72 Stunden oder länger anhält.
Migräne ist eine individuelle Erfahrung, und die Symptome und Auslöser können von Person zu Person erheblich variieren, sodass die Behandlung und Prävention von Fall zu Fall unterschiedlich sein kann. Einige Menschen können auch mehrere Formen von Migräne erleben.
Symptome der Migräne
Die Symptome einer Migräne können vielfältig sein und variieren von Person zu Person. Zu den häufigsten Symptomen gehören:
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- Meist einseitiger, pulsierender oder pochender Schmerz
- Mittlere bis starke Schmerzintensität, die sich bei Bewegung verschlimmert
- Übelkeit und Erbrechen
- Licht-, Geräusch- und/oder Geruchsempfindlichkeit
- Sehstörungen (Aura), Kribbeln oder Sprachprobleme vor oder während des Anfalls
- Konzentrationsprobleme, Müdigkeit
- Dauer von 4 bis 72 Stunden
- Häufig mit Rückzugsbedürfnis
Etwa jeder fünfzehnte Migränepatient ist von einer Aura betroffen. Die Symptome gehen einer Migräneattacke oft voraus. Neben Kopfschmerzen können Schwindel, Übelkeit oder Taubheitsgefühle auftreten. Auch Lähmungserscheinungen, Sprachstörungen und Sehstörungen kommen vor. Die Symptome können bis zu 72 Stunden anhalten.
Ein Migräneanfall verläuft in mehreren Phasen:
- Vorbotenphase: Stunden bis Tage vor der Attacke können Symptome wie Müdigkeit, Reizbarkeit, Heißhunger oder Konzentrationsprobleme auftreten.
- Auraphase: Vorübergehende Sehstörungen, Kribbeln oder Sprachstörungen, meist vor Beginn der Kopfschmerzen.
- Kopfschmerzphase: Häufig einseitiger, pulsierender Schmerz, oft begleitet von Übelkeit, Erbrechen sowie Licht- und/oder Geräuschempfindlichkeit. Dauer: 4 bis 72 Stunden.
- Erholungsphase: Nach dem Abklingen der Schmerzen fühlen sich viele Betroffene erschöpft, „verkatert“ oder geistig benommen.
Ursachen und Auslöser
Die genaue Ursache der Migräne ist noch nicht vollständig erforscht, aber es gibt verschiedene Faktoren, die an ihrer Entstehung beteiligt sein können. Die individuelle Identifikation von Triggern kann helfen, Anfälle zu reduzieren.
Migräneanfälle sind genetisch bedingt. Sie werden von sogenannten Triggern wie Stress, Anstrengungen, hormonellen Umstellungen, Veränderungen im Tagesrhythmus oder Lebensmittel ausgelöst. Zudem kann die migränetypische Erweiterung der Blutgefäße im Kopf gerade bei jungen Betroffenen das Risiko für einen Schlaganfall gefährlich erhöhen.
Die genauen Ursachen der Migräne sind nicht vollständig geklärt. Experten vermuten eine Fehlregulation der Nervenbotenstoffe Serotonin und Dopamin.
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Trigger und Risikofaktoren für Migräne:
- Genetische Veranlagung: Migräne tritt familiär gehäuft auf.
- Hormonelle Schwankungen: Besonders bei Frauen durch Menstruation, Schwangerschaft oder hormonelle Verhütung.
- Stress und emotionale Belastung: Psychischer Druck kann Attacken auslösen oder verstärken.
- Bestimmte Lebensmittel und Alkohol: Rotwein, Schokolade, reifer Käse oder Glutamat können Trigger sein.
- Schlafmangel oder Störungen des Schlafrhythmus: Zu wenig oder zu viel Schlaf kann Migräne begünstigen.
- Reizüberflutung und Umweltfaktoren: Wetterumschwünge, grelles Licht oder starke Gerüche können Attacken auslösen.
Diagnose
Die Diagnose von Kopfschmerzen und Migräne basiert im ersten Schritt auf einer detaillierten Befragung, körperlichen Untersuchungen und - falls nötig - im zweiten Schritt auf weiterführender Diagnostik. Ziel ist es, Migräne von anderen Kopfschmerzarten abzugrenzen und gefährliche Ursachen auszuschließen.
Erste Diagnoseschritte:
- Befragung zu den Symptomen
- Unterscheidung der Kopfschmerzart - Spannungskopfschmerz, Migräne oder andere Formen
- Lebensstil und Trigger - Ernährung, Schlaf, Stress, Hormonveränderungen oder Medikamente als mögliche Auslöser
- Körperliche Untersuchung - Prüfung von Reflexen, Augenbewegungen, Nackensteifigkeit oder anderen Auffälligkeiten
Weiterführende Diagnoseschritte:
- MRT oder CT des Kopfes zum Ausschluss von Hirnblutungen, Tumoren oder anderen strukturellen Erkrankungen.
- EEG (Elektroenzephalografie), falls ein Zusammenhang mit epileptischen Anfällen vermutet wird.
- Liquorpunktion (Nervenwasser-Untersuchung), falls eine Hirnhautentzündung oder andere neurologische Erkrankungen ausgeschlossen werden müssen.
Plötzliche, ungewohnte und starke Kopfschmerzen können ein Warnsignal sein - besonders, wenn keine Migräne bekannt ist. Sie können auf eine ernsthafte Ursache wie eine Hirnblutung oder eine andere neurologische Erkrankung hindeuten.
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Bei Kopfschmerzen sollten Sie ärztlichen Rat suchen, wenn …
- plötzlich stärkste, ungewohnte Kopfschmerzen („Vernichtungskopfschmerz“) auftreten. Dies kann ein Hinweis auf ein Hirnblutung (Aneurysma) sein.
- Kopfschmerzen mit neurologischen Symptomen wie Sehstörungen, Lähmungen, Sprachproblemen oder Bewusstseinsstörungen einhergehen.
- die Kopfschmerzen nach einer Kopfverletzung auftreten oder zunehmen. Dann sind sie ein mögliches Anzeichen für eine Gehirnerschütterung oder Blutung.
- Fieber, Nackensteifigkeit und Übelkeit gleichzeitig auftreten, kann dies ein Hinweis auf eine Hirnhautentzündung (Meningitis) sein.
- Kopfschmerzen immer wieder ohne erkennbare Ursache auftreten oder sich verschlimmern. Chronische oder unerklärliche Kopfschmerzen sollten ärztlich abgeklärt werden.
Akute Behandlung von Migräne
Akut wird Migräne meist mit Schmerzmitteln wie Acetylsalicylsäure (ASS), Ibuprofen oder Triptanen behandelt, die bei kontinuierlicher Einnahme Nebenwirkungen haben oder als schmerzmittelinduzierter Kopfschmerz die Symptome noch verstärken können.
Migräne erfordert eine individuelle Therapie, die sowohl akute Anfälle behandelt als auch vorbeugende Maßnahmen umfasst.
Akuttherapie von Migräne:
- Triptane (z. B. Sumatriptan, Rizatriptan) sind speziell für Migräne entwickelte Medikamente, die die Attacke abbremsen.
- Gepante (z. B. Rimegepant) sowohl zur Therapie als auch zur Vorbeugung.
- Serotoninrezeptoragonist (Lasmiditan) für Menschen mit Herz-Kreislauf-Vorerkrankung.
- NSAR (Ibuprofen, Naproxen, ASS) können bei milden bis mittelschweren Anfällen helfen.
- Antiemetika (z. B. Metoclopramid) können bei Übelkeit und Erbrechen helfen.
Nach Auswertung der wissenschaftlichen Literatur bezeichnet die Deutsche Migräne- und Kopfschmerz-Gesellschaft (DMKG) mehrere Arzneistoffe als "erste Wahl" zur Behandlung akuter Migräneattacken, darunter folgende Schmerzmittel, die alle ohne Rezept in der Apotheke erhältlich sind (mg = Milligramm):
- 2 Tabletten eines Kombinationspräparats aus Acetylsalicylsäure (ASS; 250 bis 265 mg) + Paracetamol (200 bis 265 mg) + Koffein (50 bis 65 mg)
- ASS (900 bis 1000 mg) als Tablette oder Brausetablette
- Ibuprofen (400 mg)
- Paracetamol (1000 mg)
- Phenazon (1000 mg)
Reichen diese Wirkstoffe jedoch nicht mehr aus, um die Migräne zu lindern, schlägt die Stunde der sogenannten Triptane. Diese Wirkstoffklasse wurde speziell gegen Migräne-Beschwerden entwickelt. Sie sorgt dafür, dass sich die erweiterten Blutgefäße im Gehirn wieder enger stellen, dass weniger Entzündungsbotenstoffe ausgeschüttet werden und dass die Ausbreitung von Schmerzreizen im Hirn gehemmt wird. Die Präparate wirken unterschiedlich lang, und nicht jedes Triptan hilft jedem Patienten. Bringt ein Triptan keine Besserung, können die Patienten in Rücksprache mit ihrem Arzt ein anderes ausprobieren. Folgende Wirkstoffe sind zurzeit in Deutschland im Handel:
- Eletriptan
- Rizatriptan
- Zolmitriptan
- Frovatriptan
- Sumatriptan
- Naratriptan
- Almotriptan
Mittlerweile gibt es Nara- und Almotriptan in bestimmten Dosierungen rezeptfrei in der Apotheke. Die DMKG stuft Naratriptan ebenfalls als Mittel der ersten Wahl zur Selbstbehandlung der Migräne ein. Almotriptan wurde in die Auswertung der DMKG nicht einbezogen, weil es zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht rezeptfrei war. Experten gehen jedoch davon aus, dass es ähnlich gut wirksam und verträglich ist wie Naratriptan.
Prävention von Migräne
Migräne kann auch ganzheitlich behandelt werden. Verlauf und Auslöser sind bei jedem unterschiedlich. Bei einem Aufenthalt in einer Fachklinik wird ein individuelles Behandlungskonzept entwickelt, das auch ambulant und im Alltag umsetzbar ist. Bei chronischem Verlauf und ärztlich begründet übernehmen die Krankenkassen meist die Kosten.
Schmerztherapeutin Estelle Neb von der Migräne- und Kopfschmerzklinik Königstein erklärt, warum sich ein multimodales Konzept bewährt hat, das verschiedene Behandlungsmethoden zusammenführt:
Medikamente allein, das belegen Studien, haben nie die gleichen Erfolgsaussichten wie in Kombination mit Stressbewältigung, Physiotherapie, Entspannung und Sport.
Zu den Zielen einer multimodalen Therapie gehören:
- Beschwerden eingrenzen und andere Krankheiten ausschließen
- Trigger-Faktoren der Attacken erkennen und möglichst vermeiden
- Die Einnahme von Medikamenten, besonders von Schmerzmitteln, reduzieren
- Migräneattacken möglichst reduzieren, abmildern und verkürzen
- Alltagskonzepte für den Umgang mit der Krankheit entwickeln
Wie kann man Migräne vorbeugen? In den letzten Jahren habe man eine spannende Entwicklung gesehen, erklärt Neurologe Dr. Lars Neeb von der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft. So gebe es Medikamente, die direkt in den Migränemechanismus eingreifen.
Ziel ist es, so wenig Schmerzmittel wie möglich einzusetzen. Die Präparate sollen Beschwerden abmildern und Beeinträchtigungen im Alltag reduzieren. Dabei werden auch Wirkstoffe eingesetzt, die zur Behandlung von Bluthochdruck, Depressionen oder Epilepsie zugelassen sind.
Gut belegt ist die Wirkung von Betablockern (Metoprolol, Propanolol), Kalziumantagonisten (Flunarizin), Valproinsäure, Botulinumtoxin und Antidepressiva (Amitriptylin). Seit 2018 gibt es zudem eine Antikörpertherapie mit dem Wirkstoff Erenumab. Seit Anfang März gibt es ein neues Medikament, das vorbeugend helfen soll.
Medikamente zur Migräneprophylaxe haben in Studien gezeigt, dass sie in mindestens fünfzig Prozent der Fälle eine Verbesserung erbringen.
Estelle Neb betont, dass jedoch bei all diesen Wirkstoffen mögliche Nebenwirkungen und Einschränkungen in der Anwendung aufgrund von Begleiterkrankungen zu berücksichtigen sind. Antikörper wie Erenumab, die an einem Botenstoff im Gehirn ansetzen, sind der Expertin zufolge jedoch effektiv und meist gut verträglich.
Weitere Maßnahmen zur Migräneprophylaxe umfassen:
- Identifikation von Triggern: Versuche, deine Migränetrigger zu identifizieren.
- Regelmäßiger Schlafrhythmus: Achte auf ausreichend und regelmäßigen Schlaf.
- Stressmanagement: Erlernen von Entspannungstechniken wie Yoga, Pilates oder progressive Muskelentspannung.
- Ernährungsumstellung: Vermeide bestimmte Lebensmittel und Alkohol, die Migräne auslösen oder verschlimmern.
- Regelmäßige Bewegung: Körperliche Aktivität wie Nordic Walking kann sinnvoll sein, aber Überanstrengung sollte vermieden werden.
- Physiotherapie: Passive Dehnübungen können helfen, Fehlhaltungen und muskuläre Probleme entgegenzuwirken.
- Psychotherapie: Verhaltenstherapie kann helfen, den Tagesrhythmus besser zu strukturieren.
- Akupunktur: Einige Menschen finden Linderung durch Akupunkturbehandlungen.
- Biofeedback: Eine Technik, bei der Sie lernen, Körperfunktionen wie Muskelspannung und Puls zu kontrollieren, um Migräne zu reduzieren.
Osteopathische Ansätze
Die osteopathische Ursache für Migräne ist ein komplexes Thema, da Migräne eine multifaktorielle Erkrankung ist und verschiedene Faktoren eine Rolle spielen können. Osteopathische Ansätze zur Migränetherapie konzentrieren sich oft auf die Verbesserung der allgemeinen Gesundheit, die Linderung von Spannungen und die Unterstützung des Körpers bei der Bewältigung von Migräneauslösern.
- Entspannungstechniken: Osteopathen können Techniken zur Entspannung der Muskulatur und zur Reduzierung von Spannungen im Nacken, in den Schultern und im Kopf anwenden.
- Craniosacrale Therapie: Diese osteopathische Technik konzentriert sich auf die sanfte Manipulation der Schädelknochen und des Rückenmarks, um die Bewegung der Gehirn-Rückenmarksflüssigkeit zu verbessern.
- Ganzheitlicher Ansatz: Osteopathen betrachten den gesamten Körper und suchen nach Ungleichgewichten oder Problemen in verschiedenen Systemen.
TMX®-Methode
TMX® bietet eine Methode zur Selbstbehandlung von Migräne. Durch die Anwendung von Druck auf das Gewebe können tief liegende Faszien erreicht werden, um dort manifestierte Verklebungen entgegenzuwirken. Die Kombination von Triggern bzw. Akupressur und Bewegung ist der Schlüssel zu mehr Wohlbefinden. Durch den Druck ins Gewebe können wir in die tiefliegenden Faszien vordringen, um dort manifestierte Verklebungen entgegenzuwirken. Leiten wir zeitgleich eine Bewegung ein während wir uns triggern, entstehen sog. "Scherkräfte" im verklebten Gewebe. Durch diese Scherkräfte kann das verklebte Gewebe auseinander gezogen werden.
Clusterkopfschmerz
Der Clusterkopfschmerz ist eine in "Bündeln" (Clustern) auftretende, attackenartige Kopfschmerzform, die einseitig, vor allem hinter dem Auge, auftritt und charakteristische Begleiterscheinungen wie Augenrötung, Tränenfluss, Nasenschleimhautschwellung, Schwitzen im Gesicht und Pupillenverengung aufweist. Die Kopfschmerzen sind von stärkster Intensität, dauern etwa zwischen zehn Minuten und drei Stunden an, im Mittel zirka 30 bis 45 Minuten. Die einzelnen Attacken wiederholen sich gebündelt in Episoden von meist wochenlanger Dauer, bevorzugt nachts.
Prominente Beispiele
Auch prominente Persönlichkeiten sind von Migräne betroffen. Der Komponist Richard Wagner litt über viele Jahre seines Lebens an einer schweren Migräne ohne und mit Aura. Die Häufigkeit und die Detailliertheit der Beschreibung der Kopfschmerzsymptome sowohl in den Lebenserinnerungen, den Schriften und den Briefen von Richard Wagner, als auch in den Tagebuchaufzeichnungen von Cosima Wagner ist überraschend umfangreich. Die Kopfschmerzen und die neurologischen Störungen bewirkten für Richard Wagner über Jahrzehnte eine schwerwiegende gesundheitliche Beeinträchtigung und stellten ein zentrales Gesundheitsproblem für ihn und seine Familie dar. Die Fertigstellung der Tetralogie Der Ring des Nibelungen verzögerte sich dadurch um viele Jahre.
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