Rehaklinik für Vertigo und Migräne: Ein umfassender Überblick

Schwindel und Migräne sind komplexe neurologische Erkrankungen, die das Leben der Betroffenen erheblich beeinträchtigen können. Insbesondere die vestibuläre Migräne, bei der Schwindelattacken im Vordergrund stehen, stellt eine besondere Herausforderung dar. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte von Schwindel und Migräne, insbesondere die vestibuläre Migräne, und gibt einen Überblick über die Behandlungsmöglichkeiten in Rehakliniken.

Einführung in Schwindel und Migräne

Kopfschmerzen durch Stress, Dehydration oder während einer Erkältung hat jeder bereits erlebt. Doch wenn die Kopfschmerzen mittel bis stark ausfallen und gleichzeitig eine Überempfindlichkeit gegenüber Geräuschen, Gerüchen oder Licht besteht, handelt es sich um eine Migräne. Fast alle Menschen haben es schon erlebt, dass ihnen schwindelig geworden ist. Vor allem als Kind, wenn man sich zu häufig im Kreis gedreht hat. Doch neben den harmlosen Erscheinungen gibt es auch Schwindelformen mit ernsthaften Ursachen. Betroffene verlieren die Körpersicherheit und Orientierung im Raum. Sie haben das Gefühl, sich zu drehen oder zu schwanken. Schwindel ist eines der häufigsten Symptome in der Medizin überhaupt.

Was ist Migräne?

Bei der Migräne handelt es sich um mittelstarke bis starke, pulsierende oder pochende Kopfschmerzen, die sich auf einer oder beiden Kopfhälften lokalisieren lassen. Zur Migräne können sich zusätzlich Übelkeit und Erbrechen gesellen sowie eine Überempfindlichkeit gegenüber Licht, Geräuschen und Gerüchen.

Was ist Schwindel?

Schwindel ist das Gefühl der körperlichen Instabilität, das sich vielfältig äußern kann. Anfangs wird Schwindel oft von Drehillusion, Fallneigung, Schweißausbrüchen, Herzklopfen, Übelkeit oder Erbrechen begleitet. Im weiteren Verlauf nach Abklingen der ersten Beschwerden kann jedoch ein Schwindel weiter bestehen bleiben, der eine Bewältigung des Alltags stark einschränkt oder unmöglich macht.

Vestibuläre Migräne: Schwindel als Migränesymptom

Seit einigen Jahren weiß man, dass auch Schwindelattacken Symptom einer Migräne sein können. Das können zum Beispiel plötzliche Drehschwindelanfälle sein oder ein schwankendes, unsicheres Gefühl beim Laufen oder auch kurze Schwindelanfälle bei raschen Kopfbewegungen. Man schätzt, dass zwischen 10 bis 40 Prozent auch Schwindel-Symptome bei ihrer Migräne kennen. Bei etwa einem Prozent der Bevölkerung sind Schwindelanfälle das führende neurologische Symptom im Rahmen der Migräne. Wie bei einer Migräne mit Aura können bei der Migräne mit Schwindel die Schwindelanfälle zusammen mit Kopfschmerzen, aber auch ganz ohne Kopfschmerzen auftreten. Im Unterschied zur Migräne mit typischen Aura-Symptomen, die ja meist nur zwischen 5 bis 60 Minuten anhalten, können die Schwindelanfälle sehr unterschiedlich lang anhalten - manchmal nur Sekunden bis wenige Minuten, manchmal mehrere Stunden oder sogar mehrere Tage.

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Ursachen und Diagnose von Schwindel und Migräne

Wie Schwindel entsteht

Unser Gehirn erhält Gleichgewichtsinformationen aus unterschiedlichen Sinnesorganen, nämlich dem Auge, den Lage- und Beschleunigungssensoren im Innenohr und den Tiefenrezeptoren in Muskeln, Haut, Gelenken und Sehnen. Dies geschieht in einem komplexen Zusammenspiel. Schwindel entsteht meist durch widersprüchliche Informationen aus diesen Sinnesorganen oder einer gestörten Informationsverarbeitung im Gehirn. Die Seekrankheit entsteht beispielsweise, weil das Auge einen stabilen Untergrund vermittelt, die Gleichgewichtsorgane im Innenohr dagegen die Schaukelbewegungen des Bootes wahrnehmen. Die widersprüchlichen Informationen kann das Gehirn nicht einordnen. Es kommt zu Gleichgewichtsstörungen, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen.

Ursachen der vestibulären Migräne

Auslöser des Schwindels bei Migräne sind dieselben wie bei einer Migräne mit oder ohne Aura. Es wird vermutet, dass bestimmte Botenstoffe, die während des Migräne-Anfalls ausgeschüttet werden, im Gleichgewichtsorgan oder im Gleichgewichtszentrum im Gehirn eine Wirkung haben. Möglicherweise spielen Veränderungen der Hirndurchblutung auch hier eine Rolle. Ob eine Migräne mit Aura auftritt, hängt insbesondere mit genetischen sowie neurologischen und biochemischen Faktoren zusammen. Zu den Auslösern einer Migräne mit Aura können etwa Schlafmangel, Hunger, Stress, Wetterveränderungen oder eine Überreizung der Sinne gehören.

  • Genetische Faktoren: Das Risiko von einer Migräne mit oder ohne Aura betroffen zu werden, erhöht sich, wenn Verwandte ebenfalls unter regelmäßigen Migräneattacken leiden.
  • Biochemische und neurologische Faktoren: Eine komplexe Wechselwirkung zwischen neurochemischen Gehirnprozessen, einer gesteigerten neuronalen Erregbarkeit und einer Dysregulation der Neurotransmitter könnten als Ursache für ein erhöhtes Risiko einer Migräne mit oder ohne Aura verantwortlich zeichnen. Auch Östrogen kann zu einer Migräneattacke führen. Mit diesem Hormon lässt sich auch die deutlich höhere Erkrankungsrate bei weiblichen Personen erklären.
  • Umweltbedingte Faktoren: Sinnesüberreizungen, bestimmte Lebensmittel wie Rotwein, Hunger, Stress oder Schlafmangel, Kopfverletzungen und Nackenschmerzen können ebenfalls zu einer Migräne mit oder ohne Aura führen.

Diagnose der vestibulären Migräne

Die Ärztin oder der Arzt muss zunächst herausfinden, ob die Patientin oder der Patient eine Migräne mit Kopfschmerzen hat, die vielleicht unabhängig von den Schwindelanfällen auftreten. Wenn dies der Fall ist, können typische Migränesymptome wie eine Aura oder eine ausgeprägte Licht- und Geräuschempfindlichkeit während der Schwindelanfälle ein Hinweis dafür sein, dass es sich um eine Migräne mit Schwindel handelt. Außerdem sollten andere Schwindelerkrankungen ausgeschlossen werden, die mit einem Migräne-Schwindel verwechselt werden können. Dazu müssen je nach Art der Schwindelanfälle weitere Untersuchungen wie zum Beispiel ein MRT, eine HNO-ärztliche Untersuchung oder auch Herz-Kreislauf-Untersuchungen erfolgen. Die Diagnose einer Migräne mit Aura sollte bei einem Arzt oder einer Ärztin erfolgen. Diese untersuchen den Patienten bzw. die Patientin körperlich und neurologisch und können hierzu auch bildgebende Verfahren wie die Computertomografie (CT) und die Magnetresonanztomografie (MRT) oder eine Spinalpunktion (Lumbalpunktion) zur Entnahme von Nervenwasser einsetzen.

Differenzialdiagnose

Es gibt eine Reihe von Erkrankungen, die Schwindel zu Grunde liegen können. Ärzte unterscheiden einen Schwindel durch Fehlfunktion des Innenohrs oder des Gleichgewichtsnerven („vestibulär“ oder „peripher“), einen Schwindel durch Störung der Sinnesverarbeitung im Hirn („zentral“), z.B. nach Schlaganfall und nicht zuletzt kann auch die Angst vor Schwindel (oder einem Sturz) zu einem Schwindelgefühl führen („phobisch“ oder „funktionell“). Schwindel kann auch bedingt sein durch Herz-Kreislauferkrankungen, wie starke Blutdruckschwankungen oder Herzschwäche, die zu Durchblutungsstörungen des Hirns führen können.

Gutartiger Lagerungsschwindel

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Die häufigste Schwindelerkrankung des Innenohres ist der sogenannte gutartige Lagerungsschwindel. Dabei gelangen Kristalle aus dem Innenohr in einen Bogengang und stören dort die Beschleunigungsmessung, was bei ganz bestimmten Bewegungen zu Schwindelattacken führ.

Erkrankungen des Gleichgewichtsnervs

Die Neuropathia vestibularis ist eine Entzündung des Gleichgewichtsnervs, der die Informationen aus dem Innenohr an das Gehirn weiterleitet. Diese Erkrankung führt zu einem anhaltenden Schwindel. Ein Akustikusneurinom kann eine Druckschädigung des gleichen Nervs mit ähnlichen Symptomen verursachen. Bei der Vestibularisparoxysmie kommt es dagegen zu sekundenweisen Funktionsstörungen des Nervs.

Morbus Menière

Der Morbus Menière führt zu einer attackenweisen Funktionsstörung des Gleichgewichtsorganes im Innenohr. Ein Ohrdruck oder Völlegefühl im Ohr verbunden mit einer Drehschwindelattacke kann ebenfalls auf einen Morbus Menière hindeuten.

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Sehstörungen und multimodaler Schwindel

Auch Sehstörungen können zu Schwindelsymptomen führen. Und insbesondere bei älteren Menschen kann Schwindel als Folge mehrerer geringer Störungen in verschiedenen Bereichen entstehen, die erst in ihrer Summe Beschwerden bereiten (multimodaler Schwindel).

Neurologische Ursachen

Schwindel kann seine Ursache auch in einer gestörten Signalverarbeitung im Gehirn (insbesondere Hirnstamm und Kleinhirn) haben. Die häufigsten Ursachen sind die sogenannte vestibuläre Migräne (Schwindelattacken in Verbindung mit Kopfschmerz, Lichtscheu und Lärmempfindlichkeit) Schlaganfallentzündliche ErkrankungenEpilepsie Weitere neurologische Ursachen für Schwindel und Gleichgewichtsstörungen sind Schädigungen der peripheren Nerven (Polyneuropathie), Rückenmarkserkrankungen und neurodegenerative Erkrankungen.

Gestörte Blut- und Sauerstoffversorgung

Eine ganz andere Ursache für Schwindelattacken kann in einer gestörten Blut- und Sauerstoffversorgung des Gehirns liegen. Ursachen hierfür können seinBlutdruckkrisenBlutarmutHerzrhythmusstörungenUnterzuckerungLungenembolien

Psyche

Die Psyche kann ebenfalls Schwindelsymptome auslösen oder unterhalten; man spricht hier von funktionellen Störungen. Ein verhängnisvoller Teufelskreis entsteht immer dann, wenn Gleichgewichtsstörungen und Schwindel das Vertrauen in die eigene Körperwahrnehmung. schwächen. Die Angst vor Stürzen gewinnt die Oberhand und Bewegung wird vermieden. Das Gleichgewichtsorgan verkümmert durch die Passivität zusätzlich und die Unsicherheit steigt weiter.

Behandlungsmöglichkeiten in Rehakliniken

Eine Migräne mit Aura kann zwar nicht geheilt, aber mit einigen Maßnahmen gut behandelt werden. Die Reha-Behandlung in den MEDIAN Kliniken hängt ganz von der individuellen Ursache des Schwindels oder der Gleichgewichtsstörungen ab. Für jeden Patienten wird deshalb ein spezielles Therapieprogramm entwickelt. In jedem Fall zielt die Reha darauf ab, die Sicherheit im Alltag wiederzuerlangen, indem Koordination und Körpergefühl verbessert werden. Dies erfolgt oft durch ein spezielles Gleichgewichtstraining, mit dem die Beeinträchtigung des Vestibulorgans ausgeglichen wird. Einen weiteren Baustein in der Reha bildet die psychologische Behandlung, durch die Bewältigungsstrategien im Umgang mit der Beeinträchtigung erarbeitet, Ängste abgebaut und Auswirkungen auf den Alltag gemeistert werden.

Akutbehandlung

Gegen Schwindel und Übelkeit helfen Medikamente, die die Gleichgewichtsfunktionen dämpfen und die auch zum Beispiel gegen Reisekrankheit eingesetzt werden. Verschiedene Medikamente können eine einsetzende Migräne unterdrücken (beispielsweise Triptane, Ditane und Geptane) oder das Verschlimmern bestehender Symptome aufhalten (unter anderem Dihydroergotamin und Antiemetika). Leiden die Betroffenen unter Übelkeit, Schwindel und starken Schmerzen, können diese ebenfalls medikamentös behandelt werden, etwa mit Schmerzmitteln oder Medikamenten gegen die Übelkeit und den Schwindel.

Präventive Maßnahmen

Zur Vorbeugung einer Schwindelmigräne werden dieselben Maßnahmen empfohlen wie zur Vorbeugung von Migränekopfschmerzen. Also regelmäßiger Ausdauersport wie beispielsweise Joggen, Schwimmen, Radfahren, die Anwendung von Entspannungstechniken wie zum Beispiel Yoga, progressive Muskelrelaxation und autogenes Training oder Biofeedback-Techniken. Auch psychologische, zum Beispiel so genannte verhaltenstherapeutische Verfahren können helfen, insbesondere wenn auch eine Depression oder eine Angststörung bestehen. Wenn man solche nicht-medikamentösen Maßnahmen regelmäßig anwendet, merkt man dann, dass die Migräne weniger häufig auftritt und Attacken weniger schwer verlaufen. Um einer Migräne mit Aura vorzubeugen, können ebenfalls Medikamente verschrieben werden, darunter Antiepileptika, Betablocker und trizyklische Antidepressiva. Stress reduzieren: Entspannungstechniken wie Yoga, Qi Gong oder Meditationen können Stress reduzieren und das Risiko auf eine durch Stress ausgelöste Migräneepisode reduzieren. Tagebuch führen: In einem Tagebuch können die Patientinnen und Patienten die Häufigkeit, Dauer, den Zeitpunkt und weitere Faktoren wie mögliche Auslöser und Behandlungsergebnisse protokollieren. Dies kann sie dabei unterstützen, ihre Migräneattacken langfristig besser zu kontrollieren und beispielsweise Auslöser für die Migräne zu vermeiden. Technische Geräte: Inzwischen können auch Geräte, die am Handgelenk, der Stirn oder am Hinterkopf bestimmte Nerven stimulieren, Migräneanfälle lindern oder verhindern.

Medikamentöse Prophylaxe

Für den Migräneschwindel gibt es noch nicht so viele gute Studien dazu, welche Medikamente, die in der Migräneprophylaxe eingesetzt werden, am besten helfen. Diese Medikamente und Schmerzmittel wie Triptane sollten bei einer Migräne mit oder ohne Aura jedoch nicht regelmäßig eingesetzt werden, da ein Zuviel an diesen Medikamenten langfristig zu einer chronischen Migräne mit täglichen Attacken führen kann.

Therapieansätze in Rehakliniken

  • Individualisierte Therapie: Das Behandlungskonzept basiert im Wesentlichen auf einem konsequent individualisierten Ansatz.
  • Multimodale Therapie: Bei der Behandlung werden moderne und erprobte Verfahren einschließlich aktivierender Übungstherapie, psychologischer Unterstützung und bei Bedarf Medikamenten sinnvoll kombiniert, um alltagsrelevante Ziele zu erreichen und den Therapieerfolg langfristig zu sichern. In Rahmen des multimodalen Behandlungsprogramms leiten wir unsere Patienten zu gezielten Bewegungs- und Lagerungsübungen an und fördern die Krankheitsverarbeitung, damit sich der Schwindel auch nachhaltig zurückbildet.
  • Vestibuläre Rehabilitationstherapie (VRT), Gleichgewichtstraining und Gangschulung: Neben vestibulärer Rehabilitationstherapie (VRT), Gleichgewichtstraining und Gangschulung umfasst das Angebot auch psychologische Beratung und Unterstützung, die durch moderne apparative Möglichkeiten ergänzt werden.
  • Apparative Unterstützung: Dazu gehören Robotik (Movendo) für das Gleichgewichtstraining, Rotundum für Lagerungsschwindel, Gangroboter, Laufband mit virtueller Realität, Spacecurl usw.
  • Psychologische Betreuung: Ursachen und Auswirkungen der verschiedenen Schwindelformen werden besprochen und der Umgang mit den Beschwerden wird gefördert.
  • Physiotherapie: Im Einzel- und Gruppentraining werden spezielle Übungen zur Verbesserung des Gleichgewichtssinnes vermittelt. Dabei werden gezielt Gang- und Standunsicherheiten trainiert um die Gleichgewichtsreaktion zu verbessern. In der Therapie helfen bestimmte Übungen, die Kristalle aus den Bogengängen zu befördern. Diese Lagerungsmanöver - gerne auch Befreiungsmanöver genannt - werden meist von Physiotherapeuten angeleitet oder durchgeführt.

Spezialisierte Einrichtungen

In neurologischen Tageskliniken können die Ursachen von Schwindel, Gang- und Gleichgewichtsstörungen festgestellt und eine individuell abgestimmte Therapie eingeleitet werden. Durch die vor Ort vorhandene Infrastruktur, die medizinische Expertise und die Bündelung von Fachkompetenzen und diagnostischen Möglichkeiten eröffnen sich für die Betroffenen effektive Behandlungsoptionen. Unsere Patientinnen und Patienten erhalten eine gesicherte Diagnose und können sofort mit einer Therapie beginnen. Für die Behandlung der verschiedenen chronischen Schwindelformen haben wir eine spezielle Schwindel-Tagesklinik eingerichtet, in der die Spezialisten der Neurologie und der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde gemeinsam mit der Physiotherapie und der Psychotherapie eng zusammenarbeiten.

Wann ist eine Reha sinnvoll?

Ja, sofern eine Indikation vorliegt, das heißt, wenn eine behandlungsbedürftige Schwindel-, Gleichgewichts- oder Gangstörung von mittlerer Intensität besteht. Die genannten Symptome können in der Regel nur ambulant behandelt werden. Das bedeutet, dass die Intensität der Behandlung möglicherweise nicht ausreichend hoch ist. Eine stationäre Behandlung ist für die meisten Patient:innen häufig nicht sinnvoll, kann jedoch in schweren Fällen wie beispielsweise bei Rehabilitation erforderlich sein. Die Tagesklinik eröffnet daher für die Betroffenen effektivere Behandlungsmöglichkeiten. Die Patient:innen erhalten eine gesicherte Diagnose und können sofort mit einer Therapie beginnen.

Die Rolle der interdisziplinären Zusammenarbeit

Bei einem Beschwerdebild wie Schwindel ist ein ganzheitlicher Therapie-Ansatz entscheidend. In den Schön Kliniken arbeiten wir interdisziplinär zusammen, um schnell zur bestmöglichen Schwindelbehandlung für Sie zu kommen. In der München Klinik Harlaching erfolgt die Schwindelbehandlung in enger Zusammenarbeit zwischen der Neurologie und Physiotherapie. Für die Behandlung der verschiedenen chronischen Schwindelformen haben wir eine spezielle Schwindel-Tagesklinik eingerichtet, in der die Spezialisten der Neurologie und der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde gemeinsam mit der Physiotherapie und der Psychotherapie eng zusammenarbeiten.

Leben mit Schwindel und Migräne

Eine Migräne mit Aura kann eine starke Belastung für die Betroffenen im Alltag darstellen. Von leichten bis starken Schmerzen und Schwindel bis hin zu motorischen Beeinträchtigungen, Seh- und Sprachstörungen ist die Bandbreite an möglichen Symptomen bei einer Migräne mit Aura hoch. Viele Migränepatienten und -patientinnen leiden zusätzlich unter einer Überempfindlichkeit gegenüber äußeren Reizen, wodurch sich diese in ein dunkles Zimmer zurückziehen müssen. Den normalen Alltag zu bestreiten oder gar der Arbeit nachzugehen, bleibt für viele Betroffene während eines Migräneanfalls unmöglich. Eine Migräne mit Aura zu kontrollieren, zu behandeln und ihr vorzubeugen, gehört dementsprechend zum Anliegen vieler Patientinnen und Patienten, beispielsweise durch das Identifizieren von Auslösern und deren Vermeidung sowie Strategien bei herannahenden Anfällen oder zur Linderung bestehender Attacken.

Ein verhängnisvoller Teufelskreis entsteht immer dann, wenn Gleichgewichtsstörungen und Schwindel das Vertrauen in die eigene Körperwahrnehmung. schwächen. Die Angst vor Stürzen gewinnt die Oberhand und Bewegung wird vermieden. Das Gleichgewichtsorgan verkümmert durch die Passivität zusätzlich und die Unsicherheit steigt weiter. Daher ist es wichtig, die Ursache für den Schwindel zu finden. und seelischen Problemen können an der Entstehung beteiligt sein.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Wenn Schwindelanfälle immer wieder kehren, sie sich plötzlich und heftig äußern oder bei bestimmten Kopfbewegungen auftreten, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, um der Ursache auf den Grund zu gehen. Ein Alarmzeichen ist, wenn ein neuartiger Schwindel mit Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und Hör- oder Sehstörungen einhergeht. Das kann auf einen Schlaganfall oder auf eine TIA - einen leichten Schlaganfall - hindeuten. Dann sollte der Notarzt gerufen werden. Sollten Sie Symptome einer Migräne mit Aura zeigen, ohne zuvor eine Migräneattacke erlebt zu haben, sollten Sie einen Arzt beziehungsweise eine Ärztin aufsuchen. Dies insbesondere, falls Sie unter Taubheitsgefühlen, Sprach- oder Sehstörungen leiden, da diese auch auf einen medizinischen Notfall wie einen Schlaganfall hinweisen können.

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